Der Sparküche-Blog.

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30. April und 1. Mai

Gestern waren wir auf die viel gerühmten Germknödel meiner Mutter eingeladen. Von denen ich immer noch nicht mehr weiß als wie man sie kocht. Mit der Unterseite nach oben ins kochende Salzwasser geben nämlich, die Hitze etwas reduzieren, den Deckel drauftun, vier Minuten kochen lassen, umdrehen und noch drei Minuten offen kochen.

Aber irgendwann werde ich sie schon noch ausprobieren, die Knödel.

Von der heutigen Kocherei kann ich euch berichten, dass es definitiv keinen Sinn hat, sich aus dem Internet ein Rezept rauszusuchen, durchzulesen und dann doch nicht zu befolgen. Das wird dann möglicherweise nix. Wie die heutigen Eiernockerl mit Salat, die ich in der Folge gerade noch gerettet habe. Als Nachspeise dann noch ein fescher Obstsalat, ohne Joghurt, und die Kinder waren glücklich.

Meinen Teig habe ich aus einem großen Ei, etwas Wasser, Salz und ungefähr 15 Deka Dinkel-Kuchenmehl gerührt. Der war dann noch so flüssig, dass die Tropfen, die ich ins kochende Salzwasser habe fallen lassen, sich einfach aufgelöst haben. Ich hab dann gach noch einige Löffel Mehl untergerührt, dann wars viel besser.

Allerdings, tückisch wie der Dinkel schon ist, wurde der Teig ziemlich schnell ziemlich fest. Ich musste mich also ordentlich beeilen, um die Tropfen und Brockerl zügig zu kochen.

Nebenan auf dem Herd das beschichtete Reinderl mit heißer Butter, wo die fertigen Nockerl, sobald sie aufgestiegen waren und an der Oberfläche schwammen, hineingeschupft wurden.

Die Kinder, die zwischenzeitlich eine Handvoll Kräuter geschnitten hatten, schupften diese dazu, um sich danach dem Happerlsalat zu widmen, den sie wuschen und zerzupften. Omas Marinade tröpfelte dann wieder ich drüber.

Als endlich der Teig weg war und die Nockerl alle im Reinderl, hab ich die Hitze dort erhöht,  die Nockerl gesalzen und ein Ei drübergeschlagen, das zur großen Freude der Kinder zwei Dotter enthielt.

Das Ei hab ich dann unter die Nockerl gecremt und stocken lassen. Bei Tisch kam noch geriebener Parmesan drüber.

Das nächste Mal muss ich großzügiger kochen. Grad, dass wir alle drei satt geworden sind!

Und später werde ich mir überlegen, ob ich aus dem Nockerl-Kochwasser vielleicht noch eine Art Gemüsesuppe zaubern werde.

2. Mai

Küchenmäßig war heute Erholung angesagt: in der Früh eine Portion "Rahmherz mit Semmelknödel" von neulich aus dem Tiefkühler genommen, mittags unter Zugabe von zwei Löffeln Suppe von gestern im beschichteten Reinderl aufgewärmt und dazu ein Salatherz ohne alles gegessen.

Als Nachspeise habe ich den Rest vom Rhabarberkuchen verputzt.

Mehr gibts nicht zu erzählen.

3. Mai

Um dem Kind die heutigen Fisolen besser verkaufen zu können, hab ich einen Erdäpfelschmarrn dazugebastelt. Offensichtlich mit Erfolg, denn als ich es nach dem Essen fragte, ob wir dasselbe wohl abends nochmals essen könnten - es sind immer noch gekochte Erdäpfel und blanchierte Fisolen da -, stimmte es zwanglos zu.

So essen wir heute zweimal Erdäpfelschmarrn mit Obers-Fisolen und Blattsalat.

Der erste Schritt ist klar: ein Reinderl voll kleiner mehliger Erdäpfel zum Dämpfen hinstellen. Derweil ein großzügiges Lackerl Obers ins kleinste Reinderl gießen, hinreichend viele von den blanchierten Fisolen dazu, salzen, mit Gewürzmischung versehen und zum Kochen bringen und einige Minuten schwach kochen. Zwischendurch mit einem Teelöffel Mehl die Flüssigkeit binden.

Wenn die Erdäpfel noch nicht soweit sind, zwischendurch den Salat waschen und zerzupfen und mit Marinade übergießen. Ich habe heute den Rest des Einlege-Aufgusses von neulich verwendet. (Wieder ein Rest weg.) Sonst verschieben wir den Salat auf den Schluss.

