Der Sparküche-Blog.

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1. März

So. Genug der Kocherei, wir haben uns einladen lassen. Auf Frittatensuppe und Spießerl mit Erdäpfeln und Beiwerk.

Die Spießerl keine Hexerei: auf möglichst lange, ähem, Spieße wurden Würsterl, Wurst, Speck, Schweine- und Hendlfleisch sowie Hühnerleber, Pfefferoni und Banane gesteckt - jedeR hat da seine Lieblingskombination -, gesalzen und in einer Pfanne mit wenig Öl beidseitig gebraten.

Dazu gabe es gekochte, geschälte, längs geviertelte, gesalzene und in wenig Öl gebratene Erdäpfel. Außerdem standen noch gehackter Zwiebel, Senf, Ketchup und Chutney auf dem Tisch.

Oh, war es köstlich. Eine der seltenen Gelegenheiten, wo beim Essen andächtige Stille herrschte.

Den Rest der Banane haben wir ebenfalls in der Pfanne gebraten und lauwarm mit Zucker und Schlagobers als Nachspeise verzehrt.

1.3.15 17:37, kommentieren

2. März

Während mein heutiges Mittagessen auf Verzehrtemperatur abkühlt, schreibe ich euch, was ich mir heute schmecken lasse: gebratene Austernpilze mit Speckpolenta und Blattsalat.

Weil die Austernpilze im Angebot waren und man regionale Bio-ProduzentInnnen fördern muss. Und weil das Maisgrießpackerl weg muss. Und der Salat sowieso. (Ist aber trotzdem noch eine Portion da.)

Also hab ich die Austernpilze zerteilt und in Sonnenblumenöl rundherum braten lassen. Zwischendurch hab ich gesalzen.

Inzwischen hab ich drei Deka Speckerl glasig werden lassen, eine Handvoll Maisgrieß einrieseln lassen, gesalzen und mit entsprechend heißem Wasser aufgegossen - mittlerweile hab ich das einigermaßen im Gefühl, gottseidank.

Die Polenta hat dann kurz heftig gekocht, einige Minuten schwach und dann noch einige Minuten gezogen. Bei Tisch wird sie mit geriebenem Parmesan bestreut werden.

Die Salatblätter hab ich grob zerteilt und mit Balsamico beträufelt.

Als Nachspeise gibts Birnenkompott mit Kokosmilch (auch so eine Kandidatin im Kühlschrank, die Kokosmilch-Dose ...).

2.3.15 12:21, kommentieren

3. und 4. März

Heute Dienstag habe ich beschlossen, mir Fleckerl mit Mangold-Bärlauch-Sauce und grünem Salat zu genehmigen. Danach gibts, weil reichlich vorhanden, Zitronenkuchen. (Und wieder sind zwei Resterl aus dem Tiefkühler weg.)

Während die Teigwaren in Salzwasser kochten, habe ich je eine Handvoll gefrorenen blanchierten gehackten Mangold und Bärlauch in zwei Esslöffel Sonnenblumenöl erhitzt. Dann habe ich gesalzen und ordntlich Obers zugegossen, das dann in der Folge einreduziert wurde.

Derweil habe ich den Rest vom Blattsalat gewaschen und zerzupft, heute werde ich ihn unmariniert essen. Sauer passt zur Sauce nicht.

Aber geriebener Parmesan über die Pasta darf natürlich nicht fehlen.

 

Und damit ihr es gleich wisst: morgen gibts den Rest der Teigwaren als Krautfleckerl. (Das fertige Kraut ist nämlich auch im Tiefkühler.)

3.3.15 12:01, kommentieren

5. März

Auf das heutige Essen bin ich schon gespannt. Im Ofen gebackener Kürbis und Erdäpfel soll das heute werden.

Dazu habe ich das letzte Eckerl vom Kürbis - endlich - verwertet: geschält, in Spalten geschnitten, aufs Blech gelegt, mit tibetanischem Gewürzsalz bestreut und Sonnenblumenöl beträufelt. Bei 190 Grad auf mittlerer Schiene im Backrohr eine Dreiviertelstunde gebacken.

Mit fünf kleinen Erdäpfeln, geschält und halbiert, sowie ein paar kleinen Knoblauchzehen hab ich es genauso gemacht.

Jetzt ist das Blech also im Rohr. Vielleicht werde ich etwas dazuessen, zum Beispiel eine Scheibe Brot oder ein bisserl Couscous. Und vielleicht einem Esslöffel von den gebratenen Melanzani im Glas. 

