Der Sparküche-Blog.

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28. bis 31. Jänner

Es ist tatsächlich so, dass ich grad nur wenig koche. Samstag und Sonntag haben wir aushäusig gegessen. Montag habe ich immerhin Polenta mit Sauce Bolognese verzwickt, und heute waren es nur gefüllte Weckerl. Von denen ich langsam genug habe, um ehrlich zu sein.

Deshalb, aber auch weil H zum Essen kommt, stelle ich mich morgen wieder in die Küche.

Die Polenta war eine der einfachen Art: Polenta im Reinderl trocken anrösten, während das Wasser erhitzt. Mit dem kochenden Wasser aufgießen, salzen, einen Rest Obers dazukippen (oder Milch), Hitze reduzieren, Deckel drauf. Zehn Minuten köcheln lassen, danach mit der Restwärme ausquellen lassen.

Die Sauce kam essfertig aus dem Tiefkühler, welch ein Segen!

1. Feber

So, und heute wird es zuerst eine Erdäpfel-Linsen-Rahmsuppe geben und danach Obstknödel. Ob ich Marillen oder Zwetschken nehmen werde, entscheidet sich nach Begutachtung der Vorräte.

Der Teig wird der bewährte Topfenteig sein, aus einem Viertel Topfen, einem Achtel Mehl, 6 Deka Butter, einer Handvoll Grieß, einem Ei und einer Prise Salz. Der rastet dann eine Stunde, bevor ich ihn portioniere und jeweils um ein Stück Tiefkühl-Obst wickle. Die Knödel kommen dann in siedendes Wasser und sieden vor sich hin, bis sie aufsteigen - und dann nochmal fünf Minuten, weil das Obst ja gefroren ist.

In der Zwischenzeit röste ich einen Haufen Semmelbrösel in nicht viel weniger Butter und gebe, je nach Vorräten, ein paar geriebene Nüsse dazu. Da drin werden die Knödel gewälzt, bevor sie auf dem Teller landen und dortselbst reichlich bezuckert werden.

Für die Suppe habe ich sechs Erdäpfel geschält und klein gewürfelt. Die habe ich mit zwei gehackten Knoblauchzehen, Salz, einem Lorbeerblatt, ein paar kleinen Speckschwarterln und einer Handvoll Chateau-Linsen eine knappe halbe Stunde geköchelt.

Danach habe ich kurz den Pürierstab reingehalten - nachdem ich die Speckschwarteln und das Lorbeerblatt entfernt hatte, natürlich. Dann hab ich ein paar Esslöffel Rahm glatt gerührt und erstmal mit ein paar Löffeln von der zukünftigen Suppe verrührt,  bevor ich ihn zu dieser gegossen und eingerührt habe.

2. und 3. Feber

Gestern mussten wir uns nach einem Arztbesuch dringend belohnen und haben uns Schnitzel rot-weiß bestellt, allerdings wenigstens mit Erdäpfelsalat.

Heute habe ich Reste verwertet, indem ich zwar ein neues Gemüsecremesupperl kochte, aber dann Mohn-Brösel-Nudeln mit Marillenkompott zu Tisch brachte.

Am Mittwoch hat uns alles derart gemundet, dass wir alles restlos aufaßen. Ich war begeistert. Nur von den Butter-Nuss-Bröseln ist einiges in der Pfanne geblieben. Die hab ich aufgehoben und heute mit einem ordentlichen Stück Butter und einem Rest vom geriebenen Mohn angereichert und nochmals erhitzt.

Da hinein kamen gekochte Teigwaren, alles wurde gut vermischt, und bei Tisch haben wir auf den Tellern die Außenwelt abgebildet: weiß, weiß, alles weiß. Das Kompott kam aus dem Glas, natürlich aus eigener Produktion.

Die Suppe habe ich großteils aus Tiefkühlware komponiert, von der also wirklich noch reichlich vorhanden ist. Karotten, Pastinaken, Kohlrabi (im ganzen, nur zum Auskochen, weil unglaublich holzig, leider) und Fisolen. Dazu kamen zwei gewürfelte Erdäpfel, eine gehackte Knoblauchzehe, ein Lorbeerblatt und Salz. Und zwei Esslöffel Chateau-Linsen.

