Der Sparküche-Blog.

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30. Mai bis 1. Juni

Das Pendel schlägt gerade in die Gegenrichtung aus: ich koche so gut wie gar nicht mehr.

Heute habe ich mich von einer Schüssel Blattsalat, ohne jedes Dressing, einem Grießkoch (bei dem die Milch übergelaufen ist und mir gnadenlos den Herd versaut hat) und einer Schüssel Erdbeeren ernährt.

Abends musste das Kind belohnt werden und kriegte ein Kinderschnitzel. Ich hab mir bei dieser Gelegenheit ein Beef Tatare genehmigt, mal ganz was anderes.

Morgen schauts auch nicht gut aus für Kochen, weil ich mich im Gemüsebeet gröber betätigen muss. 

Bleibt mir gewogen!

1.6.16 22:11, kommentieren

2. und 3. Juni

Was soll ich euch sagen - der Rest vom Schnitzel mit nachher einer Schüssel voll Erdbeeren hat mir gestern als Mittagessen gedient.

Heute habe ich wenigstens für morgen eine Erdäpfel-Schwammerl-Suppe vorbereitet und abends ein Gemüseomelett mit Paradeissauce und Gebäck zu Tisch gebracht.

Die Paradeissauce war eigentlich ein Unfall, weil das Kind mittags Couscous mit Paradeissauce löffelte. Den Rest habe ich abends einfach auf den Tisch gestellt, und fast die ganze wurde gegessen. Den Rest vom Rest hab ich zur Suppe geleert, damit werden wir morgen leben müssen.

Für das Omelett hat sich als richtig erwiesen, dass ich alles mögliche aufhebe. Nämlich erstens die verschiedenen Becher und Tiegerl von Aufstrichen oder Milchprodukten. Samt intaktem Deckel natürlich.

Zweitens kleine und kleinste Portionen von Gemüse, das ich in eben diesen kleinen Becherln einfriere und bei Gelegenheit aus dem Tiefkühler krame.

So geschehen heute mit je einer Handvoll Broccoliroserln und Prinzessbohnen. Die habe ich in der Handgeschmiedeten, zusammen mit einem kleinen weißen Gemüsezwieberl, in Halbringe geschnitten, und ein paar gach geernteten Spargelstücken in eher reichlich Olivenöl angebraten. Nach einigen Minuten hab ich gesalzen und mit wenig osmanischer Mischung gewürzt und drei verquirlte Eier drübergegossen.

Die durften dann braten und stocken. In Scheiben geschnittene bestreute Vollkornsemmeln dazu und die aufgewärmte Paradeissauce, und gut wars. 

4.6.16 08:46, kommentieren

4. Juni

Dieses Wochenende wird zur Eierkur, fällt mir gerade auf. Na, wir schöpfen ja eh aus dem Vollen. Die Damen legen gerade wie die Weltmeisterinnen.

Mittags gibts nämlich einen Kaiserschmarrn mit Kompott oder Apfelmus, und abends gefüllte Eier mit Kräuter-Käse-Kugeln auf Salatbett.

Für den Kaiserschmarrn werde ich einen Teig aus einem halben Liter Milch, zwei Dottern, einer Prise Salz und soviel Mehl wie für einen festen Palatschinkenteig nötig mixen und den Schnee von zwei Eiklar unterheben. 

Diese Masse wird in reichlich zerlassener Butter in der Handgeschmiedeten erst auf einer Seite gebacken, dann in Teilen umgedreht und unter ständigem Rühren und Zerzupfen fertig gebacken. Nein, ich fürchte, ich werde keine Rosinen in den Teig tun, ich mag die Dinger einfach nicht.

Jedenfalls werde ich aus dem Keller zwei irgendwelche Gläser holen und Staubzucker auf den Tisch stellen.

Vorher gibts die Erdäpfelsuppe. Für die hab ich den letzten riesigen mehligen Erdapfel geschält und klein gewürfelt und gemeinsam mit dem Rest der getrockneten Schwammerl, vier kleinen Stücken Speckschwarterl (wie gesagt: ich hebe alles auf - irgendwann kann mans noch brauchen), einem Lorbeerblatt, Salz und einem Stengel Rosmarin eine Stunde lang leise geköchelt.

Dann hab ich die Kräuter und die Schwarterl rausgenommen (da freuen sich die Hendln drüber) und den Rest püriert und mit Milch verdünnt.

Für die gefüllten Eier fabriziert das Kind eine Masse aus den Dottern der längs halbierten Eier, Mayonnaise, Salz und gehackten Kräutern. Die schmiert es wieder in die Eier zurück und drapiert sie auf dem streifig geschnittenen Blattsalat, von dem es im Gemüsebeet immer noch reichlich gibt.

Ich werde kleine Kugeln aus Frischkäse rollen (nehme ich mir halt vor; ich hoffe die Angelegenheit wird nicht zu gatschig werden), die ich dann in gehacktem Schnittlauch oder Petersil oder in Schnittlauch- oder Thymianblüten wälze. 

