Der Sparküche-Blog.

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30. November

Heute habe ich dem Kind was Gutes getan und ihm zwar zuerst eine Gemüsecremesuppe, danach aber einen Grießschmarren mit Apfelmus serviert.

Die Gemüsesuppe habe ich aus Sellerie, Pastinake und Erdapfel gemacht, nur mit Salz und Lorbeerblatt gewürzt, püriert (ohne Lorbeerblatt, aber das ist euch eh klar) und mit Milch und Obers verfeinert.

Für den Grießschmarren hab ich eine Stunde vorher ein Ei mit knapp einem halben Liter Milch und einer Prise Salz verrührt und ungefähr 20 Deka, vielleicht aber auch mehr oder weniger, Grieß eingerührt.

Nach dieser Stunde Quellzeit hab ich in bewährter Manier in der Handgeschmiedeten ein Stück Butter erhitzt, den Teig da hinein gegossen, bei mittlerer Temperatur angebraten und dann bei höherer Temperatur mit dem Wenden und Schaufeln begonnen.

Das Apfelmus kam aus dem (selbst gefüllten) Glas, und auf den Schmarren bei Tisch reichlich Zucker. Wenn ich schon, was das Kind jedesmal bemäkelt, keine Rosinen in den Teig gegeben hatte.

1. und 2. Dezember natürlich, danke lieber M!

Gestern mussten wir uns fremdverpflegen. Das Kind: gegrilltes Hühnerfleisch mit gemischtem Salat und Joghurtdressing in Fladenbrot - aka Kebab - und ich: Sushi und Maki aus der Box. (Abzüglich dessen, was das Kind mir wegschnorrte, allerdings zuzüglich der Reste des Kebabs, der in der Folge natürlich nicht mehr in selbiges hineinpasste.)

Heute gibt es eine Überraschungs-Gemüsecremesuppe und danach Orecchiette mit Gemüse und Fisch. Und danach vermutlich noch Zwetschkenkuchen. Oder Apfelmus, aber angesichts der genannten Auswahlmöglichkeiten glaube ich das eher weniger.

Jedenfalls köcheln gerade die Öhrchen, eigenhändig aus Italien importiert, vor sich hin. Wenn die durch sind, was aber ewig dauert, weil die ziemlich dick sind, die Dinger, werde ich sie abschöpfen und in den Rest Wasser einen Becher Gemüsepüree (aus dem Tiefkühler) geben - keine Ahnung mehr, was ich damals alles gekocht und püriert habe - und beides erhitzen. Dann werde ich kosten, würzen und mit Obers verfeinern.

In der Zwischenzeit werde ich in der Pfanne Olivenöl sanft erhitzen und eine Handvoll gewürfeltes Wurzelwerk anrösten und salzen. Nach einigen Minuten kommen eine Handvoll Prinzessbohnen sowie ein paar Stück Kaiserschoten dazu, das Gemüse sämtlich aus dem Tiefkühler.

Vielleicht muss ich aufgießen, jedenfalls sollte das Gemüse ess-weich sein, wenn ich dann die Ohrwascherln und die gekochten Karpfenreste unterhebe und alles ordentlich würze. Womit, entscheidet der Moment.

 

Kleiner Nachtrag: die Hauptspeise habe ich mit einem Hauch Zitronenpfeffer gewürzt. Und die Überraschung bei der Suppe war, dass ich offensichtlich damals die gleichen Gemüse wie vorgestern verwendet habe, so dass wir eine ziemlich ähnliche Suppe wie am Mittwoch essen mussten.

3. Dezember

Heute habe ich bei der lieben I slowakisch kochen gelernt. Krautnockerl und Käsenockerl haben wir gegessen.

Zuerst hat I eine Riesenportion Sauerkraut zum Kochen hingestellt. Wenn es kocht, muss es noch 20 Minuten kochen, nicht mehr und nicht weniger.

In der Zwischenzeit hat sie eine für mich unvorstellbare Menge an Mehlnockerln gekocht. Aus einem Kilo Mehl, einer ordentlichen Prise Salz und ungefähr einem halben Liter Wasser hat sie einen glatten Teig gerührt - das muss eine auch ins Gefühl kriegen. Ich stell mir das so vor, bei den ersten Nachkochversuchen wird das bei mir grauenvoll pappen ...

Jedenfalls hat sie den Teig mit einer Teigkarte durch ein Nockerlsieb direkt in einen Topf mit Salzwasser gequetscht und die Dinger gekocht, bis sie aufgestiegen sind.

