Der Sparküche-Blog.

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1. August

Aus Anlass des Besuchs des lieben M habe ich heute ein Brathendl mit Ofengemüse ins Backrohr geschoben. Gurkensalat wirds auch geben.

Das Hendl hab ich nach dem Waschen mit Salz und osmanischer Gewürzmischung eingerieben, einen Zweig Rosmarin in den Bauch gestopft und in einen Bräter gelegt, in dem schon ein Achterl Wasser war.

Zusätzlich kamen in den Bräter auch einige Erdäpfel, eine Karotte, eine Pastinake sowie einige kleine Zwieberl und Knoblauchzehen.

Das Henderl gastiert bei 160 bis 180 Grad Ober- und Unterhitze für zwei bis drei Stunden im Rohr und wird bei Gelegenheit mit Wasser bzw. dem entstandenen Safterl begossen.

Für den Gurkensalat habe ich eine der großen Feldgurken geschält, halbiert und die Kerne ausgekratzt. Dann hab ich das Ding gehachelt und eingesalzen. Nach einiger Zeit hab ich das Wasser abgegossen und mit noch wenig Salz und etwas Essig mariniert. Bei Tisch kommt vielleicht noch Pfeffer drüber.

Zwei Anmerkungen noch: die Erdäpfel hab ich erst nach einer Stunde zum Hendl gegeben, damit sie nicht zerfallen.
Und gestern hab ich euch den geriebenen Parmesan unterschlagen, den wir über die Priesterwürger nach Köhlerart gestreut haben. Aber darauf seid ihr vermutlich eh selbst auch draufgekommen.

2. und 3. August

Gestern haben wir von den fahrenden Tellerchen gegessen, aber heute stand ich wieder selber in der Küche: Hühnersuppe und danach Grießschmarren mit Apelkompott brachte ich zu Tisch.

Weil ich heute nämlich das Kind aufs Rad geschupft habe und in die Gegend gefahren bin, um Obst zu erbeuten. Ich war auch einigermaßen erfolgreich: je zwei Handvoll Kriecherl und Brombeeren, ein paar Hollerdolden und vielleicht ein Kilo Falläpfel. Immerhin.

Aus einem Teil der Äpfel habe ich mit Wasser, Zucker und Zimt gleich ein Apfelkompott gekocht. Vorher hab ich noch in drei Achtel Liter Milch etwas Salz und vielleicht zwei Handvoll Grieß eingerührt und stehen lassen. Nach einer halben Stunde hab ich ein Ei eingerührt und die Masse in der Handgeschmiedeten in reichlich heißer Butter auf einer Seite gebacken, zerteilt, gewendet und unter Rühren und Schaufeln zerzupft.

Auf Rosinen hab ich verzichtet. Bei Tisch kam ordentlich Staubzucker drauf.

Für die Suppe hab ich den Bratenrest vom Henderl mit Wasser verdünnt, nachgesalzen und mit der Karkasse vom Hendl sowie dem Hals, der Leber und dem Herz (war alles beigepackt, sehr löblich!) nochmals aufgekocht. Dazu hab ich je zwei Stücke vom Fenchel und vom Kohlrabi dazugetan.

Nach einer Stunde Köcheln hab ich das Unnötige rausgetan und einen letzten Rest Spaghetti in kleine Stücke zerbrochen und in die Suppe als Einlage eingekocht.

4. August

Weil ich im Gemüsebeet aufgehalten wurde, von allerlei Unkraut, war ich froh, beim elterlichen Resteessen mitessen zu können. Wobei: so "Reste" waren das gar nicht. Es gab Fleisch im Gemüsesafterl mit Reis und Gurkensalat. Das Gemüse aus eigener frischer Ernte, nur die Fleischstücke waren unterschiedlicher Provenienz und kamen aus dem Tiefkühler.