Da bin ich wirklich schon sehr gespannt auf das Ergebnis ... 

 

So, und hier ist es, das Ergebnis. Die Kinder haben das Abendessen gemacht, sehr fein. Ich habe nur die Käsekugeln beigesteuert, die übrigens erstaunlich wohlschmeckend waren. Nur wars wirklich eine sehr weiche Angelegenheit; vielleicht gibts einen besser geeigneten Käse. Aber ich habe jeweils drei Mini-Kugeln in Schnittlauch, gehacktem Estragon und gemischten Blüten (Koriander und Thymian) gewälzt. - Und wir haben jeder ein Stück gekochten Karfiol bekommen (weil ich den wider Erwarten gestern nicht verwendet hatte).

Gebäck dazu - köstlich.

4.6.16 08:58, kommentieren

5. Juni

Heute fabrizieren zwei Familien gemeinsam einen Karpfen auf dem Gemüsebett. Also eh wie immer, nur mit auch Pastinaken und Karotten. Außerdem gibt es frischen Happerlsalat, den werden wir dazu reichen.

Das genaue Rezept gibts hier eh schon öfter zu lesen, zum Beispiel am 5. und 6. März.

Der Fisch ist ordentlich groß, er wird uns also auf jeden Fall reichen, nur falls das die Frage sein sollte.

Alle Beteiligten freuen sich schon!

5.6.16 08:45, kommentieren

6. bis 8. Juni

Auf und ab gehts mit der Kocherei. Am Montag hat das Wirtshaus für uns gekocht. Gestern haben wir uns mit Snacks mehr oder weniger ernährt.

Heute sind es immerhin Spaghetti mit gebratenem Gemüse geworden. Danach Walderdbeeren.

Während die Spaghetti kochten, habe ich ein kleines weißes Gemüsezwieberl in Halbringe geschnitten und in Olivenöl angebraten. Gleichzeitig kamen drei mittelgroße Karfiolroserl aus dem Tiefkühler dazu. Die jedoch tauten in der Pfanne viel zu langsam auf, also hab ich sie kurz zu den Spaghetti gegeben, dann waren sie super zum Weiterbraten.

Außerdem kam eine Handvoll gefrorener Zuckerschoten dazu und eine Karotte, mit dem Sparschäler gehobelt. Gewürzt habe ich ausschließlich mit einem Packerl Soja-Sauce (ihr wisst schon, die bei den Sushi-Boxen immer dabei ist). Bei Tisch kam ungarisches Teufelszeugs dazu.

Hat vorzüglich gemundet.

8.6.16 11:45, kommentieren

9. Juni

Ein Ab-Tag heute: Pizza bestellt.

Da hab ich küchenmäßig nur einen kleinen Tipp für euch: wenn bei der Bestellung eine Pizza umsatzmäßig zuwenig ist für eine kostenlose Lieferung, nehme ich ein oder zwei Portionen Pizzabrot (ohne Knoblauch, sicherheitshalber) dazu.

Das friere ich dann ein, gleich in der Folie, und in eben der gebe ich das Brot, direkt aus dem Tiefkühler, bei Bedarf ins Backrohr, und wir haben in wenigen Minuten frisches warmes Brot.

Aber die Schönrederei ändert nix daran, dass ich heute nicht gekocht habe ... für morgen seh ich aber Chancen.

10.6.16 06:46, kommentieren

10. Juni

Nicht dass ihr glaubt, ich koche schon wieder. Aber immerhin bin ich gerade dabei, heute eine Suppe zu fabrizieren und für danach gebratene Stelze mit Reis und Blattsalat.

Die Stelze kam aus dem Tiefkühler. Der Reis wird gedünstet wie immer, in den letzten Minuten kommt das Fleisch oben drauf, um warm zu werden. Und für den Salat - frisch geerntet aus dem Gemüsebeet - habe ich eine Wiener Marinade von meiner Mutter, mit ordentlich Zucker drin. (Ich sehe, wie es euch schüttelt.)

Als Nachtisch reiche ich vielleicht Edbeeren mit Rahm. Das überlege ich mir noch. Und jetzt rasch zurück in die Küche, sonst kocht die Suppe wieder über.

10.6.16 12:34, kommentieren

11. und 12. Juni

Gestern haben wir uns fremdernährt, das Kind und ich. Heute eigentlich auch, aber diesmal habe ich meine Mutter gefragt, wie sie denn ihren Zwiebelrostbraten mit Braterdäpfeln zubereitet.

Also: erstens muss das Fleisch gut sein, Rostbraten vom Rind muss es sein, eh klar. Ein eventueller Fettrand wird in regelmäßigen Abständen eingeschnitten, damit sich das Fleisch beim Braten nicht wölbt. Das Fleisch wird geklopft und gesalzen und gepfeffert und in Mehl gewendet und in Öl beidseitig angebraten. Dann wird es herausgenommen und beiseite gestellt.

