Der Sparküche-Blog.

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28. bis 30. September

Also: am Sonntag waren wir auf ein Wunschkonzert-Essen eingeladen, nämlich Spaghetti Bolognese ohne Salat. (Ratet mal, wer wünschen durfte.)

Am Montag hab ich gekocht, und zwar Couscous mit gebratenem Gemüse, und am Dienstag haben wir uns mittägliche Würstel gegönnt. 

Montags konnte ich mich lange nicht entscheiden, welche Beilage es denn werden sollte. Dass die Gemüsereste weg müssen, war aber schon klar. Derzeit bin ich nämlich - wieder einmal - dabei, meine Vorräte aufzubrauchen, und jetzt ist die Auswahl nimmer so groß. (Aber groß genug, macht euch keine Sorgen.)

Jedenfalls war der Entschluss dann, den Couscous zu reduzieren, also eine Handvoll in ein Schüsserl, Salz drauf, kochendes Wasser drauf, ziehen lassen.

Für das gebratene Gemüse hab ich es auf mich genommen, jede Sorte einzeln zu braten. Zuerst die Kirschparadeiser, die in wenig Schmalz rundherum mehr gewärmt als gebraten wurden, dann - zusammen mit einem Löffel gehackten Zwiebels - eine klein gewürfelte Mini-Melanzani und zum Schluss drei längs halbierte Mini-Zucchini.

Hat, liebevoll arrangiert, auf dem Teller nett ausgeschaut, und geschmeckt hats auch gut.

1.10.14 10:07, kommentieren

1. Oktober

Der Rahm muss weg. Die Kirschparadeiser auch, ungefähr drei Kilo, aber die werde ich nicht alle als Mittagessen derpacken. Die fülle ich gekochterweise wieder in Gläser; nachdem das Wasser in der Küche wieder funktioniert, gibts keine Ausrede mehr.

Ein paar von den Paradeisern gibts aber schon heute mittag, nämlich als Paradeissalat zu Braterdäpfeln mit Kräuterrahm.

Unter letzterem stellt euch bitte nicht zuviel vor. Das Wetter ist feucht und ich hab nicht die geringste Lust, ins Gemüsebeet zu steigen. Also kratze ich aus den entsprechenden Bechern im Tiefkühler Petersil und Dille, und mit Salz und Pfeffer und vielleicht osmanischer Gewürzmischung wird das schon schmecken.

Die Erdäpfel dämpfe ich weich, dann schäl ich sie und brate sie im neuen Emailpfanderl im letzten Rest Schmalz knusprig. Ich freu mich schon!

1.10.14 10:08, kommentieren

2. und 3. Oktober

Gestern hatte ich schwer vor zu kochen, aber des Vormittags kam eine unerwartete und ziemlich üppige Jause daher, so dass das Mittagessen wegen Überfüllung leider entfallen musste.

Heute war es Chaoskochen mit der Sparköchin, Folge 37. Das Ergebnis zieht als Pasta-Gemüse-Pfanne gerade durch.

Die Ernte ist im wesentlichen eingefahren, mehr oder weniger, je nachdem, wie sehr die Witterung dem Gemüse geschadet hat. Beim heutigen Kontrollgang haben sich noch die folgenden Dinge gefunden: ein Mini-Zwieberl. Zwei Mini-Zucchini. Eine Handvoll Fisolen, von denen zum Teil nur noch die Bohnerln verwendbar sind. Von der Stangensellerie hab ich noch einen Stengel daheim gehabt, und Kräuter hab ich auch ein paar gepflückt. Ja, und sieben Himbeeren, nicht zu vergessen.

Zuerst hab ich vier Deka Speck zerkleinert und gemeinsam mit dem letzten Teelöffel Schmalz in die Pfanne getan. Gleichzeitig hab ich die Fisolen bzw. Bohnen köcheln lassen. In der Pfanne ist dann nacheinander alles gelandet, in zerkleinerter Form natürlich, und hat scharf gebraten. 

Als die Fisolen/Bohnen fertig waren, hab ich die Teigwaren (Kartoffelspiralen, um genau zu sein) gekocht. In der Zwischenzeit hab ich das Gemüse mit Tibetanischem Gewürzsalz bestreut und einen Rest gekochter Paradeiser drübergekippt.

Die fertigen Teigwaren hinein, alles gut umrühren und wie erwähnt kurz durchziehen lassen. Und die gewaschenen Himbeeren mit Rahm und Zucker vermischen, für die Nachspeise.

3.10.14 11:26, kommentieren

4. und 5. Oktober

Zwei Tage Fremdverzehr. Das Kind war begeistert. Gestern die Lieblingspizza.

Und heute, nach dem Rundgang auf dem Flohmarkt, mussten wir uns unbedingt sofort mit einem dort anwesenden Grillhenderl stärken.