Drei Scheiben gebratenes Bauchfleisch nämlich und eine Scheibe gekochtes Geselchtes. Diese wurden nochmals kurz im heißen Öl angebraten, dann kam ein Haufen klein gewürfeltes Gemüse dazu (Zwiebel, Karotten, ein Paradeiser und ein Zucchino) und dünsteten mit.

Derweil dünstete nebenan der Reis. Den Gurkensalat machte meine Mutter wie immer: Gurken schälen und hacheln, einsalzen, stehen lassen. Später ausdrücken, nachsalzen, eventuell Knoblauch dazu und mit Wiener Marinade übergießen (Wasser, Essig, Zucker, Salz).

Danach etwas Schokolade und frisches Obst.

5. August

Heute habe ich endlich
erstens wieder einmal grün gekocht und
zweitens die zweite Hälfte vom Hokkaido verarbeitet.

Außerdem habe ich eine Portion Weinblätter blanchiert, vier kleine Glaserl Gurken süßsauer eingelegt, zwei kleine Glaserl gebratene Zucchini eingelegt und des Abends eine Eierspeis mit Gemüse gebraten. Gerade klopfe ich mir in Gedanken auf die Schulter.

Mittags gabs Hokkaido aus dem Ofen mit Feta und Couscous. Ganz simpel: Olivenöl in die Auflaufform, den Hokkaido in dünne Spalten geschnitten und hineingeschlichtet, gesalzen und mit osmanischer Gewürzmischung bestreut, Feta drübergebröselt und ab ins Rohr, bei 190 Grad Ober- und Unterhitze für eine knappe Dreiviertelstunde.

Da ging sich in der Zwischenzeit locker der Couscous aus - dessen Rest ich hoffentlich morgen in die blanchierten Weinblätter füllen werde ...

6. und 7. August

Gestern gabs einen der berüchtigten Karpfen auf dem Erdäpfelbett, mit Gurkensalat, allerdings ausnahmsweise nicht von mir fabriziert. Ich bin in zwei Wochen wieder dran ...

Sicherlich hätte ich die heutigen gefüllten Weinblätter nach original griechischem Rezept füllen können. Nachdem aber erstens Couscous übrig war und weder das Kind noch ich der Kombination von Thymian und Minze etwas abgewinnen können, habe ich gefüllte Weinblätter nach Art der Sparköchin mit Paradeisern und Maiskolben serviert.

Eine etwas eigenwillige Kombination, aber es war halt nix anderes da. Und wisst ihr was? Es hat uns geschmeckt.

Von der Gartenarbeit neulich ist ein Haufen Weinblätter übrig geblieben, die ich kurzerhand blanchiert habe. Den übrigen Couscous habe ich mit einem Ei, je einem Rest vom geriebenen Parmesan und vom Feta abgemischt, gut gewürzt mit Salz und osmanischer Gewürzmischung.

Die hab ich dann, mit einigen Anlaufschwierigkeiten, auf die Blätter gesetzt und mit einiger Mühe kleine Röllchen geformt, die ich auf den Dämpfeinsatz geschlichtet habe. Diesen Einsatz hab ich dann in ein Reinderl mit Wasser gegeben und die Röllchen ca. 20 Minuten gedämpft.

Davor schon hab ich die geschälten Kukuruzkolben in Salzwasser gekocht, damit die gscheit auskühlen konnten. Wir hassen es, uns beim Essen die Schnauze zu verbrennen.

Garniert habe ich dann mit dem gesammelten Vorrat an Paradeisern aus eigener Ernte und einem Stück Ofenparadeiser vom Stekovics.

 

8. - 20. August ...

... war Urlaub in Deutschland. Einmal hab ich trotzdem gekocht - Gemüsecremesuppe und überbackenes Gemüse -, aber sonst haben wir uns durchgeschlagen.

Oh, und natürlich hat am ersten Tag der liebe H gegrillt, und zwar unter anderem etwas, das er "Schnibbelfleisch" bzw. "Schabefleisch" genannt hat. Auf nähere Anfrage hat er gemeint, das Fleisch würde aus dem Knie des Schweins geschnitten.