Ich durfte in der Zwischenzeit einen großen Reanken Speck in Streiferl schneiden und 20 Deka slowakischen Käse (Liptov Brindza, also Brimsen) mit einem Viertel Rahm (eigentlich sollte man Obers nehmen) gut verrühren.

Der Speck wurde langsam in einer Pfanne ausgebrutzelt. So.

Auf die Hälfte der Nockerl kam die Käsesauce und darüber die Hälfte von dem Speck. Die andere Hälfte wurde mit dem Sauerkraut gut vermengt, und darüber kam der Rest vom Speck.

In der Slowakei isst man beides mit der Gabel und trinkt Buttermilch dazu.

Mir hat die Käseversion besser geschmeckt. Alle anderen ÖsterreicherInnen, die I damit bekocht hat, bevorzugten die Sauerkraut-Version. 

Also: müsst ihr selber testen, was ihr lieber habt. Aber zuerst muss es euch erstmal gelingen, einen original slowakischen Brimsen zu kriegen!

(Tipp: ich versuchs demnächst beim Käsestandl auf dem Markt.)

4. bis 6. Dezember

Es wird schon wieder mau mit dem Selberkochen. Am Sonntag hab ich ein "klasses Frühstück" gemacht, wie das Kind meinte, denn es war von der Gemüse-Eierspeis (mit Speck, Zwiebel und Chinakohlstreifen) über Kekse und Kakao alles dabei.

Das Frühstück musste auch bis zum Abend reichen, allerdings mit einer Riesenportion Popcorn im Kino.

Gestern habe ich mir mittags nur einen Grießkoch mit Zucker, Vanille und Kardamom gemacht - leider war ich zwischendurch abgelenkt und die Milch ist mir übergegangen - und heute hab ich nur zwei Weckerl zwischen die Zähne bekommen.

Hoffentlich kann ich wenigstens morgen das geplante Kohlgemüse realisieren!

7. Dezember

Heute war es ein Gemüserisotto mit Speck, eigentlich fast ein Speckrisotto mit Gemüse, weil der Speck weg muss. Ich dachte, es würde eine Kinderportion fürs Abendessen übrig bleiben, aber das Kind hat sich entschieden, das Abendessen schon mittags in sich hineinzuschaufeln. War dafür aber abends dann nimmer wirklich hungrig.

Jedenfalls hab ich fünf Deka Speck (Lardo vom Sonnenschwein) in Streiferl geschnitten und die im beschichteten Reinderl langsam ausbraten lassen. Da hinein hab ich das Gemüse, klein geschnitten, zum Anrösten gegeben: je eine Handvoll Karotte und Pastinake, ein Esslöffel Zucchini und ein Zwiebel von der Größe eines überfressenen Silberzwieberls.

Das hat geröstet und wurde gesalzen, dann kam der Rundkornreis drauf.  Während der Reis ein bisserl mitröstete, hab ich Wasser aufgekocht und damit aufgegossen.

Hitze reduzieren, umrühren, Deckel drauf, eine halbe Stunde schmurgeln lassen und zu Tisch bringen. Parmesan gabs keinen, die neue Lieferung von SOS Parmesan kommt erst knapp vor Weihnachten, leider.

8. Dezember

Weil Besuch da war, hab ich mich in die Küche gestellt und allerhand zubereitet. Es gab Bauchfleisch mit Trallala, vorher eine Knochensuppe mit Mascherln. Nachher nur Schokolikör, aber es waren eh alle ziemlich angegessen und hätten keine Nachspeise vertragen.

Für die Suppe habe ich drei Rindsknochen mit Karotten, Zwiebeln, Sellerie und Pastinake sowie Knoblauch und Lorbeerblatt und natürlich Salz zugestellt und drei Stunden köcheln lassen. Kurz vorm Servieren hab ich eine Portion Mini-Mascherln in Salzwasser gekocht und in die abgeseihte Supe gegeben.

Das Trallala bestand aus lila Erdäpfeln, Stöcklkraut, ein paar Karotten, Kohlgemüse mit Speck, Reis, Jägersalat und Vogerlsalat.

Dem Bauchfleisch habe ich die Schwarte in kleinen Abständen eingeschnitten und mit einer Mischung aus Salz und gehacktem Knoblauch gefüllt. Dann hab ich das Fleisch auch rundherum mit Salz eingerieben, oberseits mit Kümmel bestreut und in eine Bratfolie gegeben. Rundherum hab ich die Karotten, geschälten Erdäpfel und ein kleines Krauthapperl, geviertelt, drapiert, die Folie verschlossen, auf den Rost gelegt und ins vorgeheizte Rohr geschoben, Das hat bei 190 Grad Ober- und Unterhitze gut eineinhalb Stunden gebraten.

