Der Sparküche-Blog.

Werbung

Gratis bloggen bei
myblog.de

Archiv

30. September

Für das Gastkind und das eigene gabs heute nach einer Kürbiscremesuppe nach Art der Sparköchin einen Kaiserschmarrn mit Apfelmus. Frisch gekochtes Apfelmus, ich war sehr stolz auf mich.

Und alles war in einer halben Stunde fast essfertig. Zuerst hab ich in die Pfanne von gestern einen tennisballgroßen geschälten Hokkaidokürbis hineingefitzelt, und ein halbes Zwiebelhapperl und zwei Erdäpfel. Das hab ich gesalzen, mit heißem Wasser aufgegossen und auf den Herd gestellt. Das alles hat eine halbe Stunde geköchelt, wurde dann püriert und mit Milch verfeinert.

Für den Kaiserschmarrn hab ich drei Eier - so lange meine Stadthendln noch fleißig legen, kann ich großzügig sein - geteilt und das Eiklar zu Schnee geschlagen. Die Dotter hab ich mit einer Prise Salz, einem halben Liter Milch und vielleicht 25 Deka Mehl zu einem festen Palatschinkenteig gemixt und dann den Schnee untergehoben.

Inzwischen war die Handgeschmiedete heiß und ein ordentliches Stück Butter drin zerlassen. Da hinein kam der Teig und buk bei mittlerer Hitze. Und dann das bewährte Prinzip: rühren und schaufeln, schaufeln und rühren. Und zerzupfen.

Auf den Tisch kamen die volle Pfanne, das Apfelmus und der Staubzucker.

1. Oktober

Was für ein herrlicher September das gewesen ist; soviel Wärme und Sonne. Ab morgen wirds abrupt damit vorbei sein, leider, aber heute waren wir noch im See schwimmen. Cool. (das Wasser auch, allerdings)

Dafür hab ich uns heute fürs Mittagessen zwei Pizzen bestellt, die uns tatsächlich auch noch fürs Abendessen reichten.

Tss.

2. Oktober

Na, heute war ein Küchenvormittag. Zuerst die Birnen aussortiert und aus den beeinrächtigten ein Kompott gekocht, dann selbiges mit den Karotten - aber natürlich kein Kompott, sondern in kleinen Würfeln eingefroren. Zwischendurch eine Knochensuppe angesetzt, auf Wunsch des Kindes mit einem kleinen Stück Ingwer. Hat es in der Schule gelernt, vom Ingwer. Jetzt lernt es zu Hause, wie er schmeckt.

Als Mittagessen gabs dann Krautfleckerl, nach der Suppe.

Dafür hab ich den vorrätigen Krautkopf fein geschnitten. Vorher hab ich ein Happerl Zwiebel fein geschnitten und im beschichteten Reinderl in hinreichend Schmalz angeröstet. Nach etlichen Minuten kam das Kraut dazu und röstete, unter häufigem Rühren, wieder etliche Minuten durch. Nach vielleicht einer Viertelstunde hab ich gesalzen und mit einem Löffel Zucker gewürzt.

Derweil kochten schon die Fleckerl vor sich hin, die kamen am Ende zum Kraut. - Allerdings hab ich vorher eine Portion Kraut rausgenommen, die frier ich mir ein, für einen Tag, an dem ich wenig Zeit habe und Trost brauche ...

Ja, eh, die Fleckerl hätte ich auch selber machen können, hab ich aber nicht. Und manche geben auch Kümmel und Thymian dazu, aber das sind für mich eher Geschmacksverirrte.

Normalerweise hätte ich auch mit reichlich Pfeffer gewürzt. Das habe ich aber, mit Rücksicht auf das Kind, erst bei Tisch und nur auf meinem Teller getan.

3. Oktober

Nach dem Essen bin ich heute dagesessen und hab mir gedacht: es ist doch ein Segen, dass ich kochen kann. Heute zum Beispiel hatte ich Lust auf Hühnerleber mit Äpfeln, Zwiebeln und Paradeisern, und auf Reis dazu. Müsste ich mich fremdverpflegen, würde ich durch die Finger schauen. Wenn ich Glück hätte, würde ein Wirt geröstete Leber offerieren, aber die ist natürlich - für mich - nicht halb so schmackhaft.

Weil das Kind nicht mitaß, habe ich also in die Hühnerleber nach Art der Sparköchin alles reingetan, was Gott verboten hat.

Zuerst habe ich den Reis zum Dünsten hingestellt, aber das ist euch eh schon klar.

