Der Sparküche-Blog.

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27. Juli bis 3. August

Liebe LeserInnen,

ich sag es ungern, aber offensichtlich habe ich - oder hat mein Computer - größere Schwierigkeiten mit dem Internet. Seit einer Woche versuche ich zu bloggen. Daher wird das heute ein langer Eintrag. Weil ich nicht weiß, wie lange mir das Blogger-Glück hold ist ...

 

Also.

 

27. Juli

Das Gemüsebeet hat einiges hergegeben, und ich habe gleich alles verwertet. Weil ich einen fast ausgewachsenen Fenchel hatte, habe ich unter einer Erdäpfelpflanze zwei kleine Erdäpfel hervorgestierlt und folgerichtig daraus eine Fenchelcremesuppe gekocht, die ich nur gesalzen, püriert und mit Obers verfeinert habe.

 

Danach gabs eine Gemüseeierspeis mit Brot, mit Paradeisern, Fisolen und Zwiebeln. Weil vom Grillen Rostbratwürsterl übrig waren, hab ich die vorher in Öl gebraten, warm gestellt und in derselben Pfanne die Eierspeis gemacht. Und dann hab ich alles zusammen serviert, und es ist nix übrig geblieben.

 

 

28. Juli

In der Packung mit den Rostbratdingern waren noch neun Stück, die wurden wieder gebraten, aber diesmal mit Eiernockerln und grünem Salat serviert. Für die Eiernockerl hat meine Mutter 2 Eier, 20 Deka Mehl genommen, gesalzen und soviel Wasser dazugegeben, dass ein dickflüssiger zäher Teig entstand.

 

Den hat sie durch eine grobe Reibe in kochendes Salzwasser gestrichen, so dass Nockerl kochten. Die kann man nach 3 oder 4 Minuten schon wieder rausschöpfen und in heißer Butter "abschmalzen", und vielleicht kann man in der heißen Butter auch noch  gehackten Zwiebel rösten, bevor die Nockerl dazukommen.

Jedenfalls  werden dann zwei Eier drübergeschlagen und alles so lange vermischt, bis die Eier gestockt sind.

 

Aus gegebenem Anlass gabs als Nachspeise Feigen. Aus eigener Ernte. Sehr köstlich.

 

 

29. Juli

Ich habe mir eingebildet, wieder einmal Teigwaren zu kochen, und das einzige vorhandene Packerl waren original italienische Strozzapreti in verschiedenen Farben. Na gut. Dann eben Pasta mit Gemüsesauce.

 

Für diese habe ich ca. 5 Deka Speck geschnitten und in der Pfanne langsam ausgelassen, darin gehackten Knoblauch und wenig Rosmarin gebraten, eine gewürfelte Melanzani (aus eigener Ernte) mitgebraten und nach einigen Minuten mit einem kleinen Glas gekochter Paradeiser aufgegossen.

 

Das alles hat nochmals einige Minuten geschmurgelt, bevor ich die gekochten Teigwaren untergemischt habe. Auf meine Portion kam ein Teelöffel Chilipaste (eindeutig zuviel!) und etwas geriebener Parmesan. 

 

Und es hat mir nicht geschmeckt. Das muss, so blöd das klingt, die Pasta gewesen sein. Na ja. Als Nachtisch gabs ein Schüsserl weiße Ribiseln, die waren dafür sehr schmackhaft.

 

 

30. Juli

Das Gemüsebeet ist das einzige, was von dem heurigen Nicht-Sommer profitiert: alles wächst. Unter anderem drei Pflanzen, die ich als Kürbisse gesetzt habe, die sich aber, fürchte ich, als Zucchini entpuppen. Was deppert ist, weil ich Zucchini nicht einfach den halben Winter über aufheben kann, sondern gleich verarbeiten muss, und das ist bei den Mengen ganz schön anstregend.

 

Jedenfalls gab es heute Zucchinicremesuppe  aus dem gestigen Pastakochwasser (das Gemüse nur gestampft, weil mein Stabmixer hin ist, war aber trotzdem gut), mit Milch verdünnt. Und danach Käsepolenta mit Zucchinigemüse.