Jetzt kommen reichlich geschnittene Zwiebeln ins Reinderl, werden ebenfalls angebraten und etwas gesalzen, dann wird mit etwas Wasser oder Suppe aufgegossen, das Fleisch auf die Zwiebeln gelegt und dortselbst zugedeckt mindestens eine Stunde lang geschmurgelt.

Zwischendurch empfiehlt sich ein vorsichtiges Umrühren, damit die Zwiebeln sich nicht anlegen.

Die Erdäpfel werden gekocht, geschält, längs geviertelt (was jetzt modern ist, man kann sie aber auch altmodisch in kleinere Stücke schneiden) und in heißem Fett rundherum knusprig gebraten.

Köstlich, sage ich euch. Den gerösteten Zwiebel, der üblicherweise dazu serviert wird, kann man in der Pfeife rauchen, aber sonst auch schon nix. Finde ich.

15.6.16 07:22, kommentieren

13. und 14. Juni

Gestern Caprese in Baguette (vom Bäcker) mit selbstgezogenen Radieschen - die grauenvoll holzig waren, aber das nur nebenbei - und heute ein Resteessen aus Gemüse-Reis-Pfanne mit Mozzarella und Blattsalat.

In der Pfanne wenige Speckstreiferl in wenig Butter angebraten, eine Handvoll blanchierte Erbsen und die letzte längs gehobelte Karotte dazu, gut anbraten, den Rest vom Reis von neulich dazugerührt und mit wenig Wasser aufgegossen.

Einige Minuten schmurgeln lassen, dann ungarisches Teufelszeugs (das in Wirklichkeit Erös Pista heißt) dazu und fünf Mini-Mozzarella-Kugeln drauflegen.

Den Blattsalat hab ich in Streifen geschnitten und nur mit Balsamico-Essig mariniert.

15.6.16 07:27, kommentieren

15. Juni

Heute gibts als Nachtisch reichlich Kuchen, da braucht es vorher nur ein Blattsalat mit gekochten Eiern und Gebäck zu sein. Wenn ich es schaffe, den Mangold zu verarbeiten, den ich am Wochenende schon ernten konnte, gibts auch die Stengel blanchiert im Salat.

(Aus den Blättern werde ich Couscous-Packerl auf Paradeissauce machen, das hab ich meinem Kind schon angedroht ...)

15.6.16 07:29, kommentieren

16. Juni

Nach drei Stunden Arbeit im Gemüsebeet ist der Hunger so akut gewesen, dass ich stolz auf mich bin, es ausgehalten zu haben, auf gedünsteten Reis mit Karpfen und Blattsalat zu warten.

Der Karpfen kam aus dem Tiefkühler, nämlich eine Portion des Fleisches, das eigentlich für die Hendln gedacht ist (wenn ich die Karkasse und den Kopf koche), aber von dem ich die schönsten Bissen immer für mich selber rette.

So ein Portiönchen habe ich heute mit wenig Wasser aufgetaut und mit Salz, Pfeffer und Sojasauce gewürzt - aber hallo, das hat richtig gut harmoniert!

Den Salat mit Balsamico mariniert, den Reis dazu - köstlich. Und nachher Erdbeeren mit Rahm - das Leben ist schön!

16.6.16 14:42, kommentieren

17. Juni

Es wird euch vielleicht komisch vorkommen, dass ich im Sommer Weihnachtskekse backe. Aber ich habe keine Lust, die Gäste des Kindergeburtstags mit gekauftem Süßzeugs zu verabschieden. Deshalb fabriziere ich heute noch eine Kombination aus Mürber Mandelbäckerei, Husarenkrapferl, und, weil von letzteren eineinhalb Eiklar und von ersteren sechs Deka geriebene Mandeln übrig geblieben waren: Mandelbusserl.

Die habe ich nach dem üblichen Rezept bereitet, aber kindergerecht statt des Rums einen Löffel Ahornsirup zugegeben. Die Dinger trocknen gerade eben im Backrohr. Auf das Ergebnis bin ich schon sehr gespannt!

Sonst gibts heute mittags Mangold-Reis-Packerl auf Schmorparadeisern, die ich wie folgt ins Rohr stelle:

Zuerst träufle ich ein wenig Olivenöl in eine Auflaufform. Dann leere ich ein Glas gekochte Paradeiser drauf und würze mit Salz und Pfeffer.

Den Rest Reis von gestern mische ich mit geriebenem Parmesan, einem kleinen Ei, Salz und Gewürzen und Kräutern nach akuter Befindlichkeit, gebe von dieser Masse je einen Esslöffel auf ein blanchiertes Mangoldblatt, wickle dieses zu einem Packerl und lege dieses mit dem Verschluss nach unten auf die Paradeiser.

Am Schluss wird jedes Packerl mit wenig Olivenöl bepinselt. Nach einer Dreiviertelstunde lassen wir uns die Sache dann schmecken.

17.6.16 11:30, kommentieren

18. Juni

Heute habe ich die Reste von gestern gegessen. Und weil sonst die Küche ereignislos blieb und ich das eh schon lang nimmer gemacht habe, kommt hier ein Foto des Essens.

 


18.6.16 17:56, kommentieren