Der Sparküche-Blog.

Werbung

Gratis bloggen bei
myblog.de

Archiv

29. Mai bis 3. Juni

Grad tut sich nicht viel in der Sparküche. Sparköchinküche. Wurscht. Übers Wochenende waren wir in der Steiermark beim Hoffest von Labonca. Das ist der Sonnenschwein-Weideschlachter, von dem ich den größeren Teil des Schweinefleischs herkriege. Ein gelungenes Fest, mit Besichtigung der Weiden und des Schlachthauses, und natürlich einem phänomenalen Schweinsbraten mit Mostkraut und Erdäpfelknödeln. Zwischendurch zweimal Backhendlsalat mit Kernöl.

Gestern und heute war ich über Mittag (ich Blödmann, muss ich schon sagen - die Hitze ist einigermaßen ungesund) im Selbsterntebeet Unkraut zupfen und hab von gefülltem Weckerl und Döner gelebt.

Morgen werde ich mittags griechisch essen gehen, da freue ich mich schon sehr drauf. Und am Donnerstag-Feiertag werde ich wieder kochen. Zumindest hab ich mir das fest vorgenommen.

Bleibt mir gewogen!

2.6.15 16:55, kommentieren

4. Juni

Das einzige, was ich am Herd derzeit mache: ich staube ihn ab.

Wobei, so schlimm ist es nicht. Immerhin habe ich heute dringend die Milch weiterbringen müssen und der Grieß ist auch schon länger abgelaufen. Also hab ich gach einen Grießkoch mit Zimt und Kardamom und mit ohne Schokolade gemacht. Den hab ich, wie sonst Pudding,  in kalt ausgespülte Formen portioniert, den werden wir als Grießpudding essen.

Außerdem hab ich Hollerblütensaft gemacht. Vorgestern einige Blütendolden mit Zitronensäure und einer scheiblierten Zitrone in ein großes Glas gegeben, mit kaltem Wasser aufgegossen, ein Tuch mit Gummiringerl drübergespannt und eineinhalb Tage in der großzügig scheinenden Sonne stehen lassen. Heute den Saft gleich durchs Tuch abgeseiht, ordentlich Zucker zugesetzt und zum Sieden gebracht. In Schraubflaschen randvoll eingefüllt und gleich verschlossen.

Mittags haben wir Spießerl gegessen, allerdings waren wir drauf eingeladen. Die sind jetzt aber auch keine Hexerei. Fleisch, Würsterl, Speck, bei Bedarf Gemüsestücke oder Grillkäse und vielleicht Pfefferoni aufspießen, salzen und in der Pfanne in Öl beidseitig braten. Dazu Braterdäpfel, Senf, Ketchup, Chutney und gehackter Zwiebel. Für die Feinspitze Sauce Tartar.

Kann man nix sagen, war eine gelungene Feiertagsverköstigung!

4.6.15 18:58, kommentieren

5. bis 9. Juni

Das schreibe ich nur, damit ihr nicht glaubt, wir verhungern ... und nur ganz kurz, weil grad keine Zeit ist, leider.

Am Freitag werde ich sicher was gekocht haben. Am Samstag habe ich ganz sicher was gekocht, und zwar rein kohlenhydrat-orientiert. Das Kind war nachmittags zu einer Geburtstagsparty eingeladen, und abends waren wir bei einer Grillerei. Also gabs mittags nur Reis mit Paradeissauce und grünen Salat mit Kernöl. - Was ich übrigens mit dem restlichen Salat im Gemüsebeet machen soll, brauch ich mich nicht mehr zu fragen, weil gestern zwei Hendl über den Zaun vom Gehege geflogen sind und das Problem restlos geklärt haben.

Sonntag gab es Resteessen, nämlich die letzten Bratwürsterl von der Grillerei (frisch gebraten natürlich) mit dem Rest vom Reis und mütterlichen grünen Salat mit Kernöl.

