Der Sparküche-Blog.

Werbung

Gratis bloggen bei
myblog.de

Archiv

Valentinstag

Heute waren wir zu dritt beim Essen, und mittlerweile muss ich glaub ich neu eingeschult werden.

Ich servierte Spirelli mit Broccoli-Prosciutto-Obers-Sauce. Dazu kochte ich zuerst zwei Handvoll Broccoliroserln bissfest und danach die Teigwaren im selben Salzwasser weich.

Derweil letztere kochten, briet ich in etwas Öl einen Rest klein geschnittenen Prosciutto an. Das wurde mit etwas Obers aufgegossen, gesalzen und gepfeffert und köchelte eine Zeitlang vor sich hin. Dann kam mir so vor, die Sauce bräuchte noch etwas Flüssigkeit, also goss ich zunächst mit etwas Wasser auf und nahm dann nochmals das Oberspackerl und schüttete mit Verve noch einen ordentlichen Schluck ins Reinderl.

Allerdings nicht in das mit der Sauce, sondern irrtümlich zu den Teigwaren. Hoppala. Das Zeug blubberte wie Miraculix´ Zaubertrank.  - Ja, natürlich hab ich auch zur Sauce noch Obers gegossen, und dann einen Löffel Speisestärke mit einem Schluck kaltem Wasser verrührt, dazugegossen, einmal aufkochen lassen und dann vom Herd genommen.

Da hinein kam der Broccoli und wurde drin noch etwas erwärmt. Die Spirelli wurden extra dazu gereicht, genauso wie der geriebene Parmesan.

Aus dem Kochwasserobers machte ich dann gleich eine Suppe, mit Broccolistängel, einem Zwiebelhapperl, zwei Knoblauchzehen und zwei kleinen Erdäpfeln. Und Salz und einem Lorbeerblatt und einer ordentlichen Speckschwarte.

Die Handvoll übrig gebliebener Teigwaren hab ich klein geschnitten und als Suppeneinlage verwendet.

15. und 16. Feber

Am Sonntag hat sich meine Mutter erbarmt und gebackene Hendlhaxen mit Erdäpfelsalat auf den Tisch gebracht. Sehr gelungen, wir haben uns alle hineingegraben.

Heute brauchte ich Trost und löffelte zu diesem Zweck zuerst den Rest der hervorragend würzigen Broccolicremesuppe vom Samstag und hernach meinen etwas lasch geratenen Grießschmarrn.

Diesen errichtete ich wie üblich. Ein Ei mit einem Vierterl kalter Milch, einer Prise Salz und zwei Handvoll (meine Hände) Grieß vermengen, eine Stunde stehen lassen, nochmals durchrühren und dann langsam in eine heiße Pfanne (meine handgeschmiedete zum Beispiel) mit Schmalz eingießen und so lange rühren und wenden (und vom Boden der Pfanne kratzen), bis er Form annimmt und danach noch einige Minuten ausdämpfen lassen.

Bei Tisch mit reichlich Staubzucker bestreuen.

17. und 18. Feber

Ist schon wieder vorbei, die Kocherei. Allerdings nur wegen Terminproblemen. Gestern haben wir uns einen Döner reingezogen, und nachdem  Faschingsdienstag war, braucht ihr wegen der Nachspeise gar nicht erst nachfragen.

Heute werden wir, wieder aus Termingründen, mittags im caffelatte einfallen, und ich will ohnehin schon länger mal über das caffelatte berichten. Im Internet übrigens unter www.caffelatte.at zu finden, nur so nebenbei.

Die haben dort um 7 Euro pro Person ein Mini-Lunchbuffet (Salate, drei Hauptspeisen, 3 Beilagen), um einen Euro mehr gibts auch Suppe dazu. 

Wochenends gibts Brunch, da sollte eine besser reservieren. Der kostet mehr, 15 Euro, aber da ist alles dabei, was eine wollen kann am späten Vormittag und über Mittag.

Damit ich auch was zu meckern habe: für Leitungswasser verlangen sie Geld, pro Vierterl 25 Cent, glaube ich mich zu erinnern. Aber sie servieren es immerhin in der Flasche

Die Küche ist pipifein, finde ich: bisher hab ich mich jedesmal angenehm satt, aber nicht zu voll gefühlt nachher. Und das, obwohl wir ein Dessert nachgelegt haben (separat zu bezahlen).

Trotzdem werde ich in Zukunft wieder selbst kochen, allermeistens. Versprochen.

19. Feber

Immerhin habe ich mir heute eine Speck-Karotten-Polenta gezaubert.