Dann habe ich eine Scheibe Kräuterspeck vom Sonnenschwein in der Pfanne geschmolzen, ein Lorbeerblatt und einen Zweig Rosmarin reingegeben und braten lassen, kurz danach ein geschnittenes Zwiebelhapperl rein und scharf angebraten. Nach einer Minute die gewaschene Leber zugegeben (leider eine konventionelle, aber in Bio-Qualität gab es sie heute vormittags ums Verrecken nicht) und weitergebraten.

Das wurde danach mit einem doch ziemlich ordentlichen Schuss von dem indonesischen Dingsda abgelöscht, von dem ich immer noch nicht weiß, was und woraus es ist. Aber Alkohol ist jedenfalls drin.

Jetzt war der Augenblick da, um zwei kleine geschälte und klein gewürfelte Kronprinzen dazuzugeben sowie zwei Esslöffel Birnenkompott samt Saft.

Sodann habe ich mit ein paar Löffeln passierten Paradeisern aufgegossen und mit Salz, Pfeffer und Zucker gewürzt. Und dann hat das ganze einige Minuten ohne Deckel ordentlich geköchelt, die Leber eher außen oben, damit sie nicht zu trocken wird.

Köstlich, sage ich euch. Aber auf die Mon cheri als Nachspeise habe ich verzichtet, sonst hätt ich glatt ein Damenspitzerl gehabt.

noch immer 3. Oktober

Ja, eine kleine Anmerkung noch: die Küche war heute wirklich Sparküche. Außer einem Viertelkilo Hühnerleber hab ich noch einen Hendlrücken für eine fesche Suppe gekauft, und beides zusammen hat nicht mehr gekostet als 2,04 Euro.

Die Äpfel, Birnen und Zwiebel waren aus eigener Ernte, die Paradeiser auch selbst verarbeitet.

In der Suppe waren auch nur Gemüse vom eigenen Beet, mit Ausnahme vom Lorbeerblatt (obwohl es auch die mittlerweile auf der Terrasse gibt), und dem Ingwer natürlich.

4. Oktober

In der heutigen Hendl-Reis-Pfanne hab ich nur Mini-Gemüse verarbeitet. Vorher gab es übrigens die Hühnersuppe von gestern mit Gemüse und nachher Birnenkompott. (Und zwei Schokomaroniherzen, als Medizin gegen den Regen.)

Ein Mini-Zwieberl hab ich geschnitten und in Olivenöl angebraten, vier Babykarotten und einen kleinen Schnitz vom Hokkaido, beides klein gewürfelt, sowie zwei zerteilte Kirschparadeiser auch. Salz und ein bisserl von der Suppe dazu und alles ein paar Minuten schmurgeln lassen.

Dann den Reisrest von der Leber gestern und das vom Hühnerrücken runtergezupfte Fleisch dazu, etwas vom ungarischen Teufelszeugs und noch einmal fesch angebraten.

Das Kind wird heute Abend Couscous mit Paradeissauce essen, und den Rest vom Couscous werde ich morgen als Suppeneinlage verwenden. Nur so gesagt.

5. Oktober

Ein was-weg-muss-Menü gibts heute. Vom Couscous ist gestern zuviel übrig geblieben, um ihn in die Suppe zu schmeißen. Da habe ich in der Früh schon ein flottes Taboule nach Art der Sparköchin zubereitet, das zieht gerade fürs Mittagessen durch. In die Hühnersuppe koche ich dafür eine Handvoll Farfalline ein, das sind wuzikleine Mascherln, die ich im letzten Italien-Urlaub gekauft hatte. Für die Nachspeise habe ich, weil ich heute bei den Naschsachen noch Osterhasen gefunden hatte - wo doch jetzt bald die Nikoläuse kommen! -, einen Schokopudding gemacht.

Zum Couscous habe ich drei Paradeiser, gelb und rot, und eine Mini-Gurke - alles klein gewürfelt - gegeben sowie einen Esslöffel voll gehackter Kräuter (Petersil, Schnittlauch, Basilikum und Pimpinelle, weil ich nämlich keinen Koriander hatte) und Salz.

Mit zwei Gabeln habe ich das alles durchgemischt, mit portugiesischem Olivenöl beträufelt und nochmals durchgemischt.

Für den Pudding hab ich in einen guten halben Liter Milch, also den Rest der Packung, ins beschichtete Reinderl geleert und mit einigen Esslöffeln Zucker sowie einer halben Tafel Schokolade, also 5 Deka, zum Köcheln gebracht.

Vorher hab ich noch gach ein paar Esslöffel von der Milch in ein Häferl gegeben und mit einem ordentlich gegupften Esslöffel Speisestärke abgerührt. In die steigende Milch hab ich dieses Gmachtl eingerührt, das Reinderl vom Herd genommen, noch eine Minute gerührt und den Pudding dann in drei kalt ausgespülte Formen gegossen.