Gestern wars dann gleich wieder vorbei mit dem Selberkochen, ich hab mir in der Pizzeria eine Portion Pizzabrot mit Knoblauchbrot und danach ein kleines Eis gegönnt. Mit Schlag.

Heute werden wir wieder Pizza essen gehen, aber anders geht es leider nicht. Für den Abend habe ich mir gebratenen Gemüsereis mit Ei vorgenommen, aber derzeit ist es wirklich grad schlecht für Prognosen.

9.6.15 11:06, kommentieren

10. und 11. Juni

Heute waren es ausflugsbedingt nur Wurstsemmerln, aber wenigstens gestern habe ich ein bisserl gekocht, nämlich einen Risotto mit Grossauers Saiblings-Pesto.

Dafür habe ich wie üblich im beschichteten Reinderl den Rundkornreis trocken angeröstet und mit heißem Wasser aufgegossen, gesalzen und zugedeckt cremig dünsten lassen. Am Schluss habe ich nur, weil ich Ks Geschmack zuwenig kannte, ein Stück Butter eingerührt.

Das Pesto und geriebenen Parmesan haben wir uns bei Tisch druntergemischt, und dazu gabs außerdem Radieschen und Basilikum.

Als Nachtisch servierte ich marinierte Zuckermelone, die erstaunlich gut war: am Vortag hatte ich Kugerl ausgestochen - manchmal hab ich so einen Vogel - und den Saft und ein paar Schalenstücke einer Zitrone untergemischt. Die Kugerl samt Saft (aber ohne Schale, eh klar) habe ich heute auf zwei Schüsserl verteilt und mit einem Schuss Cherry Brandy übergossen.

Hui!

12.6.15 18:45, kommentieren

12. Juni

Heute musste es wieder schnell gehen, aber wenigstens Gemüse-Spiegeleier mit Couscous sind es geworden.

Hierfür habe ich  zuerst eine Portion Couscous gesalzen und mit kochendem Wasser aufgegossen. Während der vor sich hin quoll, habe ich im kleinen Pfanderl einen Löffel Schmalz erhitzt und drin die schon ziemlich vertrockneten Spargelspitzen von letzter Woche angebraten sowie die letzten zwei vorhandenen Radieschen.

Das habe ich dann gesalzen und mit etwas Osmanischer Gewürzmischung bestreut. Jetzt kam der Moment, wo ich die beiden Eier draufklatschte und braten ließ.

Herrlich.
Das Stück Schokotorte als Nachspeise war auch nicht zu verachten.

12.6.15 18:45, kommentieren

13. Juni

Was ich gerne wissen würde: wie kriegt die Milch im Kühlschrank mit, dass wir draußen eine Hitzewelle haben und wird spontan schon vorm Verfallsdatum schlecht?

Also noch nicht wirklich schlecht, aber sie hat schon zarte Flankerl gemacht. Nix mehr für den kindlichen Morgenkakao (da bin ich auf Bananenmilch ausgewichen, da musste ich die Milch nicht erhitzen), aber fürs Kochen durchaus noch fit.

Außerdem hat mir das Leben zwei Birnen und ein paar altbackene Semmeln beschert. Letztere hab ich in Scheiben geschnitten und getrocknet. Eier gibts zum Glück eh laufend von den eigenen Hendln. (Hab ich euch schon ans Herz gelegt, Hendln zu halten, wo immer es geht? Und es geht fast immer!)

Brauchte ich nicht lang zu überlegen, um zu wissen, dass ich nach der Gemüsesuppe mit Sternderln einen ordentlichen Scheiterhaufen fabrizieren würde.

Hab das letzte Vierterl Milch mit zwei Eiern verquirlt und eine ofenfeste Form mit Butter ausgeschmiert. Dann die Birnen geschält und in dünne Spalten geschnitten. Dann die Semmelscheiben in die Eiermilch getunkt, vollsaufen lassen (die Semmeln, nicht mich) und den Boden der Form damit ausgelegt. Dann eine Schicht Birnen drauf und ein bisserl Zucker. Dann wieder Semmelscheiben, wieder Birnen mit Zucker und noch einmal Semmelscheiben.