Das alles hat dann ungefähr 40 Minuten geköchelt. Dann kam das Lorbeerblatt raus und der Pürierstab rein, und anschließend habe ich mit Osmanischer Gewürzmischung gewürzt und mit einem Achterl Milch verfeinert.

Das Kind sitzt immer noch bei Tisch und mampft die Nudeln und ist glücklich. Na bitte.

4. Feber

Eine gebratene Forelle mit Mangold-Nudeln und Bärlauchbutter habe ich mir heute eingebildet. Das Kind war nicht begeistert.

Die Forelle musste nämlich aus dem Tiefkühler, und bei der Gelegenheit ist mir aufgefallen, dass noch einige Packerl Mangold, blanchiert, ebendort eingelagert sind. No, hab ich eines rausgenommen und mit den gestern übrig gebliebenen Teigwaren verarbeitet. Auch die Bärlauchbutter kam aus dem Gefrierfach. Jahrgang 2016 immerhin; ein paar Scheiben aus 2014 hab ich unlängst erfolgreich den Hendln verfüttert.  - Es wird Zeit, dass ich mich mit dem Tiefkühl-Zeugs mal intensiver beschäftige.

Vorher hab ich noch einen Bergamotte-Kuchen gebacken. Nach dem Rezept vom Zitronenkuchen. Aber weil ich vorige Woche bei der Casa Caria auch eine Bergamotte erstanden habe, habe ich Saft und Schale für den Kuchen verwendet. Er schmeckt herrlich aromatisch. Wers halt mag. Ich mags.

Dann hab ich die Forelle, auf einem Backblech mit Backpapier, ins Rohr geschoben. Die hab ich nur aufgetaut, gewaschen, innen und außen gesalzen und mit Zitronenpfeffer gewürzt und die Oberseite mit ein paar Tropfen Olivenöl beträufelt. Das Ding war bei 200 Grad Umluftgrill ungefähr 20 Minuten im Rohr und hat, meiner Meinung nach, köstlich geschmeckt. Außerdem hab ich es sogar geschafft, die Bauchseite fürs Kind absolut grätenfrei zu tranchieren.

Den Mangold hab ich mit einem Achterl Milch begossen, mit Salz und Muskatnuss gewürzt und zum Köcheln gebracht. Nachdem der Saft schon etwas reduziert war, kamen die Teigwaren dazu und wurden gut eingemengt und alles nochmals gut erhitzt.

5. Feber

Weil nächste Woche die jährlichen Entschlackungstage anstehen, fange ich langsam damit an, die verschiedenen Reste aus dem Kühlschrank zu verwerten oder aufzuessen. Heute war der Rest vom Fisch von gestern dran und ein Rest geriebener Parmesan. Und was ist mir eingefallen? Ein Zucchini-Safran-Risotto mit Forellenfilet.

Sehr köstlich.

Erst habe ich ein Stück Butter zerlassen und ein kleines Zwiebelhapperl, fein geschnitten, darin glasig gedünstet. Dann kam der Rundkornreis dazu und Salz und eine Prise Safran - da kann ich leicht großzügig sein, denn der kommt aus eigener Ernte, zum Glück -, und alles röstete noch so lange durch, bis die entsprechende Menge Wasser im Wasserkocher heiß war.

Mit dem Wasser abgelöscht, zwei Handvoll aufgetaute Zucchiniwürfel dazu, alles gut umrühren, Hitze reduzieren, Deckel drauf. Eine halbe Stunde ziemlich in Ruhe lassen. Nur zwischendurch schauen, ob noch genügend Flüssigkeit da ist. In den letzten Minuten die Forellenstücke oben drauf legen, damit sie warm werden.

Bei Tisch kam bei uns Parmesan drüber.

6. Feber

Schon der erste Tag, nach dem Motto "ich esse weniger, und außerdem Reste". Es wurde eine Fisolencremesuppe, das letzte anwesende Stück Kuchen und die letzte Orange.

Für die Suppe hab ich eine portion fein geschnittener und blanchierter Fisolen aus dem Tiefkühler genommen und zusammen mit dem letzten kleinen Erdapfel, klein gewürfelt, mit wenig Wasser, Salz, Hing und einem Lorbeerblatt ein paar Minuten geköchelt.

