Der Sparküche-Blog.

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Tag der Arbeit

... so hieß das zumindest in meiner Jugend. Jedenfalls gibts heute Abend eine Brennnesselsuppe und danach überbackenen Spargel mit Erdäpfeln. Als Nachspeise ist mir nix eingefallen, der Gast kann Schokolade haben oder Keks oder Apfelmus.

Die Suppe hab ich aus dem Rest vom gestrigen Karottengemüse gezaubert. Ich hab eine Handvoll Brennnesseln blanchiert und gehackt, zum Gemüse gegeben, mit etwas Kochwasser verlängert und nachgesalzen. Pürierstab rein und fertig. Sehr gschmackig.

Den weißen Spargel, geschnorrt, hab ich gewaschen und geschält und die unteren Enden abgeschnitten. In das Blanchierwasser vom Spargel habe ich erstens sechs Erdäpfel gegeben und zweitens den Spargel drin blanchiert. In meine Auflaufform habe ich Olivenöl getan, den Spargel hineingeschlichtet und mit einer Mischung aus geriebenem Parmesan und Semmelbröseln bestreut. Bei 200 Grad Ober- und Unterhitze blieb er eine knappe halbe Stunde im Rohr.

Inzwischen kochten die Erdäpfel weich, die ich gach geschält habe. Ein bisschen Butter dazu und mit dem Spargel serviert - köstlich.

Ins Wasser kamen jetzt die Schalen und Abschnitte vom Spargel und wurden ausgekocht, das ist die Basis für die morgige Suppe auch gleich.

Als Nachhspeise gab es "nur" Schokolade, was vom Gast aber sehr gut aufgenommen wurde ...

2. Mai

Entweder war das Anfängerglück mit den heutigen Kräuternockerl mit Blattsalat, oder das Rezept von ichkoche.at ist wirklich genial. Es waren meine ersten, und wir fanden sie gut gelungen.

Vorher gab es aus der gestrigen Basis eine Selleriecremesuppe, danach eine Topfencreme mit Mangopüree. Falls ihr fragt: es ist nichts übrig geblieben.

Zuerst habe ich das Kochwasser zum Sieden gebracht und zwei Esslöffel Butter zerlassen. Dann habe ich zügig eine Prise Salz, einen gehäuften Esslöffel gehackte Kräuter (Schnittlauch, Petersil, Koriander, Oregano, Salbei), ein E und 1/16 Liter Wasser mit 18 Deka Dinkelmehl und der Butter zu einem Teig gemixt, diesen portionsweise auf ein nasses Schneidbrett geklatscht und mit einem Messerrücken längliche Teilchen ins siedende Wasser geschabt.

Wenn die Dinger aufsteigen, sind sie fertig. Ich hab sie in einer Pfanne mit zerlassener Butter zwischengelagert, bis sie dran waren. Bei Tisch wurden sie mit geriebenem Parmesan bestreut. Für den Salat habe ich ein paar Blätter Batavia streifig geschnitten und mit Apfelessig und Olivenöl mariniert.

Für die Nachspeise hab ich einen Becher Topfen mit ca. 50 ml Obers und etwas Zucker gut aufgeschlagen, die letzte vorrätige Mango klein gewürfelt und mit dem Stabmixer und etwas Ahornsirup püriert und beides abwechselnd in Weingläser gefüllt. Die Karamellkekse als Deko hab ich leider vergessen, aber wir haben auch so alle drei das Glas sauber ausgekratzt.

Der Gast erzählte, dass in seiner Heimat die Nockerl mit einer Bechamelsauce, in die geriebener Käse eingerührt wird, übergossen und im Rohr gratiniert wird. Das scheint mir doch ordentlich üppig zu sein. Ich hab nicht mal die im Originalrezept (Eiernockerl) angegebenen Eier drübergecremt.

3. Mai

Derzeit freut mich das Kochen nicht besonders, muss ich zugeben, und da habe ich auf einen meiner Klassiker zurückgegriffen: Fisolen-Erdäpfel-Gröstl. Vorher eine schnelle Dillsuppe mit eingetropftem Ei, danach Apfelmus.

In heißem Öl hab ich ein geschnittenes Zwiebelhapperl scharf angebraten, dann die drei übrigen Erdäpfel von neulich hineinscheibliert und mitgebraten, gesalzen und eine Portion blanchierte Fisolen zugegeben, mit osmanischer Gewürzmischung gewürzt und ordentlich weitergebraten, bis zumindes die Erdäpfel einigermaßen knusprig waren.

Einfach, aber immer gut.

