Der Sparküche-Blog.

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1. Feber

Was ich euch noch sagen wollte - - - nein, ich hab mein Fasten nicht abgebrochen, im Gegenteil, noch bin ich einigermaßen motiviert! - ist die Sache mit der Zitronenschale.

Ich weiß nicht, wie es euch geht, aber ich verwende die Schale der Zitrone weit häufiger als ihren Saft, zum Backen nämlich. Deshalb habe ich mir angewöhnt, wenn ich ausnahmsweise eine Zitrone auspresse, vorher die Schale komplett abzureiben.

Derzeit geb ich sie auf einen Teller und trockne sie, ja nach Wetterlage, in der Sonne oder auf dem Heizkörper. Aber ich glaube es spricht auch nix dagegen, sie in einem kleinen Behälter einzufrieren.

Das ist mir nur so eingefallen, weil der heutige Tag aus Wasser, Tee und Zitronate (im wesentlichen einer warmen Zitronenlimo) besteht und ich vorhin schon die dritte Zitrone auspresste. Was mir mindestens einen Quartalsbedarf an Schale bringt.

Vielleicht ist das ja was, das ihr mal andenken wollt.

4. Feber

Nachdem ich heute schon fast wieder normal gegessen habe, wollte ich euch noch von meinem Erdäpfel-Experiment erzählen, das ich heuer starten will. Vielleicht mag ja die eine oder der andere mitmachen.

ich hab nämlich noch einen kleinen etwas runzligen Erdapfel im Kellerkistl gefunden, der schon ein paar Augen gehabt hat. Den hab ich jetzt aufs nordseitige Fensterbrett gelegt, damit die Triebe wachsen und grün werden.

Sobald sie das sind, nehme ich einen leeren Sack von Blumenerde oder sowas, kremple den ziemlich weit um und fülle Erde rein. Dann leg ich den Erdapfel rein, bedecke ihn und die Triebe und gieße gut an. (Und wenn ich den Sack nicht vorher auf einen Untersetzer gestellt habe, ist jetzt die Bude versaut. Aber das nur nebenbei.)

Der kommt dann auf den Gang, in den Keller oder sonstwohin, wo es nicht friert. Wenn dann nach ein paar Wochen die Triebe rausgewachsen sind, so um die 20 Zentimeter, kremple ich den Sack ein bisserl rauf und schütte Erde drauf - ohne die Triebe abzubrechen, selbstverständlich -, bis nur mehr die Spitzen rausstehen.

Dann prüfe ich das Wetter, und wenns nicht mehr friert, kommt der Sack ins Freie. In Notfällen kann ich ihn ja immer noch über Nacht reinstellen. Ein bisserl Sonne braucht er schon, der Erdapfel, aber ein Lichthof oder ein kleiner Balkon genügt.

Immer gut feuchthalten, nur wenn tagelange Wolkenbrüche angesagt sind, vorsichtshalber den Sack oberhalb der Erde (unterhalb der Pflanze) zusammenbinden.

Das, was Roland Düringer mit seinen Reifen gemacht hat, probier ich mit dem Sack aus: wie viele Erdäpfel können aus einem Einzelstück bei guter Führung werden? Das mit dem Anhäufeln kann ich drei- oder viermal machen. Vielleicht hole ich mir sogar einmal Gratiskompost und streu den zwischen die Erde.

Wenn der Sack ganz aufgekrempelt ist, darf die Pflanze wachsen, wie sie will. Und wenn im Herbst das Kraut verdorrt ist, schütte ich den Sack aus (da muss ich mir noch überlegen, wo - und ich muss ihn vorher austrocknen lassen, sonst hebe ich mir einen Bruch) und klaube die Erdäpfel raus.

Und dann sehen wir ja, ob ich überhaupt was zu klauben habe.

 

Ach so, was ich heute gegessen habe? Gemüse mit Basmatireis und Chutney. Das war so verordnet.

Ließ sich auch ganz einfach zubereiten: Reis zum Dämpfen hinstellen, derweil die Gewürze (Kreuzkümmel, Garam Masala, Hing, Kurkuma und ein Lorbeerblatt) in Butterschmalz anrösten, drei kleine scheiblierte Karotten mitrösten, eine Handvoll Kürbiswürfel mitrösten, nach einigen Minuten mit wenid Spargelfond (aus dem Glas, vom Vorjahr) aufgießen, salzen und dünsten lassen. Reis unterheben. Dem Kind aus seinem Glas einen Esslöffel Chutney stibitzen.

5. Feber

Linsen-Hühner-Curry mit Basmati-Reis klingt doch fast wieder normal, oder? Finde ich auch. Dabei wars ziemlich gesund.

