Der Sparküche-Blog.

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Frohe Ostern!

Am Ostersonntag habe ich erstmals halbwegs normal gegessen. Wir waren auf Lammschulter mit Erdäpfeln, Reis und Salat eingeladen.

Der Braten ging wie üblich: Fleisch bei starker Hitze in der Pfanne rundum anbraten, salzen und in einen Bräter legen. Dazu wird ein bisserl Wasser angegossen. Hinein kommen auch die geschälten rohen Erdäpfel, zerkleinertes Wurzelgemüse, vielleicht ein paar Schwammerl und ein paar Kräuterzweigerl (Thymian, Oregano, Rosmarin und alles, was sonst noch passt).

Bei 170 Grad im Rohr so lange wie möglich drin lassen (über zwei Stunden am besten), zwischendurch immer wieder mit dem Saft aus dem Bräter begießen.

Zum Reis und zum Salat muss ich eh nix sagen. Außer vielleicht, dass der Reis nach dem Aufkochen auch im Backrohr dünsten kann. Wenn das Reinderl das aushält.

 

Vom Braten hab ich das Scherzerl mitnehmen dürfen, mit ein bisserl Gemüse und ein paar Löffeln vom Safterl. Das Fleisch hab ich heute dünnblättrig geschnitten und im eigenen Safterl kross erwärmt. 

In der Zwischenzeit habe ich zwei Portionen (was sich als zuviel erwiesen hat) Glasnudeln mit kochendem Wasser übergossen und fünf Minuten ziehen lassen.

Und eine Handvoll Vogerlsalat, gestern geschnorrt, hab ich auch geputzt und mit Balsamico und Kernöl mariniert. Also gabs bei uns heute Lammpfanne mit Glasnudeln und Vogerlsalat. (Über die Nachspeise rede ich nicht, brauch ich auch nicht, glaube ich. Osterzeugs halt.)

6.4.15 13:19, kommentieren

7. April

Nach einem Fressanfall gestern abend möchte ich heute wieder vorsichtiger essen und habe  mich für einen Mangoldrisotto mit Bärlauchbutter entschieden. (Das Kind wird keine Freude haben mit dem Mangold und der Abwesenheit von Speck.)

Den Mangold habe ich aufgetaut. Und dann gehts weiter wie üblich: Reis im beschichteten Reinderl trocken anrösten, salzen, mit heißem Wasser ablöschen, Hitze reduzieren, Deckel drauf und eine Viertelstunde schmurgeln lassen. Bei Bedarf heißes Wasser nachgießen.

Die Hitze maximieren, den blanchierten Mangold zugeben, alles einmal aufkochen, dann vom Herd nehmen und ausquellen lassen. Vor dem Servieren eine Scheibe Bärlauchbutter einrühren. Das Kind darf geriebenen Parmesan drüberstreuen.

 

Für die Bärlauchbutter wärs jetzt grad noch Zeit, bevor ihr irrtümlich das eine oder andere Maiglöckchen untermischt. (Wobei meiner Meinung nach die größere Verwechslungsgefahr ja mit dem ebenfalls giftigen Salomonssiegel besteht, aber bitte.)

Blätter waschen, trockenschütteln, fein hacken (oder zumindest in feine Streifen schneiden), mit Salz und weicher Butter gut vermengen. Die Masse auf das Butterpapier geben und vorsichtig eine Rolle formen. Im Kühlschrank fest werden lassen, dann wieder auswickeln und in Scheiben schneiden.

Wer sie nicht gleich verwenden will, friert sie so wie ich ein und nimmt bei Bedarf ein Scheiberl zum Verfeinern von allerhand Speisen.

7.4.15 10:12, kommentieren

8. April

Mittags gab es Gemüsepolenta mit Rahmfisolen, abends gebratene Reste mit Räucherlachs. Schmeckten aber gar nicht schlecht, die Reste!

Gestern hatte ich eine klare Gemüsesuppe gemacht, mit mehrheitlich Karotten und ein bisserl Mangold. (Großes kindseitiges Gemotze über diese Suppe, übrigens. Obwohl wir einen Rest der Glasnudeln als Einlage hatten.) Den Rest davon habe ich heute erhitzt, nochmals gut gesalzen und damit die Polenta gemacht: Maisgrieß in die kochende Suppe einrieseln lassen, Hitze reduzieren, gut umrühren, nach einigen Minuten Herd abdrehen, Deckel aufs Reinderl und Polenta langsam ausquellen lassen.

In der Zwischenzeit habe ich die aufgetauten blanchierten Fisolen in wenig Salzwasser erhitzt, den Rahm glattgerührt, gehackte Dille dazugegeben, zwei Löffel vom Fisolenwasser zum Rahm gerührt und den Rahm dann in die Fisolen gemischt. Wichtig: nicht mehr weiterkochen lassen.

