Der Sparküche-Blog.

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28. August bis 1. September

Immerhin waren wir am Samstag zum Grillen eingeladen. Da hab ich nix gemacht, außer die Paradeiser gewaschen.

Am Sonntag habe ich zwei von den bereits marinierten Fleischscheiben in Rapsöl beidseitig gebraten (der Schhopfbraten hat das wesentlich besser vertragen als das Bauchfleisch). 

In die Pfanne dazu kamen vier kleinere, eine Stunde zuvor ausgegrabene Erdäpfel, in 2 mm dünne Scheiben geschnitten und beiseitig knusprig gebraten und hernach gesalzen.

Dazu gab es Kirschparadeiser, Gurke in Scheiben, Sauce Tartar (Mayonnaise eventuell mit Rahm verdünnen und mit Zwiebel, Gurkerl, Kapern und Ei, alles gehackt, verrühren. Mit Salz und eventuell gehacktem Schnittlauch würzen.) und das unvermeidliche Chutney.

Also: gebratene Grill-Reste, garniert.

Gestern und heute wieder Fremdverpflegung.

Aber weil ich morgen den ganzen Tag an die Küche geklebt bin (Obst. Gemüse. Kräutersirup. Zwetschkenkuchen.), stehen die Chancen auf Selbstgekochtes ziemlich gut.

2. September

Wie gesagt: wenn ich sowieso in der Küche stehe, geht sich immer auch ein Essen aus. Heute zum Beispiel ein Kohlrabi-Risotto mit Speck.

Weil letztens beim Thum nicht nur ein Schinkensemmerl hat eingepackt werden wollen, sondern auch ein Stück vom Gewürzspeck, hab ich heute von diesem ein Stück klein gewürfelt und langsam im Reinderl ausbrutzeln lassen. 

Da hinein kam ein Rest vom Rundkornreis und wurde mitgebraten. Dann mit heißem Wasser aufgegossen, gesalzen und ein kleiner Kohlrabi, ebenfalls klein gewürfelt, auch dazu.

Umrühren, Hitze reduzieren, Deckel drauf, schmurgeln lassen. So eine halbe Stunde vielleicht. In der Zwischenzeit die Garnitur vorbereitet (Kirschparadeiser in allen Farben und fein geschnittene junge Kohlrabi-Blätter) und eine Portion Parmesan gerieben.

Passt schon.

3. und 4. September

Wegen besonderer Vorkommnisse mussten wir uns gestern abend mit Pasta alla carbonara vollstopfen. Das Kind hat Paradeiser dazugegessen. Heute ist aufgrund besonderer Vorkommnisse das Mittagessen ziemlich komplett entfallen. Der Abend hat, vom Büffet, ein Blätterteigkipferl mit Fleischfülle und eine Portion Grießkoch gebracht.

Die Pasta carbonara war einfach und gehaltvoll: zuerst habe ich die uns geschenkten Kamut-Spiralen in kochendes Salzwasser geworfen und weich kochen lassen.

Parallel dazu habe ich zehn Deka vom Gewürzspeck zerkleinert und ausbrutzeln lassen. (Das ist eine ordentliche Menge; die Pasta ist im Fett richtig geschwommen. Dafür haben wir auf den Parmesan verzichtet.) Die fertigen Spiralen kamen ins Fett, wurden gesalzen und durften sich zwei Minuten im Fett wälzen.

Das war der Zeitpunkt, wo ich zwei Eier drübergeschlagen habe, den Topf vom Herd genommen habe und alles gut durchgemischt habe, damit die Eier stocken konnten. Für mich gabs bei Tisch noch Pfeffer.

5. September

Der heutige Pfirsichschmarrn mit Preiselbeeren ist nicht ganz so geworden, wie ich dachte. Geschmeckt hat er uns trotzdem.

Weil ich nämlich eigentlich die Pfirsiche karamellisieren wollte. Aber ich war zu ungeduldig ... der Reihe nach. Ich habe in der handgeschmiedeten Eisenpfanne drei Deka Butter erhitzt und ungefähr genauso viel Kristallzucker dazugegeben. Das habe ich gemeinsam erhitzt und dann die Pfirsiche (geschält und in Spalten geschnitten) zugegeben. Das war der Fehler, denn eigentlich hätte der Karamell mit irgendeiner Flüssigkeit abgelöscht werden sollen, die dann hätte verkocht werden sollen.