Also: etwas Butterschmalz erhitzen, die Gewürze darin rösten: Garam Masala, etwas Kreuzkümmel, etwas Hing, ein Lorbeerblatt, eine dünne zerkleinerte Ingwerscheibe. 

Dann ein geschnittenes Zwiebelhapperl dazu und mitrösten. Dann zwei kleine scheiblierte Karotten und eine gute Handvoll Kürbiswürferl mitbraten. Nach einigen Minuten mit Spargelfond (oder was immer halt sonst da ist) ablöschen, salzen. Eine Handvoll gekochtes Hendlfleisch (ich habs von der letzten Suppe eingefroren und wieder aufgetaut) dazu geben sowie etwas Obers. 

Zwei Esslöffel rote Linsen einstreuen. Es muss soviel Flüssigkeit sein, dass alles gut bedeckt ist. Zugedeckt zehn Minuten köcheln lassen. Deckel entfernen, noch fünf Minuten köcheln lassen, bei Bedarf mit einem Gmachtl aus Speisestärke und kaltem Wasser binden. Vom Herd nehmen und kurz ziehen lassen.

Den Reis hab ich wieder auf dem Heizkörper erwärmt. Außerdem war das Curry eh heiß.

 

6. Feber

Vom gestrigen Abendessen ist Hirse übrig geblieben. - Naja, so kann ich das nicht sagen. Ich habe natürlich absichtlich mehr gekocht, schon mit dem heutigen Hirseauflauf im Hinterkopf.

Dafür hab ich ungefähr 6 Deka weiche Butter mit einem Ei und mit ca. 80 ml Ahornsirup zu einer Creme geschlagen, diese unter die Hirse gemischt und die Hälfte davon in eine gefettete Form gestrichen. Darauf kamen die Birnen von einem Glas Kompott (so kommen die Vorräte auch langsam weg), und dann der Rest von der Hirse.

Glatt gestrichen und bei 160 Grad Heißluft - weil die Creme ziemlich flüssig war - ins Rohr. Nach 40 Minuten haben wir den Auflauf gegessen, weil der Hunger schon groß war. Er hätte allerdings ohne weiteres noch 10 oder 15 Minuten mehr vertragen.

Hat uns aber auch so köstlich gemundet. Und gscheit süß war er.

 

Vorher haben wir eine komponierte Suppe gegessen, die wir in der Form auch noch nie hatten. Ich habe den Rest vom Spargelfond genommen, die letzte vorrätige Karotte hineinscheibliert, den Rest vom aufgetauten Hendlfleisch und eine zerteilte Knoblauchzehe dazugegeben und habe alles ein paar Minuten gekocht. Abschmecken und fertig.

7. Feber

Heute muss ich auf den häuslichen Frieden achten beim Kochen. Deshalb gibts für jeden etwas: mexikanischen Maisauflauf mit Cremefisolen und Paradeissauce. Danach vorsichtshalber Gute-Laune-Kekse.

Den Maisauflauf hab ich lange nicht mehr gemacht, aber weil die Vorgabe für heute ist: glutenfrei, bietet er sich an. Hier das Rezept (aus Peter Mayr: Milde Ableitungsdiät): 2 Eiklar mit etwas Salz schmierig steif schlagen. Zwei Dotter mit eigentlich je 60 ml Milch und Rahm, aber ich nehm Obers und Wasser, und etwas Galgant (da wird mir ein anderes Gewürz in die Hände fallen) mindestens 5 Minuten mit dem Handmixer verrühren. Eischnee zur Dottermasse geben, 12 Deka Maismehl langsam einstreuen und mit dem Schneebesen locker unterheben. Die Masse darf nicht zu fest sein.

Form mit Butter ausstreichen, Masse ziemlich voll einfüllen, im Kocheinsatz über Wasserdampf ca. 12 Minuten (bei größeren Formen etwas länger) garen. Stürzen.

So, dafür sind die Fisolen einfacher. Blanchierte aufgetaute Fisolen mit Salz, Pfeffer und sehr wenig Wasser aufkochen und mit einem Gmachtl aus Speisestärke und Obers binden.

Ein Glas gekochte Paradeiser in die Pfanne leeren, mit Zucker und Salz würzen, aufkochen und einige Minuten einkochen lassen, eventuell mit einem Löffel Grieß binden.

 

Falls Fisolen übrig bleiben (und ich fürchte, das werden sie), püriere ich die Masse, strecke sie mit Wasser und nenne sie Fisolencremesuppe.