Das interessiert mich jetzt natürlich brennend. Ich werde der Sache nachgehen und berichten, denn es hat aber sowas von hervorragend geschmeckt!

Morgen brate ich einen Karpfen. Das Alltagsleben hat mich wieder!

21. August

So kanns gehen. Meine Aufgabe fürs heutige Fest war es, einen gebratenen Karpfen mit Erdäpfeln zu machen. So, und was finde ich nicht, als ich zu kochen beginnen will? - Genau. Die Erdäpfel. Hab ich vorm Urlaub zu kaufen vergessen.

Also wurde es ein gebratener Karpfen mit Polenta. Hat auch gut geschmeckt.

In den Karpfen habe ich beidseits Schlitze geschnitten und diese mit einer Mischung aus Salz und gehacktem Knoblauch gefüllt. Den Rest der Mischung hab ich in den Innenraum geschmiert. Dann reichlich Olivenöl aufs Backblech, Karpfen drauf, den Rest vom Öl auf den Fisch, und reins ins Backrohr, bei 190 Grad für eineinhalb Stunden - es war ein ziemliches Trumm von einem Fisch.

Derweil hab ich einen Viertelliter Milch mit Salz und Rosmarin zum Kochen gebracht, ordentlich Maisgrieß eingerührt und heißes Wasser nachgegossen. Die Sache hat dann ein paar Minuten geköchelt - unter Rühren, weil ich keine Klumpen wollte - und dann hatte sie eine halbe Stunde Zeit, um in der Restwärme auszuquellen.

 

22. August

Vom Fisch ist nur eine Handvoll Fleisch übrig geblieben, aber von der Polenta noch zwei reichliche Portionen. Und Paradeiser hats auch jede Menge, und einen kleinen Kürbis musste ich akut verarbeiten. Und schon war die Hauptspeise zusammengestellt: Kürbisrahmgemüse mit Polenta und Paradeissalat, dekoriert mit Karpfenstückerln.

Den Kürbis hab ich entkernt, geschält und grob geraspelt und mit wenig Wasser, Salz und Kümmel weich gekocht. Danach hab ich mit einem Teelöffel Mehl gestaubt und am Schluss einen halben Becher Rahm eingerührt. Für mich hab ich noch gepfeffert.

Den Karpfen hab ich auf die heiß gemachte Polenta gelegt. Für den Salat hab ich die Paradeiser in Stücke geschnitten, mit Salz, Balsamico und Kernöl mariniert und für mich noch ein bisserl geschnittenen Zwiebel drübergetan.

23. August

Nachdem wir uns den heutigen Vormittag mit äußerst unerfreulichen Tätigkeiten um die Ohren geschlagen haben, Kinderzimmer aufräumen nämlich, habe ich mittags eine Pizza bestellt.

Abends wollte ich dem Kind was Gutes tun und hab eine Art Zucchini-Wurst-Omelett mit Brot serviert.

Dafür habe ich in die kleine Pfanne Öl gegeben und erhitzt und darin eine Handvoll Zucchinischeiberl scharf angebraten, nach einigen Minuten gesalzen und einen Rest von der Bergsteiger-Wurst, klein gewürfelt, dazugegeben.

Das hat dann noch ein paar Minuten gebraten, bevor ich ein Ei drübergeschlagen habe, alles verrührt habe und den Herd ausgeschaltet habe, um das Ei stocken zu lassen.

Einfach, aber effektvoll.

 

Exkurs: Neulich hatten wir eine Unterhaltung über die Lagerung von Eiern. Ein Mann aus der Branche hat mir bestätigt, dass Eier grundsätzlich nicht gekühlt gelagert werden müssen. ABER: wenn sie schon mal gekühlt waren, darf man sie danach nicht mehr ungekühlt aufbewahren.

So. Und erklärt mir jetzt einer, warum in den Supermärkten seit einigen Jahren die Eier nimmer im normalen Regal, sondern im Kühlregal liegen - damit eine beim Einkauf ganz automatisch die völlig unnötige Kühlkette unterbricht?