 

So. Am Abend habe ich den Rest einer angefangenen Packung Räucherlachs auf zwei Teller verteilt und jeweils einen Tupfen Mayonnaise daneben plaziert. 

Dann hab ich den Rest vom gestrigen Risotto mit einem Löffel zu Nockerln geformt und diese in heißem Öl beidseitig gebraten. Anschließend habe ich zwei Streifen von der übrigen Polenta auch beidseitig gebraten.

Nachdem ich eine Weile nachgedacht hatte, was dem Kind wohl eher unter die Nase gehen würde, die Risottonockerl oder die Polentastreifen, hab ich mich für Risikostreuung entschieden und beides auf beide Teller aufgeteilt.

Ich hab sehr lachen müssen, innerlich. So ratzfatz und schlecksauber hat das Kind schon länger nicht mehr gegessen. Hätte ich so nicht erwartet, muss ich sagen.

 

8.4.15 17:47, kommentieren

9. April

Ein formidables Kichererbsencurry hab ich mir heute gemacht. Gestern schon die Kichern eingeweicht, heute früh gekocht, mittags zubereitet. Als Beilage hab ich den Rest der Polenta von gestern gegessen und danach noch ein kleines Weckerl.

Zuerst hab ich in einem Schuss Öl einen Teelöffel Curry Oriental, ein paar Rosmarin-Nadeln, ein Lorbeerblatt, zwei kleine Knoblauchzehen und ein Stück gewürfelten Ingwer angebraten. Da hinein kamen Salz und ein Löffel Zucker, und dann briet ein klein geschnittenes Zwieberl mit, später eine klein geschnittene Karotte. Zum Schluss kamen einige Fisolen, die von gestern übrig geblieben waren, dazu, die Kichern, ein kleines Glas gekochte Paradeiser und ein Schuss Obers.

Umrühren, Deckel drauf, Hitze reduzieren, eine Viertelstunde schmurgeln lassen. Nochmals umrühren und essen. Köstlich.

9.4.15 19:21, kommentieren

10. bis 12. April

Viel bin ich nicht in der Küche gestanden an diesem Wochenende.

Am Freitag hab ich es noch mit gesundem Essen versucht: Glasnudeln mit Paradeissauce und einem Osterei mittags.

Am Samstag waren wir eingeladen und haben uns Frittatensuppe und hernach ein Schnitzerl mit Beiwerk geteilt. Und Torte, jede Menge Torte.

Und sonntags hat meine Mutter mit einem von mir beigesteuerten geselchten Osterfischerl von Labonca (www.labonca.at) gekocht. Eine Art geselchter Wellington mit gemischtem Salat.

Fischerl nennen sie in der Steiermark das, was bei uns als Lungenbraten bekannt ist. Die deutschen Nachbarn verstehen beides nicht, weils bei ihnen Schweinefilet heißt.

Dieses jedenfalls wurde geselcht. Meine Mutter hat einen Teig aus jeweils 25 Deka Butter, Topfen und Mehl mit einer Prise Salz bereitet, darauf eine Hühnerfarce gestrichen (püriertes Hühnerfleisch mit Obers) und hierauf den rundum angebratenen, abgekühlten Lungenbraten gelegt, alles eingerollt und gut verpackt.

Danach wurde der Wecken mit versprudeltem Ei bestrichen und kam bei 200 Grad für eine gute halbe Stunde ins Rohr. Da blieb genug Zeit, um Vogerlsalat zu pflücken und Paradeiser und Radieschen zu scheiblieren und Happerlsalat zu putzen.

(In den Rest vom Ei wurde in passender Menge Mehl eingerührt und so ein Nockerlteig fabriziert, und diese Nockerl wurden als Einlage in der Zucchinidremesuppe gekocht.)

12.4.15 22:00, kommentieren

13. und 14. April

Gestern habe ich mich einfach ernährt: Weckerl und Kühlschrankreste. Heute habe ich wenigstens abends gekocht, nämlich einen kinderfreundlichen Gemüserisotto mit Fisch.

Weil ich nämlich, mehr oder weniger irrtümlich, die Dose mit den Resten vom Weihnachtskarpfen aufgetaut hatte. Der muss weg, der Fisch.

Also Rundkornreis trocken angeröstet, den Rest vom tibetischen Gewürzsalz dazugekippt, mit heißem Wasser aufgegossen, Hitze reduziert, Deckel drauf, schmurgeln lassen.

Inzwischen dem Tiefkühler zwei Handvoll Erbsen und eine Handvoll Fisolen sowie ein Scheiberl Bärlauchbutter entrissen. Nach 10 Minuten das Gemüse dazugeschmissen, weiterköcheln lassen. Am Ende die Bärlauchbutter und zwei Löffel Karpfenzerzupftes draufgelegt, vom Herd genommen und noch einige Minuten ziehen lassen.