 

Weil ich zuviel Milch zuhause hatte, habe ich knapp einen halben Liter zum Kochen gebracht, gesalzen und entsprechend Maisgrieß eingerührt, einmal aufkochen lassen und dann bei geringster Hitze eine knappe halbe Stunde quellen lassen. Kurz vorm Essen habe ich einen Rest geriebenen Parmesans und einen Esslöffel gehackten Petersil eingerührt.

 

Während die Polenta also gequollen ist, habe ich ein Stück Zucchini geraspelt und mit einem Schluck Obers und etwas Salz bissfest geköchelt. Den Überschuss an Flüssigkeit habe ich mit einem Teelöffel Grieß gebunden.

 

Der Nachtisch? Braucht ihr gar nicht zu fragen in der nächsten Zeit. Feigen.

 

 

31. Juli

Heute war es nur ein Grießkoch, aber an dem ist mir misslungen, was immer misslingen kann. Zuviel Zucker erwischt (ja, das geht!), zuviel Grieß erwischt - steinhart, bröselig. Und das falsche Kakaopulver. War kein Erfolgserlebnis.

 

 

1. August

Aber heute! Heute habe ich das mit dem Maisgrieß nochmals probiert und eine Zucchinipolenta mit Speckfisolen fabriziert.

Erst habe ich den geschnittenen Speck ausgelassen und die blanchierten Prinzessbohnen - es lebe mein Gemüsebeet! -  drin gebraten. Und warmgestellt.

 

In derselben Pfanne habe ich ein Vierterl Wasser mit einem Schuss Obers aufgekocht, gesalzen und entsprechend Maisgrieß eingerührt. Das hat zwei Minuten geköchelt, und ordentlich geblubbt, dann habe ich zwei Handvoll Zucchiniwürfel dazugeworfen, eingerührt und wie gewohnt 25 Minuten quellen lassen. Und dann noch gach einen Rest geriebenen Parmesans eingerührt.

 

Das muss ich mir echt merken.

 

 

2. August

Meine Mutter hat einen Schweinsbraten gezaubert. Herrlich, aber fragt mich nicht über die Details aus. (Der Kinderkoch hats vorige Woche eh vorgezeigt.) Es gab Reis und Gurkensalat dazu.

 

Nachher: Feigen, eh klar.

 

 

3. August

Heute habe ich den Kühlschrank meiner Mutter auf Restln untersucht und außerdem zwei kleine Melanzani aus eigener Ernte verwertet. Zu gebratener Hühnerleber mit Melanzani-Feigen-Gemüse. Als Beilage gab es einen Rest Reis von gestern und Fladenbrot. Vorher gab es Rindsuppe (aus dem Kühlschrank) mit selbst gemachten Grießnockerln - mein Super-Rezept: 1 Ei, 1 eischwer Butter, 2 eischwer Grieß, Prise Salz.

 

Begonnen habe ich mit der Hühnerleber, die ich in zwei Esslöffeln Olivenöl rundherum scharf angebraten und dann rausgenommen und warmgestellt habe. Im Bratrückstand habe ich einen kompletten in Ringe geschnittenen Jungzwiebel sowie ein paar Rosmarinnadeln gebraten, dann die gewürfelten Melanzani dazugegeben und ordentlich weitergebraten.

 

Dann habe ich mit Salz und Pfeffer gewürzt und zwei kleine Paradeiser dazugeschnitten. Umrühren, Deckel drauf, schmurgeln lassen. Zum Schluss drei geschälte gewürfelte Feigen unterheben, Leber drauf, Deckel drauf, einige Minuten ziehen lassen und derweil die Suppe essen.

 

PS: Das Kochwasser von den Nockerln wird morgen dazu verwendet, um das Zucchinigemüse aufzugießen. Aber nicht von mir.

4.8.14 08:11, kommentieren

4. August

Heute scheint mein myblog-Glückstag zu sein, deshalb schnell das heutige Menü gebloggt. Nichts Außergewöhnliches. Die Milch muss weg. Grießnockerl von gestern sind auch noch da. Also öffne ich ein Glas vom Spargelfond und lege einen Teil der Nockerl ein (das Kind soll abends auch noch was davon haben) und erhitze beides. Danach serviere ich mir, eine Synfonie in Grieß, einen Grießschmarrn mit Pfirsichkompott.