Wenn ich es so genau überlege, könnte ich bei Tisch auch den Rest vom geriebenen Parmesan drüberstreuen.

Na, das sind doch anständige Perspektiven!

 

Nachtrag: es war köstlich, und ich habe einen Klecks von der Saté-Sauce aus dem Glas dazugegessen. Blöd von mir, dass ich auf das Ofen-Backen nicht schon viel früher draufgekommen bin. Das mach ich jetzt öfter!

5.3.15 11:13, kommentieren

6. und 7. März

Zum gestrigen Tag kann ich euch nur eine erweiterte Eierspeise mit Speck und Sojakeimlingen anbieten.

Heute habe ich es mir auch eher einfach gemacht und Vollkornpasta mit Sauce Bolognese auf den Tisch gestellt.

Dazu habe ich einen Becher tiefgefrorener Sauce Bolognese und ein Glas gekochte Paradeiser (mit einem gehäuften Esslöffel Zucker auf des Kindes Süße gebracht) mit etwas Salz in einem Topf erhitzt und zeitgleich einen Haufen dünner Hörnchen weich gekocht.

Bei Tisch wurde alles vermischt - und ausnahmsweise nicht mit geriebenem Parmesan bestreut. Vorher gabs eine Gemüsecremesuppe.

7.3.15 13:06, kommentieren

8. und 9. März

Am gestrigen Frauentag haben wir uns mit Germknödeln einen Bauch angegessen, der das Kind heute beinahe am Schulbesuch gehindert hätte.

Abends gabs dann noch einen drauf, sozusagen, mit Pasta mit Zwiebeln, Speck und Karotten.

Speckerl mit einem Teelöffel Schmalz und einem gehackten Zwiebelhapperl glasig werden lassen, salzen und pfeffern. Eine große Karotte schälen und dann mit dem Sparschäler hobeln und zu Speck und Zwiebel in die Pfanne geben, einige Minuten garen, eventuell Deckel aufs Reinderl.

Ich hab mir bei Tisch etwas vom ungarischen Teufelszeugs untergemischt, das Kind schüttete auf seine Portion den Rest vom geriebenen Parmesan.

Heute haben wir von gefüllten Weckerln gelebt und am Abend von einem Grießkoch mit Zimt und Kardamom - das Kind hat zusätzlich Teile eines Nikolos hineingebröselt. Ein befriedendes Essen.

 

Außerdem hab ich am Wochenende die weltbeste Quasi-Minestrone fabriziert. Völlig unabsichtlich. Und leider viel zu wenig davon.

Vom Samstagmittag sind drei Löffel Sauce Bolognese übrig geblieben. Da hab ich dann das ziemlich eingedickte Kochwasser von den Teigwaren dazugeschüttet und noch einen speckigen Erdapfel, kleinwürfelig, hineingeschnitten.

Das kochte dann ca. 20 Minuten und schmeckte ganz köstlich.

9.3.15 21:52, kommentieren

11. März

Heute war nämlich P zu Besuch. Und weil ich nicht sicher war, ob die Schweinsleber nach Art der Sparköchin mit Polenta seinem Magen zuträglich sein würde, habe ich eben auch das überbackene Gemüse vorbereitet. Vorher gabs eine einfache Fisolencremesuppe.

Schon eine halbe Stunde vor dem Kochen hab ich in die große Pfanne einen tüchtigen Spritzer Öl gegeben und da hinein einige frische Rosmarinnadeln. Inzwischen hab ich die Leber in mundgerechte Stücke geschnitten, zwei mittlere Zwiebelhapperl grob geschnitten, eineinhalb Äpfel geschält und gewürfelt und ein Glas gekochter Paradeiser geöffnet.

Der nächste Schritt war die Polenta, mit der ich aber diesmal keine Spompanadeln gemacht habe, weil die Leber eh üppig wurde. Maisgrieß in kochendes Wasser einrühren, salzen, Hitze reduzieren, einige Minuten köcheln lassen, Hitze wegnehmen, ausquellen lassen.

Währenddessen Öl erhitzen, Zwiebel glasig werden lassen, Leber dazugeben und rundum scharf anbraten, mit einem großzügigen Schuss Madeira ablöschen, Apfelwürferl dazugeben, salzen, mit den Paradeisern aufgießen, nach Belieben mit Zucker und Pfeffer würzen, gut durchrühren, schmurgeln lassen und dazwischen immer wieder kurz rühren.

