Der Sparküche-Blog.

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1. September

Schrecklich eigentlich, der Herbst rückt näher. Aber das ist ja nicht Thema dieser Seite. Hier gehts um den Grenadiermarsch, den ich zum Beispiel heute zu Tisch gebracht habe. Vorher die restliche Rindsknochensuppe mit einem eingetropften Ei und nachher Pfirsichkompott.

Zuerst hab ich eine Portion Teigwaren (Fleckerl) zum Kochen hingestellt.

In einer Pfanne hab ich dann zwei Esslöffel Rapsöl erhitzt und ein Zwiebelhapperl, geschnitten, drin scharf angebraten. Dann kamen die übrig gebliebenen gedämpften Erdäpfel von gestern dazu, in Scheiberl geschnitten. Das alles wurde gesalzen und mit Paprikapulver gewürzt.

Mittlerweile waren die Fleckerl fertig und wurden untermischt. Und während das ganze ein paar Minuten durchgezogen hat, hab ich einen Teller mit zerteilten Paradeisern und Gurkenscheiben befüllt, die haben wir dazu gegessen.

Sehr obst- und gemüseorientiert, derzeit, aber die Erntesituation ist auch grad danach ...

2. - 4. September

Morgen koche ich wieder. Die letzten drei Tage waren, sagen wir, suboptimal. Am Freitag gabs außer Terminen nur Termine, und ich habe mich kalt verpflegt.

Gestern und heute waren wir eingeladen und haben Surbraten mit Reis und Salat bzw. Geselchtes und Erdäpfelpüree mit Zwiebeln gegessen.

Sehr köstlich beides.

Morgen werde ich wieder so gut wie fleischlos kochen und mir vom Kind einen Rüffel einhandeln, aber so ist das Leben.

5. September

Heute ist wieder einer dieser Tage, wo ich kopfschüttelnd meine Vorräte betrachte und sage: "Das muss sich ändern, verdammt!"

Insgesamt werden es wohl - naja, 5 + 6 + 6 Steigerl voller Gläser, das sind geschätzte ... wieviel ist 17 x 13? 191? Gläser mit Köstlichkeiten sein. Wieder einmal ist der gute Vorsatz da, die Zahl zu verringern. Aber ich verstehe, wenn ihr lacht, denn bisher ist es mir auch immer nicht gelungen.

Jedenfalls habe ich den heutigen, glücklicherweise verregneten, Vormittag in der Küche verbracht, um meinen Kühlschrank auf Vordermann zu bringen, inhaltsmäßig nämlich. Für den Nächmittag sind jetzt noch eine Portion Fisolen, eine Schüssel Pfirsiche und ein Kuchen zu machen, das sollte ich schaffen.

Und am Vormittag hab ich eine Gemüsesuppe gekocht und als Hauptspeise Spirelli mit Gemüsesugo und Westfälischem Schinken. Als Nachspeise hatten wir ein vom Kind vielbelästertes Maulbeerkompott.

Für die Pasta hab ich erstmal die Teigwaren zum Kochen hingestellt. Dann hab ich in die Pfanne zwei Esslöffel Rapsöl gegeben und ein paar Zwiebelreste angebraten. Dazu kam eine zerkleinerte Mini-Melanzani, eine längs gehobelte Karotte. Das hat einige Minuten fesch gebraten, bevor ich mit Salz und Zucker gewürzt habe und eine Handvoll Paradeisstücke zugegeben hab und mit wenig Wasser aufgegossen habe.

Am Schluss habe ich noch eine Handvoll blanchierter Prinzessbohnen untergemischt und den streifig geschnittenen Schinken, bevor ich die Spiralen untergehoben habe.

6. September

Den Rest der gestrigen Gemüsesuppe war heute die Vorspeise vor einem höchst delikaten Resteessen, nämlich Bröselnudeln mit Zwetschkenkompott. - Nein, das Kompott ist nicht aus einem Glas, das ist ein Rest von der heurigen Einkocherei. Aber ich bleibe dran!

Jedenfalls habe ich in die Pfanne ein großzügiges Stück Butter gegeben und zerlassen und dann eine gute Handvoll Semmelbrösel drin hell angeröstet. 

Da hinein kamen dann die von gestern übrig gebliebenen Spiralen und wurden dortselbst erwärmt. Bei Tisch kam reichlich Staubzucker drüber, und dazu das Kompott - ich liebe es!

7. September

Es ist nicht so, dass der Sparköchin immer alles gelingt. So ist aus dem heutigen geplanten Pfirsich-Omelett ein Pfirsich-Schmarrn geworden. Aber dafür war die Fisolencremesuppe derart schmackhaft, dass sogar das Kind sie ohne Murren gegessen hat. - Vielleicht aber auch nur, um sich den Zugang zum Schmarrn zu sichern, was weiß man schon.