6. und 7. Oktober

Nur damit ihr es wisst: gestern gabs nur Wurstbrot. War nicht mein Tag. Heute allerdings werde ich mittags eine gebratene Forelle mit Erdäpfeln, Mangoldstielen und Sauce Hollandaise auf den Tisch stellen.

Die Sauce, ich sags gleich, kommt aus dem Packerl. Die Forelle und das Gemüse aus dem Tiefkühler.

Ich stelle mir vor, dass ich die gewaschene Forelle innen und außen salze und mit einer Gewürzmischung oder mit Zitronenpfeffer einreibe und in der Pfanne beidseitig brate. Für meinen Mini-Grill ist sie nämlich zu groß, leider. Obwohl ... vielleicht geht sich das doch aus, das überlege ich mir noch. Braten würde ich sie jedenfalls in Butter.

Vielleicht aber habe ich Mitleid mit dem gewürzskeptischen Kind und verwende nur Salz zum Würzen und lege mir beim Servieren eine Scheibe von meiner köstlichen Bärlauchbutter auf den Fisch.

Die zwischenzeitlich gedämpften Erdäpfel würde ich in Stücke schneiden und zur Forelle in die Pfanne tun, um sie allseitig abzubrutzeln.

Die blanchierten Mangoldstiele erhitze ich in wenig Butter, salze sie und dünste sie ein wenig nach. Und die Sauce erwärme ich im Reinderl.

Und wer wäscht hinterher das Geschirr ab? ...

8. Oktober

Beim heutigen Mittagessen gabs als Hauptspeise Spaghetti Hokkaido Hollandaise, und damit ist im Prinzip schon alles verraten. Vorher hab ich eine Gemüsebrühe aus dem Glas, also: aus meinem Glas, aufgewärmt und als Einlage einen Teil der gestrigen Hirse reingegeben.

Während die Spaghetti kochten, habe ich in wenig Olivenöl knapp die Hälfte des Hokkaido, samt Schale, mit dem Sparschäler abgehobelt, angebraten, nach einigen Minuten mit Salz und Gewürzmischung verfeinert, einige zerteilte gelbe Kirschparadeiser zugegeben und weitergebraten.

Später hab ich mit einigen Löffeln vom Spaghetti-Kochwasser abgelöscht und alles kurz köcheln lassen. Dann kam der große Moment - und ich habe sang- und klanglos den Rest der gestrigen Sauce Hollandaise direkt aus dem Packerl in die Pfanne über den Kürbis geleert und alles gut vermengt.

Das Kind hat derweil mit Verve ein Eck vom Parmesan gerieben, den wir bei Tisch drübergestreut haben.

Und eine Schüssel mit zerzupften Salatblättern hab ich auch auf den Tisch gestellt.

Eine Portion ist für irgendwann demnächst übrig geblieben, auf die freu ich mich heute schon!

9. Oktober

Eine Stelze vom Sonnenschwein mit Reis und Salaten serviere ich meinen Gästen heute. Danach gibts eine Grießflammeri mit Likörsauce bzw. Ahornsirup.

Die Stelze wird kein Problem sein: in einen Topf mit 1 cm hoch Wasser legen, eine Viertelstunde kochen lassen, die Unterseite nach oben drehen und die Schwarte ein paar Mal einschneiden. Diese Schlitze sowie das ganze Ding gut mit einer Mischung aus Salz und Knoblauch einreiben.

Die Stelze mit den Schnitten nach oben in einen Bräter legen, mit dem Kochwasser umgießen, mit Kümmel bestreuen und bei 160 Grad Ober- und Unterhitze mindestens zwei, wenn nicht drei Stunden garen lassen.

In der Zwischenzeit wie üblich den Reis dünsten und den grünen Salat herrichten, den Rote-Rüben-Salat bringen die Gäste mit.

Die Flammeri hab ich gestern schon wie folgt zubereitet:

Gut einen halben Liter Milch mit 5 Deka Zucker, einem Packerl Vanillezucker, einer Prise Salz und etwas geriebener Zitronenschale zum Kochen bringen. In die steigende Milch 6 Deka Grieß einrühren und unter Rühren 5 Minuten köcheln lassen.

Vom Herd nehmen und kurz überkühlen lassen, dann einen Dotter gut einrühren und weiter abkühlen lassen. Nach einiger Zeit den Schnee von einem Eiklar unterheben und die Masse in eine kalt ausgespülte Form gießen.

Auf der Arbeitsfläche einige Male aufstoßen, um eventuelle Luftlöcher zu schließen, abdecken. Wenn die Masse zimmerwarm ist, für einige Stunden kalt stellen.

Schmeckt köstlich, kann ich euch sagen, mit Likör und eventuell Schlagobers. Wichtig ist, dass das Ei frisch ist. Ich hab eins genommen, das ich den Hendln erst heute entrissen habe.