Zum Schluss alles ein bisserl andrücken und die restliche Eiermilch sanft drüberleeren. Wer will, gibt Butterflocken oben drauf. Ich wollte nicht. Bei 190 - 200 Grad Ober- und Unterhitze für eine Dreiviertelstunde ins Rohr. Bei Tisch eventuell mit Himbeersirup beträufeln. (Dann allerdings beim Obst keinen Zucker nehmen, sonst wirds eine Süß-Orgie.)

Die Suppe war heute relativ plain. Es waren ja noch die inzwischen ziemlich vertrockneten Spargelstengel da. Die hab ich zerschnitten und mit drei getrockneten Knoblauchzehen, einem Lorbeerblatt und hinreichend Salz in Wasser gekocht. Außerdem hab ich eine große Karotte hineingewürfelt. Nach einer knappen halben Stunde habe ich eine Handvoll Sternderl dazugegeben. Dann sind mir die blanchierten Erbsen eingefallen und ich hab sie auch tatsächlich gach im Tiefkühler gefunden und eine Handvoll dazugeschmissen.

Das hat dann noch ein paar Minuten geköchelt und dann wars gut.  Vor dem Verzehr die Spargeln und das Lorbeerblatt rausnehmen hilft den Haussegen gerade zu halten.

13.6.15 13:08, kommentieren

14. Juni

Zu einer Grillerei eingeladen zu sein ist immer was Nettes. Der Ablauf ist eh jedes Mal gleich: zuerst die größeren Fleischstücke (Schopfbraten, Bauchfleisch, im Extremfall Steaks), dann Hendlhaxerl, zum Schluss Würsterl. Die Erdäpfel legen wir nicht mehr in die Glut. Dauert urlang, bis sie durch sind, und schmecken trotzdem nicht besonders. Wir haben sie im Backrohr gemacht, auf meine Art: Erdäpfel in Spalten schneiden, in einer Auflaufform salzen und mit Öl beträufeln, gut durchmischen, bei 190 Grad eine halbe bis dreiviertel Stunde backen lassen. Wenn ich mich beherrsche und auf die Zugabe von Kräutern verzichte, isst sogar das Kind mit.

Das einzige, was diesmal neu war, waren die Bananen, die gegen Ende samt Schale auf den Griller kamen. Und dort so eine Viertelstunde bis 20 Minuten blieben. Dann den oberen Teil der Schale entfernen und die weiche Banane auslöffeln. Vielleicht mit Karamellsauce, Honig oder flüssigem Obers verfeinern.

Außerdem gibt es gerade eine temporäre Neuerung im Hause der Sparköchin. Nämlich einen Gast, der mitessen wird. Das heißt, ich werde mich in den nächsten Wochen ein bisserl zusammenreißen müssen. Heute hab ich als Abendessen die Sternderl-Suppe mit nachher einem Erdäpfel-Fisolen-Gröstl und Erdbeeren auf den Tisch gebracht. Aber ab Morgen gehts los.

Begonnen hat die Arbeit schon heute. Weil der Fischer in der Familie einen Karpfen geangelt hat. Und weil die Sparköchin nicht gut nose-to-tail-Kochen predigen und dann nur Filetstücke essen kann, hat sie die Reste vom Fisch mitgenommen und eine Karpfensuppe daraus gekocht.

Dazu habe ich die Teile (Rückgrat, Schwanz, Kopf) gewaschen und in Salzwasser eine Dreiviertelstunde lang gesiedet. Natürlich kam noch einiges dazu, nämlich zwei Knoblauchzehen, ein Lorbeerblatt, ein Stammerl Liebstöckl und eine ganze Tasse Suppengemüse, zugeputzt und gerichtet.