Nachtrag: Vom Auflauf (isst sich wie ein Kuchen, übrigens) ist auch die Hälfte übrig geblieben. Den werde ich am Abend in Scheiben schneiden und im Schmalz von der Stelze beidseitig knusprig braten. Dazu bekommt das Kind den Rest der Paradeissauce, und was übrig bleibt, wird uns als Suppeneinlage dienen.

8. Feber

Seit Tagen hab ich Lust auf Sprotten. Fragt mich nicht, warum. Heute jedenfalls war es soweit. Ich habe sie ins Mittagessen komponiert zu Sprotten mit Erdäpfel-Erbsen-Püree und Vogerlsalat. Als Nachtisch habe ich mir den Rest vom samstäglichen Hirseauflauf serviert.

Weil es wirklich schnell gehen musste, habe ich die fünf Erdäpfel roh geschält und in Würfel geschnitten und in wenig Salzwasser bissfest gekocht. Dann hab ich aus dem Tiefkühler eine Handvoll blanchierter Erbsen gezogen und noch einige Minuten mitgekocht.

Dazu kam ein Rest Obers. Vor allem der feste Teil, der oben am Becher klebt, eignet sich meiner Meinung sehr gut. Gewürzt habe ich heute nicht, nur gesalzen und fest mit dem Stampfer bearbeitet.

Dann mit den Sprotten auf dem Teller arrangiert und den mitlerweile geputzten Vogerlsalat dazu drapiert.

War unerwartet fein.

Faschingsdienstag

Vom Erbsen-Erdäpfel-Püree ist eine kleine Schüssel voll übrig geblieben. Da kam mir in den Sinn, es heute nach der Karpfensuppe (mit Sternchen) zu essen und mit gebratenen Zwiebelringen zu dekorieren. Naja, aber weil bei den Zwiebelringen meine tschechischen Vorfahren genauso einschlagen wie beim Zwiebelrostbraten, werde ich sie (in Butterschmalz) nicht so knusprig braten, wie ihr das tun würdet, sondern bei mir werden sie glasig weich sein.

Außerdem ist es eine Menge Zwiebel, fast drei Happerl, weil der Zwiebel dringend weg muss - hoffentlich kommt bald der frische aus der Erde! - und ich sehr großzügig war bei der Bemessung der Portion. - Also ihr würdet das, was ich heute esse, eher Zwiebelgemüse mit Erbsen-Erdäpfel-Püree und Vogerlsalat nennen.

Weil ich von dem nämlich auch noch eine Schüssel voll habe, heute mariniert mit Balsamico.

Und weil heute Fasching ist, genehmige ich mir als Nachspeise - nein, keinen Krapfen, aber einen Eismarillenknödel.

 

Aschermittwoch

Heute hat die Sparköchin weder an Material noch an Kalorien gespart, wohl aber an Arbeitszeit fürs Herrichten des Heringsschmauses. Seit Wochen habe ich nämlich lange Zähne auf einen Matjes-Teller - und heute wars soweit.

Einen halben Apfel klein würfeln und auf den Teller häufen. Eine hühnereigroße Menge Mayonnaise daneben klatschen. 12 Deka Matjes in Öl dazulegen. Ein Sonnenblumenkernweckerl nehmen. (Auf den rohen Zwiebel hab ich mit Rücksicht auf mein Sozialleben heroisch verzichtet.)

Fertig.

Köstlich.

11. Feber

Von gestern ist ein kleines Stück Matjes übrig geblieben. Das verzwicke ich heute, wieder mit Apfelwürferl und Mayonnaise (die allerdings heute nur wachtelei-groß und einem Happen Brot.

Und als Nachtisch, also eher erweiterten Nachtisch, gibts ein Grießkoch mit Kardamom und vielleicht etwas Schokolade.

Ich freu mich schon.

12. Feber

Vor zwei Tagen hatte ich einen Arbeitsanfall und habe aus zwei Eiern und ungefähr 20 Deka Mehl Suppennudeln produziert. Die Abfälle (kurze Stücke und Schnipsel) habe ich separat getrocknet, die haben mir heute zu einem einfachen Mittagessen verholfen.

Nämlich habe ich ein Packerl blanchierten, geschnittenen Mangold aus dem Tiefkühler genommen und mit Wasser bedeckt und mit Salz und Muskatnuss gewürzt erhitzt. Da hinein kamen die Teigwaren. Die sind so dünn gemacht, dass sie in drei Minuten essfertig sind. 

Am Schluss habe ich einen ordentlichen Schluck Obers und einen halben Teelöffel vom ungarischen Teufelszeugs eingerührt, das Ergebnis Mangold-Nudel-Teller getauft und gegessen.