Dabei hatte ich schon in der Früh eine Portion Couscous gebrüht, weil ich gefülltes Gemüse aus dem Rohr servieren wollte. Na, das hat sich das Kind erspart, das mach ich mir morgen, nur für mich allein ...

5.10.14 20:47, kommentieren

6. und 7. Oktober

Gestern hätte ich ja gern gekocht, allerdings kam ich nicht dazu. Nach einer ordentlichen Portion Sushi Take Away hat es mir aber endgültig gereicht, und heute wurde gekocht.

Weil ich aber zu lange vor dem Computer saß, hats mir dann pressiert, und es gibt heute überbackenes mediterranes Gemüse auf Paradeisern, Methode zack-zack.

Ein Glas gekochter Paradeiser in die Auflaufform kippen. Einen Zucchini und eine Mini-Melanzani längs halbieren, mit der Schnittseite nach oben auf die Paradeiser legen und salzen. Drei gehäufte Esslöffel Couscous mit einem Ei, Salz und Pfeffer und einem gehäuften Esslöffel geriebenem Parmesan vermengen, auf das Gemüse streichen, mit einem weiteren Esslöffel Parmesan bestreuen und ins Rohr damit.

Das bleibt dort bei 200 Grad 40 Minuten, weil länger hab ich nicht Zeit.

7.10.14 12:00, kommentieren

8. und 9. Oktober

Naja, zumindest jeden zweiten Tag krieg ich was auf den Tisch. Heute hab ich das System von vorgestern noch einmal strapaziert, weil immer noch eine Handvoll betriebsbereitem Couscous da war und die blanchierten Mangoldblätter auch noch, jessas.

Also hab ich die endgültig vorletzten Mini-Paradeiser halbiert und damit den Boden meiner kleinen Auflaufform bedeckt. Salz und Zucker drüber. Die blanchierten Mangoldblätter schön ausgebreitet und jeweils einen Klecks von der Fülle drauf, seitlich eingeschlagen und zu einem Packerl gerollt.

Insgesamt fünf Packerl hab ich auf die Paradeiser geschlichtet und zum Schluss mit Sonnenblumenöl beträufelt. Bei 195 Grad Ober- und Unterhitze auf der untersten Schiene war das dann ca. 40 Minuten im Rohr. Also eigentlich eine halbe Stunde, und dann bin ich gegangen und hab vorher den Herd abgedreht, und als ich wieder kam, wars immer noch lauwarm. 

Ach so, die Fülle: den Rest vom Couscous, ein bisserl tibetanisches Gewürzsalz, ein Ei, je einen gehäuften Esslöffel geriebenen Parmesan und klein gewürfelten Speck - oder was halt sonst da ist - gut vermengen.

Und wie heißt das jetzt? Mangold-Couscous-Rouladen auf Schmorparadeisern klingt doch gut, oder?

9.10.14 21:25, kommentieren

10. Oktober

Die schlechte Nachricht ist: in meinem Grieß sind die Motten. Die gute Nachricht ist: man kann auch mit Maisgrieß ein Grießkoch machen. Natürlich nenne ich es nicht Grießkoch, sondern süße Rosinen-Polenta mit Apfelmus.

Die Milch zum Kochen bringen und zwei Löffel Zucker und ein paar Rosinen hineinschmeißen. Polentagrieß - wenig! - einrieseln lassen. Unter ständigem Rühren einige Minuten köcheln lassen. Bei kleinster Hitze ca. 20 Minuten quellen lassen.

Ein besonderer Genuss ist das mit frischem Apfelmus - oder mit leicht angewärmtem.

 

PS: die zweite gute Nachricht ist: die Hendln werden den belebten Grieß vertilgen wie nix.

10.10.14 14:15, kommentieren

11. Oktober

Die wirklich sehr schlechte Nachricht ist: die Motten sind nicht nur im Grieß gewesen. Der beschauliche Samstagmorgen heute war keiner, weil ich wie die Wilde die Vorräte im Kuchlkastl zerpflückt und zum Teil aussortiert habe. Bei den grobkörnigeren Sachen wie Reis und Buchstaben (also die Suppeneinlage) hab ich es auf mich genommen, durchzusieben. Beim Mehl und auch bei der ganz offensichtlich bewohnten Hirse hab ich das gleich lassen.

Jedenfalls gibt es anlassbezogen heute nach einer Buchstabensuppe ein gebratenes Zucchinigemüse mit Polenta.

Die Suppe hatte ich im Tiefkühler, hab sie mit Wasser verdünnt, gesalzen und eine große gewürfelte Karotte sowie einen Zweig Sellerieblätter dazugegeben und alles nochmal zwanzig Minuten köcheln lassen. Dann die Buchstaben dazu und nochmals zehn Minuten gekocht.

