Der Sparküche-Blog.

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30. November bis 4. Dezember

... ich kanns erklären.

Sonntag waren wir eingeladen auf Suppe und Germknödel, die ich immer noch nicht selbst ausprobiert habe.

Montag habe ich mich arbeitsbedingt von gefüllten Weckerln ernährt.

Dienstag war ich mittags in einem Lokal mit leider schlechter Küche essen, aber die gebackene Scholle war wenigstens essbar. 

Von dieser ist eine Portion übrig geblieben. Die habe ich am Mittwoch zusammen mit dem Reis gegessen, der schon viel zu lange im Kühlschrank gewohnt hat. Mit einem Löffel voll Chutney.

Und heute habe ich E zu Gast gehabt und die letzten Spaghetti weich gekocht und mit Grossauers Steinpilzpesto vermengt.

Für morgen hätte ich wieder kochen geplant, aber in der Zwischenzeit trau ich mich schon fast keine Prognosen mehr abzugeben.

5. Dezember

Was ich heute gegessen habe:

einen Butterklumpen, den ich aus dem Keksteig gekratzt habe.
einen zweiten Teigrest, sehr delikat.
ein paar Brote mit was drauf (allerdings: was eigentlich?).
fünf zu dunkel geratene Kekse.
Eine Erdnuss, vom Kind geschenkt bekommen.

Und dann, als Nachtmahl, Mohnnudeln mit Ringlottenröster (Rest Teigwaren, Rest Mohn, sehr viel Zucker).

Die Zeit der Weihnachtskekse ist angebrochen!

Nikolaus

Das heutige Mittagessen, Gemüsereis mit Speck, war in zweifacher Weise gesund. Neben den obligaten Ballaststoffen und Vitaminen war der Verzehr nämlich eine kiefergymnastische Übung. Das Gemüse war eher kurzgebraten, ähem.

Während der Reis dünstete wie immer, habe ich in der Pfanne sechs Deka Speckerl langsam ausbraten lassen und dann, peu à peu, das folgende Gemüse zugegeben und mitgebraten:

ein Happerl Zwiebel, geschnitten
eine Karotte, mit dem Sparschäler in Streifen gehobelt
eine wilde Karotte, geraspelt
ein kleines Stück Sellerie, kleinst gewürfelt
einen halben Kohlrabi, geraspelt
einen Esslöffel blanchierte Erbsen (mehr waren gach nicht zu finden)

Würzen musste ich nur mit Salz und Pfeffer. Zum Schluss den Reis dazu und alles vermischen.

8. - 12. Dezember

Diese Weihnachtskeks schränken meine sonstigen kulinarischen Vergnügungen ziemlich ein.

Am Feiertag gings noch, da waren wir auf Schnitzel mit Reis und Erdäpfel-Vogerl-Salat eingeladen. Hinterher gabs Bratäpfel, zu denen muss ich mich endlich auch einmal überwinden, die schmecken wirklich köstlich.

Das Rezept? Also. Säuerliche Äpfel waschen und das Kerngehäuse austechen. Unten mit einem Stoppel aus Marzipan verschließen. Eine Füllung aus  Marmelade, gehackten Trockenfrüchten und/oder Nüssen und Gewürzen (Zucker, Zimt, Nelkenpulver, Zitronenschale, geraspelter Ingwer oder so) mischen und in die Äpfel füllen. In eine ofenfeste Form etwas Apfelsaft (und für spezielle Schnäblinge ein Stück Butter) geben, die Äpfel hineinsetzen und bei 160 bis 180 Grad Ober- und Unterhitze vielleicht eine halbe oder Dreiviertelstunde backen. Besonders für Kinder hinreichend auskühlen lassen und mit Schlagobers servieren.

Ja. Am Dienstag habe ich gefüllte Weckerl hineingestopft, aber am Abend gab es wenigstens einen Risotto einfachster Sorte: nur mit Gewürzsalz, einem kleinen Stück Butter und bei Tisch geriebenem Parmesan.

An den Mittwoch kann ich mich grad überhaupt nicht erinnern, aber gekocht werde ich sicher nicht haben.