Lorbeerblatt raus, Pürierstab rein, aber nur kurz, mit einem Rest Milch aufgefossen und mit Gewürzmischung abgeschmeckt.

7. - 10. Feber

Die Details erspar ich euch. Nix bis wenig essen, aber dafür viel trinken. Die erste Mahlzeit war ein Achterl klare Gemüsesuppe, dann hat sich das zizerlweise gesteigert. (Aber mehr als ein Viertelliter Volumen pro Mahlzeit wird es noch längere Zeit nicht sein.)

11. Feber

Jetzt befinde ich mich in den so genannten Aufbautagen und gönne mir heute ein im buchstäblichen Sinne abgespecktes Mung-Gemüse-Curry mit Basmatireis. Die Portion ist so groß, wie in ein Salatschüsserl reingeht. Ein Beilagensalat-Schüsserl. Aber immerhin: es ist fast normales Essen.

Und es ist ja nicht so, dass das Fasten völlig sinnlos ist. Es tut mir richtig gut. Das Problem ist nur: ich esse halt so gerne.

Jedenfalls, das Curry. Dafür habe ich einen Teelöffel Ghee (Butterschmalz) im Reinderl zerlassen und die Gewürze drin angeröstet (Lorbeerblatt, Hing, Curry, Kurkuma, Ingwer und Kreuzkümmel).

Dazu kam ein kleines Stück Kürbis, klein gewürfelt, und eine gehackte Knoblauchzehe, und wurden mitgeröstet. Ich hab das dann mit drei oder vier Esslöffeln passierten Paradeisern und einem kleinen Becherl Sojasauce (Vom Asia Fast Food) aufgegossen, mit etwas Wasser verlängert und zusammen vielleicht eine Viertelstunde geköchelt. Am Ende habe ich mich sehr beherrscht und nicht mit Obers aufgegossen, wie ich das sonst immer mache. Aber ich habe ein Resterl von der gestrigen Mung-Reis-Gemüsesuppe untergemischt.

Und während der ganzen Chose habe ich wie üblich eine Portion Reis dazu gedünstet.

12. Feber

Das Kind, das meine Fasterei nicht miterleben musste, weil ich da wirklich sozial unzumutbar bin, ist jetzt wieder da. Deshalb habe ich mich angestrengt und eine Pastinakencremesuppe und einen Hirseauflauf auf den Tisch gestellt.

Die Suppe ist mir, finde ich, sehr gut gelungen. Aber vielleicht bin ich auch einfach nur entwöhnt. Ich habe eine Handvoll Pastinakenwürfel (aus dem sehr verehrten Tiefkühler) ins Reinderl gegeben und einen kleinen mehligen Erdapfel ebenso klein gewürfelt. Salz und ein Lorbeerblatt dazu, mit Wasser aufgegossen, etwa 20 Minuten geköchelt. Lorbeerblatt raus, Pürierstab rein, mit osmanischer Gewürzmischung abgeschmeckt und mit Obers, hurra!, verfeinert.

Für den Hirseauflauf musste ich ein bisserl tricksen, weil ja immer noch Schonkost angesagt ist. Ich habe also ein paar Deka weiche Butter mit zwei Eiern (eigene Ernte) aufgeschlagen und die gedünstete abgekühlte Hirse untergehoben. Auf den bösen bösen Zucker habe ich verzichtet.

Die Hälfte dieser Masse kam in eine ausgebutterte Form, dann eine Lage Apfelspalten drauf, dann der Rest der Masse. Die Form kam bei 180 Grad Ober- und Unterhitze für eine Stunde ins Rohr; erst gegen Ende habe ich auf 195 Grad raufgeschaltet.

Bei Tisch haben wir uns dann den weniger bösen Ahornsirup drübergeträufelt. War ungewohnt, aber durchaus schmackhaft.

13. Feber

An die neuen Portionsgrößen muss ich mich beim Kochen erst gewöhnen. Deshalb ist auch ein Schöpfer Suppe übrig geblieben gestern. Also im Prinzip eh schon eine Portion. (Aber das ist auch der Vorteil der Sache: ich brauche kaum noch Material ...) Allerdings ist die Suppe ziemlich eingedickt. Fast schon ein Püree. Na, hab ich sie auch gleich zum Püree umgewidmet. Und mir Ofenkürbis mit Pastinakenpüree serviert.