Dazu hab ich ein neues Stückerl Speck angefangen, ungefähr 3 Deka klein scheibliert und im beschichteten Pfanderl auslassen. Nach einigen Minuten hab ich eine gehackte eingelegte Knoblauchzehe und eine klein gewürfelte große Karotte mitgebraten, alles gesalzen und eine gute Handvoll Maisgrieß eingerührt.

Das hab ich mit ca. einem halben Liter heißen Wasser aufgegossen, kurz gekocht und dann länger geköchelt und dann vom Herd genommen und ein bisserl ziehen lassen.

Bei Tisch hab ich mit geriebenem Parmesan bestreut.

 

Zu der Knoblauchzehe sollte ich vielleicht etwas sagen. Da habe ich nämlich experimentiert, weil die Ernte größer als der Bedarf war. Also habe ich einen kleinen Haufen Knoblauchzehen geschält, in ein Glas getan und mit kochender Essigmarinade randvoll übergossen. Ich hab das Glas sofort verschlossen, auskühlen lassen und in den Kühlschrank gestellt.

Nach zwei Tagen hats unvorhergesehen in dem Glas zu brodeln begonnen. Ich habs dann vorsichtig aufgemacht und einige Tage nur halb verschlossen im Kühlschrank belassen, bis die Gärung (oder was immer es war) abgeschlossen war.

Seitdem ist alles gut, die Knoblauchzehen sind knackig und unvermindert scharf und ich esse sie mit Leidenschaft.

20. Feber

Gerade zieht mein Prosciutto-Kürbis-Risotto vor sich hin. Davor ist folgendes passiert:

Ich habe ein Resterl vom Prosciutto klein gefitzelt und mit wenig Butter im beschichteten Pfanderl angebraten. Dann kam der Reis dazu, gewürzt habe ich nur mit Salz und Pfeffer. Ein paar Mal umgerührt, und dann mit einem Schluck Madeira abgelöscht.

Nach zwei Minuten mit heißem Wasser aufgegossen, umgerührt, Deckel drauf, Hitze reduziert, köcheln lassen.

In der Zwischenzeit den Rest vom Ringlottenröster für die Nachspeise aus dem Kühlschrank in die Sonne gestellt. Den schon etwas angeschlagenen Kürbis zerteilt und zwei Handvoll kleiner Würferl produziert (nein, natürlich ist mehr rausgekommen als zwei Handvoll. Aber den Rest hebe ich für später auf). Eine Handvoll Parmesan gerieben.

Dann hab ich die Kürbiswürferl zum Reis gegeben, nochmals mit heißem Wasser aufgegossen, umgerührt, Deckel drauf, einmal aufkochen lassen und dann vom Herd genommen. 

Und jetzt gleich werde ich mir eine ordentliche Portion Risotto auf den Teller klatschen, mit reichlich Parmesan bestreuen und verschmausen, um hernach den Ringlottenröster zu verputzen.

21. Feber

Heute waren wir eingeladen, und C hat Naturreis mit im Ofen gebackenen Wurzeln serviert. Interessanterweise haben mir, auf diese Art zubereitet, zum ersten Mal auch Pastinaken geschmeckt.

C hat Karotten, gelbe Rüben und Pastinaken in dünnere Scheiben geschnitten, auf einem Backblech mit Backpapier verteilt, ein bisserl Öl draufgeträufelt und eine halbe Stunde im Backrohr gebacken.

Würzen könnte man sie auch, aber das kann man schließlich auch nachher machen.

Ist jedenfalls alles ratzeputz weggegessen worden.

22. und 23. Feber

Gestern hab ich vor dem Kino wenigstens einen Grießkoch mit Zimt und Kardamom gemacht (um eine Unterlage für den Haufen Popcorn zu schaffen, mit der wir uns dort vollstopften).

Heute haben wir indisch gegessen, aber durchaus originell. Ich habe nämlich einen Bring-mir-Essen-nach-Hause-Dienst entdeckt, der indisch kocht, und das nach eigener Aussage ausschließlich aus Bio-Zutaten.

Nennt sich eat-bio.at, liefert prompt in den Süden Wiens und schmeckt gar nicht schlecht. Die Portionen sind größenmäßig in Ordnung, die Speisen mild gewürzt, zusätzliche Schärfe muss man bei der Bestellung ordern.

Fazit: Wer sich nicht immer nur Pizza oder Acht Schätze liefern lassen will, hat hier eine dritte Variante gefunden.

24. und 25. Feber

Gestern mussten wir eine Pizza einwerfen. Und heute habe ich mit Grandezza einige Restln verwertet.