Da war Zeit genug, um den Chinakohl fein zu schneiden und gemeinsam mit einem geschnittenen Mini-Zwieberl mit Wiener Marinade zu übergießen, zu salzen und gut durchzumischen. Dann hab ich die Vogerln aus dem Garten geholt und geputzt.

Für den Kohl hab ich den Rest vom Speck im beschichteten Reinderl in Streiferl langsam ausgebraten, auch das Speckschwarterl zugegeben, und drei Viertel von einem imposanten Kohlkopf fein geschnitten und ins Reinderl gestopft. Mehr hätte ich beim besten Willen nimmer reingebracht.

Ich hab den Kohl dann anrösten lassen, hin und wieder umgerührt, nach einiger Zeit gesalzen und mit einigen Esslöffeln Suppe aufgegossen. Ein bisserl Pfeffer drüber, sonst nix. Das hat insgesamt fast eine halbe Stunde gedünstet. Dann hab ich das Gemüse in ein anderes Reinderl gepackt, weil ich das beschichtete brauchte, um den Reis drin zu machen.

Das alles hat mich gut dreieinhalb Stunden gekostet, aber das Ergebnis wars wert. Es ist auch viel übrig geblieben, ihr wisst also heute schon, was es bei der Sparköchin morgen zu essen geben wird ... muss aber auch so sein, denn morgen beginne ich mit der Weihnachtsbäckerei, da wird nicht viel Zeit zum Kochen bleiben!

9. Dezember

Genau. Heute essen wir die Reste von gestern. Also, auf jeden Fall muss der Kohl und der Salat weg. Wenn vom Fleisch und vom Reis noch was übrig bleibt, ist das kein Drama, das könnte ich morgen irgendwie aufwerten.

Aber heute kein Schokolikör, denn ich muss am Nachmittag vollfit sein für die Kekse!

10. Dezember

Durch das Backen (das aber eh nicht intensiv betrieben wird, um der Wahrheit Ehre zu geben) hab ich weniger Zeit zum Kochen. So sind es heute nur Couscous-Reis-Puffer mit Kräuterrahm geworden.

Dafür hab ich in der Früh eine Portion gesalzenen Couscous  mit kochendem Wasser übergossen und ziehen lassen. Mittags hab ich dann gach den Rest vom Reis dazugegeben sowie ein halbes Packerl zerdrückten Feta-Käse, noch ein bisserl Salz und Gewürzmischung, eine große fein geraspelte Karotte und zwei Eier.

Das hab ich alles gut durchgemischt und in der Handgeschmiedeten Sonnenblumenöl erhitzt. Da hinein kam jetzt die Masse in Form von flachgedrückten Häufchen und brutzelte beidseitig goldgelb bis knusprig-braun.

(Nicht, dass ich das unter Kontrolle gehabt hätte. Das haben die sich selber ausgesucht.)

In der Zwischenzeit hab ich fast einen Becher Rahm glatt gerührt und mit Salz, Gewürzmischung und gehacktem Petersil vermischt.

Waren sehr fein, die Dinger, die übrig gebliebenen werden wir uns als Abendessen zu Gemüte führen.

11. Dezember

Die gute Nachricht ist: es gibt schon sieben Sorten Keks. Die schlechte ist: die arbeitsreichen, aber wohlschmeckenden Favoriten sind noch nicht darunter. Mindestens acht Sorten warten noch auf mich.

Kochen ist da nur eine Nebenbeschäftigung. Heute habe ich Speckerdäpfel mit Zucchini-Obers-Gemüse auf den Tisch gestellt. Weil ich im Tiefkühler ein Packerl gehachelte Zucchini gefunden habe. Und ein paar Erdäpfel wegmussten. Und der Speck auch schon nimmer der Jüngste ist. Vorher haben wir der immer noch vorhandenen Suppe den Garaus gemacht.

Also hab ich in der Früh eine Mischung aus den letzten eigenen gelben und ein paar gekauften lila Erdäpfeln gedämpft, geschält und auskühlen lassen. Mittags hab ich aus je einem Esslöffel Olivenöl und Mehl eine Einbrenn bereitet, die fast aufgetauten Zucchini hineingegeben und ordentlich erhitzt. Nebenbei hab ich mit Salz und Curry Oriental gewürzt.

Dann hab ich im beschichteten Reinderl eine Handvoll Speckstreiferl in einem Löffel Schmalz angebraten und die zerteilten Erdäpfel zugegeben, gesalzen und alles einige Minuten bei großer Hitze brutzeln lassen. 