Dann hab ich den (sauberen) Polentagrieß in ordentlich kochendes Salzwasser gekippt, gut durchgerührt, noch ein bisserl köcheln lassen und dann: Deckel drauf, Herd abdrehen, quellen lassen.

Den Rest von der sehr großen Karotte hab ich, so wie den Rest vom Speck auch, in dünne Scheiben geschnitten und in heißem Sonnenblumenöl gemeinsam mit zwei geschnittenen Knoblauchzehen und ein paar Rosmarinnadeln scharf angebraten. Derweil hab ich den Rest vom Riesenzucchini geschnitten und dazugegeben. Nach ein paar Minuten habe ich gesalzen und ein Sackerl von der Take-Away-Soyasauce drübergeleert. Rühren und braten, braten und rühren und dann vom Herd nehmen und durchziehen lassen.

Über die Polenta werden wir sicher geriebenen Parmesan streuen, so wie ich uns kenne.

Was ich heute auch gemacht habe, zum ersten Mal: die schon seit einiger Zeit im Gemüsefach vegetierenden Melanzani, mittlerweile runzlig, aber sonst noch guter Dinge, habe ich längs aufgeschnitten und die Schnittflächen gesalzen. Dann ab ins Rohr damit und bei angeblich 180 Grad eine Stunde garen. Ich werde das prüfen.

11.10.14 12:22, kommentieren

12. und 13. Oktober

Gestern waren wir auf Apfelspalten eingeladen (Apfelringe in einen festen Palatschinkenteig tauchen und in einer Pfanne mit Öl beidseitig herausbacken), heute habe ich Couscous mit Karotten-Melanzani-Gemüse gegessen.

Dazu habe ich eine ordentliche Karotte mit dem Sparschäler in dünne Streifen gehobelt und gemeinsam mit einem geschnittenen Zwieberl in etwas Sonnenblumenöl angebraten.

Gewürzt habe ich mit Salz und Zitronenpfeffer, allerdings zuviel, das war also ziemlich scharf. (Dafür hatte ich nachher total warme Hände.) Jedenfalls habe ich mit wenig Wasser abgelöscht und das Gemüse noch drei Minuten dünsten lassen. Außerdem habe ich die ausgekratzte Melanzani von gestern dazugegeben.

Darunter habe ich den mittlerweile fertigen Couscous gemischt.

 

Weil ich den Rest vom Couscous nicht aufheben wollte, habe ich mir gerade eine Art Nachspeise gezaubert: Ich habe Zucker drübergeleert und einige Esslöffel Joghurt dazugegeben und alles gut verrührt. Schmeckt mir!

13.10.14 18:51, kommentieren

14. Oktober

Weil heute ausnahmsweise das Kind beim Tisch saß, hab ich in die Fusilli nach Art des Hauses fast nur Sachen reingetan, die es mag. Nur die Sellerie hab ich ihm untergejubelt, aber davon später.

Zuerst hab ich den Rest der Spiralen auf den herd gebracht - kann eine auch als Vorteil sehen, dass die Vorräte aber jetzt wirklich gach weg müssen wegen der Motten, da wird wenigstens wieder ordentlich gekocht.

Der zweite Schritt war, in reichlich Sonnenblumenöl eine ordentliche Portion Speckerl (so nennt das Kind meinen in dünne Streifen geschnittenen Speck) und ein geschnittenes Zwiebelhapperl anzubraten.

Nach einer Weile kam tibetanisches Gewürzsalz dazu und ein eher kleines Stück von einem Selleriestängel, in sehr kleine Würferl geschnitten. Die Arbeit hat sich gelohnt: ich musste sie nur zwei oder drei Minuten mitbraten, und sie haben gar nicht gestört. Im Gegenteil, die kleinen knackigen Teile haben uns durchaus gemundet.

Exkurs: ich hab nämlich entweder im Frühjahr die falsche Sorte Sellerie gekauft oder der Nicht-Sommer hat die Knollen verkümmern und die Blätter zu ausladendem Buschwerk werden lassen. Jedenfalls gibts Grünes zuhauf, und das mische ich uns immer mal wieder ins Essen.

Ja, das wars auch schon. Die letzten sechs ur-sauren Kirschparadeiser kamen auch noch in die Pfanne und wurden kurz angebrutzelt, und dann kamen schon die Teigwaren drauf und wurden untergemischt. 

Und weil ich in meiner grenzenlosen Euphorie bei SOS Parmesan wieder Nachschub bestellt habe, haben wir die Gelegenheit genützt, uns reichlich vom Vorrat drüberzustreuen.