Für diesen habe ich zwei Handvoll Grieß in den Becher getan, ein Ei dazugeschlagen, mit einer Prise Salz gewürzt und ein gutes Achterl Milch drüber geleert. Das quillt jetzt eine gute halbe Stunde. Dann werde ich alles gut abrühren, in der Handgeschmiedeten ordentlich Butter erhitzen und die Masse hineinleeren. Kurz die Unterseite fest werden lassen und dann, eh wie immer, spachteln und rühren und rühren und spachteln, bis die Flüssigkeit verdampft ist und der Schmarrn durch.

Auf die üblichen Rosinen verzichte ich, dafür gibts jede Menge Honig oder Staubzucker drüber.

4.8.14 11:31, kommentieren

5. bis 10. August

Die letzten Tage war ich nicht oft daheim und habe in verschiedenen Küchen gekocht. War sehr interessant!

Letzten Dienstag war ich im Gemüsebeet und kochte folgerichtig nach einer Fenchelcremesuppe einen Was-ich-so-finde-Risotto mit Paradeis-Gurken-Salat.

Zuerst habe ich in wenig Öl den streifig geschnittenen Speck (den hab ich nicht im Gemüsebeet, sondern im Kühlschrank gefunden, nur der Ordnung halber) und eine frisch geerntete Knoblauchzehe angebraten, dann eine gewürfelte Melanzani dazugegeben und kurz mitgebraten.

Dann gings weiter wie üblich: Reis dazugeben, kurz mitrösten, mit heißem Wasser aufgießen, salzen, Hitze reduzieren und zugedeckt schmurgeln lassen, hin und wieder umrühren.

In der Zwischenzeit wurde das Gemüse für den Salat geschnitten und aus einem ausgewachsenen Fenchel, einem übermütig aus der Erde gezupften Erdapfel, Wasser, Salz und am Schluss etwas Milch eine Suppe gekocht, in die dann Semmelwürferl als Einlage dienten.

Und ganz am Schluss kam eine Handvoll gehackter gemischter Kräuter in den Risotto.

 

Am Mittwoch war immer noch genug Gemüsezeugs da, um eine Was-weg-muss-Pasta zu fabrizieren. Weg musste vorher auch der Rest von der Fenchelcremesuppe, übrigens.

Während die Fleckerl kochten, hab ich wie am Vortag in der beschichteten Pfanne Speck mit wenig Schmalz gebraten und dazu ein frisches Zwiebelhapperl geschnitten und angebraten. Dann hab ich mit Salz und Pfeffer gewürzt, eine Handvoll blanchierter geschnittener Fisolen und ein kleines Glas gekochter Paradeiser drübergegeben - die ersten frischen aus eigener Ernte sind mir zum Kochen noch zu schade! - und alles gut geschmurgelt.

Da hinein kamen die Teigwaren, alles wurde gut vermischt und dann habe ich zwei Eier drübergeschlagen und gut eingerührt.

Hat uns ausgesprochen gut geschmeckt.

 

Am Donnerstag waren wir auf einen Reisauflauf eingeladen, der diesmal, den häuslichen Vorräten folgend - mit Äpfeln und Feigen gefüllt war.

Das Grundrezept ist, Rundkornreis in Milch weich zu kochen und derweil einen Abtrieb aus Butter, Zucker und Dottern mit einer Prise Salz zu rühren. Da hinein kommt der abgekühlte Reis, danach wird der Eischnee untergehoben.

Die Hälfte der Masse in eine befettete Form, darauf das Obst, der Rest von der Masse drüber und ab ins Rohr, bei 200 Grad eine gute halbe Stunde, bis er halt hellbraun ist.

 

Freitag dann wollte ich die Handvoll Fisolen wegbringen, die immer noch im Kühlschrank war, und hab mir gebratene Knackwurst mit Fisolen-Polenta überlegt. Dazu wieder einen Paradeis-Gurken-Salat, wir haben´s ja.

Weil die Milch wegmusste, hab ich den Maisgrieß in gesalzener Milch geköchelt, ganz wenig osmanische Gewürzmischung eingestreut und die blanchierten fein geschnittenen Fisolen eingerührt. Das war dann bei kleinster Hitze eine knappe halbe Stunde am Herd, bevor ich einen gehäuften Esslöffel geriebenen Parmesan - auch so ein Rest! - eingerührt habe.

Die Knackwurst hab ich schräg in Scheiben geschnitten und in wenig Öl beidseitig gebraten.

