Der Sparküche-Blog.

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1. Oktober

Weil das Kind heute mitisst, verwöhne ich uns beide mit Marmeladepalatschinken. (Mit der vorher servierten Gemüsecremesuppe, als Einlage der Rest des gestrigen köstlichen Kürbis, werde ich mir allerdings beim Kind keine Lorbeeren einfangen, das seh ich kommen.)

Der Palatschinkenteig aus einem Vierterl Milch, einer Prise Salz, einem großen Ei und ungefähr 12 Deka Mehl rastet gerade vor sich hin und wird in der Handgeschmiedeten in Schmalz portionsweise ausgebacken werden. Diesmal möchte ich die Ingwermarmelade von Harrods ausprobieren, aber für das Kind hab ich sicherheitshalber einen Rest vom Kirschengelee.

Die Basis für die Gemüsecremesuppe kommt aus dem Glas, das vorletzte übrigens, ich hatte meine Vorräte überschätzt. Na, morgen greife ich in den Gefrierschrank und ziehe eine Fischsuppe mit Grießnockerl raus, die sind mir letztens untergekommen ... und die überzähligen Palatschinken werde ich gewinnbringend zu Frittaten verarbeiten, einfrieren und in die nächste Hendlsuppe streuen.

Die heutige Suppe hab ich jedenfalls nachgesalzen und mit Wasser verdünnt und einem Schuss Obers verfeinert.

1.10.15 11:08, kommentieren

2. Oktober

Gestern hab ich im Gemüsebeet die ersten winzigen Spitzen von den Safrankrokussen gesehen. Daher kann ich es riskieren, ein bisserl was vom sorgsam gehüteten Vorrat in einen Fischrisotto zu investieren. Vorher gibt es, wie angekündigt, Suppe aus dem Gefrierschrank, allerdings keine Fischsuppe, sondern Rindsuppe mit Buchstaben.

Für den Risotto erhitze ich im beschichteten Reinderl ein Stück Butter, brösle den Safran hinein und brate gleich zwei kleine scheiblierte Karotten mit.  Drei Minuten später kommt der Rundkornreis dazu, röstet ein bisserl mit und alles wird dann mit heißem Wasser aufgegossen. Salzen, zudecken, nach dem Aufkochen reduziere ich die Hitze und lasse es schmurgeln.

Wie ich das dann mit dem Fisch mache, weiß ich noch nicht. Natürlich könnte ich das aufgetaute, schon gegarte Karpfenfleisch noch einmal kurz in der Pfanne braten und dann separat auf dem Risotto drapieren. Oder ich gebe das Fleisch einfach zehn Minuten vor dem Essen in den Risotto und mische alles durch.

Dazu gibts Fisolensalat - aus dem Jahr 2009, auch so eine Testbombe betreffend Haltbarkeit.

2.10.15 10:56, kommentieren

3. Oktober

Um den häuslichen Frieden zu erhalten, werden wir heute getrennt essen. Pasta mit Saiblingspesto für mich, Pasta mit Ei für das Kind. Gemischten Salat für uns beide. Keine Suppe heute, dafür Joghurt als Nachspeise.

Der Salat besteht aus antiquarischem Fisolensalat (aus dem Glas, aber wenigstens aus dem eigenen Glas) und Paradeisern.

Zu den Paradeisern aus dem Gemüsebeet finde ich folgendes bemerkenswert: wer mich kennt, weiß, dass dortselbst ungefähr zehn verschiedene Sorten wachsen. Rote, rosa, orange, gelbe, große, kleine. Schnecken wachsen im Gemüsebeet auch. (Zum Glück solche, die, wenn sie noch klein sind, von den Hendln gefressen werden.) Die Schnecken fressen auch die Paradeiser. Aber nicht alle. Zwei Sorten werden von den Mistviechern nicht angerührt. Obwohl sie nur zehn Zentimeter weiter wachsen. Nada. - Euch wird das vielleicht wurscht sein, ich finde es hochinteressant.

Jedenfalls werde ich die Spiralen für das Kind gekochterweise in ein Reinderl mit Butter schmeißen, nochmals gut erhitzen, salzen und dann ein Ei drübercremen. Und mit gehackten Kräutern dekorieren.