Na egal. Ich jedenfalls habe die Pfirsiche (weißfleischige herbe übrigens, aus eigener Ernte) kurz mitgebraten und dann einen dickflüssigen Teig aus 2 Eiern, einem Vierterl Milch, vielleicht 15 Deka Mehl und einer Prise Salz drübergegossen.

Der hat einige Minuten gebacken. Dann hab ich ihn Stück für Stück umgedreht, ein bisserl zerzupft und fertig backen lassen. Dazu habe ich einen Rest Preiselbeerkompott gereicht. Und natürlich Staubzucker drüber.

6. und 7. September

Gestern bei der Lieblingsveranstaltung des Kindes haben wir uns alles reingestopft, was Gott verboten hat: Schnitzel, Würsterl, Früchtespießerl mit Überzug vom Schokobrunnen, Eis.

Heute habe ich zwei verbilligte Hendlhaxerl erstanden und folgerichtig sofort als mediterranes Henderl mit Erdäpfeln und Paradeisern ins Rohr geschmissen. Das brutzelt jetzt und wird uns hoffentlich bald schmecken.

In eine Auflaufform hab ich ordentlich Olivenöl gegeben und ein bisserl Rosmarin hineingebröselt. Die Hendlhaxerl hab ich gut gewaschen, gesalzen und mit Rosmarin gewürzt. Meines zusätzlich mit Zitronenpfeffer aus Griechenland. Dann noch ein bisserl Öl draufgeträufelt, vier geschälte halbierte gesalzene Erdäpfel dazu und alles bei 155 Grad Ober- und Unterhitze für eine Dreiviertelstunde ins Rohr.

Und dazwischen gach eine Schüssel voll Paradeiser waschen und auf den Tisch stellen.

Und jetzt geh ich das Kind noch gach fragen, ob es vielleicht auch Reis möchte. Weil heute der erste Schultag ist.

8. September

Die Strategie für heute ist: ununterbrochen etwas tun, damit ich nicht einschlafe. Nach einer schlechten Nacht ist das der einzige Weg, um nicht zwischendurch einzubüseln und damit vollends aus dem Rhythmus zu kommen.

Also kühlt gerade der Zwetschkenkuchen ab. Aber nicht mein Standard-Rezept, sondern der Schlagoberskuchen mit Zwetschkenhälften belegt. Das Rezept? 1/4 Liter Obers sehr fest schlagen, 30 Deka Zucker einschlagen, einzeln 4 Eier einschlagen, zum Schluss 30 Deka Mehl mit 1/2 Packerl Backpulver unterheben. Teig in eine befettete bemehlte Form geben und bei 160 Grad Ober- und Unterhitze goldgelb backen.

Den Rest der Zwetschken habe ich eingefroren bzw. für die nächste Partie Saft zerteilt. Und ein paar zum essen aufgehoben.

Gerade köchelt eine Portion Basmatireis vor sich hin. Daneben schmurgelt ein Linsencurry mit Huhn, und dreimal dürft ihr raten, woher das Huhn kommt. Gewonnen: es ist von gestern übrig geblieben.

Also habe ich vom Bratensatz das Öl genommen, ein bisserl Rosmarin dazugebröselt, Curry oriental zugegeben, eine getrocknete Knoblauchzehe und ein zerschnittenes Zwiebelhapperl und hab alles angebraten. Derweil hab ich ein Stück Zucchini gewürfelt und dazugegeben, weitergebraten. Jetzt kam eine Handvoll roter Linsen dazu und leider Salz (ich hab vergessen, dass man Hülsenfrüchte erst nach dem Kochen salzen soll) und ein Vierterl Wasser und oben drauf das Stück vom Hendl. Deckel drauf, Hitze reduziert, schmurgelt. Nach einer Viertelstunde werde ich nochmals gut umrühren und mit einem Schuss Obers verfeinern.

