Der Sparküche-Blog.

Werbung

Gratis bloggen bei
myblog.de

Archiv

28. - 29. November

Am Wochenende haben wir uns fremdversorgt. Samstags, nach dem Theater, fielen wir im Lieblingscafe ein und verspeisten erst einen Alt-Wiener Suppentopf und hernach ein Stück von der köstlichen Sachertorte. Mit Schlag.

Am Sonntag servierte meine Mutter nach einer gschmackigen Erdäpfelsuppe ihre phänomenalen Germknödel, mit alles. Mohn, Zucker, zerlassene Butter, extra Powidl.

So gut kanns einer gehen.

30. November

Aber auch für die kommende Woche ist vorgesorgt. Von meiner Mutter hab ich nämlich nicht nur die zwei übrig gebliebenen Germknödel abgestaubt, sondern auch einen Rest Lasagne und einen Kohlkopf. Und selbst musste ich nach dem Sturm auch gach einen Broccoli ernten, und vielleicht sogar noch einen. Und ein Kürbis hat einen braunen Tupf, was bedeutet, dass er umgehend verarbeitet werden muss. - Und schon steht der Speiseplan.

Die Lasagne habe ich heute, zugedeckt, zehn Minuten bei 200 Grad Ober- und Unterhitze ins Rohr gestellt und sodann verputzt. Köstlich. Würde ich NIE so zusammenbringen. Um ehrlich zu sein, ich weiß nicht einmal, wie das geht. - Also, das essen schon, aber nicht das kochen, ähem.

1. Dezember

Leider habe ich geistig überhaupt nicht realisiert, dass schon der Advent begonnen hat. Der Adventkalender fürs Kind ist in letzter Minute fertig geworden.

Jedenfalls habe ich mich heute des Kohlhapperls erbarmt. Ein Viertel habe ich meiner Mutter überlassen, den Rest habe ich in feine Streifen geschnitten und währenddessen im beschichteten Reinderl bereits fünf Deka Speckerl sanft ausbraten lassen. Da hinein kam portionsweise der Kohl und wurde bei starker Hitze angebraten. Nach zehn Minuten habe ich ordentlich gesalzen und weitergebraten und nach einigen weiteren Minuten mit wenig Wasser aufgegossen.

Jetzt hab ich die Hitze reduziert, den Deckel drauf getan und alles noch ein paar Minuten bissfest kochen lassen. Eine Portion habe ich eingefroren, eine aufgehoben, einen Löffel voll fürs Kind zum Abendessen in die Teigwaren gerührt und den Rest esse ich noch irgendwann diese Woche.

Außerdem hat mir der liebe N eine Portion frischer, selbst gezogener Austernseitlinge gebracht. Die habe ich in Sonnenblumenöl gebraten und am Schluss gesalzen und mit einem Esslöffel Wasser aufgegossen.

So habe ich gebratene Austernpilze mit Speckkohl gegessen und fands köstlich. Als Nachspeise habe ich mir ein Apfelmus gegönnt und zwei oder drei Kakaotrüffel.

2. Dezember

Eigentlich hätte ich heute mittags die Germknödel essen wollen und uns abends nach einer herzhaften Broccolicremesuppe (ich musste den vorletzten Broccoli auch ernten, leider) die restlichen Teigwaren von gestern mit Mohn und Zucker als Mohnnudeln servieren wollen.

Leider hab ich die Germknödel gestern abend schon verzwickt, während das Kind den Speckkohl mit eben Teigwaren verputzte.

So.

Dann dachte ich, ich hebe halt dem Kind eine Handvoll Teigwaren für Mohnnudeln auf und esse die restlichen mittags als Pasta mit Speck und Broccoli. Nebenbei köchelte ich aus dessen Stamm und ein paar kleinen Erdäpfeln eine Broccolicremesuppe. Als ich gerade die unverwertbaren Schalen für die Hendln ins kochende Wasser warf, schaute ich gerade noch rechtzeitig ins Gemüsefach vom Kühlschrank und entdeckte den allerletzten kleinen Kohlrabi, den ich völlig vergessen hatte. War aber nicht verholzt, also rasch geschält (und die Schalen zum Hendlfutter).

Und jetzt steh ich da mit einem kleinen Kohlrabi und muss wohl oder übel für heute abend einen Kohlrabirisotto einplanen.

Ihr wisst eh, wie einfach die Sparköchin den macht: Rundkornreis trocken anrösten (vielleicht gemeinsam mit ein paar Speckerl oder zumindest einem Stück vom Schwarterl), salzen, mit kochendem Wasser aufgießen, eventuell Gewürze dazu, sonst eine Viertelstunde sanft köcheln, den geraspelten Kohlrabi dazu, einmal aufkochen lassen und dann vom Herd nehmen. Das beschichtete Reinderl hält die Hitze eh länger.

Allerdings setzt das voraus, dass geriebener Parmesan da ist und das Reinderl sauber, weshalb ich mich jetzt gleich wieder in die Küche begebe und nach dem Käsereiben die Küche in Ordnung bringe.