Donnerstags dann die Weihnachtsfeier des Lieblingskurses, da hab ich mir ein Beuschel mit Knödel bestellt. 

Den halben Knödel hab ich mitgenommen, den werde ich heute küchentechnisch anreichern zu geröstetem Knödel mit Ei und Rote-Rüben-Salat, da freu ich mich schon drauf. Nämlich werde ich in wenig Öl ein geschnittenes kleines Zwiebelhapperl anbraten, den in kleine Stücke geschnittenen Knödel dazugeben und rundum anrösten (vielleicht zuerst den Knödel ins Fett und dann erst den Zwiebel?), salzen und pfeffern und zum Schluss ein Ei drüberschlagen, alles gut vermischen und stocken lassen.

Das ist doch schon was.

7. Dezember

Heute habe ich mir erlaubt, die Speckpolenta von der Maschekseite anzugehen. Hat aber ganz gut geklappt, muss ich sagen.

Weil ich nämlich die Speckerl anbraten wollte, und das Stückerl Halmrübe und das Zwieberl gleich mit. Dann wärs mir blöd vorgekommen, das ganze mit Wasser aufzugießen und zum Kochen zu bringen, nur damit ich den Maisgrieß ins kochende Wasser einrieseln lassen kann.

Also habe ich auf das bratende Zeugs den Maisgrieß einrieseln lassen, mit tibetischem Gewürzsalz gewürzt und nach zwei Minuten anrösten mit kochendem Wasser aufgegossen, zizerlweise, dass es nicht zu sehr spritzt.

Jetzt köchelte das einige Minuten, zuerst heftig, dann leise, und dann hab ich den Herd abgedreht und die Polenta noch eine Zeitlang quellen lassen.

13. Dezember

Überbackene Schinkenfleckerl mit Jägersalat hat uns die Gastgeberin heute serviert. Nachher eine Topfencreme mit Dörrzwetschken.

Der Anfang der Schinkenfleckerl geht genauso wie bei mir: Fleckerl (also Teigwaren) kochen, derweil massig Schinken in Fleckerl schneiden, anschließend beides mischen, salzen und pfeffern.

Aber dann nicht gleich auf den Teller schaufeln, sondern in eine befettete Auflaufform geben, festdrücken und mit einem Guss aus Eiern und Obers aufgießen. Nach Belieben mit geriebenem Käse bestreuen und im Backrohr bei 180 Grad ca. 50 Minuten überbacken.

14. Dezember

Nur als Vorwarnung: im Gemüsebeet gammelte tatsächlich noch ein kleines Krautkopferl vor sich hin. Von dem werdet ihr in den nächsten Tagen noch lesen. Für heute habe ich vor allem den Vogerlsalat gebraucht.

Jetzt muss ich gach aufschreiben, wie ich die heutige Kohlrabi-Polenta mit Vogerlsalat zusammengeschustert habe, sonst vergesse ich das wieder.

Zuerst hab ich dem Tiefkühler ein Packerl gewürfelten rohen Kohlrabi entrissen und ins beschichtete Reinderl getan. Dortselbst habe ich ihn bei geringer Hitze auftauen lassen, anschließend die Hitze maximiert und kochendes Wasser dazugegossen.

Dazu kam ein Brieferl Sojasauce vom Take Away-Sushi und Salz. Da hinein ließ ich ausreichend Maisgrieß rieseln, das ganze kochte einmal auf, köchelte dann ein paar Minuten leise und dann drehte ich den Herd ab und ließ die Polenta noch eine Viertelstunde quellen. Dadurch blieben die Kohlrabi-Würfel schön bissfest, was mich freute. Das Kind weniger.

In der Zwischenzeit putzte ich jedenfalls den Vogerlsalat und marinierte mit Balsamico und Kernöl. Und bei Tisch schneiten wir die Polenta mit geriebenem Parmesan ein.

15. und 16. Dezember

Gestern habe ich es mir einfach gemacht und den Rest der Polenta gegessen. Außerdem habe ich mit enem Stück Beinfleisch eine Rindsuppe gekocht.