Jedenfalls sind nach diesem Essen zwei Dinge klar: erstens gibts vom Kochwasser morgen eine Suppe. Zweitens sind einige Spiralen übrig geblieben. Ich werde mich zusammenreißen und sie nicht als Mohnnudeln vertilgen, sondern hoffentlich einen Grenadiermarsch draus basteln. 

Mehr davon später.

14.10.14 18:44, kommentieren

15. bis 17. Oktober

Zweimal habe ich mich fremd ernährt, aber den Grenadiermarsch habe ich mir gemacht.

Ich hab in der Früh drei Erdäpfel gedämpft und geschält. Mittags hab ich reichlich Sonnenblumenöl erhitzt und ein geschnittenes Zwiebelhapperl drin glasig gedünstet. Dann die in Scheiben geschnittenen Erdäpfel dazu und rundum angebraten.

Gewürzt habe ich mit Salz und Osmanischer Gewürzmischung. Zum Schluss habe ich die Teigwaren von gestern dazugemischt und alles kurz durchziehen lassen.

17.10.14 17:32, kommentieren

18. bis 20. Oktober

Über die letzten beiden Tage schweige ich besser. Heute stehe ich aber wieder senkrecht und fabriziere mir gerade Priesterwürger mit Steinpilzpesto, einfache Art.

Einfach deshalb, weil ich zwar die Pasta koche (Strozzapreti), aber dann ein Glas von Grossauers hervorragendem Pesto öffnen und einen Löffel davon drübergeben werde.

Als Nachspeise gibt es eine frisch aus der Tschechei importierte gefüllte Oblate mit Kirschengeschmack.

Als Vorspeise gibt es keine Fenchelcremesuppe, weil mit der im Glas irgendwas passiert ist, das ich leider überhaupt nicht nachvollziehen kann. Gemacht hab ich es so wie immer: Zerkleinerten Fenchel mit ebensolchen Erdäpfeln in Salzwasser kochen, pürieren und heiß ins Glas füllen. Dieses stand dann einige Wochen nicht im Kühlschrank. Die festen Teile haben sich unten abgesetzt, aber das ist bei den Paradeisern auch oft so.

Jedenfalls hab ich das Glas geöffnet, das Vakuum war intakt, und die kleine Luftblase nicht beachtet, die da aufstieg und, eh wie immer, die Nase reingehalten, um die Genießbarkeit zu testen.

Damit hätte ich mir Zeit lassen sollen, denn ich hab eine Nase voll unglaublicher Luft abbekommen. War ungefähr eine Mischung aus Fenchel und eingeschlafenen Füßen, die in ungewaschenen Socken stecken, aber kräftig, kann ich euch sagen. Das Aroma hat sich dann derart im ganzen Raum ausgebreitet, dass ich das Glas geschnappt habe und den Inhalt stantepede im Klo entsorgt habe. Sorry, liebe Ratten und Fische. Ging nicht anders.

Ich musste echt lüften danach. Eigentlich ein super Rezept für Stinkbomben, nur weiß ich nicht, ob sich da auch irgendwas Giftiges gebildet hat. Kann ich mir aber nicht vorstellen.

Langer Schreibe kurzer Sinn: keine Fenchelcremesuppe heute.

20.10.14 12:02, kommentieren

21. Oktober

Als ich vor vielen Jahren zwei Kinder zu Gast hatte, blickte das Größere auf den Teller und meinte: "Das wird der M nicht essen, weil der isst immer nur, was die Mama isst, und die Mama isst immer nur Eierspeis."

Seitdem habe ich immer ein komisches Gefühl, wenn ich eine solche auftische. Im Laufe der Jahre habe ich mir dann angewöhnt, sie mit immer mehr Zeugs anzureichern, so dass die Eier, die dann drüber kommen, eher nur mehr Beiwerk sind ... deshalb nenne ich das heutige Essen auch Gemüse-Eier-Pfanne mit Gebäck.

(Genau genommen habe ich auf dem Markt ein türkisches Fladenbrot erstanden.)

Die gekeimten, schon grün gefärbten Sojasprossen habe ich bissfest gekocht und parallel dazu in der Pfanne in einem Esslöffel Öl circa 7 Deka Speckerl, ein halbes Zwiebelhapperl in Ringen und 10 Zentimeter Selleriestängel, klein gewürfelt, angebraten.

Nach einigen Minuten kamen zwei Esslöffel der Sojasprossen dazu, wurden kurz angebraten, und dann würzte ich mit Salz und einem Haucherl Osmanischer Gewürzmischung. 

Jetzt zwei Eier drüber, kurz verrühren, stocken lassen und als Abschluss einen gehäuften Esslöffel geriebenen Parmesan drüberstreuen.

Oh, war das köstlich. Gemeinsam mit der kräftigen Hühnersuppe vorher ein optimales Essen. Es hat nur so geschmatzt, heute bei uns am Tisch.

21.10.14 18:10, kommentieren