Jetzt wäre auch der Zeitpunkt gekommen, um ein paar Deka Speck in Streiferl zu schneiden und langsam in der Pfanne auszulassen. Nach einigen Minuten kommt ein in Halbringe geschnittenes Zwiebelhapperl und ein bisserl vom frischen Rosmarin dazu und brät mit. In der Zwischenzeit die Erdäpfel schälen und peu à peu in die Pfanne schnippeln. Wenn alle drin sind, die rein müssen: Hitze maximieren, salzen und alles schön knusprig braten. Natürlich immer wieder das Angelegte vom Boden kratzen und durchschaufeln.

 

Außerdem habe ich heute 20 Deka Grünspargel geerntet, mit dem ich akut nix anfangen konnte. Ich wollte ihn einfrieren und hab zum Glück noch rechtzeitig im Internet recherchiert: Spargel wird vor dem Einfrieren NICHT blanchiert, sondern roh eingefroren und, ganz wichtig, nach dem Entnehmen aus dem Tiefkühler NICHT aufgetaut, sondern gleich ins kochende Wasser geschmissen.

Ich hab mir das sicherheitshalber gleich auf den Tiefkühl-Behälter geschrieben, denn bis zur Verwendung hab ich das hundertmal wieder vergessen ...

4. und 5. Mai

Tut mir Leid. Gestern habe ich mir eine Sushi-Box gekauft. Und nachher noch vier Pralinen gegessen. Ihr merkt: es war eine Mischung aus Trost und Belohnung, die ich brauchte.

Heute war die Sparküche nicht spar. Überhaupt nicht spar, im Gegenteil. Beim Diskonter gabs Steaks einzeln verpackt im Sonderangebot, und ich habe zugeschlagen. Mach ich nie wieder, weils überhaupt nicht nachhaltig ist. Aber heute essen das Kind und ich Steak mit Mangoldstielen in Sauce Hollandaise und Erdäpfeln. Ich hab mir dazu noch ein Schüsserl Salat gegönnt.

Es war die schnelle Küche. (Das auch noch.) Erst habe ich ein kleines Packerl blanchierter Mangoldstiele aus dem Tiefkühler genommen, ins beschichtete Reinderl gelegt und aus Zeitmangel mit kochendem Wasser übergossen, um die Dinger aufzutauen.

Das Wasser hab ich danach wieder abgegossen und ein Achterl von der Sauce Hollandaise aus dem Packerl zugegossen. Ich hab beides vermischt und der Einfachheit halber gleich die vier Mini-Erdapferln, die im Kühlschrank warteten, geviertelt und mit ins Reinderl gegeben. Deckel drauf und gscheit erhitzt.

Derweil in der Pfanne nebenan Fett erhitzt und das Fleisch ungesalzen hinein gelegt und drei Minuten gebraten. Dann umgedreht und auf der anderen Seite nochmals ein paar Minuten gebraten und auf der Oberseite gesalzen. Auf den Teller damit und mit Fleur de Sel bestreut!

Zwei Anmerkungen: erstens sollte eine aus dem Bratrückstand ein Saucerl machen. Weiß ich noch nicht, ob ich das tun werde.

Zweitens hab ich den Rest des Fleischs - ich hab ungefähr die Hälfte gegessen - zum Mangold in die Sauce gelegt und bei geringer Hitze ziehen lassen, weil ich dem Kind blutiges Fleisch nicht zumuten wollte.

6. und 7. Mai

Es wird schon wieder nicht gekocht im Hause der Sparköchin.

Gestern sind wir nach einer Wanderung über die Prater Hauptallee im Schutzhaus Heustadlwasser eingefallen. Was allerdings unglücklicherweise auch ungefähr vierhundert Mitglieder des Vereins Wanderfalken getan haben. Wodurch es nur eine Art Buffet mit drei Hauptspeisen aus dem Warmhaltebehälter gab. Und wir uns entschieden haben, ein Schnitzerl mit Salat zu teilen. Von dem wir beide nicht begeistert waren.

Aber der Herr vom Service war sehr sehr nett. Trotzdem werden wir nächstes Mal diese Abkürzung nimmer nehmen und bis zum Lusthaus durchhalten.

Heute sind wir auf Geselchtes, Kraut und Erdäpfelknödel eingeladen. Wobei das Kind beim Sauerkraut nicht mitspielt und einen Salat serviert bekommt. Der ja eh haufenweise im Garten wächst, derzeit.