Für die Suppe habe ich die Handvoll Fisolen, die ich letzte Woche dem Gemüsebeet noch entreißen konnte, in kleine Stücke geschnitten und blanchiert. Das Wasser hab ich weggegossen, ein Stück Butter ins Reinderl dazugegeben und die erhitzt. Dann hab ich mit etwas griffigem Mehl gestäubt und mit heißem Wasser aufgegossen. Salz und etwas Pfeffer dazu und ungefähr 20 Minuten köcheln lassen.

Am Schluss habe ich alles püriert und mit einem Schuss Milch vollendet.

Für den Schmarrn hab ich aus einem Viertelliter Milch und zwei Eiern, einer Prise Salz und Dinkelweißmehl einen dickflüssigen Teig gerührt und den stehen lassen.

Nach einer halben Stunde habe ich einige Pfirsiche geschält (bei reifen Exemplaren geht das ganz einfach), in Spalten geschnitten und in Butter in der Handgeschmiedeten gebraten. Dann hab ich den Teig drübergegossen - und wollte ihn nach einiger Zeit wenden, das Omelett auf der anderen Seite fertigbacken, bezuckern und servieren.

Aber es war wohl zuviel Teig, denn das Ding war nicht wendbar. Also hab ich es in bewährter Manier geschaufelt und zerzupft. Wir haben es, bei Tisch reichlich bezuckert, trotzdem genossen.

8. September

Da aufgrund von akuter Faulheit das heutige Mittagessen entfallen ist, habe ich mir vorgenommen, heute abends eine Holzhacker-Eierspeise nach Art der Sparköchin mit Gebäck zu servieren.

Dafür werde ich das letzte Eckerl Butter erhitzen und ein kleines geschnittenes Happerl Zwiebel drin anbraten. Da drauf kommen zwei bis drei verschlagene Eier und in der Folge ein paar zerteilte Paradeiser. 

Vielleicht, fällt mir gerade ein, werde aber auch die Paradeiser vorher anbraten, mit den Zwiebeln?

Jedenfalls wird am Schluss fein geschnittener westfälischer Schinken drübergegeben und dazu Gurkenscheiben gereicht. Und Mohnstriezerl.

9. September

Der Tag hat mit ordentlich Faulheit begonnen, aber kurz vor Mittag hab ich mich zusammengerissen und bin einkaufen gefahren. Eigentlich war ich wegen ganz was anderem im Supermarkt, aber dann hab ich ein bisserl vom Rinderfaschierten mitgenommen und mich entschieden, Fleischlaberl mit Reis und Salat auf den Tisch zu stellen. Vorher eine Rindsuppe mit Grießnockerl und nachher Pfirsichkompott. Wenn sich das Kind sehr gut benimmt, gibts vielleicht sogar einen selbstgemachten Schokopudding.

Für die Fleischlaberl hab ich das Faschierte mit einem kleinen Ei, einer Handvoll Semmelbrösel sowie moderat Salz und Zitronenpfeffer zu einem Teig gemengt und ziehen lassen. Als nächstes hab ich ein Ei mit je fünf Deka weicher Butter und Grieß und einer Prise Salz verrührt und im Kühlschrank ziehen lassen.

Den Reis hab ich zugestellt wie immer, und die Paradeiser und Gurken zerteilt.

Dann hab ich mit zwei Teelöffeln die Grießnockerl geformt und in Salzwasser in zwei Portionen sieden lassen. Währenddessen hab ich aus der Fleischmasse kleine Laberl geformt und die im heißen Rapsöl, das eh schon weg musste, beidseitig gebraten.

Ins Salzwasser von den Nockerln hab ich einen Becher Rindsuppe gegeben und alles nochmals erhitzt.

Und jetzt essen wirs!

10. September

Heute waren wir bei den Eltern auf Schnitzerl mit Erdäpfelsalat eingeladen. Beim Schnitzerl kann eine so viel falsch machen, dass ich ganz überhaupt drauf verzichte, welche zu machen. - Das ist natürlich die beste Ausrede der Welt. Aber seitdem ich vor einiger Zeit eine Kochsendung aus den Siebzigern gesehen habe, in der der von mir heiß und innig verehrte Helmuth Misak Wiener Schnitzerl fabrizierte - lass ich es lieber.

Einen Erdäpfelsalat würde ich mir zutrauen. Da würde ich speckige Erdäpfel, möglichst Kipfler, dämpfen, schälen und in dünne Scheiben schneiden, auskühlen lassen und derweil ein Happerl Zwiebel schneiden, diesen zu den Erdäpfeln geben und alles mit einer Wiener Marinade aus Wasser, Essig, Zucker und Salz übergießen.

Ja, ich weiß. Lauwarm sollte alles sein, der Zwiebel sollte rot sein, es gehört ein Salatöl drüber und man kann ihn statt mit Marinade auch mit Mayonnaise und Salz anmachen.

Muss aber nicht sein.