Währenddessen hab ich zu den Zucchini einen guten Schluck Obers gegossen, gut untergerührt und die Sauce dann noch einkochen lassen.

12. Dezember

Das heutige Abendessen - mittags habe ich keksbedingt nur Schmalzbrote mit Zwiebel gegessen - wird experimentativ. Es gibt Knackwurst mit Paradeiskraut und Kichererbsenknöderln.

Zuerst hab ich das halbe kleine Krauthapperl fein geschnitten, das noch vom Donnerstag im Kühlschrank weilte. Das hab ich in wenig Salzwasser eine Viertelstunde dünsten lassen. Dann hab ich ein Glas gekochte Paradeiser dazugeschüttet, nachgesalzen und gezuckert, nochmals aufgekocht und den Herd abgedreht. Zwei halbierte Knacker drauf, Deckel drauf und ziehen lassen.

Weil das Kichererbsenmehl weg muss, habe ich ungefähr 12 Deka davon in eine Schüssel gegeben, gesalzen, einen halben fein geschnittenen Jungzwiebel, ein Ei und einen Schluck Obers dazugegeben, alles gut verrührt und die Masse kurz ziehen lassen.

Dann hab ich Kugerl in der Größe von Mozartkugeln gerollt, mit feuchten Händen, und sie in Salzwasser eine Viertelstunde gekocht. Das geschlachtete Probeknöderl war ziemlich hart, ich bin gespannt auf das Feedback des Kindes.

Notfalls habe ich eine Portion Hendlfutter produziert.

 

immer noch 12. Dezember

Also. Das Kraut ist nicht besonders gut angekommen, aber sowohl die Paradeiser drumrum als auch die Knackwurst.

Die Knöderl waren an sich nicht so schlecht, aber innen noch roh, und dann fiel mir gach ein, dass rohe Hülsenfrüchte giftig sind und hab dem Kind den Genuss verboten. Ich hab mir vorgenommen, die Knöderl nochmals zu kochen.

Ich hab dann im Internet recherchiert und das gesamte Meinungsspektrum gefunden, aber ich bin froh, dass ich für das Kind kein Risiko eingegangen bin.

Selber hab ich übrigens schon ein paar von den Dingern gegessen, also ich hoffe, dass mir nix Gröberes passiert.

Bleibt mir gewogen!

13. bis 15. Dezember

Grad nimmt die Fremdverpflegung überhand, aber wenigstens gestern hab ich eine Minestrone und danach Palatschinken mit Erdbeermarmelade auf den Tisch gestellt.

Die Suppe hab ich aus dem Rest vom Paradeiskraut ausgebaut. Ich habe zwei Handvoll kleingeschnittenes Gemüse dazugetan (Jungzwiebel, Pastinake, Sellerie und Karotte), mit Salz und Wasser verlängert und mit Rosmarin und Lorbeerblatt gewürzt. 

Alles ein Stündchen kochen lassen und in den letzten Minuten eine Handvoll von den Mini-Mascherln eingekocht.

Die Palatschinken hab ich aus Dinkel-Weißmehl gemacht und in Schmalz ausgebacken. (Das Kind erkannte den Duft in der Sekunde.)

 

Vorgestern und heute waren es allerdings fahrende Tellerchen und gefüllte Weckerl.

16. bis 18. Dezember

Also: die Keks sind jetzt so gut wie fertig, nur die Admonter Krapferl muss ich noch mit Zitronencreme füllen. Insgesamt sind es 19 Sorten geworden, neben den alljährlichen Reißern - Vanillekipferl, Nougattaler oder auch Honigbusserl - auch neue Sachen wie Nuss-Schnitten und Kaffeekeks.

Das kann aber nicht über die Tatsache hinwegtäuschen, dass es mit dem Kochen auch in den letzten drei Tagen schlecht ausgeschaut hat. Am Freitag haben wir uns Salami-Semmeln hineingestopft und ein paar Lachs-Sushi. Gestern hab ich immerhin Nussnudeln mit Birnenkompott (die Schmalspurvariante: Teigwaren kochen und auf den Teller schupfen, Nüsse und Zucker drüberstreuen, fertig.) auf den Tisch gestellt.

Heute waren wir eingeladen auf Schweinsbraten vom Schopf mit Semmelknödeln und Jägersalat. Für das Kind als klassischem Nicht-Knödelesser war zum Glück ein Rest Reis vorhanden.

Das mit den Semmelknödeln hab ich ja schon einmal probiert, aber mehr als ein Achtungsergebnis wars nicht. Bei Gelegenheit werde ich es wieder versuchen, ich versprechs.