Bei Tisch den Fisch auf den Teller, die Bärlauchbutter in den Risotto gerührt, auch auf den Teller und, no na, ordentlich Parmesan drauf.

Wurde restlos aufgegessen.

15.4.15 14:32, kommentieren

15. April

Kurzer Blick in den Kühlschrank, und schon war gekocht. Die Reste vom Karpfen müssen weg. Detto der Rest vom Obers. Im Garten  sind 4 Stangerl Grünspargel soweit. Na dann.

Salzwasser zum Kochen bringen, Spargelstücke bissfest kochen (eh nur drei Minuten). Im selben Wasser den Rest der Teigwaren kochen. (Danach im selben Wasser die Schalen vom Spargel auskochen, für die morgige Suppe.)

Im beschichteten Reinderl den Rest Obers erhitzen, salzen. Die Karpfenstückerl zugeben, miterhitzen. Den Spargel drauflegen, vom Herd nehmen, Deckel drauf, Spargel einige Minuten mitziehen lassen.

Fertig ist die Pasta in Karpfen-Spargel-Oberssauce.

 

15.4.15 18:41, kommentieren

16. April

Mehr als eine madeirensische Brotsuppe ist es heute nicht geworden. Und die war sehr einfach gezaubert:

Eine alte trockene Semmel samt einem Scheiberl Bärlauchbutter in einen Suppenteller geben. Die Spargelsuppe von gestern nachsalzen und zum Kochen bringen. In den Suppenteller gießen. Warten, bis die Temperatur wieder passt und die Semmel aufgeweicht ist.

Verzehren.

16.4.15 12:25, kommentieren

17. April

Eigentlich wollte ich heute mittags Würsterl essen und hab die neulich gekaufte zweite Packung Rostbratwürsterl (6 Stück) aus dem Tiefkühler genommen. Dann hab ich mich umentschieden und doch lieber Speckfisolen mit Hirse gegessen. Aber ich bin mir sicher, dass die Würsterl (mit Hirse und Erbsen) am Abend gut wegkommen werden.

Also hab ich zwei Portionen Hirse im Salzwasser erst köcheln, dann quellen lassen. Letztens hab ich im Sonderangebot irgendsoeine spezielle Hirse gekauft, ganz kleine Körner, fast wie Couscous. Schmeckt aber gut, und vor allem ist sie schneller gekocht und wird irgendwie weicher als die normale. (Trotzdem ist der Preis, besonders der Normalpreis, schon enorm.)

Parallel dazu hab ich im beschichteten Reinderl einen Esslöffel Schmalz erhitzt und 3 Deka vom neuen Selchspeck von Labonca, in feinen Streifen, angebraten. Zack, eine Portion bunter Fisolen direkt aus dem Tiefkühler ins Reinderl (zisch!) und erhitzt. Gesalzen und mit tüchtig Osmanischer Gewürzmischung bestreut, hui, war scharf. Aber sehr würzig.

 

17.4.15 18:55, kommentieren

18. April

Gestern ist das sehnlich erwartete Paket von Labonca angekommen. Natürlich habe ich aus drei Fleischknochen gleich ein köstliches Fleischsupperl mit Hirse-Käse-Knöderl gemacht. Danach gabs nach längerer Zeit auf dringlichen Wunsch des Kindes wieder einmal Marmeladepalatschinken. Aber die muss ich euch eh nicht näher erklären.

Für die Suppe habe ich die Fleischknochen kalt abgewaschen und in den Topf gegeben. Dann kam Salz dazu, ein Lorbeerblatt, ein paar Rosmarinnadeln und ein paar Liebstöckelblätter aus dem Garten, ganz frisch.

Und dann noch ein ganzes geschältes Zwiebelhapperl, eine riesige Karotte, eine kleine weiße Karotte,  vier Knoblauchzehen (schon etwas vertrocknet, aber in der Suppe macht das gar nix) und eine Handvoll geschnittene Selleriestängel.

Dann wurde alles mit kaltem Wasser aufgegossen und für zweieinhalb Stunden am Herd geköchelt. Zum Mittagessen schöpften wir uns Suppe ab, und dann schüttete ich das Kochwasser von den Knöderln dazu. Und die Suppe köchelte noch ein weiteres Stünderl.

Die Knöderln also. Die machte ich ja nur, weil noch eine Portion gekochter Hirse da war. Und Eier gibts grad zuhauf, also schlug ich eines drüber. Dann salzte ich und verrührte alles. Die Masse war mir aber viel zu locker, also staubte ich den Rest Mehl drüber, der noch im Packerl war, und verrührte wieder gut. Dann fiel mir glücklicherweise ein, dass im Kühlschrank noch ein Rest geriebener Parmesan herumlungerte. Der kam auch noch dazu. Und weil mir die Farbe zu eintönig gelb war, kratzte ich einen Esslöffel Fenchelgrün aus dem Becherl im Tiefkühler und rührte es in die Masse.