Das war der einfachere Teil der Übung. Nach dem Kochen nämlich bin ich dann noch eine gute halbe Stunde gestanden und habe das Fleisch möglichst grätenfrei von der Karkasse gelöst. Natürlich hab ich es einfach: sobald mein Interesse an der Anatomie des Cyprinus carpio nachlässt und einem flauen Gefühl in der Magengegend weicht, gebe ich mich mit dem bereits Erreichten zufrieden und deklariere die Reste spontan zu Hühnerfutter um. (Was mir mindestens das kleine bronzene Ehrenzeichen der Hühnerschar einbringt.)

Es ist trotzdem eine große Handvoll Karpfenfleisch übriggeblieben, das ich gleich einmal eingefroren habe. Drei Becher voll Suppe auch. Den Rest der Suppe werden wir in den nächsten Tagen verzwicken, mit dem geschnittenen Gemüse und ein bisserl Fisch als Einlage.

15.6.15 11:27, kommentieren

15. Juni

Also. Überbackene Zucchini werden es heute, vorangehen wird die Karpfensuppe.

Die Kirschparadeiser, die ich am Samstag erstanden hatte, waren nämlich einigermaßen geschmacksneutral. Daher habe ich eine ofenfeste Form mit Öl ausgestrichen und eine Packung Paradeiser hineingeleert. Salz drauf und ein Zucchini, geviertelt. Also: längsgeteilt und beide Hälften aufgeschnitten. Jedenfalls wieder gesalzen (möglicherweise ein bisserl zu viel, ähem), gepfeffert und eine Mischung aus dem Rest Couscous vom Samstag, etwas geriebenem Parmesan, einem Ei, Salz, gehacktem Petersil, etwas Obers und etwas klein geschnittenem Schinken auf dem Zucchini verteilt.

Das kam wie üblich bei 200 Grad Ober- und Unterhitze für eine gute halbe Stunde ins Rohr.

Und werden hoffentlich demnächst schmecken.

15.6.15 18:38, kommentieren

16. Juni

Langsam komme ich kochmäßig wieder in die Gänge. Die Fischsuppe war köstlich, und von den überbackenen Zucchini ist - leider - auch nix übriggeblieben. Interessanterweise haben die komischen Paradeiser in gekochtem Zustand weit besser geschmeckt als roh.
Heute habe ich eine Fisolencremesuppe und hernach mein Kichererbsencurry mit Basmatireis vorbereitet.

Für die Suppe habe ich, no na, Fisolen aus dem Tiefkühler genommen und in Salzwasser gekocht, gemeinsam mit einem klein gewürfelten mehligen Erdapfel. Dann habe ich alles püriert und mit Rahm, Pfeffer und gehackter Dille vollendet.

Den Reis habe ich trocken angeröstet, gesalzen und mit heißem Wasser aufgegossen und wie immer dünsten und dann ausdampfen lassen.

Das Curry ist mir wieder gut gelungen, zum Glück. Zuerst habe ich in einem kleinen Löffel Schmalz einen gehäuften Teelöffel von meinem Curry Oriental, ein Stammerl Rosmarin, ein Lorbeerblatt und drei Knoblauchzehen (zerteilt) angebraten. Ein Stück vom Speckschwarterl hab ich auch dazugegeben.

Nach einigen Minuten kamen zwei kleine Zwiebelhapperl, in Halbringe geschnitten, dazu, und später eine halbe klein geschnittene Karotte. Dann habe ich, eh wie immer, mit einem Glas gekochter Paradeiser aufgegossen und gesalzen. Jetzt war der Zeitpunkt gekommen für einen geraspelten mehligen Erdapfel und ein paar Erbsen. Und die Kichererbsen. Zack - hinein damit. Gut umrühren, kurz köcheln lassen und einen Schuss Obers dazuleeren.

Noch eine Viertelstunde köcheln lassen, und dann konnte ich nicht widerstehen und hab wieder ein paar von den nichtschmeckenden Kirschparadeisern dazugekippt. Ausdampfen lassen, umrühren, essen!