Zuerst habe ich den eher kleinen Rest eines Teigwaren-Packerl in Salzwasser geschmissen (Hörnchen). 

Dann habe ich den letzten Rest vom Prosciutto klein gewürfelt und in wenig Öl angebraten, zwei Handvoll Kürbisstreifen (mit dem Sparschäler geschnitten) dazugegeben und einige Minuten weitergebraten, gesalzen und mit wenig Wasser aufgegossen und kurz dünsten lassen.

Dann kam plötzlich ein imaginärer Erdnussduft auf mich zu, worauf ich mich an die Erdnusssauce im Kühlschrank erinnerte und kurzerhand einen Esslöffel voll dazutat. Der Rest vom Basmatireis von vorgestern kam auch noch dazu.

Einmal gut durchrühren und über die mittlerweile weichen Hörnchen leeren. Genannt habe ich das ganze Sparköchins Pasta-Eintopf.

26. Feber

Heute darf es ein Kichererbsencurry mit Weißbrot sein. Nicht nur, weil immer noch reichlich Kürbis da ist, sondern weil ich die Dose Kokosmilch öffnen wollte.

Zuerst habe ich allerdings in zwei Esslöffeln Öl einen Teelöffel Curry und ein kleines Lorbeerblatt angebraten, etwas später kamen zwei geschnittene Knoblauchzehen dazu. Nach einigen Minuten schmiss ich ein kleines Schüsserl voll Kürbiswürfel dazu (also nur den Kürbis, ohne das Schüsserl), salzte und briet weiter an.

Dann entdeckte ich im Kühlschrank den kleinen Rest von der Curry-Sauce vom Lieferservice letztens und leerte den dazu. Und natürlich drei gehäufte Esslöffel von der Kokosmilch - die wieder einmal ziemlich fest ist, aber köstlich schmeckt.

Umrühren, Deckel drauf, schmurgeln lassen. Nach einigen Minuten Deckel auf, die weich gekochten Kichern dazu, Deckel drauf, einige Minuten schmurgeln lassen, danach vom Herd nehmen und noch eine Viertelstunde ziehen lassen.

Ich freu mich schon aufs Essen!

27. Feber

Der Kürbis muss weg. Ich hab eh schon länger Gusto auf Kürbisrahmgemüse mit Erdäpfeln. Also her damit.

Ein großer Schnitz vom Kürbis wurde geschält und entkernt und hernach grob geraspelt. Dann mit Salz, Pfeffer und Kümmel in wenig Wasser bissfest gekocht. 

Derweil fünf Erdäpfel weich gedämpft.

Zum Schluss in den Kürbis ein Gmachtl aus Rahm und Speisestärke gerührt und die Erdäpfel geschält. Ein paar Tropfen Kürbiskernöl auf die Erdäpfel.

Herrlich.

Die Kerne vom Kürbis hab ich auf ein Backblech verteilt und im Backrohr getrocknet. Das Schälen wird zwar mühsam sein, aber zwischendurch eine nette Knabberei.

 

Weil zwei Erdäpfel übrig geblieben sind und vom Kürbis auch noch reichlich da war, habe ich am Bauernmarkt ein Paar Bratwürstel erstanden und ein Abendessen ausgebaut. Die Erdäpfel habe ich scheibliert und mit Speck und Zwiebelringen zu einem Erdäpfelschmarrn verarbeitet, die Bratwürstel am Griller gebraten und den Kürbis aufgewärmt.

Vom Kürbis ist immer noch ein Löffel voll da, und den gebe ich einfach zur heute auch entstandenen Gemüsecremesuppe dazu. Und aus.

28. Feber

Nachdem wir den gesunden Teil des Tages schon zu Mittag hinter uns gebracht hatten - Gemüsecremesuppe, danach Forellenfilet vom Grill mit Blattsalat - gönnte ich uns abends Nussnudeln mit Birnenkompott.

Die Fischfilets hatte ich gestern um gutes Geld am Markt erstanden (das Kind durfte sich sogar eine Goldforelle wünschen) und heute salzte ich und wendete sie im Mehl, das genügte. Zack, auf den Grill damit und beidseits ein paar Minuten garen. In der Zwischenzeit den Salat waschen und zerzupfen.

Am Tisch standen Balsamico und Kernöl, und für mich zwei Scheiberl Bärlauchbutter.

Fürs Abendessen dann Spirelli weich gekocht, mit einem Rest geriebener Mandeln und reichlich Zucker bestreut und mit Birnenkompott serviert. 

Kaum zu sagen, was besser geschmeckt hat.