Heute habe ich das Beinfleisch in dünne Scheiben geschnitten und gewärmt. Das Krauthapperl habe ich zu einem Paradeiskraut nach Art der Sparköchin verarbeitet. (Das nächste Mal werde ich allerdings meine Mutter nach dem genauen Rezept fragen, das heutige Beinfleisch mit Paradeiskraut und Brot war insgesamt schon eher gewöhnungsbedürftig.)

Ich hab jedenfalls das Kraut fein geschnitten, in Wasser blanchiert, das Wasser abgegossen (was mir hoffentlich einige Blähungen ersparen wird), ein kleines Glas gekochter Paradeiser dazugekippt, mit Salz und Zucker gewürzt und alles gut verrührt. Das hat dann einige Zeit bei geringer Hitze gedünstet, bis das Kraut weich war.

Und den entstandenen Saft habe ich zur Rindsuppe geleert, damit die auch einen besonderen Geschmack bekommt.

17. - 19. Dezember

Das Paradeiskraut war gar nicht so schlecht, und die Suppe danach auch nicht.

Dafür ist das Essen grad nicht so prickelnd, insgesamt, weil meist Junk Food. Gefülltes Weckerl, Döner, gefülltes Weckerl.

Nur heute wenigstens Teigwaren mit Steinpilz-Pesto, und vorher ein Rest Fenchelcremesuppe, die ich gestern gach aus 3 kleinen mehligen Erdäpfeln, einigen Fenchel-Jungtrieben, die wider Erwarten aus einer ausgewachsenen Pflanze nachgetrieben sind, Salzwasser und etwas Obers fabriziert hatte. (Gestern haben wir sie abends mit aufgebackenem Pizzabrot verzehrt, da war für das Kind die Welt in Ordnung.)

20. Dezember

Oh, das war heute ein widerspruchsvolles Mittagessen. Weil ich mir auch eingebildet habe, während der Keksback-Session nur eine gehaltvolle Kürbiscremesuppe mit Gebäck zu servieren.

Dabei war eh alles wie immer. Zuerst habe ich die Kürbiswürfel (diesmal tiefgekühlt, weil ich wieder einmal eine Tiefkühler-Entleerungs-Aktion gestartet habe) mit einem mehligen Erdapfel, Salz und Kümmel gekocht, dann püriert, mit Obers aufgegossen und nachgewürzt. Mit einem Hauch osmanischer Gewürzmischung.

Der Fehler war vermutlich, wenn ich mich in das Kind hineinversetze,  dass kein Speck drin war.

21. Dezember

Heute habe ich mich zusammengerissen und eine gebratene Stelze mit warmem Krautsalat mit Speck und Reis auf den Tisch gestellt. Sehr ausgiebig und sehr köstlich. Von den Resten werde ich morgen auch noch gut leben.

Seit den Siebzigerjahren, als sie modern wurden, liebe ich die Bratfolien. Ich muss nix aufgießen, das Backrohr ist nachher nicht versaut, die Krusterln sind genau richtig bissfest und resch - super. Ich habe also die ziemlich wertvolle Stelze vom Sonnenschwein (labonca.at) schwartenseitig leicht eingeritzt und das Ding rundum mit einer Mischung aus Salz und gehacktem Knoblauch eingerieben. Ein bisserl vom Kümmel hab ich auch draufgestreut.

Jetzt kam die Stelze  ordnungsgemäß in die Bratfolie und wurde bei vorgeheizten 220 Grad (das stand zwar in der Anleitung, war der Folie aber zuviel, leider) drei Stunden dort belassen. Danach löste sich das Fleisch super vom Knochen, muss ich sagen. Und der Saft schmeckte auch wunderbar - und ergab einen Tag später ein köstliches Bratlfett. Der einzige Wermutstropfen war die Tatsache, dass die Folie an der Oberseite zerbröselte, aber das hab ich ihr verziehen, schließlich lag die Packung schon seit zehn Jahren im Kuchlkastl. Wir haben die Flankerl weggezupft, und ging schon.

Zum Reis muss ich, glaub ich, nichts weiter sagen. Aber der Krautsalat war eine neue Herausforderung. Zuerst hab ich ein halbes Kilo vom eigenen Kraut nudelig geschnitten, gut eingesalzen (mit der Wahnsinnsmenge an Salz, für meine Verhältnisse), mit wenig Kümmel bestreut und dann alles mit der Hand gut durchgeknetet.