Ohne Parmesan, vorsichtshalber, aber sonst war alles dran.

In die kleinste ofenfeste Form hab ich einen Teelöffel Sonnenblumenöl gegeben und damit den Boden ausgestrichen. Dann hab ich ein Stück Kürbis (wenn ich euch jetzt die Sorte verrate, kennen sich eh nur die Eingeweihten aus: Trombetta di Albenga, eine Art Butternuss) geschält und in dünne Spalten geschnitten und in eine Ecke der Form geschlichtet und gesalzen und mit osmanischer Gewürzmischung bestreut.

In die andere Ecke hab ich das Püree gelöffelt. Bei 180 Grad Ober- und Unterhitze für eine halbe Stunde ins Rohr - passt schon!

14. Feber

Heute habe ich beim Kochen wieder sehr gelacht. Es war wie in der Puppenküche.  Aus dem Tiefkühler, den ich übrigens heute neu sortiert habe, um mir einen Überblick zu verschaffen, eh nur ein kleines Packerl blanchierte Mangoldstiele genommen. Und vier kleine mehlige Erdäpfel gedämpft. Die Stiele hab ich klein geschnitten und mit Salz und Gewürzmischung ein paar Minuten geköchelt.

Dann hab ich einen von den Erdäpfeln geschält und ins Gemüse zerdrückt und das ganze mit einem Schluck Obers verfeinert. Dazu esse ich einen weiteren Erdapfel. Mangoldstielgemüse mit Erdäpfeln, im Prinzip.

Die beiden anderen Erdäpfel hebe ich auf, die werden schon noch drankommen.

15. Feber

Ich muss sagen, das Essen macht grad wenig Freude, weil ich immer nur so wenig essen darf. Dabei war das heutige Fisolen-Erdäpfel-Gröstl köstlich. - Naja, weil ich auch schon ordentlich Hunger hatte. Obwohl, auch das Kind hat reichlich zugegriffen. Was ich immer sage: Kinder müssen sich an Geschmacksrichtungen einfach gewöhnen. Die ersten Male hat es sehr gemotzt beim Gröstl, dann wurde es immer toleranter und heute hat es die Pfanne ausgekratzt.

Für uns beide habe ich ca. 7 Deka Speck klein gestreifelt und ein halbes Zwiebelhapperl geschnitten. Erst hab ich den Speck langsam auslassen, dann den Zwiebel drin gebraten. Dann kamen die zwei kleinen Erdäpfel von gestern dazu und haben einige Minuten mitgebraten, und zum Schluss dann zwei Handvoll (kleine Hände) blanchierte geschnittene Fisolen.

Alles nochmals gut durcherhitzen. Auf meine kleine Portion kamen portugiesische Chili-Flocken. Hui!

Als Nachtisch wollte ich mir eine Blutorange gönnen, aber bereits nach der ersten Hälfte war ich tatsächlich satt. Der Rest kommt morgen ins Frühstücksmüsli.

16. Feber

Weil ich heute auf ein Mittagessen eingeladen bin, schreibe ich euch wenigstens, was ich gestern Abend auf den Tisch gestellt habe: gemischtes Ofengemüse mit Schafkäse. Überraschter Ausruf des Kindes: "Das schmeckt richtig gut, kann ich dir sagen!" Na schau.

Dabei war es wieder einfache Küche. In die kleinste Ofen-Form kam ein Teelöffel Olivenöl. Dazu das Herz einer Endivie, die ich eigentlich den Hendln verfüttern sollte, die mir aber zu schade dafür war. Außerdem ein Stückerl vom Kürbis, geschält und in Spalten geschnitten. Und zwei kleine geputzte Topinambur, in dünnen Scheiben, dachziegelartig.

Darüber hab ich vielleicht fünf Deka Schafkäse gebröselt, gesalzen und ein bisserl Olivenöl drübergegeben.

Bei 185 Grad Ober- und Unterhitze für vielleicht 40 Minuten im Rohr, und danach erstmal eine Viertelstunde auskühlen lassen.

Wirklich sehr schmackhaft.