24. August

Zack, zack gings heute mit den gefüllten Zucchini. Ich werde den Rest vom Kürbisrahmgemüse von neulich dazu essen, das Kind den Rest vom Couscous. Danach sind wir auf Kaffee und Kuchen eingeladen.

In eine Auflaufform hab ich etwas Rapsöl gegeben (weil die Olivenöl-Flasche schon leer ist und ich die neue aus Portugal noch nicht aufmachen will) und einen längs halbierten und ausgehöhlten Zucchini reingelegt.

Das Innere vom Zucchini habe ich zerkleinert und mit einem Rest geriebenen Parmesan, einem Ei, einem Esslöffel Rahm und drei Esslöffel (frisch zubereitetem) Couscous vermengt, mit Salz und osmanischer Gewürzmischung verfeinert und auf die Zucchinihälften verteilt.

Das ist jetzt gerade für eine gute halbe Stunde bei 175 Grad Heißluft im Rohr und wird uns dann hoffentlich schmecken ....

25. August

Für heute muss ich euch leider berichten, dass wir nach getaner Arbeit - Obst ernten nämlich - bei einem Heurigen einfielen und uns mit Schnitzerl und Bauchfleisch sättigten.

Morgen koche ich wieder vegetarisch, das verspreche ich.

26. August

Ganz wird mir das mit dem vegetarischen Kochen nicht gelingen, fürchte ich. Ein bisserl Speck wird in den Strozzapreti mit Gemüse schon drin sein müssen. Oder ein paar Würferln vom Westfälischen Schinken, den wir aus dem Urlaub mitgebracht haben.

Jedenfalls werde ich das Speckzeugs mit wenig Öl ausbraten lassen, darin wie immer zerkleinertes Gemüse anrösten (heute werden es Zwiebel, Zucchini und Paradeiser sein, und vielleicht gebe ich noch was aus dem Tiefkühler dazu), mit wenig Wasser aufgießen, würzen und ein wenig köcheln lassen.

Derweil kochen die Priesterwürger weich, und fertig ist die Sache.

Naja, nicht ganz. Weil immer noch ein Rest Kürbisrahmgemüse da ist. Und da trickse ich und mache eine Suppe damit. Einen Rest vom Zucchini und einen Erdapfel habe ich klein gewürfelt und koche ich in Salzwasser. Das werde ich dann pürieren und zum Kürbis dazugießen, und ich hoffe das ergibt ein schmackhaftes Supperl.

 

Ansonsten habe ich mir heute wieder gedacht: wer Paradeiser und Pfirsiche vor dem Schälen blanchieren muss, ist eigentlich arm. Weil sich die Dinger, wenn sie richtig reif gepflückt worden sind, einfach so schälen lassen.  - Glaubt mir, ich hab gerade eine Menge Obst um mich, und die Pfirsiche müssen als nächstes weg.

27. August

Nicht, dass ich mich heute nicht in der Küche herumgetrieben hätte. Aber es ist leider keine Mahlzeit dabei herausgekommen. Nur Pfirsichkompott und Apfelsaft mit Aroniabeeren.

Zum Mittagessen waren wir heute eingeladen, auf Rindsuppe mit Frittaten und hernach überbackenen Palatschinken. Die gehen nicht so schwierig. Aus Mehl, Ei, Milch und einer Prise Salz eine hinreichende Anzahl von Palatschinken backen und auskühlen lassen.

In der Zwischenzeit entweder Marmelade herrichten oder aus Topfen, Zucker und eventuell Rosinen oder zerkleinertem Obst eine Fülle rühren. Die Palatschinken damit füllen und fest einrollen, in eine befettete Auflaufform schlichten und mit einem Guss aus Milch und Eiern übergießen. 

Bei 190 Grad Ober- und Unterhitze eine Dreiviertelstunde im Rohr lassen. Bei Tisch nach Bedarf überzuckern.