4. bis 6. Mai

Wieder mal bin ich ein bisserl im Hintertreffen mit den Eintragungen, aber das liegt auch daran, dass ich nicht gekocht habe in den letzten Tagen.

Mittwoch waren wir im örtlichen Wirtshaus und haben Cevapcici mit Pommes und Zwiebelsenf verdrückt. (und das traut sie sich auch noch zugeben, die Sparköchin!)

Gestern waren wir auf Surbraten mit Semmelknödel und Gurkensalat eingeladen (was die Sparköchin nie und nimmer kochen würde können) und heute auf Kaiserschmarrn mit Marillenkompott (was die Sparköchin zwar zusammenbringen würde, aber heute nicht musste).

Ich bin also derzeit kulinarisch auf Lepschi - das wird möglicherweise noch bis morgen andauern, aber dann ist endgültig Schluss mit lustig.

7. Mai

Ist schon wieder vorbei, die kochfaule Zeit. Heute gabs für das Kind und mich Reispuffer mit Blattsalat.

Den Salat hab ich aus Resten zusammengestellt. Naja, nicht ganz. Ich hatte einen Rest vom Batavia-Salat, dann hab ich dem Gemüsebeet einen kleinen jungen Happerlsalat entrissen, und ein paar Löwenzahnblätter hab ich auch hineingemischt sowie ein paar kleine Blatterl von der Stangensellerie und für mich Schlotten vom Heckenzwiebel.

Endlich hab ich den übrigen Reis von neulich verwerten können. ich hab den restlichen vorhandenen geriebenen Parmesan und ein Ei mit dem Reis vermengt, die Gewürze waren Salz und eine der beiden türkischen Mischungen.

Davon hab ich kleine Hauferl in die Handgeschmiedete gesetzt und flach gedrückt.  Die erste Portion hab ich in heißem Schmalz gebacken, für die zweite Portion musste ich etwas Olivenöl nachgießen.

Das Kind hat Chutney dazugegessen - aber den Salat hat es natürlich auch verputzt.

8. Mai

Den Muttertag habe ich mit einfachem, aber sättigendem Essen gefeiert: Mozzarella-Salat und danach Gemüseomelette mit Gebäck. Auf den Nachtisch haben wir dann heroisch verzichtet, aber nur solange, bis das Kind sein Naschkörberl darbot und wir alle uns was daraus aussuchten, ähem.

Für die Vorspeise habe ich einen ganz frischen Blattsalat aus dem Gemüsebeet genommen und zerzupft und auf den Tellern verteilt. Darauf kam die Neuerwerbung an Essig, ein oberösterreichischer Balsamico vom Fischerauer, sehr leicht und frisch. Drauf hab ich eine klein gewürfelte Mozzarellakugel verteilt und mit Kernöl dekoriert.

In der Handgeschmiedeten hab ich dann großzügig Olivenöl erhitzt und erstmal ein geschnittenes Zwiebelhapperl glasig gedünstet. Dazu kamen je eine Handvoll blanchierter Spargel und Broccoliroserln. Als alles gut erhitzt war, habe ich gesalzen, drei verquirlte Eier drübergegossen und nochmals gesalzen.

Nachdem die Sache unten fertig war, hab ich sie in vier Teile geteilt, diese umgedreht und die Pfanne vom Herd genommen. Mit der Restwärme wurde das Omelette sozusagen bei Tisch noch fertig, während wir die Vorspeise aßen.

Als Gebäck gab es selbstgebackenes Weißbrot, das darf auch mal sein.

9. Mai

Eigentlich hab ich den Reis nur ins Menü eingebaut, weil ich den (hoffentlich verbleibenden) Rest morgen für die Vorspeise brauche. Das heutige Menü lautet: Nudelsuppe, Mangoldgemüse mit Reis und Grießflammeri mit Marillen-Likörsauce.

Die Gemüsesuppe ist entstanden, indem ich jedes Gemüse, das ich hatte, im selben Wasser blanchiert oder ausgekocht wurde. In diese Suppe habe ich zerbrochene Spaghetti eingekocht.

Den Reis habe ich gedünstet wie immer, den blanchierten tiefgekühlten Mangold hab ich mit Salz, Pfeffer, Muskatnuss und großzüzig Obers aufgekocht, mit wenig Mehl gestaubt und auf kleiner Flamme einkochen lassen.

Das Rezept für die Flammeri hab ich eh erst vor einiger Zeit aufgeschrieben (allerdings weiß ich das genaue Datum leider nimmer).