Obwohl, während ich das hier schreibe, frage ich mich, warum ich diese Köstlichkeit nur dem Kind angedeihen lasse. Ob es nicht besser wäre, Grossauers Pesto für heute im Glas zu lassen und Teigwaren mit Ei und gemischtem Salat mitzuschmatzen?

Ich überlegs mir.

 

Gestern abend übrigens habe ich über einen kleinen Rest des erkalteten Fischrisottos eine ordentliche Menge Mayonnaise geklatscht, alles vermischt und einen also wirklich sehr köstlichen Reis-Fisch-Mayonnaisesalat gespeist.

3.10.15 11:09, kommentieren

5. Oktober

Es ist alles nur eine Frage der Motivation. Völlig ohne Motzen aß das Kind hundert Milliliter von der vorgeschriebenen Bärlauchcremesuppe. Weil klar war, dass nur wer die Suppe isst, hinterher auch die Melanzanipizza schmatzen darf.

Die Pizza kam vom örtlichen Lieferanten, die Suppe aus dem Glas aus dem Kühlschrank. Der Glasinhalt wurde mit etwas Kochwasser von der Pasta vom Samstag verdünnt, gesalzen und mit einem Schuss Obers verfeinert.

Als Nachspeise gibts noch Joghurt mit Früchten, aber darauf hätte das Kind liebend gern verzichtet. (Dabei hab ich eh eins mit Banane und Schokolade genommen.)

5.10.15 12:20, kommentieren

4. Oktober

Der heutige Tag brachte uns viele selbst geerntete Äpfel und kein Mittagessen. Dafür war ich am Abend auf ein Schnitzerl mit Erdäpfelsalat eingeladen.

Sehr fein.

5.10.15 12:20, kommentieren

6. Oktober

Weil ich mir die Zeit vertreiben musste, habe ich auf dem Markt reichlich eingekauft und zwei Stunden ordentlich gekocht. Unter anderem Gemüsecremesuppe und Sauce Bolognese.

Ich habe eingekauft: ein Kilo Rinderfaschiertes und drei Markknochen, ein Kilo gemischtes Suppengemüse und ein halbes Kilo Zwiebel und eine Knoblauchknolle. Im Kühlschrank gefunden hab ich einen halben Zucchini.

Zuerst die Suppe angesetzt mit den Knochen, ein bisserl was vom Gemüse, Rosmarinzweig, Lorbeerblatt, zwei Stammerl Petersil und Pfefferkörnern. 

Dann das Sugo bereitet. Reichlich Olivenöl im großen Topf erhitzt, das Faschierte dazu, scharf angebraten. Drei geschnittene Zwiebelhapperl und vier große gehackte Knoblauchzehen dazu und weitergebraten. Gesalzen und ein Glas gekochter Paradeiser sowie einen Rest Ketchup dazugegeben, mit einem halben Liter Wasser aufgegossen (wer mehr Saft möchte, nimmt mehr Wasser), gesalzen, Lorbeerblatt und Rosmarinzweig dazu, Deckel drauf und schmurgeln lassen. Und dann ungefähr 60 Deka Suppengemüse klein würfeln und portionsweise dazugeben: rote und gelbe Karotten, Petersilwurzel und Sellerie.

Das köchelt dann zwei Stunden vor sich hin und wird bei Bedarf noch gepfeffert.

Aus dem restlichen vorhandenen Gemüse, und das war nicht wenig, hab ich, zusammen mit einem großen geschnorrten Erdapfel, ein Cremesupperl gekocht. Das hab ich auf drei Gläser aufgeteilt, damit es im Kühlschrank ein paar Wochen hält.

Von den Gemüseresten haben meine Hendln morgen eine Portion Futter.

Und jetzt würde ich es wieder versuchen mit meiner Phase des Nicht-zum-Kochen-kommens. Ich bin ja neugierig, ob es diesmal klappt.

Bleibt mir bite gewogen - auch wenn ihr einige Tage nix von mir hört!

6.10.15 19:06, kommentieren

14. und 15. Oktober

Also gut. Ich bin wieder da. Aber ans Selberkochenmüssen habe ich mich noch nicht gewöhnt. Dementsprechend habe ich gestern mittags nur eine Dose Bratheringe in Sauce aufgerissen und die Hälfte davon mit zwei Semmeln gemampft. Abends habe ich zwei Paar Weißwürste heißgemacht, die wir mit Beilage verdrückt haben. Und Pizzabrot, aus dem Tiefkühler genommen und im Backrohr kurz erwärmt. (Ein Segen.)