 

Am Samstag ließen wir uns wieder bekochen und schmausten gefüllte Paprika mit Paradeissauce und Erdäpfelschmarren.

Ist nicht so schwierig, aber langwierig ... das Faschierte mit einer eingeweichten Semmel, einem Ei und allerhand Gewürzen abrühren und in die Paprika stopfen, denen man zuvor einen Deckel abgeschnitten und die Kerne entfernt hat. In eine ausgefettete Form geben und eine gute Stunde bei knapp 200 Grad im Ofen lassen.

In der Zwischenzeit die Erdäpfel kochen, schälen und in einer Pfanne in mäßig viel Fett ein zerschnittenes Zwiebelhapperl anbraten. Die Erdäpfel dazugeben, mit einer Gabel zerdrücken und unter Rühren bis zum gewünschten Bräunungsgrad anrösten.

Für die Paradeissauce ein großes Glas passierter Paradeiser in den Topf geben, salzen, zuckern und erhitzen und dann entweder zu einer Einbrenn aus Fett und Mehl geben oder ein Gmachtl aus kaltem Wasser und Speisestärke einrühren.

 

Der Sonntag räumte endgültig im Kühlschrank auf, und es wurde ein Gemüsereis draus.  Weil der Reis nämlich schon fertig als Rest im Kühlschrank stand.

Vom Vortag waren zwei Esslöffel Bratrückstand von den Paprika übrig, die hab ich erwärmt und darin einiges Grüne von Frühlingszwiebeln angebraten. Außerdem hab ich eine klein gewürfelte Karotte und einen gewürfelten Paradeiser (einen hab ich doch geopfert, fürs Kochen ...) dazugeschmissen und einige Zeitlang mitgebraten.

Da hinein kam der fertige Reis, alles durchmischen, fertig.

11.8.14 10:05, kommentieren

11. August

Hurra! Heute hab ich eine Portion Eierschwammerl geschenkt bekommen. Hab ich gach den Speiseplan geändert auf Strozzapreti in Eierschwammerlsauce. Köstlich.

Während die Teigwaren kochten, hab ich ein Ausschuss-Happerl Zwiebel klein geschnitten und im beschichteten Pfanderl ohne Fett geröstet, gesalzen und mit wenig Obers aufgegossen. Als die Flüssigkeit verkocht war, kamen die Eierschwammerl dazu und haben einige Minuten mitgeröstet, dann hab ich mit einem ordentlichen Schluck Obers aufgegossen, gepfeffert, die Hitze reduziert und zugedeckt nochmals einige Minuten ziehen lassen. 

Zum Schluss kam ein gehäufter Teelöffel vom gehackten Petersil drüber, die Pasta dazu und alles kam gut vermischt auf den Teller.

11.8.14 11:40, kommentieren

12. August

Gerade habe ich überbackene Melanzani auf Paradeissauce ins Rohr geschoben, und das ging so:

In der Früh hab ich drei gehäufte Esslöffel Couscous mit kochendem Wasser übergossen und quellen lassen. (Wenn ich gehabt hätte, hätte ich aber auch ohne Zögern gekochten Reis, Hirse oder Polenta genommen.)

Jetzt hab ich in die Auflaufform ein kleines Glas gekochter Paradeiser gegossen und gesalzen und gezuckert. Darauf hab ich zwei Mini-Melanzani, längs halbiert und gesalzen, gelegt, mit der Schnittfläche nach oben.

Dann hab ich den Couscous mit einem Ei, zwei gehackten Knoblauchzehen, einem Teelöffel gehacktem Petersil, etwas Salz und osmanischer Gewürzmischung sowie 4 Deka Speckstreifen und zwei Esslöffeln geriebenem Parmesan vermischt.

Diese Masse hab ich auf den Melanzani verteilt und die Auflaufform auf die unterste Stufe ins Rohr geschoben. Da bleibt es für ein knappes Stünderl bei 190 Grad Ober- und Unterhitze.

Außer es ist schon früher fertig, natürlich. Ich werde das beobachten.

Vorher gibts Zucchinicremesuppe und nachher Himbeerjoghurt, schließlich will die Ernte auch verzehrt werden.

12.8.14 11:07, kommentieren

13. und 14. August

Gestern bin ich in ein China-Restaurant eingefallen und habe ein Menü mit Knuspriger Ente bestellt (von dem ich mir die Reste cool habe einpacken lassen und des Abends verspeist habe. Ich kann nur an euch appellieren: macht das auch!)

