Der Sparküche-Blog.

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Prosit Neujahr!

Nein, keine Angst, es wird hierorts nicht traditionell. Ganslsuppe mit Käsekrustln und Grießschmarrn mit Ringlottenröster und Schokoladesauce serviere ich heute.

Für die Suppe von gestern (sehr schmackhaft übrigens!) brauche ich wieder eine Einlage. Diesmal hab ich das Kochbuch für die milde Ableitungsdiät hervorgezupft und mich für Käsekrustln entschieden. Der Einfachheit halber: man binde geriebenen Parmesan (oder anderen Hartkäse) mit einem Eidotter, würze nach Geschmack, streiche das Gemisch auf kleine Brotscheiberl und überbacke sie bei vorgeheizten 180 Grad für 10 Minuten.  - Ich hatte zuviel Brot, also hab ich mit einem Esslöffel Obers verdünnt und entsprechend mehr Käse genommen. Gewürzt hab ich nur mit Salz und gehacktem Petersi. Wenn die Dinger ankommen, werde ich beim nächsten Mal mehr experimentieren.

Für den Grießschmarrn habe ich in einen Viertelliter Milch ungefähr 12 Deka Grieß eingeweicht. Nach etwa einer Stunde wird noch eine Prise Salz und ein Ei eingerührt und in reichlich Butter in der Handgeschmiedeten gebacken. (Das kennt ihr schon: mein Teig ist immer zu flüssig, so dass ich ständig am Rühren bin, aber dafür wird der Schmarrn gut locker.)

Bei Tisch ordentlich einschneien und Ringlottenröster aus dem Glas dazuessen. Und den Rest der Schokosauce (von der weihnachtlichen Nicht-Schoko-Creme) werden wir vermutlich auch nicht verschmähen.

1.1.15 12:50, kommentieren

2. und 3. Jänner

Wieder Baustelle, wieder Fremdessen. Am Freitag fielen wir in der örtlichen Fleischerei ein und genehmigten uns ein Surschnitzerl mit ordentlich Salat.

Gestern habe ich mit dem Tiefkühler gekocht, nämlich zuerst eine Zucchinicremesuppe mit Käsekrustln und hernach Hirse mit Sauce Bolognese.

Richtig vermutet. Die Suppe kam aus dem Glas und wurde nur mit Salz und Milch ergänzt. Die Sauce Bolognese kam aus dem Tiefkühler und wurde nur erhitzt. Lediglich die Hirse kochte ich frisch. Und davon gleich viel zuviel, so dass wir die nochmals werden essen müssen ...

Richtig gschmackig waren übrigens die Käsekrustln als Suppeneinlage. Die merk ich mir und mach die sicher öfter. Bei der Gelegenheit hab ich mich dann gleich ein bisserl geniert, weil in den bei mir vorhandenen Kochbüchern durchaus viele neue Rezepte stehen würden, die ich schon längst hätte ausprobieren sollen.

Ich habe mir fest vorgenommen, in diese Bücher in Zukunft öfter reinzuschauen.

4.1.15 12:42, kommentieren

4. Jänner

Der heutige Griff in den Tiefkühler brachte eine Handvoll Prinzessbohnen, die ich auch prompt in den heutigen Risotto schmiss.

Sonst war nicht viel drin: Reis angeröstet, mit Wasser aufgegossen, gesalzen, geköchelt, irgendwann die Prinzessbohnen dazu, fertig geköchelt, ein Stück Butter eingerührt, sanft gepfeffert (damit das Kind nicht zu heftig protestiert) und bei Tisch mit geriebenem Parmesan bestreut.

4.1.15 12:42, kommentieren

5. Jänner

Aus der überschüssigen Hirse habe ich heute einen erstklassigen Hirseauflauf fabriziert.

Dafür habe ich aus ca. 14 Deka Zucker, ebensoviel Butter und drei Dottern eine Creme gerührt, die Hirse untergemengt und zum Schluss den Schnee von den drei Eiklar untergehoben.

Die Hälfte dieser Masse habe ich in eine ofenfeste Form geschmiert, zwei in Spalten geschnittene Äpfel drauf verteilt und den Rest der Masse drauf gegeben. Das kam dann bei 190 Grad Ober- und Unterhitze für 40 Minuten ins Rohr.

Bei Tisch habe ich noch mit Ringlottenröster dekoriert.

Vorher gab es eine Rindsuppe mit etwas Gemüse drin.

5.1.15 11:36, kommentieren

6. und 7. jänner

Gestern waren wir auf Schnitzerl mit Reis und Salaten eingeladen. Außerdem wurden ein paar Champignons mitpaniert, was allen VerkosterInnen gut geschmeckt hat. Nachher gab es Eis mit Rumtopf bzw. mit Trockenobst.