Für die Suppe habe ich eine Portion blanchierte Fisolen aus dem Tiefkühler genommen und gemeinsam mit einem mehligen, klein gewürfelten Erdapfel in Salzwasser gekocht. Pürierstab rein, zack, mit etwas Milch aufgegossen und mit ebenfalls tiefgekühlter gehackter Dille gewürzt.

12.3.15 10:17, kommentieren

12. und 13. März

Mit dem Kochen mag ich mich heute nicht auseinandersetzen. Also ziehe ich eine Packung rohe Obstknödel aus dem Gefrierschrank und lege die in siedendes Salzwasser und koche sie weich. 

Weil ich noch einen Rest geriebene Nüsse habe, mische ich die unter die Semmelbrösel, die ich in Butter goldgelb anröste und in denen ich die fertigen Knödel wälze, bevor ich sie mit unglaublich viel Zucker bestreue.

Vorher gibts den Rest von der Fisolensuppe von gestern.

Weil, wie ich annehme, von den Bröseln einiges übrig bleiben wird (von den Knödeln eher nicht), komme ich morgen in den Genuss von Bröselnudeln mit Kompott. Teigwaren kochen, Brösel drüber, unglaublich viel Zucker natürlich auch, und Kompott dazu.

12.3.15 10:17, kommentieren

10. März

Die überbackenen Mangoldstiele, die ich heute machen wollte, habe ich erst morgen auf den Tisch gestellt. (Weil heute schon übermorgen ist. Weil sie mich gestern nicht auf myblog.de lassen haben.)

Das ging ganz einfach, wie überhaupt dieses überbackene Gemüse ein Highlight in der schnellen Küche ist, finde ich. Als Grundlage dünne Erdäpfelscheiben oder alles andere, was gerade an Resten da ist: gekochter Reis oder Hirse oder Zartweizen oder was euch einfällt.

In die Mitte zerkleinertes Gemüse: die weichen zarten Sachen (Kürbis, Zucchini) roh, die festen (Karotten, Pastinaken, Sellerie und so, aber auch Fisolen) blanchiert. Zwischendurch salzen und nach Belieben würzen.

Dann mit einer verquirlten Mischung aus einem Milchprodukt (Milch, Obers, Rahm) und Eiern übergießen, bis fast alles bedeckt ist. Nach Belieben mit Speckwürfeln oder Bratenresten belegen und/oder mit geriebenem Käse bestreuen. Bei ungefähr 190 - 200 Grad Ober- und Unterhitze auf der mittleren Schiene 40 - 50 Minuten backen. Außer vielleicht einem feschen Kräuterrahm brauchts keine Begleitung.

Meins war morgen also aus Erdäpfelscheiben, dünn und roh, dann salzen, dann Mangoldstiele, handlang geschnitten und blanchiert, nochmals salzen, mit einer Mischung aus Eiern und Milch und drüber geriebenem Parmesan.

12.3.15 10:17, kommentieren

13. März

Ich sehe es als Zeichen des nahenden Alters, dass ich seit neuestem manchmal keine Lust auf Süßes habe. Jedenfalls brauchte ich heute vor den Nuss-Brösel-Nudeln etwas Herzhaftes. Also habe ich einen gastronomischen faux pas begangen und mir zur Hauptspeise und als Nachtisch Teigwaren kredenzt. (Also mir wars ja wurscht, aber jedem Menü-Experten hätte es die Ohren eingerollt.)

Für den Anfang habe ich mir nämlich Pasta mit Fisch nach Art der Sparköchin, Variante 23, gemacht. Mit allem, was da war; nur hat es mir derart gut geschmeckt, dass ich auf den bereitstehenden Parmesan völlig vergessen habe. - Der kommt halt das nächste Mal dran.

Von der gestrigen nächtlichen Heißhungerattacke sind mir von einer Dose Kieler Sprotten zwei Fischerl übrig geblieben, und das Öl natürlich auch, in dem sie drin waren. Um die beiden herum habe ich das Essen komponiert.

Zuerst kam das Öl von den Sprotten ins Reinderl, dazu eine geschnittene Knoblauchzehe und ein paar Nadeln Rosmarin. Das briet einige Minuten, bevor eine in dünne Scheiben geschnittene Karotte dazukam und fleißig mitbriet. Nach einigen weiteren Minuten kamen die zerkleinerten Fische dazu und etwas Chilipaste. Salz drüber, gut umrühren und die mittlerweile fertig gekochten Teigwaren dazu, nochmals sehr gut vermischen und zack: servierfertig.