16.6.15 10:12, kommentieren

17. Juni

Der Gast isst willig alles, was ihm kredenzt wird, aber sehr kleine Portionen. Jetzt gibt es zwei Möglichkeiten: der Gast isst wie ein Spatz oder ich bin einfach verfressen. Tendenziell stimmt letzteres.

Heute gabs nochmal die Fisolencremsuppe und danach Pasta mit Mangold-Käse-Sauce.

Die war wieder einfach gestrickt: jeweils eine Portion blanchierter Mangold und blanchierter Bärlauch wurden im Pfanderl aufgetaut, gesalzen, etwas gehackte Petersilie dazugegeben und mit ein paar Schluck Milch aufgegossen. Das hat dann - nicht zugedeckt, damit die Flüssigkeit reduziert wird - einige Zeit geköchelt, und vor dem Servieren habe ich ein paar Löffel geriebenen Parmesan untergerührt.

Und als Abschluss ein Stück von der herrlichen Marzipan-Pistazien-Schokolade vom Pichler in Osttirol.

Ein Menü in grün, sozusagen.

17.6.15 20:45, kommentieren

18. und 19. Juni

Gestern hab ich mit dem Kochen ausgesetzt, und wir haben Reste gegessen.

Für Blätterteigtaschen nach Art des Hauses mit grünem Salat habe ich mich heute entschieden. Ihr wisst ja mittlerweile, was die Art des Hauses ist: alles was da ist und zusammenpasst.

Den Salat habe ich mit Balsamico und Kernöl mariniert.

Den Blätterteig habe ich in drei größere und vier kleinere Streifen geschnitten. (In die kleineren habe ich Marillenmarmelade gefüllt, die gibts morgen zum Frühstück.)

Für die größeren habe ich folgende Fülle gemischt: klein gewürfelten Schinken, geriebenen Parmesan, in feine Streifen geschnittene Spinat- und Radieschenblätter, zwei gehackte Radieschen, ein Ei, Salz und Zitronenpfeffer.

Fülle auf den Blätterteig, die Ränder rundum zusammendrücken, eventuell mit Ei bepinseln, bei 160 - 180 Grad Heißluft ins Rohr und hellbraun backen.

23.6.15 09:04, kommentieren

20. Juni

Sehr stolz bin ich auf mich. Weil ich heute für uns vier (mehr werden es aber jetzt nimmer!) zuerst eine Rindsuppe mit Grießnockerl und dann Zwetschkenknödel mit Butterbröseln zu Tisch brachte. - Und einen Mohnkuchen hab ich auch gebacken.

Für die Suppe hab ich aus dem mittlerweile gar nimmer so vollen Tiefkühler ein Stück Beinfleisch und die letzte Packung Suppengemüse gekramt und mit Salzwasser zum Kochen gebracht. Außerdem kamen einige Knoblauchzehen und ein Lorbeerblatt hinein. Danach brauchte ich mich um diesen Topf nimmer kümmern, der köchelte leise vor sich hin. (Also die Suppe, nicht der Topf.)

Dann fabrizierte ich den Topfenteig für die Knödel: wie immer 25 Deka Topfen, 13 Deka Mehl, 6 Deka Butter, eine Handvoll Grieß, ein Ei und eine Prise Salz. Gut verkneten und eine Stunde im Kühlschrank rasten lassen.

Der nächste Schritt war, für den Kuchen 15 Deka geriebenen Mohn in 3/8 Liter Milch einzuweichen, ein Packerl Vanillezucker und etwas geriebene Zitronenschale zuzufügen und oben 15 Deka Zucker draufzuleeren. Und gleich auch noch 15 Deka Mehl abzuwiegen und mit einem 3/4 Packerl Backpulver zu mischen. Für nachher.