10. Oktober

Von der gestrigen Stelze sind ein paar Reste in reichlich Bratlfettn übrig geblieben. Das Fleisch habe ich heute in Streifen geschnitten und zusammen mit dem Bratenfett erhitzt und den ebenfalls übrigen Reis untergehoben.

Dieser Stelzenreis mit Chutney und Rote-Rüben-Salat hat getrieft vor Schmalz und ist eben deswegen beim Kind außerordentlich gut angekommen.

Grad, dass wir beide genug gehabt haben.

11. Oktober

Gestern, das nur zur Erklärung, hab ich das Gemüsebeet geräumt. Es gibt nix Mühsameres, als gezwungerweise Ende Oktober im ärgsten Mistwetter zu stehen und Kren aus dem Gatsch zu popeln. Oder anderes. Was halt da ist. Da verzichte ich lieber auf die zwei Wochen Oktoberwachstum, das eh nur mehr bei den wenigsten Gemüsen was bringt.

Unter anderem hab ich gestern also ein paar dünne Stammerl Dillkraut gepflückt. Und aus dem, also: unter anderem aus dem, hab ich mir heute Dillerdäpfel nach Art der Sparköchin bereitet. Dem Originalrezept konnte ich leider nicht folgen, weil kein Rahm vorrätig war.

In wenig Salzwasser hab ich zwei große, geschälte, in dünne Scheiben geschnittene Erdäpfel bissfest gekocht. Währenddessen hab ich die Dille fein geschnitten. Die kam am Ende der Garzeit zu den Erdäpfeln, gemeinsam mit etwas Pfeffer und einem ordentlichen Schuss Obers.

Köstlich. Kurz hab ich überlegt, ob ich wohl den frischen Salzburger Speck in Scheiberl schneiden und dazu essen sollte. Musste aber nicht sein, die Erdäpfel haben - ausnahmsweise - völlig ausgereicht.

12. Oktober

Jedesmal, wenn ich den blödsinnigen mexikanischen Maisauflauf mit zweierlei Gemüsesaucen machen will, muss ich im Kochbuch kramen, weil ich das Rezept immer noch nicht auswendig kann (und mein Blog leider keinen Index mit Suchfunktion aufweist, dazu bin ich technisch zu deppert).

Jedenfalls, die Gemüsesaucen gibts schon: Gemüsesugo und Mangold-Obers-Creme.

Für zweiteres hab ich in einem heroischen Selbstversuch meinen Stabmixer an den Rand seiner Leistungsfähigkeit gebracht und kann euch nur dringend davon abraten, es mir nachzumachen. Ich habe nämlich die blanchierten Mangoldblätter mit wenig Kochwasser gleich im ganzen mit dem Mixer traktiert, ohne die Blätter und Stängel vorher zu hacken. War keine gute Idee.

Dieses Püree werde ich jedenfalls erhitzen und ein Gmachtl aus Obers oder Milch und Speisestärke hineingeben, salzen und alles ein bisserl binden lassen.

Das Gemüsesugo habe ich schon gestern fabriziert. Dafür hab ich nochmals das beschichtete Reinderl genommen und erstmal eine Handvoll Hokkaidowürfel drin angebraten, später kam eine geschnippelte Mini-Kohlrabi samt Blättern dazu und drei ebensolche Fisolen. Abschließend habe ich noch einen scheiblierten Mini-Zucchini (groß wie mein Ringfinger) und alle angedepschten Paradeiser, netto eine gute Handvoll, klein gewürfelt und zugegeben.

Jetzt war der Zeitpunkt zum Salzen gekommen, aber ich hab das anders gelöst und den Rest vom Bratlfett drin aufgelöst. Das alles hat noch ein bisserl eingekocht und braucht heute nur noch erhitzt werden.

Für den Maisauflauf habe ich also 2 Eiklar mit etwas Salz schmierig steif geschlagen und dann die Eidortter mit je 60 ml Milch und Obers sowie Gewürzmischung die verlangten 5 Minuten gemixt., habe dann den Eischnee zugegeben und 12 Deka Maismehl locker untergehoben. Man kann auch weniger Mehl nehmen, umso lockerer wird der Auflauf.

Jedenfalls habe ich die Masse in eine bebutterte kleine Schüssel gegeben (die Form soll ziemlich voll sein, heißt es bei Peter Mayr im Kochbuch) und hab den Auflauf für etwa eine Viertelstunde in den Dämpfeinsatz mit Wasser drunter gestellt. Da gart er jetzt über Wasserdampf und wird dann auf einen Teller gestürzt und in Portionen geteilt und mit den Saucen umgeben.