Heute brauche ich unbedingt Trost. Also hab ich vorher das übrige Beinfleisch von der Suppe letztens mit Chutney und Gebäck gegessen und mir dann ein zierliches Grießkoch bereitet. Ohne Schokolade diesmal, aber mit Zimt und Kardamom. Und Zucker. Und den gesunden Dinkel-Vollwertgrieß hab ich im Kastl lassen und stattdessen den ganz normalen Tante Finis-Grieß genommen.

Himmlisch.

7.1.15 11:57, kommentieren

8. und 9. Jänner

Gestern habe ich mir in einem typischen Wiener Wirtshaus eine typische Wiener Spezialität schmecken lassen, bei der jetzt einige von euch möglicherweise die Ohren und Magenwände anlegen werden: Hirn mit Ei nämlich. Mit Petersilerdapferln.

Heute koche ich wieder selbst, und getreu meinem Vorsatz - täglich ein Packerl aus dem Tiefkühler - habe ich mich für Rahmfisolen mit Erdäpfelschmarrn entschieden.

Das Packerl, das gestern fällig gewesen wäre, war das letzte Hendlhaxerl, und für morgen hab ich auch schon eines rausgenommen, nämlich ein Packerl Suppengrün. Eh das letzte, glaub ich, aber der Tiefkühler ist gerade so gestopft voll, dass ich grad eher nur Prophezeihungen machen kann.

Jedenfalls hab ich dem Hendl die Haut abgezogen und es samt Gemüse, Lorbeerblatt, Knoblauch und Salz in ein Reindl gestopft, und jetzt kocht es zu einer Suppe.

Die Haut selbst werde ich, wenn ich mich nachher in die Küche begebe, in Fuzerl schneiden und in einer Pfanne knusprig ausbraten, Trick von Heidi Strobl, aus ihrem Buch "Dinner For One" - ich hab euch ja gesagt, ich werde da jetzt öfter reinschauen. Die entstandenen Grammeln samt Fett werde ich dann zusammen mit einem kleinen geschnittenen Zwieberl, einer Portion gedämpfter Erdäpfel und etwas Salz zu einem Schmarrn braten.

Für die Rahmfisolen koche ich die Fisolen (fein geschnitten) mit wenigst Salzwasser auf und rühre ein Gmachtl aus Speisestärke und Rahm ein. Dann lasse ich alles noch ein paar Minuten ziehen und gebe vor dem Servieren einen Esslöffel gehackte Dille - auch aus dem Tiefkühler, no na - hinein.

9.1.15 10:40, kommentieren

10. Jänner

Mittags waren wir eingeladen auf Suppe und nachher Powidltascherl. Sehr schmackhaft.

Jetzt habe ich eine Hendl-Nudelpfanne gebraten, ganz einfach nach Art der Sparköchin.

Während die Teigwaren kochten, hab ich einen ordentlichen Esslöffel Schmalz in der beschichteten Pfanne erhitzt und ein kleines Zwieberl und eine mittlere Karotte, beides klein geschnitten, drin angebraten. Danach kam eine Handvoll Erbsen aus dem Tiefkühler dazu und eine Portion Sojasauce (immer noch vom Take-Away-Sushi).

Außerdem hab ich zwei gehäufte Esslöffel zerkleinertes Hendlhaxerl (das Fleisch, nicht die Knochen) dazugegeben und kurz mitgebraten.

Als die Teigwaren gar waren, hab ich sie untergemischt, und fertig.

10.1.15 17:54, kommentieren

11. Jänner

Hühnersuppe und nachher Karotten-Risotto mit Rindfleisch ist es heute. Die Suppe war durch das aufgegessene Gemüse schon ziemlich leer, also hab ich eine Handvoll Grieß eingerührt. Jetzt passt es wieder.

Für den Risotto hab ich einen Esslöffel Schmalz erhitzt, eine große Knoblauchzehe (gehackt) drin angebraten, 12 Deka Risottoreis dazugetan und mitgeröstet, gesalzen und gepfeffert, den Rest vom Rindfleisch klein gewürfelt und auch hineingegeben, mit heißem Wasser aufgegossen, umgerührt und zugedeckt köcheln lassen.

Dann hab ich eine mittlere Karotte grob geraspelt und dazugegeben, wieder mit heißem Wasser aufgegossen, einen Rest Rinde vom Parmesan eingestreut, wieder umgerührt, Deckel drauf und weiterköcheln lassen. Beizeiten vom Herd genommen und noch eine Zeitlang ziehen lassen.

Bei Tisch werden wir noch Parmesan drüberstreuen, denke ich.

11.1.15 12:35, kommentieren

12. und 13. Jänner

Gestern nur gefülltes Weckerl, wie üblich, aber heute kochte ich für E und mich das berüchtigte Kichererbsencurry mit Polenta.