Dass das heute kein Kichererbsencurry wurde, liegt an meiner gestrigen Fehlleistung. Da hab ich nämlich statt der Kichern die Sojabohnen erwischt und eingeweicht. Die wollte ich dann heute doch nicht kochen und hab sie zum Keimen hingestellt. Und das einzige, was ohne Einweichen funktioniert, sind halt die roten Linsen. - Ich hab sie erst vorige Woche das erste Mal in meinem Leben gekauft ... so prompt wollte ich sie eigentlich gar nicht ausprobieren. Naja.

Aus dem Rest des Zucchini, zwei angerunzelten Erdäpfeln, ein paar Knoblauchzehen und dem Rest vom Bratensaft werde ich hoffentlich heute noch eine Suppe schaffen, in die dann auch wieder ein bisserl Obers kommt.

Sonst schaff ich, glaub ich, heute nix mehr.

9. September

Das Mittagessen war heute eine Restesammlung. Wobei, für die Linsen-Gemüsesuppe kann man das so nicht sagen, denn das war fast ein Dreiviertelliter, und ich hab alles verputzt. Danach war es ein Weckerl mit grünem Gouda und als Schluss ein ordentliches Stück Zwetschkenkuchen.

Die Suppe hab ich aus einer Handvoll vom gestrigen Linsencurry gebastelt, zu dem ich den Bratensatz vom vorgestrigen Hendl gegeben habe sowie einen gewürfelten Zucchini und zwei kleine geschälte rohe gewürfelte Erdäpfel.

Das hab ich alles aufgekocht, köcheln lassen, püriert - und ich musste die Suppe mit gar nix mehr verfeinern, die hat einfach gut geschmeckt.

10. September

Den übrig gebliebenen Reis von vorgestern habe ich heute gewinnbringend zur Beilage von meinen gebratenen Melanzani umgewidmet. Als Nachtisch musste ich ein Zwetschkenkompott essen, das schon viel zu lange im Kühlschrank stand.

Für das Gemüse habe ich reichlich, wirklich reichlich Olivenöl erhitzt und darin zuerst drei geschnittene Knoblauchzehen gebraten und dann ungefähr zwei kleine Melanzani, eher klein gewürfelt. Zuerst bei großer Hitze scharf anbraten und mit der Backschaufel immer wieder vom Pfannenboden lösen (also genau genommen natürlich von der oberen Seite des Pfannenbodens), dann ordentlich salzen und unter gelegentlichem Rühren weiterbraten, bis die Melanzani batzweich sind.

Den Reis mit einem Schuss Wasser und einem Stück Butter versehen auf der Herdplatte sanft wärmen.

Und schon könnt ihr es gebratene Melanzani mit Basmatireis nennen.

Aber weil ich heute überhaupt aktiv mit Kühl- und Gefrierschrank zugange war, habe ich auch noch eine Zucchinicremesuppe vorbereitet, die mir entweder heute Abend oder morgen mittags gut schmecken wird.

11. September

Weil ich grad eine Arbeit habe, vor der ich mich gerne drücken möchte, erzähle ich euch ein bisserl länger, wie das heutige Mittagessen war. Spät war es, vor allem, weil ich draufgekommen bin, dass ich die Haselnüsse völlig vergessen hatte und dringend heute Vormittag Haselnüsse klauben gehen musste. Und mich dann verzettelt habe, weil das echt eine Hackn ist, das Klauben.

Davor war ich am Markt meines Vertrauens - wo ich beim Mistplatz ein encounter der besonderen Art hatte, aber davon mehr im Augustin -, um Hühnerleber einzukaufen. Frische, nicht abgepackte, dunkelrote Hühnerleber. Ein Viertelkilo erstand ich für mich, 20 Deka hätten auch genügt. Jedenfalls verkaufen die dort auch Hendlknochen. Eigentlich zum Kochen als Tierfutter (nur das Fleisch, eh klar), aber ich hab so ein Kilo-Sackerl um einen Euro genommen, zu Hause portioniert und eingefroren für die kommenden Hühnersuppen.

Nach dem Haselnüsse-Klauben großer Hunger, also statt der Erdäpfel lieber Couscous mit der Hühnerleber nach Art der Sparköchin kombiniert. Couscous mit Salz in die Schüssel, mit kochendem Wasser aufgießen, ziehen lassen.