Die Erdäpfelknödel mache ich selten selber. Aber wenn, dann so:

Mehlige Erdäpfel in hinreichender Menge dämpfen, schälen und noch heiß durch die Presse drücken. Überkühlen lassen und ein kleines Stück Butter, ein kleines Ei oder einen Dotter, je nach Menge der Erdäpfel, und Salz zugeben - für die Experimentativen auch ein Hauch Muskat - und verkneten. Soviel griffiges Mehl zugeben, dass ein weicher Teig entsteht. 

Ziemlich rasch kleine Knöderl formen, diese in Mehl wälzen und in köchelndes Wasser einlegen und im siedenden Wasser so lange kochen, bis sie aufsteigen. Dann ein Probeknöderl öffnen und die anderen bei Bedarf noch ein bisserl kochen.

Exkurs: Erstens kann man diese Knödel auch gut füllen. Mit Obst oder einer Wurst- oder Gemüsefülle. Zweitens kann man den Teig auch zu Wuzelnudeln formen und diese entweder wie oben kochen oder im heißen Fett braten - oder zuerst kurz kochen und dann nochmal in Butter oder Schmalz braten.

Ganz abgesehen davon, dass eine einen oder zwei übrig gebliebene Knödelam nächsten Tag in mundgerechte Happen teilen und mit Zwiebel in Fett anrösten und mit verschlagenen Eiern ordentlich eincremen kann.

Ein dankbarer Teig also. Das Ausprobieren und Üben lohnt sich, weil der Erdäpfelteig wirklich vielseitig ist.

8. Mai

Ha! Natürlich waren es gestern gar keine Erdäpfelknödel, sondern Semmelknödel. Aber die entziehen sich mir leider, da kann ich noch keine Auskunft drüber geben. Irgendwann werden sie mir schon noch gelingen ...

Heute war jedenfalls schlankes Essen angesagt, woraufhin ich einen Was-weg-muss-Salat mit Gebäck komponierte.

Dafür schnitt ich einige Salatreste in Streifen, viertelte ein wachsweich gekochtes Ei und schnitt fünf Deka Käse in Streifen. Als Gewürz kamen ein paar Blätter vom Basilikum drüber. Den Einlege-Sud der Pfefferoni als Marinade zu verwenden, war nachträglich betrachtet nicht die beste Idee des Tages, weil das Ding ordentlich scharf war.

Eineinhalb Scheiben Brot dazu, und gut wars.

 

Außerdem habe ich heute die Einkoch-Saison eröffnet und fünf Gläser Rhabarbermarmelade eingekocht. Ungefähr zwei Kilo habe ich gewürfelt und roh eingefroren. Den kann ich später für Crumble oder Kuchen verwenden. Damit ist die Kapazität des Tiefkühlers erschöpft. Reserven essen empfiehlt sich dringend.

Für die Marmelade habe ich einen knappen halben Kilo Gelierzucker 2:1 verwendet sowie ein gutes halbes Kilo Zucker. Den Rhabarber habe ich klein gewürfelt und mit den beiden Zuckern gut vermischt und dann langsam erhitzt. Ich habe die Masse ungefähr eine halbe Stunde sprudelnd kochen lassen und dann brennheiß randvoll in Twist-Off-Gläser eingefüllt.

Die kühlen gerade aus und erschrecken mich durch ihr Knacken, wenn sich grad wieder bei einem Glas ein Vakuum bildet ...

9. Mai

Bedingt durch einen Ausfall der Öffis bin ich heute erst um halb zwei nach Hause gekommen. (Und bin trotzdem nicht verhungert, man glaubt es kaum.)

Dann war es aber höchste Zeit, ein Stückerl Geselchtes und einen halben Semmelknödel im Safterl zu wärmen und in der Zwischenzeit eine Schüssel voll Blattsalat herzurichten und zwei Schluck von der immer noch vorhandenen Sauce Hollandaise als Dressing zweckzuentfremden.

Mehr war es heute nicht.

Vielleicht mache ich am Abend Marmeladepalatschinken. Werden sehen.

10. Mai

Den Palatschinken-Plan habe ich gestern noch verworfen und umdisponiert auf Gemüse-Hirse mit Salat.

Dafür habe ich zuerst zwei Portionen Hirse zum Dünsten hingestellt. Danach habe ich im Tiefkühler gekramt und drei Handvoll Gemüse vorbereitet: Karottenstifte, Zucchiniwürfel und Erbsen. Ein kleines Happerl Zwiebel habe ich in Ringe geschnitten und mit drei Deka Speckstreiferl angebraten, das Gemüse zugegeben und fesch angeröstet. Nach einigen Minuten kam ein Brieferl  Sojasauce dazu (sehr praktisch, die Dinger vom Sushi Fast Food!), alles wurde durchgerührt und noch ein paar Minuten ziehen lassen, bevor ich das Gemüse in die Hirse eingerührt habe.