Heute habe ich vor, die zweite Hälfte des Dosenherings gewinnbringend zu verwerten und in eine Fisch-Gemüse-Sauce mit Reis zu verarbeiten.

Dafür werde ich zwei Portionen Basmatireis wie immer trocken anrösten, mit heißem Wasser aufgießen, salzen, zudecken und dünsten bzw. quellen lassen. In der Zwischenzeit werde ich Zwiebel und Knoblauch schneiden, in etwas Sonnenblumenöl anbraten, den Hering zerpflücken und zugeben, eine Handvoll zerkleinertes Gemüse - was immer mir da in die Hände fallen wird - zugeben und kurz mitbraten.

Dann werde ich salzen und würzen, vielleicht mit Zitronenpfeffer, mit etwas Würstelwasser von gestern aufgießen und alles schmurgeln lassen. Wenn es mir nach einer Viertelstunde zu flüssig ist, werde ich die Sache mit etwas Speisestärke binden.

Aus dem Rest vom Würstelwasser werde ich eine Erdäpfelcremesuppe bereiten, mit ein bisserl Knoblauch und Obers. Und einem Hauch gehackter Kräuter. Nur einem Hauch, wegen des häuslichen Friedens.

15.10.15 08:58, kommentieren

16. Oktober

In den heutigen Reis-Kürbis-Auflauf habe ich den Rest vom Reis gestern verarbeitet. Und einen kleinen Hokkaido. Vorher gabs die Erdäpfelcremesuppe, die ich gestern begonnen hatte, mit Milch und Schnittlauch vollendet.

Der Auflauf ging zack-zack: Den Boden der Form mit Öl bedecken. Zwei geschälte Erdäpfel in dünne Scheiben schneiden, auf dem Boden der Form verteilen. Den Hokkaido, geschält oder nicht, in dünne Spalten schneiden, darüber verteilen. Salzen und mit etwas osmanischer Gewürzmischung bestreuen. Eine Portion gekochten Reis drüber verteilen, festdrücken. Etwas geriebenen Käse und klein geschnittenen Speck drüber verteilen.

Einen Guss aus zwei Eiern und einem Vierterl Milch verschlagen, drübergießen. Bei 190 - 200 Grad Ober- und Unterhitze für eine Dreiviertelstunde ins Rohr. Eventuell mit Kräuterrahm servieren. Oder mit Salat.

17.10.15 09:35, kommentieren

17. Oktober

Vom gestrigen Auflauf ist genug übrig geblieben, um das Kind und mich auch heute noch zu verköstigen. So brauch ich mich nicht ums Kochen zu kümmern.

Also hab ich einen Blitz-Apfelkuchen gebacken. Blitz deshalb, weil er ziemlich schnell fertig ist - sobald die Butter weich genug ist.

Ich verrühre jeweils 10 Deka Butter und Zucker mit 2 Eiern ganz ordentlich und hebe dann 10 Deka glattes Mehl unter. Dieser Teig kommt in eine befettete und bemehlte Tartenform. Drauf kommen Äpfel, geschält oder mit Schale, in dünne Spalten oder kleine Würfel geschnitten, symmetrisch gelegt oder wild drübergestreut.

Das ganze kommt dann bei 170 Grad Ober- und Unterhitze für ca. 20 Minuten ins Rohr. Der Kuchen ist ziemlich flach, deswegen gehts so schnell mit dem Backen. Die ganz Perfekten geben auf die Äpfel ein paar Butterflocken, die Genußspitze servieren den Kuchen lauwarm mit Schlagobers oder Rahm.

Natürlich hab ich diesen Kuchen auch schon mit anderem Obst gemacht.

17.10.15 16:45, kommentieren

18. Oktober

Mittags waren wir auf Germknödel eingeladen. Die hab ich immer noch nicht selbst ausprobiert. - Aber dafür waren das Kind und ich vormittags zum letzten Mal auf dem Selbsterntebeet und brachten einiges heim, was  in den nächsten Tagen auf dem Teller landen wird.

Abends wünschte sich das Kind nochmals was Warmes - man kann es derzeit ja gar nicht genug verwöhnen -, weshalb ich ihm kurzerhand Couscous mit gebratenem Gemüse hinstellte.