Derweil das beschichtete Reinderl aufheizen, einen Löffel Schmalz hineingeben und ein eher grob zerschnittenes Zwiebelhapperl dazu. Anbraten und die gewaschene, möglichst trockene Leber dazugeben - ihr könnt sie zerteilen, ich hab sie ganz gelassen -, zwei Minuten scharf anbraten. Weil das Kind nicht mitisst, durfte es ein ordentlicher Schuss Madeira zum Ablöschen sein. Wenn der Alkohol nicht, wie immer behauptet wird, beim Kochen verdampft, wird das ein interessanter Nachmittag werden.

Das war jedenfalls der Moment, um zu salzen, reichlich zu pfeffern, ein paar Rosmarinnadeln drüberzustreuen und ein kleines Schüsserl mit gekochten Birnenstücken zuzugeben. Weil es sich um Fallobst gehandelt hat, sind die Birnen beim Kochen nicht wirklich weich geworden. Außerdem hatten sie im Kühlschrank schon Überzeit, also hab ich eben statt der Äpfel heute Birnen verwendet. Und wisst ihr, was? Die Leber schmeckt mir mit Birnen noch besser.

Weiters im Kühlschrank fand sich eine Handvoll gemischter Paradeiser, die ich schnell los werden wollte, nachdem ich gestern eh schon wieder drei Kilo frische in die Küche gebracht hatte. Die kleinen hab ich ganz lassen, den größeren zerteilt, und alle zur Leber ins Reinderl gegeben.

In der Zwischenzeit hat sich ein veritables Safterl gebildet, das wurde durch die Paradeiser durchaus nur besser. Ich hab alles noch zwei weitere Minuten schmurgeln lassen und dann verputzt. Alles, komplett. Weils so gut geschmeckt hat.

Die Leber hatte genau die richtige Kombination von außen dunkel gebräunt und innen rosa, so dass sie auf der Zunge zerging.

Als Nachspeise habe ich mir dann noch einen Rest vom Zwetschkenkompott mit einem Schuss Obers gegönnt. Und jetzt ist der Bauch leider viel zu voll fürs Arbeiten. Ähem. 

12. September

Die gestern beschriebene Zucchinicremesuppe hat das Kind nur deshalb anstandslos gegessen, weil danach Palatschinken mit Marillenmarmelade folgten. In Schmalz herausgebacken, sonst wie üblich.

13. September

Am heutigen, eher unvorhergesehenen, Erlebnistag haben wir uns wieder einmal mit allerhand Zeugs vollgestopft.

Am Vormittag habe ich das Frühstück verschoben und zum Brunch umdeklariert. Da habe ich ein kleines Wannderl Pferdeleberkäse, vom Schuller erworben, im Backrohr frisch aufgebacken und mit selbstgemachtem Curry-Ketchup und Gebäck serviert.

Nachmittags dann Saft, Sturm (hicks!), Parmesanstangerl und eine Riesenportion Eis mit Wafferln.

Dafür entfällt heute sämtliches reguläre Essen.

Mal was anderes.

14. September

Von der Suppe war noch eine Portion da, den Leberkäse haben wir auch nicht aufgegessen, Paradeiser und Ketchup sind reichlich da - na, war schon gekocht.

Werden sehen, ob ich mich morgen wieder an den Herd stellen werde.

15. September

Auch Krautfleckerl können ein Trostessen sein. Und weil es schnell gehen musste, war ich froh, dass ich einfach in den Gefrierschrank greifen konnte - naja, so einfach war es nicht, weil ich eigentlich auf der Suche nach einem Becher mit Sauce Bolognese war. Den hab ich nicht gefunden, aber eben das fertige Krautfleckerl-Kraut. Nicht vegetarisch, weil mit reichlich Schmalz gemacht.

Mit einem Schuss Wasser ins Reinderl und langsam aufgewärmt. Derweil in Salzwasser einen Rest von Teigwaren gekocht - völlig unoriginal waren es Spiralen - und beides vermischt.

Köstlich. Nachher ein Stück vom Bio-Vollkorn-Mohnstrudel vom Waldherr, der mir so überhaupt nicht geschmeckt hat, dass ich ihn dem Kind erst gar nicht anbieten werde.