Jetzt wars eine typische Knödelteig-Geschichte (allerdings wurden die Knödel dann auch nicht flaumig, sondern fest - aber das stört uns nicht so).

Der Rest war easy. Mit nassen Händen mozartkugelgroße Knöderl formen und in Salzwasser ca. 10 - 12 Minuten sanft ziehen lassen.

Wenn die Suppe abgekühlt ist, werde ich einen Teil des Fetts von der Suppe abschöpfen, die Knochen herausnehmen und das Fleisch runterputzen und entweder in die Suppe fitzeln oder für das montägliche Mittagessen aufheben. Irgendwas wird mir schon einfallen ...

18.4.15 13:36, kommentieren

19. April

Für N, die heute zu Gast war, ohne Fleisch und ohne Gluten zu kochen, erfordert zumindest kurzes Nachdenken darüber, was geht und was nicht. Wobei, die gestrigen Suppen-Knöderl (heute in einer Erdäpfelcreme-Suppe) hat sie trotzdem verkostet. Nachher gabs dann Gemüsereis mit Spargel-Spiegeleiern. Ist sehr gut angenommen worden.

Unter tätiger Mithilfe des Kindes wurden vier Erdäpfel klein gewürfelt und gemeinsam mit 2 Knoblauchzehen, den Spargelabschnitten, einem Lorbeerblatt und ein paar Rosmarinnadeln in Salzwasser weich gekocht. Danach das übliche Prozedere: Blatt und Stengel entfernen, den Rest pürieren und mit Obers verfeinern.

Für den Gemüsereis hab ich in hinreichend Öl im beschichteten Reinderl zuerst zwei geschnittene Zwiebelhapperl und drei ebensolche Karotten angebraten, tüchtig gesalzen, knapp 40 Deka Basmatireis zugegeben und ein paar Minuten geröstet und sodann mit heißem Wasser aufgegossen. Jetzt kamen geschnittene Selleriestengel und zwei Handvoll Erbsen, beides aus dem Tiefkühler, dazu, Deckel drauf, Hitze reduziert, 25 Minuten köcheln bzw. quellen lassen.

Als die Gäste da waren (die Freundin des Kindes war auch da), hab ich in der Handgeschmiedeten ein paar Esslöffel Öl erhitzt (sehr zum Leidwesen meines Kindes ohne Speckerl, siehe oben) und die ganz jungen Spargelstücke kurz gebraten, danach fünf Eier drübergeschlagen. Bei einem platzte der Dotter, aber die anderen blieben ganz. Das Eiweiß habe ich verrührt, damits schneller geht. 

Während wir die Suppe aßen, stockten die Eier noch etwas. Zur Hauptspeise hatte ich noch eine Kostprobe vom Rettich in Balsamico, und mit der Reismenge habe ich mich gröber verschätzt, da werden wir noch öfter essen müssen davon. 

Im Notfall irgendwann dann die Hendln. 

19.4.15 16:34, kommentieren

20. und 21. April

Ich habs vorausgesehen. Gemüsereis wohin ich schau. Obwohl, gestern hatten wir ihn nur als Abendessen, weil ich mir mittags eine gebratene Blunzen mit Senf, Kren und Brot reingepfiffen hab.

Heute habe ich ihn auch nur geringfügig variiert: Das Fleisch aus der Suppe vom Samstag habe ich klein geschnitten und untergehoben. Dazu gabs einen Rest vom Rote-Rüben-Salat mit drei Bärlauch-Blüten.

Und vorher die letzten Hirse-Käse-Knöderl in der Suppe. Nachher dann den Rest vom Zitronenkuchen der letzten Woche, den ich heute zufällig im Backrohr entdeckte, ähem.

21.4.15 11:43, kommentieren

22. April

Reste, Reste, Reste, sonst nix. Zuerst den Rest der Fleischsuppe, allerdings ohne Einlage (zu faul).

Dann hab ich mir, weil es gerade einen veritablen Überschuss an frischem Rosmarin gibt, zwei Erdäpfel gekocht und Rosmarin-Erdäpfel daraus gebraten. (Mit dem Rest vom Öl in der Pfanne geht sich vermutlich morgen noch ein Spiegelei aus. Oder zwei.)

Der Rest Milch war auch schon längst überfällig und gerade noch trinkbar. Da traf es sich gut, dass im Kühlschrank auch noch eine Banane herumgammelte. Und schon war die Bananenmilch fertig.

Morgen muss es wieder gemüsiger werden ...

23.4.15 09:17, kommentieren