11. Mai

Und heute gibts als Vorspeise gefüllte Weinblätter. Unabsichtlich; weil ich nämlich am Wochenende in meiner Euphorie beim Anbinden der Weinstöcke einen Trieb abgebrochen habe. Na, hab ich die Blätter abgezupft, gleich noch ein paar "geerntet" und alle kurz blanchiert.

Heute bereite ich eine Füllung aus dem Reis von gestern, ein bisserl Zwiebel, Salz, Pfeffer, ein bisserl Minze und ein bisserl Essig oder Zitronensaft. - Das wäre ein Originalrezept, aber ich lasse den Zwiebel und die Minze lieber weg. Wienerisch griechisch, sozusagen.

Die geb ich löffelweise jeweils auf ein Weinblatt und rolle Packerl ein. Die dämpfe ich wie sonst die Erdäpfel im Reinderl, sind ja nicht so viele.

Als Hauptspeise essen wir Erdäpfelschnecken mit Salat. Dafür dämpfe ich Erdäpfel, schäle und zerdrücke sie, gebe einen Dotter zu und würze  mit Salz, Pfeffer und was mir so einfällt. Dann mische ich verschiedes blanchiertes Gemüse unter (vermutlich Spargelstücke und Broccoliroserl) sowie in Öl glasig gedünsteten Zwiebel mit mitgebratenen Karottenscheiben (ausgekühlt natürlich) und mache auf dem ausgerollten Blätterteig einen Strang drauf.

Dann rolle ich alles zu einem Strudel ein und schneide davon je 4 cm breite Scheiben runter. Die lege ich auf Backpapier,  bestreiche sie mit Eiklar und backe sie bei 200 Grad Ober- und Unterhitze hellbraun.

Was wir als Nachspeise essen? Rhabarberkompott, ganz saisonal.

10. Mai

Da hammas. Erst als die drei großen mehligen Erdäpfel vor sich hin dämpften, fiel mir ein, dass wir ja heute ohne Gast essen. Da fällt das Essen kleiner aus.

Weil sie aber jetzt schon da sind, werde ich heute das folgende machen: Das Kind bekommt abends eine kleine Portion Reis (von gestern) mit Paradeissauce (schon für morgen auch), ich esse mittags Erdäpfelpüree mit dem Rest vom Mangoldgemüse.

Das Püree mache ich auf die einfache Art der Sparköchin: die Erdäpfel durch die Presse drücken, salzen und mit Muskatnuss würzen, den Rest vom Obers dazukippen und alles während des Erhitzens gut verrühren.

Vom Reis behalte ich zwei Esslöffel voll zurück für morgen, vom Püree detto, das reichere ich dann für morgen mit Knoblauch an und serviere ich zur Vorspeise, so wie den Rest von der Paradeissauce auch.

Außerdem darf das Kind den Rest der Flammeri von gestern aufschnabulieren, denn für morgen habe ich ein Rhabarberkompott gekocht.

Für den Rest der Woche steht der Plan auch schon: morgen gibts Erdäpfelschnecken und am Donnerstag vermutlich Apfelspalten (nach einer reichhaltigen Suppe). Freitags wird es etwas, was ich gut aufwärmen kann, da überlege ich noch.

Hört sich doch ganz gut an, oder?

12. Mai

Spargelcremesuppe und nachher gebackene Apfelspalten (mit viel Zucker) gibts heute.

Die Suppe habe ich diesmal etwas anders gemacht: zuerst in Butter die Spargelspitzen angebraten, dann entfernt (die habe ich als Mittagessen gehabt, man gönnt sich ja sonst nix), dann die restlichen Spargelstücke angebraten und wieder entfernt (die kamen als Einlage in die Suppe) und sodann die Abschnitte und Schalen in Salzwasser im selben Reinderl ausgekocht. Dazu kam der übrige Erdapfel von gestern (gekocht, geschält, zerdrückt).

Am Ende wurden die Abschnitte und Schalen wieder entfernt, der Rest püriert, mit Milch aufgegossen und die Spargelstücke wieder zugegeben.

Für die Apfelspalten - eigentlich Apfelringe! - habe ich aus zwei Eiern, einem Drittel Liter Milch, einer Prise Salz, einem Hauch Zimt sowie hinreichend Dinkelweißmehl einen festen Palatschinkenteig gerührt. Dann hab ich von den Äpfeln das Kerngehäuse ausgestochen, die Äpfel geschält und quer in Ringe geschnitten. Die hab ich dann portionsweise in den Teig getaucht und in eher wenig heißem Rapsöl beidseitig goldbraun gebacken.

Bei Tisch haben wir ordentlich Zucker draufgestreut.