11. September

Dafür war es heute wieder vegetarisch, nämlich nach einer spannenden Grießnockerlsuppe Pasta in Mangoldsauce und als Nachspeise den Schokopudding von neulich.

Während die Pasta kochte, das kennt ihr jetzt schon, habe ich ein Packerl Mangold mit wenig vom Kochwasser aufgetaut und erhitzt, gesalzen und osmanische Gewürzmischung drübergestäubt, mit einem Esslöffel vom griffigen Mehl gestaubt und mit einem Schuss Milch aufgegossen.

Das wurde eine cremige Sauce, in die ich die Spiralen dann reingemischt habe.

Die Suppe. Da war noch ein Rest von neulich übrig. Zu dem hab ich den Bratensatz von den Fleischlaberln gemischt - das Öl nicht, das haben die Hendln bekommen - und ein bisserl Wasser zugegeben. Da hinein habe ich eine Karotte klein geschnippelt und ein Stück Kohlrabi (den holzigen, der sich nur zum Auskochen-und-nachher-den-Hendln-füttern eignet) zugegeben, etwas nachgesalzen und nochmals eine gute Viertelstunde geköchelt.

Da hinein kamen dann nochmals Grießnockerln.

(Jetzt haben wir die Suppe aber zusammengegessen, damit ich nicht weiter an der "ewigen Suppe" herumpanschen kann.)

12. September

Wieder einmal schreibe ich, was ich vorhabe, jetzt gleich zu kochen. Bin gespannt, ob ich mich an meine eigenen Vorgaben halten kann. Werden soll es ein Gemüse-Linsen-Curry mit Weißbrot. Danach vielleicht den letzten Schokopudding. - Wobei mir gerade einfällt, dass ich die verbliebenen fünf Grießnockerl als Beilage aufwärmen könnte, denn zum dritten Mal Grießnockerlsuppe, danach ist mir heute nicht. Oder hab ich die schon eingefroren, die Dinger?

Das fängt ja gut an.

Jedenfalls werde ich für das Curry den Curry sowie geschnittenen Zwiebel und Ingwer sowie ein Lorbeerblatt in ausgebratenem Speck anbraten, danach zerkleinertes Gemüse nach und nach zugeben (je nach Garzeit), und zwar Karottenwürfel, Erdäpfel, Karfiol und Broccoli. Das brät einige Minuten an, dann kommen geschnittene Paradeiser dazu und vermutlich etwas Wasser zum Aufgießen.

Wenn das köchelt, werfe ich eine Handvoll rote Linsen dazu, rühre um, salze, gebe ein Sellerieblatt dazu und lasse das Curry zugedeckt eine Viertelstunde schmurgeln.

Und dann wirds uns hoffentlich munden.

noch immer 12. September

Also. Es war nur noch ein gehäufter Esslöffel Linsen, was aber vor allem das Kind jetzt überhaupt nicht störte.

Und ich musste, weil ich alle angedepschten Paradeiser ins Curry geschnitten hatte, und das waren ziemlich viele, als Ausgleich etwas Zucker zugeben.

Außerdem muss der Schlagobers weg, also hab ich einen ordentlichen Schuss davon ins Curry gerührt.

Natürlich wars dann zuviel Saft, aber ich habe mir überlegt, dass ich die von gestern übrig gebliebenen Teigwaren einfach hineinkippe und wir  morgen Spirelli alla Curry essen. (Das sag ich dem Kind aber heute noch nicht. Es reicht, wenn morgen der Haussegen schief hängt.)

13. September

Heute war schnell gekocht, weil ich in die restliche Curry-Sauce von gestern heute die gekochten Teigwaren von vorgestern gekippt und gemeinsam erwärmt habe. Spirelli in Curry-Sauce sozusagen.

Hat mir wieder super geschmeckt, aber das Kind hat lieber ein Wurstbrot gegessen.

14. bis 16. September

Grad bin ich wieder nicht so fleißig im Kochen. Vorgestern habe ich wenigstens noch Rahmfisolen mit Couscous gegessen. Gestern war ich dann auf Schweinsbraten mit Reis eingeladen, und heute waren es überhaupt nur gefüllte Weckerl. (Aber: wenigstens vegetarische!)

Für die Rahmfisolen habe ich die vermutlich letzte Ernte des heurigen Jahres verarbeitet, eine Handvoll Fisolen unterschiedlichster Größe, von manchen konnte ich überhaupt nur noch die Bohnen verwenden.

Ich hab alles klein geschnitten - nicht die Bohnen, natürlich! - und blanchiert. Dann hab ich sie in wenig Salzwasser zum Kochen gebracht, mit wenig griffigem Mehl gestaubt und am Schluss drei Esslöffel Rahm untergerührt. Und Salz und Pfeffer.

Danach hats fast nur noch nach Rahm geschmeckt, aber das war okay. Den Couscous hab ich gesalzen und mit kochendem Wasser aufgegossen und quellen lassen.