Dazwischen war Zeit, um den geriebenen Parmesan zu Tisch zu bringen und eine Portion Eissalat in Streifen zu schneiden und Wiener Marinade drüberzuträufeln.

 

Selbstverständlich ist eine gute Handvoll von der Gemüse-Hirse übrig geblieben. Da rundherum, und um den Rest der Sauce Hollandaise, komponiere ich unser heutiges Mittagessen: Steak mit Hirsepuffer in Sauce Hollandaise, dazu Blattsalat.

Nämlich hab ich letzte Woche ja nicht ein, sondern zwei Steaks eingekauft. Das heutige ist ein Rib Eye, und das werde ich heute in der Handgeschmiedeten beidseitig braten und danach mit Salz und Pfeffer würzen.

Außerdem kommen neben das Fleisch zwei Puffer in die Pfanne. Dafür gebe ich zum gestrigen Rest ein kleines Ei und drei Esslöffel geriebenen Parmesan sowie ein paar gehackte Kräuter. Aus dieser Masse forme ich zwei Puffer. Mit denen werde ich in der Pfanne mit Öl auch beginnen, denn die brauchen länger als das Fleisch.

Letzteres werde ich vielleicht drei Minuten auf jeder Seite braten. Parallel dazu erwärme ich die Sauce im Reinderl und zerzupfe ein Happerl Salat. Die Marinade suchen wir uns dann noch aus.

Sollte der Hunger größer sein als ein halbes Steak mit Hirsepuffer, gibts als Nachspeise ein Stück vom Rhabarberkuchen, der gerade bäckt.

11. und 12. Mai

Langsam bin ich mir nicht mehr sicher, ob wir unsere Geburtstage tatsächlich so ausgiebig feiern oder ob wir einfach nach einer Ausrede suchen, um öfter mal gut essen zu gehen. Gestern jedenfalls waren wir in Thallern zum Backhendl-Essen. Was daran Sparküche war? Ich hab mehr als die Hälfte meiner Portion nach Hause gebracht. Das Kind hat sich abends auf das Haxerl gestürzt. Aus dem Bruststück werde ich heute einen steirischen Backhendlsalat mit Kernöl und Gebäck zaubern.

Dafür werde ich einen kritischen Blick auf alle unsere Salatvorräte werfen, in Kühlschrank und Garten. Von denen werde ich zwei Suppenteller voll Blätter drapieren und je einen Löffel Rote-Rüben-Salat und Erdäpfelsalat (die Speckigen dämpfen gerade vor sich hin) an den Rand geben. Drüber Marinade und großzügig Kernöl, und drauf das in eher dünne Scheiben geschnittene Hendl-Bruststück.

Ein Scheiberl Brot dazu, und fertig.

13. Mai

Das heutige Mittagessen musste kindsseits ausgiebig bemeckert werden. Nur weil ich mir erlaubt habe, eine Sushi-Box mit nicht ausschließlich Lachs zu kaufen, sondern eine gemischte Packung. Vorher haben wir noch ein Schüsserl Blattsalat gegessen.

Die unentwegte Motschgerei hat mir fast den Spaß am Essen verdorben, muss ich sagen. Den Rest werde ich als Abendessen jedenfalls alleine am Tisch verspeisen.

Die Maki hat das Kind gleich von vornherein abgewählt, weil es keine Algen mag. Von den beiden Thunfisch-Rollen hats auch nur den Reis gegessen. "Thunfisch mag ich nicht."  Dann hat es aus der dritten Rolle die Fülle auch gleich rausgetan, vorsichtshalber. Obwohl ganz was anderes drin war.

Beim Garnelen-Sushi hat es plötzlich angefangen zu brüllen und spucken: "Das ist mir zu scharf!!!" - Ich schwöre: das Ding, ich hab das Parallelexemplar von direkt daneben gegessen, war nicht scharf. Und als es endlich bei den Lachs-Sushi angekommen war, störten die dreieinhalb Sesamkörner, die versehentlich draufpickten.

Die nächste Sushi-Box kaufe ich mir für mich ganz allein.

Muttertag ...

... war gestern. Heute war Power Cooking. Was auch sehr entspannend sein kann. Kurz vor acht hab ich begonnen.