Und dann ess ich die Teigwaren mit Speck und Broccoli, als Belohnung.

3. Dezember

Nein, so wars nicht. Ich habe kurzfristig beschlossen, dass uns gestern ein kaltes Abendessen reichte. Und den Kohlrabirisotto habe ich heute gemacht. Mit der kleinen Änderung, dass ich ein Haucherl von der osmanischen Gewürzmischung dazugetan und am Ende eine Scheibe Bärlauchbutter eingerührt habe.

Barbara, Krampus und Nikolaus

Am Freitag war in zwei Minuten gekocht und abgewaschen. Ging ganz einfach: Pizzaservice anrufen, Pizza aus dem Karton essen und nur einmal mit dem Messer durchschneiden. - Die zweite Hälfte reichte als Abendessen, das Tiramisu hob ich auf und das Pizzabrot fror ich ein.

Am Samstag dauerte es zwei Minuten länger mit dem Mittagessen, weil ich mir zuerst zwei Wurstbrote gönnte, bevor ich das Tiramisu vernichtete.

Heute habe ich mich um die Reste und Vorräte im Kühlschrank gekümmert und stellte folgendes auf den Tisch: Fleckerl mit Speckkohl, Paradeissauce und Bärlaucherdäpfel. Ich aß dazu noch einen Rest vom Rote-Rüben-Salat. Das passte hinreichend zusammen, fand ich. (Das Kind fand das weniger, aber es war halt nichts anderes da.)

Die Erdäpfel dämpfte und schälte ich und vermengte sie mit einem Rest Bärlauchbutter. Für die Paradeissauce goss ich ein halbes Glas gekochte Paradeiser in die kleine Pfanne, erhitzte sie unter Zugabe von Salz und Zucker, ließ sie ein bisserl einkochen und staubte mit ganz wenig Mehl.

Der Speckkohl war noch vom Wochenanfang da und wurde mit einigen Esslöffeln vom Nudelkochwasser aufgewärmt und dann mit den frisch gekochten Teigwaren vermengt.

Das wars.

7. Dezember

Der Kürbis musste endlich weg. Einen Teil habe ich meiner Mutter anhängen können, den Rest habe ich heute zu Rahmkürbis mit Erdäpfeln verarbeitet. Mehr ging nicht, weil die Weihnachtskekse gebacken werden wollen. (Gerade eben höre ich den Teig der Marillenherzen nach mir rufen.)

Jedenfalls habe ich zwischendurch den Kürbis geraspelt und im Kochwasser der Teigwaren von gestern mit Salz, Pfeffer und Kümmel bissfest gekocht. Währenddessen dämpfte eine Portion Wunderlinge, kleine speckige Dinger.

Die habe ich dann geschält, und in den Kürbis habe ich drei Löffel Rahm eingerührt, und bei Tisch kam über alles noch ein Löfferl voll osmanischer Gewürzmischung drüber.

Der Kürbis war ziemlich flüssig, der Rest wird also die Basis für die übermorgige Suppe werden, das seh ich kommen.

Als Nachtisch gabs ein kleines Schüsserl Marillenmus, das besser beim Einkochen im Sommer die Flotte Lotte gesehen hätte. Aber ich habs trotzdem gegessen.

Marillenherzen, ich komme schon!

8. und 9. Dezember

Gestern waren wir zum Glück auf ein Reisfleisch mit Blattsalat eingeladen.

Es gibt mehrere Varianten, das zu kochen. Ich würde Zwiebeln und Bauchfleisch zerkleinern, in Öl anbraten, mit Salz, reichlich rotem Paprika und vielleicht noch was Würzigem aromatisieren, mit Wasser oder Suppe aufgießen und das Fleisch eine Zeitlang köcheln, dann Reis einstreuen und alles gemeinsam fertig dünsten. Manche kochen allerdings den Reis extra und mischen dann erst alles.

Wie auch immer, der grüne Salat wurde jedenfalls durch die ersten Vogerln angereichert, was den Winter insgesamt etwas erträglicher macht.

Heute lebte ich nur von Wurstsemmeln, weil ich Gartenarbeiten zu erledigen hatte. (Sind eh noch nicht alle getan, aber jetzt freuts mich nimmer.)

10. Dezember

Einen feinen Mangold-Erdäpfel-Auflauf habe ich heute gezaubert. Den Rest durfte ich sogar abends dem Kind kredenzen, und das heißt schon was.

In der Früh hab ich eine Portion Erdäpfel bissfest gedämpft und geschält. Mittags hab ich dann in die kleine Auflaufform Öl gegossen und den Boden damit bedeckt. Darauf kamen die scheiblierten Erdäpfel. Die wurden gesalzen und mit einer Portion blanchierter Mangoldstiele (aufgetaut) belegt. 