Das ruhte dann etwa eine Stunde, aber es war mir eh nicht fad in der Zeit. Da hab ich nämlich aus Einlegeessig, Zucker und Wasser eine süße Wiener Marinade gerührt und außerdem 7 Deka Jausenspeck in feine Streifen geschnitten, die in einer Pfanne langsam ausbraten lassen, sie aus dem Fett gehoben, in dieses Fett die Marinade gegossen und mit dieser ziemlich warmen Marinade später das Kraut übergossen.

Vorher hab ich das Kraut allerdings gut ausgedrückt und den Saft abgegossen. (Und nachher kamen die Grammeln noch oben auf den Salat.)

Außerdem hatten wir eine Schüssel voll Vogerlsalat, ganz saisonal.

22. und 23. Dezember

Gestern gab es, wie angekündigt, Reststelze. Und heute gab es Reste allgemein, und eine Grießnockerlsuppe.

Weil ich nämlich nicht widerstehen konnte und den Knochen von der Stelze in reichlich Wasser mit Knoblauch und Salz und Lorbeerblatt ausgekocht habe. Dann habe ich ihn entfernt und - aus dem Tiefkühler - ein Packerl Suppengrün zugegeben und nochmals eine Dreiviertelstunde geköchelt.

In eine klare Suppe muss aber jetzt unbedingt eine Einlage, und ich wollte nicht schon wieder Buchstaben kaufen.

Also nahm ich das übrig gebliebene Ei vom Backen, eine Scheibe von der Butter, etwas Salz und zwei kleine Handvoll Dinkelgrieß, vermengte alles gut und ließ den Teig eine Stunde im Kühlschrank rasten.

Danach hab ich mit zwei Teelöffeln Nockerl geformt und die in Salzwasser mehr ziehen als kochen lassen. Grießnockerl brauchen relativ lang, bis sie auch in der Mitte durch sind, etwa 15 bis 20 Minuten, aber wir lieben sie sehr.

24. - 30. Dezember

Ich hab leicht den Überblick verloren.

Die ersten Tage hab ich ja noch aufgeschrieben. Am Heiligen Abend war es der berüchtigte Karpfen auf dem Erdäpfelbett, und es war ein gekaufter Karpfen, bio zwar, aber der Fisch hat trotzdem bei weitem nicht so gut geschmeckt wie der selbst geangelte. Aber sonst war alles wie immer. Als Nachspeise habe ich ein neues Rezept ausprobiert, nämlich die "einfache Schokocreme", aber diese einfache Creme hat mir mein Milchhäferl sowas von verbrannt, dass ich das nochmal versuche, bevor ich euch das Rezept angedeihen lasse.

Am Christtag waren wir auf Ganslhaxerln mit Erdäpfeln, Reis und Jägersalat (also Chinakohl) eingeladen, mit einer Marillen-Topfen-Creme - aus gefrorenen Marillen zubereitet, falls jemand nach der Saisonalität fragt ...

Am Stefanitag haben wir den Rest vom Mangoldreis gegessen, und ich hab ein Stück vom Karpfenrest dazugegessen. (Den Rest habe ich eingefroren, für später einmal.)

Danach verliert sich die Spur. Vom Samstag weiß ich nur, dass es abends ein schmackhaftes Buffet gab, mit unter anderem einem Hendl, das ich bei Gelegenheit nachkochen muss, und um Mitternacht statt der üblichen Gulaschsuppe eine Currywurst, die wirklich was konnte.

Am Sonntag haben wir uns die Buffetreste aufgewärmt, das war vor allem Hendl, Schnitzel und Erdäpfelgratin.

Am Montag war ich unterwegs und hab gefüllte Weckerl gegessen, und heute waren wir beim Chinesen auf gebratene Nudeln mit Gemüse und hernach gebackene Bananen.

Morgen würde ich gern selber kochen, aber mittlerweile trau ich mich gar nimmer, Prognosen abzugeben, denn für heute hätte ich das auch schon vorgehabt.