Welches ich aus diversen klein geschnittenen Resten wie folgt fabrizierte, während der Couscous vor sich hin quoll. Einen gehäuften Teelöffel Schmalz ins kleine Pfanderl, eine halbe Karotte dazu, ein rohes Maiskölbchen (ein frisches, kein sauer eingelegtes), fünf Kirschparadeiser, drei Kubikzentimeter Zucchini und ein ganzes Zwiebelhapperl. Salzen und bei großer Hitze ordentlich anbraten. Dann vom Grünkohl-Kochwasser drei Esslöffel dazu und immer rühren, bis die Flüssigkeit verdampft ist.

Couscous auf zwei Schüsserl aufteilen, Gemüse drüber, auf meine Portion ein Haucherl vom (frisch geöffneten) ungarischen Teufelszeugs, und auf den Tisch damit.

Wäre mit Sonnenblumenöl ein super vegetarisches Gericht. Gewesen. (Hat uns so aber besser geschmeckt.)

18.10.15 18:14, kommentieren

19. Oktober

Die wirklich endgültig letzte Portion vom Kürbis-Reis-Auflauf habe ich heute mit Grünkohl-Salat gegessen.

Eigentlich hätte der Grünkohl eine Zuspeise werden sollen. Aber dann, als ich den Auflauf wärmte, fiel mir der blanchierte und geschnittene Grünkohl in die Hände. Also gach gesalzen, mit Kernöl und ganz wenig Balsamico angemacht - gut hats geschmeckt!

20.10.15 14:54, kommentieren

20. Oktober

Einem Kabarettisten hab ich heute zugehört, als er von seinem Vater erzählte, der "aus den vergorenen Resten im Kühlschrank sein schwäbisches Restetöpfli" bereitete. Ich hab gelacht, dann ist es mir im Hals stecken geblieben.

Das war aber erst, nachdem ich meine Reste-Pasta nach Art der Sparköchin mit Radicchio-Salat zubereitet hatte.

Während eine Portion Fleckerl weich kochte, habe ich den Rest vom Grossauers Saiblingspesto in ein Reinderl gekratzt, noch ein bisserl Öl dazugegeben, hab alles erhitzt und ein Resterl von einem gehackten Zwiebelhapperl dazugegeben und alles angebraten. Dann hab ich gesalzen und hab eine Messerspitze vom ungarischen Teufelszeugs zugegeben.

Zum Schluss hab ich die gekochten Fleckerl untergehoben und einen Teelöffel Zitronenzesten untergemischt.

Beim Essen ist mir was Interessantes aufgefallen: die Pasta schmeckte gut. Aber als ich den Radicchio, mariniert mit Balsamico und Kernöl, dazuaß, war es wie eine Geschmacksexplosion. Donnerwetter, schmeckte das köstlich. Mit Salat viel besser als ohne.

20.10.15 14:54, kommentieren

21. Oktober

Kohlrabirisotto mit gebratenem Radicchio gibts heute, allerdings nur für mich. Das Kind kriegt Kirschparadeiser als Garnitur so wie ich, aber der Radicchio gehört mir ganz alleine.

Zuerst habe ich ein Stück Butter im beschichteten Reinderl erhitzt und dann zwei Viertel vom Radicchio rundum gebraten (und ich habe vergessen ihn zu salzen, fällt mir grad ein, das werde ich bei Tisch nachholen). 

Währenddessen habe ich einen Mini-Kohlrabi aus dem Gemüsebeet geschält und geraspelt.

Dann hab ich den Radicchio rausgenommen und beiseite gestellt, wie das in den Kochbüchern immer so schön heißt, und in der mittlerweile braunen Butter den Rundkornreis geröstet und gesalzen, während im Wasserkocher das Wasser erhitzte. 

Dann den Kohlrabi dazu, mit heißem Wasser abgelöscht, zugedeckt und bei geringer Hitze schmurgeln lassen, so etwa eine halbe Stunde. In den letzten Minuten wird der Radicchio wieder miterhitzt (und vielleicht bei der Gelegenheit gleich gesalzen).

Geriebenen Parmesan gibts nur in homöopathischer Dosis, weil ich vergessen habe ihn aus dem Tiefkühler zu nehmen. Und gefrorenen Parmesan zu reiben ist ein ziemlicher Tschoch, auf den es mich nicht lustete, muss ich sagen.

Es wird uns auch so schmecken.

21.10.15 18:11, kommentieren