Wie immer gestern abend die Kichern eingeweicht, heute eine Stunde lang gekocht, abgeseiht. Dann zwei Esslöffel Öl erhitzt und einen Esslöffel vom Curry Oriental angebraten, samt einem Lorbeerblatt, drei Knoblauchzehen und einem gehackten Zwiebelhapperl. Danach einen gehäuften Suppenteller voll Kürbiswürfeln und ein Speckschwarterl dazugegeben und mitgebraten.

Ein paar Deka Maisgrieß in kochendes Salzwasser (im beschichteten Reinderl) gestreut, einmal aufkochen lassen, dann ein paar Minuten leise köcheln lassen, vom Herd genommen und noch zwanzig Minuten quellen lassen.

Nach einigen Minuten das Curry gesalzen und mit einem Glas gekochter Paradeiser aufgegossen. Mit etwas Zucker gewürzt. Die Kichern dazugegeben. Zwei Schuss Obers dazugegossen, umgerührt, Deckel drauf, zwanzig Minuten köcheln lassen.

Einen Esslöffel Speisestärke mit drei Esslöffeln Wasser glatt gerührt und zum Curry gegeben, einmal aufkochen lassen, fertig.

13.1.15 16:17, kommentieren

14. bis 16. Jänner

Nix gekocht.

Aber morgen sollte es wieder was werden können ...

16.1.15 23:23, kommentieren

17. Jänner

Kochen auf morgen verschoben. Sorry.

17.1.15 12:41, kommentieren

18. Jänner

Na, gestern Abend habe ich dann wenigstens noch Teigwaren mit Paradeissauce fabriziert. Die Sauce wie immer ohne Einbrenn, nämlich die gekochten Paradeiser aus dem Glas mit Zucker und Salz erhitzt, in der Zwischenzeit einen Löffel Speisestärke mit drei Esslöffeln Paradeissaft verrührt und in die kochenden Paradeiser eingerührt.

Jedenfalls ist das Kochwasser von den Teigwaren übrig geblieben. Und weil ich heute sowieso aus dem angefangenen Kürbis eine vollmundige Kürbismarmelade gekocht habe, habe ich die Abschnitze vom Kürbis gleich hinein gegeben. Dazu kamen ein Erdapfel, ein Esslöffel Fenchelstücke, drei Knoblauchzehen und eine Handvoll Erbsen (aus dem Tiefkühler, so wie auch der Fenchel, übrigens).

Nach einer halben Stunde köcheln habe ich die Suppe püriert und mit einem Rest Obers (ihr wisst schon, das Feste, das am Rand kleben bleibt) verfeinert.

Als Hauptspeise gab es Würsterl vom Sonnenschwein mit Erdäpfelpüree und Röstzwiebel. Die Frankfurter habe ich gegrillt, die mehligen Erdäpfel gedämpft, geschält und mit Milch und Salz gestampft und drei in Ringe geschnittene Zwiebelhapperl habe ich mit ordentlich viel Schmalz letschert bis hellbraun gebraten.

Wider Erwarten ging das Essen dem Kind überhaupt nicht unter die Nase. Schade, eigentlich.

Jetzt erzähle ich euch noch gach einen Schwank aus meiner Küche: im Herbst sammle ich ja immer Haselnüsse. Was das Knacken betrifft, bin ich ja Kummer gewohnt. Aber eine Freundin hat mir welche mitgebracht, besonders groß und von der Form fast wie Mini-Maroni, die hat mein Nussknacker nicht und nicht aufbekommen.

Dann hab ich mich an einen Trick erinnert, den G mir vor langer Zeit verraten hatte: Die Haselnüsse erhitzen, dann werden die Schalen spröde. Das traf sich gut, weil ich sowieso auch die Kürbiskerne trocknen wollte. Also immer hinein damit. - Die Haselnüsse ließen sich dann auch tatsächlich leichter knacken. Mit dem, was drin war, hätte sich eine allerdings einen Kaffee brühen können.

Ich hab dann nachgelesen: Kastanien zum Beispiel werden durchaus als Ersatz verwendet. Also hab ich eine Handvoll von den nicht völlig schwarzen Nüssen aufgehoben, und wenn ich wieder einmal einen experimentierfreudigen Tag habe, werde ich sie im Mörser stampfen und aufbrühen.

Mit den Kürbiskernen hats besser funktioniert, übrigens. Die waren zwar auch zu lange im Backrohr, aber weil ich sie mitsamt dem Inneren aufs Blech getan hatte, waren ein paar versteckt - und die lassen sich schwerer schälen, zerbröseln aber dafür nicht sofort, sondern sind zum Knabbern noch geeignet.

Das muss ich noch üben.

 

18.1.15 14:30, kommentieren

19. und 20. Jänner

Mit den Mittagessen von gestern (gekochte Erdäpfel mit Grossauers Steinpilz-Pesto und Rote-Rüben-Salat) und heute (Grießkoch mit Zimt und Kardamom) verabschiedet sich die Sparköchin für einige Tage.

Bleibt mir gewogen!

20.1.15 22:20, kommentieren