Jetzt die Grießnockerl: 5 Deka weiche Butter mit 6 Deka Grieß (ich nehm immer ein bisserl mehr) und einem Ei sowie 1/2 Teelöffel Salz gut vermengen und einige Zeit rasten lassen.

Als nächstes habe ich die Backform mit Butter ausgeschmiert und mit Mehl ausgestaubt. Dann hab ich das Mehl langsam zur Mohnmasse  gegeben und gut verrührt. Zack, in die Backform mit dem Teig und bei 160 Grad Ober- und Unterhitze so vielleicht 40 Minuten backen lassen.

Zwischendurch nach der Suppe sehen, ob da eh noch alles im grünen Bereich ist.

Jetzt zwei Teelöffel nehmen und beginnen, die Nockerl zu formen - lasst euch das zeigen, das ist unmöglich zu beschreiben. Und gleichzeitig Salzwasser zum Sieden bringen. - Ins nämlich siedende Wasser kommen die Grießnockerl, werden vom Boden gelöst und zart umgerührt, die dürfen dann wirklich nur sieden, und das aber 20 Minuten lang. Sonst sind sie innen noch hart, und das wollen wir ja wirklich nicht. Eventuell zerteilt nach einer Viertelstunde ein Probenockerl, bevor sie euch zerfallen (was wir ja aber wirklich auch nicht wollen).

Zwischendurch nehmt ihr ein paar Deka Butter und zwei Handvoll Semmelbrösel und röstet das eine im anderen. Wer einen Rest geriebener Nüsse hat, wirft sie einfach dazu.

Während die Nockerl also sieden, nehmt das Obst zur Hand, in meinem Fall die Zwetschken aus dem Tiefkühler, und den Teig. Nehmt euch jeweils einen Batzen Teig auf die Handfläche, drückt ihn flach und wickelt die Zwetschke/Marille/Erdbeere/... drin ein. Gut verschließen, in Mehl wälzen und auf einem Teller zwischenlagern. Wenn alle Knödel gedreht sind, sollten die Nockerl fertig sein und herausgehoben werden können. Dann die Hälfte der Knödel einlegen (es gehen sich ungefähr 15 Stück aus mit dem Teig) und ebenfalls sieden lassen. Wenn sie aufgestiegen sind, noch ein paar Minuten weiterköcheln und dann herausnehmen.

In den Bröseln wälzen und mit reichlich Zucker oder Honig süßen.

Wenn ihr Glück habt, habt ihr den Kuchen nicht vergessen und könnt den auch gleich aus dem Rohr nehmen.

23.6.15 09:04, kommentieren

21. Juni

Schnitzelessen waren wir heute. Allerdings nicht irgendein Schnitzel, sondern eines vom Sonnenschwein von Labonca. Grad, dass wir noch welche ergattert haben.

Die Sache ist nämlich die, dass Norbert Hackl, der von Labonca, Lieferschwierigkeiten hat. Weil viel mehr Menschen gern sein gutes Fleisch essen würden als er Schweine hat. Der Chef vom Zum Wohl, wo wir heute am Schnitzeltag teilnahmen, sagte uns, er könnte locker das Dreißigfache vom Labonca-Fleisch verkaufen.

Und was passiert jetzt? Entweder Norbert Hackl expandiert wie der Wilde und setzt damit die Qualität aufs Spiel - was er hoffentlich nicht tun wird! - oder oder es werden auf Dauer eine Menge Leute unzufrieden sein, wenn sie immer wieder vom Sonnenschwein lesen und nie eines kriegen. Weils ständig ausverkauft ist.

Die andere Möglichkeit ist, dass mehr von den Fleischproduzenten (grauslicher Begriff, eigentlich) draufkommen, dass die Nachfrage nach gutem Fleisch von artgerecht gehaltenen und respektvoll geschlachteten Tieren steigt. Und sich dem Labonca-System mit Weidehaltung und Weideschlachthaus anschließen.

Man soll ja die Hoffnung nie aufgeben.

23.6.15 09:04, kommentieren