Darüber kam ein Guss aus einem Ei, zwei Schluck Obers und einem Achterl Milch. Zum Schluss noch einen Rest Wurst von gestern, klein geschnitten, und eine Handvoll geriebenen Parmesan drauf.

Und auch schon ins Rohr, diesmal bei 170 Grad Heißluft für eine halbe Stunde.

11. und 12. Dezember

Gestern mittags gegrilltes Hühnerfleisch mit Rohkost und Joghurtsauce in Fladenbrot aka Kebab. Mehr war nicht drin angesichts der Keksbackerei. Heute aber habe ich etwas ausprobiert, das teilweise sogar gelungen ist. Allerdings mit einem definitivem Nix-da der gesunden Küche. Einer dunklen Einbrenn nämlich. Genannt habe ich das, was wir heute gegessen haben, Hirse mit Broccoli-Sauce.

Die Hirse habe ich reismäßig zubereitet, nämlich im beschichteten Reinderl trocken angeröstet, mit kochendem Wasser aufgegossen, gesalzen, die Hitze reduziert und zugedeckt eine Viertelstunde köcheln lassen. Dann vom Herd nehmen und noch eine Viertelstunde quellen lassen.

Also hatte ich Zeit, um in der Pfanne fünf Deka grünen Speck (aka Lardo) vom Mangalitzaschwein klein gewürfelt langsam auszubraten. Dann hatte ich die gute Idee, die Einbrenn gleich so zu machen, nämlich das Mehl gleich draufzustauben und zu rühren.

Das hat sich als weniger gute Idee herausgestellt,  weil die Speckgrammerl doch ziemlich im Weg waren. Außerdem hatte ich zuwenig Mehl und zuviel Hitze, was anfangs also einen beeindruckenden Gatsch ergab, bis ich immer nach- und nachbesserte und es halbwegs hinkriegte.

So. Da hinein kamen Salz und eine Prise Muskatnuss und ein großzügiger Schluck Obers, das wurde eine Viertelstunde lang eingeköchelt, und am Schluss kam eine Portion gekochter Broccoliroserl hinein und wurde gut durchgeschwenkt.

Bei Tisch haben wir geriebenen Parmesan drübergestreut, was der Sache durchaus den letzten Schliff verpasst hat.

13. Dezember

Brauch ich euch eh nicht erzählen, dass ich gestern reichlich Hirse zubereitet habe, sodass sich heute nach der Broccolicremesuppe (aus den Resten, eh klar) noch ein Hirseauflauf ausgegangen ist.

Den habe ich zack-zack fertiggehabt, nur das Backen dauert halt immer eine Dreiviertelstunde.

Eine Auflaufform ausfetten. Einen Abtrieb bereiten aus einem oder zwei Dottern, 6 Deka Butter und 8 Deka Zucker (das sind jetzt Schätzungen, ich mach das immer nach Gefühl). Das oder die Eiklar schlagen. Die Hirse in den Abtrieb rühren, den Schnee unterheben.

Die Hälfte der Masse in die Form geben, mit reichlich Apfelspalten belegen, vorsichtig andrücken, mit dem Rest der Masse  bedecken und obenauf bei Bedarf ein paar Butterflocken setzen.

Bei 200 Grad Ober- und Unterhitze backen und bei Tisch, wers mag, mit Sirup beträufeln. (Wir mögen nicht.)

14. und 15. Dezember

Vorweihnachts-Vielzutun. Da war ich gestern froh, dass ich noch eine Portion vom Hirseauflauf übrig hatte.

Heute bin ich beim Elch eingefallen und habe einen Teller voll der obligaten Bällchen mit Tatütata gegessen. Um ehrlich zu sein: darauf hab ich mich schon die ganze letzte Woche gefreut.

16. Dezember

Heute war die Küchen-Aufräum-Aktion dran. Naja, erwartet nicht zuviel. Aber ein Blick in Tiefkühler und Kühlschrank war auch zumindest auch dabei, und schon wusste ich, was dringend gekocht werden muss: ein fesches Erdäpfel-Fisolen-Gröstl mit Rote-Rüben-Salat.

Der Salat geht ganz einfach: Glas öffnen und Salatschüssel füllen. Ähem. Meine Mutter hat den gemacht, aber immerhin aus von mir selbst gezogenen Roten Rüben.

Für das Gröstl habe ich eine Portion Erdäpfel gedämpft und geschält. Der zweite Schritt war, in der Pfanne ein paar Deka Speckwürferl auszubraten und darin ein Zwiebelhapperl anzurösten, hernach die scheiblierten Erdäpfel zuzugeben und weiterzubraten. Der dritte Schritt war das Salzen und würzen mit osmanischer Mischung. Weil ich hatte, gab ich ein paar Rest-Erdnüsse vom Nikolo auch dazu. 

Der letzte Schritt war eine Portion blanchierter Fisolen, die zu dem Ganzen kamen und gut vermengt wurden. Die müssen grad einige Minuten erhitzt werden und jetzt gleich werd ichs essen!