13. und 14. Feber

An diesem Wochenende blieb die Küche der Sparköchin kalt. Gestern habe ich im neuen Lieblingskaffeehaus das English Breakfast ausprobiert, das sich - mit einem Zusatzsemmerl - ganz hervorragend als Brunch eignet.

Heute waren wir, darauf habe ich mich schon zwei Wochen lang gefreut, beim Plachutta Rindfleisch essen. Wobei ich eh nicht die normale Variante genommen habe, sondern den Lueger Topf mit Beinfleisch, Zunge und Kalbskopf (den mir das Kind ansatzlos weggeschnappt hat, übrigens).  Ein Markknochen war auch dabei.

Die Suppe, in der das Fleisch gebracht wird, ist schon für sich genommen eine Delikatesse, mit einer Einlage nach Wahl oder nur mit dem Gemüse. Für den Markknochen gibts Brot, zum Fleisch kommt Apfelkren, Schnittlauchsauce und Erdäpfelschmarrn.

Natürlich ist das nix für jeden Tag. Aber zu bestimmten Anlässen darf man sich das ruhig einmal gönnen.

Am Abend werde ich dann doch den Herd wieder anwerfen und für den Gast einen Gemüse-Auflauf bereiten, vorher eine Gemüsesuppe und nachher einen Lebkuchen.

15. Feber

Den gestrigen Gemüseauflauf habe ich wohl zu großzügig dimensioniert. Den kann ich heute als Mittagessen verwenden.

Dafür habe ich in die Auflaufform Olivenöl gegeben und drei große Erdäpfel dünn hineinscheibliert, verteilt und einen Zentimeter hoch Kürbiswürfel gestreut. Darauf kamen Salz und Pfeffer - heute habe ich dran gedacht! -  und ein Rest Salami, klein gewürfelt.

Dann hab ich einen Guss aus einem Ei und einem halben Becher Obers gerührt und drübergeleert. Zum Schluss hab ich noch zwei gehäufte Esslöffel geriebenen Parmesan drübergegeben. Weil wirs eilig hatten, hab ich 210 Grad Ober- und Unterhitze eingeschaltet, und nach 40 Minuten war das Ding super gut.

Vorher gabs eine klare Gemüsesuppe und als Dessert Schoko-Lebkuchen.

Den Rest der Suppe, nur damit ihr es wisst, werde ich mit einem Vierterl klarer Fischsuppe verlängern und Nudeln drin einkochen. Da haben wir noch einmal Abendessen davon.

Was ich mir merken muss: der Parmesan war diesmal ein Grana, sonst hab ich immer Reggiano. Der war eingefroren und hat sich aufgetauterweise heute als ziemlicher Bröslinsky entpuppt. Das nächste Mal wieder Reggiano, hab ich mir versprochen.

16. Feber

Grad komm ich ein bisserl durcheinander durch den Gast. Der will nämlich Abendessen, und so koche ich abends - was das Kind außerordentlich freut - und esse die Reste am nächsten Tag mittags.

So habe ich gestern für mein heutiges Mittagessen Kichererbsencurry mit Reis und Chutney fabriziert. Vorher Fischsuppe mit hausgemachten Nudeln und nachher einen Eismarillenknödel vom Tichy.

Erschwerend kommt hinzu, dass ich heute zum Essen eingeladen wurde. So, und wer wird jetzt die Reste essen? Gast und Kind sicher nicht, das seh ich kommen.

Egal. Jedenfalls hab ich den Reis zum Dünsten hingestellt und dann für uns fast drei Personen fünf Deka Lardo in Streifen geschnitten und ausgebraten, gemeinsam mit einem Teelöffel Curry Oriental (den ich dringend nachbestellen muss, übrigens, denn bis zu den nächsten Afrika-Tagen in Wien hält der vorhandene Rest sicher nicht durch), einem halben Lorbeerblatt, ein paar Rosmarinnadeln und etwas Hing, welches die Verdauung von Hülsenfrüchten fördert. Angeblich.

Dazu kamen ein geschnittenes Zwiebelhapperl und eine scheiblierte Karotte und brieten eifrig mit. Als nächstes habe ich eine Portion gefrorene Kürbiswürfel reingeworfen und miterhitzt. Dann alles mit einem halben Glas gekochte Paradeiser aufgegossen, zisch!, und mit Salz und Zucker gewürzt. Die bereits am Nachmittag weich gekochten Kichern dazu, einen Rest Obers auch und bei mittlerer Hitze schmurgeln lassen.

Ausnahmsweise hab ich Chutney dazu serviert, aber ich muss mir merken, das künftig immer zu tun, die Kombi schmeckt überraschend gut.