Leider habe ich viel zuviel Teig gemacht, was zur Folge hatte, dass ich mich nach dem Essen nochmals zum Herd gestellt habe, um sieben Palatschinken zu backen. Allerdings musste ich den in der Zwischenzeit ziemlich fest gewordenen Teig mit etwas Milch verdünnen. Die Palatschinken werden eingefroren, die werde ich bei Gelegenheit sicher gut brauchen können. Ich muss mich nur an den Zimt erinnern - nicht, dass ich auf die Idee komme, eine Gemüsefüllung reinzuschmieren ...

13. Mai

Bevor ich vollends vergesse, wie ich den Mungbohnen-Gemüse-Eintopf fabriziert habe, schnell zwischendurch dieser Eintrag.

In der Früh hab ich eine Handvoll Mungbohnen in Wasser eingeweicht. Mittags hab ich ein geschnittenes Zwiebelhapperl mit Kurkuma, Hing, einem Lorbeerblatt und einer gehackten Knoblauchzehe in Rapsöl angeröstet, die Mungbohnen zugegeben und mit heißem Wasser aufgegossen. 

Das hat etwa zehn Minuten geköchelt, bevor ich die letzte Handvoll tiefgekühlter Kürbiswürfel und eine klein gewürfelte Karotte sowie die letzten paar Blatterl Sellerie zugegeben habe.

Alles gemeinsam hat dann nochmals eine Viertelstunde geköchelt, dann hab ich den Herd abgedreht und alles noch eine Weile durchziehen lassen. Vorher hab ich noch einen gehäuften Esslöffel gehackter Kräuter (Tripmadam, Oregano, Petersil, Heckenzwiebel) untergerührt.

Wir haben den Eintopf mit Fladenbrot gegessen. Vorher noch einmal die Spargelcremesuppe und nachher ein Joghurt mit Marillenmarmelade.

Aber eines muss ich sagen: trotz Zugabe von Hing (Asa foetida aka Stinkwurz), der das verhindern sollte, haben die Mungbohnen uns ordentlich aufgepumpt.

14. Mai

Das heutige Essen war vielleicht nicht top, aber der Gast hats aufopferungsvoll trotzdem gegessen. Fand ich nett.

Es gab als Vorspeise Salat mit Ei (Blattsalat mit Radieschen, das Ei gesechstelt, mariniert mit Balsamessig und Kernöl) und Gebäck, danach überbackenes Ofengemüse und als Nachtisch immer noch das Marillenjoghurt mit Ahornsirup.

Für das Ofengemüse habe ich drei Esslöffel vom neuen italienischen Olivenöl - sehr hantig im Geschmack, übrigens, aber auf der Flasche steht eh schon so eine Warnung - in die Auflaufform gegeben und verteilt. Darauf kamen drei heurige Erdäpfel, in sehr dünne Scheiben geschnitten, und darauf wiederum eine Handvoll geschnittener Stangensellerie und ein halbes Glas gekochter Paradeiser (die habe ich leicht gezuckert und in der Folge das Salz komplett vergessen).

Darüber habe ich fünf Deka Feta gebröselt und die Form ins Rohr gestellt, bei 210 Grad Ober- und Unterhitze hat das Gemüse eine gute halbe Stunde gebacken, und es hätten noch ein paar Minuten mehr sein können.

Ich hoffe, das Kind und ich werden den Rest vom Gemüse morgen mittags als Beilage zur Forelle essen. Aber Buttererdäpfel und Salat wären mir um ein Eckhaus lieber, muss ich zugeben.

15. Mai

Nur ein kleiner Zwischenbericht: heute mittags gibts für das Kind und mich gebratene Forelle (familiär selbst geangelt) mit Ofengemüse und Salat.

Ich habe drei heurige Erdäpfel gedämpft und geschält und zu dem restlichen Gemüse von gestern gelegt, gesalzen und mit Öl beträufelt und etwas Wasser aufgegossen und die Auflaufform ins Rohr geschoben und bei 180 Grad Ober- und Unterhitze eine knappe halbe Stunde im Rohr lassen (eher, weil ich vergessen habe als dass es hätte sein müssen).

In der Zwischenzeit hab ich die Forelle gewaschen, gesalzen und in einer Mischung aus osmanischer Gewürzmischung und Mehl gewendet und in Rapsöl eher langsam beidseitig gebraten. Grad, dass das Ding noch in meine größte Pfanne gepasst hat!

Dazu gabs grünen Salat mit zwei scheiblierten Radieschen und nur den neuen Balsamessig.