Um halb neun war die mise-en-place fertig (also alles vorbereitet, was in der Folge verarbeitet werden sollte) und der Rhabarberkuchen war im Rohr. Um neun war der restliche  Rhabarber, der dringend aus meinem Kühlschrank musste, geschnitten, und der Schokopudding kühlte aus. Um halb zehn war die Rhabarbermarmelade in den Gläsern, und der Rhabarberkuchen kühlte aus. Um zehn rastete der Knödelteig im Kühlschrank und war der Abfall entsorgt. Um halb elf waren das Geschirr gewaschen und der Tisch gedeckt.

Um elf wird vermutlich die Familie eintreffen, und um zwölf werden wir zuerst eine Spargelcremesuppe essen und hernach Obstknödel mit Butterbröseln - Marillle oder Zwetschke, je nachdem, wofür die Mehrheit votiert.

Dafür habe ich eben einen Topfenteig aus einem Vierterl Topfen, einem Achterl Mehl, einem Sechzehntel Butter (also 6 Deka), einer Pise Salz, einer Handvoll Grieß und einem Ei gerührt. Der muss mindestens eine Stunde rasten, danach werden die Früchte darin eingewickelt, die Knödel in Mehl gewälzt und in kochendes Salzwasser gelegt und so lange sieden gelassen, bis sie aufsteigen. Wenn gefrorene Früchte drinnen sind, gibt man noch etwa fünf Minuten dazu.

Die Suppe habe ich eh wie immer gemacht: zuerst die Abschnitte und Schalen gut ausgekocht und dann zum Hendlfutter gegeben, dann die Spargelspitzen blanchiert und am Schluss den Spargel und die Erdäpfel klein geschnitten ins nämliche Salzwasser und weich gekocht.

Pürieren und mit Gewürzen und Milch oder Obers vollenden. Im konkreten Fall habe ich auch den Bratrückstand vom Steak (ihr erinnert euch) mit etwas Wasser nochmals aufgekocht und aufgehoben. Der kam auch in die Suppe. Als Einlage gibt es die Spargelspitzen und vielleicht etwas geschnittenen Rohschinken. Grünspargel war es natürlich, wie immer, weißer wächst im Gärtlein keiner. Zu aufwendig.

 

15. und 16. Mai

Gestern war das Mittagessen einfach. Zweieinhalb von den Zwetschkenknödeln vom Sonntag. Vorher, um den Magen zu füllen, ein Schüsserl Blattsalat mit Balsamico.

Heute hab ich mich schon in der Früh ins Zeug geschmissen, weil ich wusste, dass ich mit einem ordentlichen Flameau nach Hause kommen werde. Also habe ich Penne mit Spargel in Safran-Obers-Sauce vorgekocht und mittags nur aufgewärmt. Vorher wieder den obligaten Salat. Im Moment ist Hauptsaison für Blattsalate ...

Eigentlich wollte ich Gemüse aus dem Tiefkühler nehmen, aber dann hab ich drei ziemlich lange Spargelstangen im Garten entdeckt, und zack! waren sie schon in der Küche. 

Dann das Prozedere wie immer: Abschnitte und Schalen auskochen. Dann die Spitzen blanchieren und die Spargelstücke kochen. Im selben Wasser die Teigwaren kochen.

Inzwischen im beschichteten Reinderl drei Schluck Obers mit Salz, ein paar Safranfäden und drei Löffeln vom Kochwasser erhitzen und einige Minuten einköcheln, dann den Spargel hinein und ein paar Minuten dünsten. Am Schluss die Teigwaren unterheben.

17. Mai

Weil wir den Rest vom Mittagessen abends nicht gebraucht haben und außerdem zuviele Teigwaren da sind, werde ich die gestrige Rest-Portion zu einem Mittagessen für zwei pimpen.

Dafür nehme ich aus dem Tiefkühler je eine Handvoll Karottenstifte und blanchierte Erbsen, brate beides in Butter an, gieße mit dem Kochwasser von gestern auf, salze und pfeffere leicht und gebe dann sowohl das gestrige Mittagessen als auch die restlichen Teigwaren dazu. Vielleicht auch noch einen Schuss Obers.

Alles gut erhitzen, das Ergebnis Gemüse-Teigwaren in Safransauce nennen, das Kind trösten, weil kein Speck drin ist und bei Tisch dafür mit reichlich geriebenem Parmesan bestreuen. Und natürlich einen Blattsalat dazu reichen, hahaha!