Die restlichen Teigwaren kamen zu den Nuss-Bröseln von gestern. Wer übrigens heute Abend den Rest von den Nuss-Brösel-Nudeln essen darf, wird sich noch herausstellen.

13.3.15 12:20, kommentieren

14. und 15. März

Kochmäßig spielt sich grad nix ab im Hause der Sparköchin. Die Mitglieder des Haushalts raffen alle Kräfte zusammen, die sie brauchen, um die dringend notwendigen Termine zu absolvieren - zum Beispiel drei Stadthendln aus dem Burgenland zu organisieren - und vergammeln den Rest der Zeit im Bett, mit einer veritablen Erkältung.

Logisch haben wir uns gestern und heute das Essen von der örtlichen Pizzeria bringen lassen. Vielleicht schaff ichs morgen wieder in die Küche, wenn nicht, bringen uns die morgen noch einmal was.

Krank ist krank, es hilft alles nix.

15.3.15 15:14, kommentieren

16. März

Für heute kann ich euch nur Palatschinken anbieten. Ohne Suppe vorher. Mit Marillenmarmelade bzw. Apfelmus gefüllt.

Den Teig aus zwei Eiern, 15 Deka Mehl, einer Prise Salz und einem guten Vierterl Milch wie immer verquirlt und eine Stunde stehengelassen. Dann in Schmalz herausgebacken.

Köstlich wie immer.

 

Aber jetzt zu ganz etwas anderem. Nämlich zum Balsamico-Einlege-Aufguss von Pick (glaube ich). Die grünen Drei-Liter-Kanister ganz unten im Supermarktregal. Aber wirklich die Balsamico-Dinger, nicht die normalen.

M hat mich drauf gebracht, das geht wirklich einfach und schmeckt köstlich. (Nein, ist nicht bio, aber hin und wieder kann eine sich das schon leisten.)

Gemüse roh in passende Stücke geschnitten (Erdäpfel und Hülsenfrüchte natürlich überkocht, da sonst giftig!) in Gläser schichten, Balsamico anweisungsgemäß erhitzen, eventuell zuckern oder in die Gläser Gewürze geben, mit dem heißen Sud die Gläser auffüllen, verschließen, kühl und dunkel lagern.

Ich habe gerade ein Glas Kürbis, 4 Monate alt, geöffnet. Die Dinger sind herrlich knackig und haben den Geschmack hervorragend angenommen.

Fisolen, Knoblauch und Zucchini warten noch auf ihre Verkostung, ich bin schon sehr gespannt.

16.3.15 20:15, kommentieren

17. März

Heute rede ich gegen meinen eigenen Blog. Aber für alle, die gern für sich ein Bio-Essen hätten und nicht immer selber kochen wollen - und die in einem Bezirk innerhalb des Gürtels wohnen -, gibt es jetzt eine neue Variante: http://www.issmich.at

Tobias Judmaier macht eigentlich Catering für Veranstaltungen (daher kenne ich ihn und sein Essen) und bietet jetzt Essenlieferung nach Hause an. Es gibt kleine und große Portionen. Das besondere ist: er füllt das Essen in Weckgläser (Pfandsystem!), vakumiert sie (was bedeutet, dass die Speisen gekühlt dann ca. 14 Tage haltbar sind und von den Kunden aufgewärmt werden) und lässt sie mit Fahrradboten ausliefern.

Tobias verkocht Ausschussgemüse. Nicht Abfall, sondern aussortierte Ware, legal erworben (zu groß, zu klein, zu verbogen, zu stark gekrümmt - alles, was der Handel nicht nimmt und was normalerweise von den Bauern eingeackert werden muss). Seine Angestellten sind Menschen, die nicht leicht einen Job finden.

Billig ist das Essen nicht, aber preiswert. 

 

Bei uns gibt es heute Erdäpfel-Fisolen-Gröstl, und wenn ich gut drauf bin, grünen Salat dazu. Es sind vom Sonntag noch Petersilerdäpfel übrig. Und Fisolen gibts sowieso zuhauf im Tiefkühler.

Also schneide ich ein Zwiebelhapperl grob und brate es gemeinsam mit dem Rest vom Speck (klein geschnitten) glasig. Dann kommen die in dünne Scheiben geschnittenen Erdäpfel dazu und werden mit Salz und Osmanischer Gewürzmischung gewürzt. Jetzt die aufgetauten blanchierten Fisolen dazu, gut durchrühren, einige Minuten durchziehen lassen.

 

17.3.15 08:49, kommentieren