Heute habe ich eine Zucchinicremesuppe gebastelt und danach einen Gemüseeintopf mit scharfen Sardinen und dazu Brot. (Stellt euch das Gericht in blauer Schrift vor. Myblog spinnt gerade.)

Weil ich nämlich das Nudelkochwasser von vorgestern noch hatte, habe ich da den Großteil von einem ordentlichen Zucchino hineingewürfelt, dazu drei kleine Knoblauchzehen und eine Handvoll Bohnen. Also junge Bohnen, aus den Fisolen, die ich zu spät geerntet hatte. Wie üblich: kochen, pürieren - ein Hoch auf meinen neuen Pürierstab! und mit Obers verfeinern.

Den Gemüseeintopf habe ich aus allem zusammengestellt, was im Kühlschrank im Weg war: Knoblauch, der Rest vom Zucchino, zwei kleine Paradeiser und zwei kleine Zuckermaiskölbchen, die ich gleich im ganzen in dünne Scheiben geschnitten hatte. Und eine halbe Dose scharfe Nuri-Sardinen, falls die jemand kennt.

So. In wenig Öl zuerst den Knoblauch mit den Zucchiniwürfeln fesch anbraten, den Kukuruz dazu und gut weiterbraten, später salzen und die Paradeiser dazugeben und die gekochten Bohnen auch. Wenn die entstandene Flüssigkeit fast verkocht ist, die zerzupften Sardinen untermengen und alles mit einem Stück Brot verzehren.

17.8.14 20:10, kommentieren

15. August

Aus erntetechnischen Gründen wurde es heute gleich wieder ein ordentlicher Häfen Zucchinicremesuppe, und danach eine Gemüse-Eierspeis mit Hirse.(Jetzt gehts wieder!)

Die Suppe habe ich mit "normalem" Wasser gemacht, dafür hab ich aus dem Gemüsebeet zwei kleine rote Erdäpfel gestierlt, die auch hinein kamen. Und Knoblauch, ein Lorbeerblatt und ein kleines Stammerl Rosmarin. Verfeinert habe ich mit Milch.

Für die Eierspeis habe ich wieder Restlverwertung betrieben. Eine Handvoll Prinzessbohnen, blanchiert, ein kleines  im Sommerregen halb ersoffenes Zwieberl, zwei dicke Scheiben Speck, ein paar Kirschparadeiser, ein aufgeplatzter gelber Eierparadeiser (sehr köstliche Sorte, übrigens!) und ein Rest vom Zucchino in kleinen Würfeln wurden in wenig Schmalz angebraten und dann gesalzen und mit zwei verschlagenen Eiern übergossen.

Derweil köchelte die Hirse vor sich hin, die als Beilage auf den Teller kam.

17.8.14 20:10, kommentieren

16. August

Die Suppe reichte heute noch für vier, und wie gestern haben wir Semmelwürfel als Einlage gegessen, was vor allem die Kinder begeisterte. Hernach servierte ich, konsequent die Reste abarbeitend, einen Hirseauflauf mit Äpfeln. Es gibt nämlich schon wieder Fallobst.

Von diesem schälte, entkernte und schnitt ich sechs Stück in dünne Spalten (was lächerlich war gegenüber der Menge, die ich fürs Trocknen vorbereitet und zu Apfel-Holler-Saft verarbeitet hatte).

Dann schmierte ich eine Auflaufform mit Butter aus und schlug drei Eiweiß zu Schnee. Die Dotter mixte ich mit ca. 10 Deka Zucker und ebenso viel Butter zu einer dicken Creme, rührte die Hirse von gestern unter (eine ziemliche Menge, muss ich sagen) und hob den Schnee unter.

Dann wie üblich: die Hälfte der Masse in die Form, glattstreichen, das Obst drauf verteilen und festdrücken, die zweite Hälfte drauf, glatt streichen und bei 200 Grad Ober- und Unterhitze 45 Minuten im Rohr lassen.

17.8.14 20:10, kommentieren

17. August

Heute haben wir unvorhergesehen in Kalorien geschwelgt. Weil ich nämlich noch einen Rest Hirseauflauf hatte und als Vorspeise einen Salat mit Käseschnecke plante. Aber meine Mutter wollte auch einen Rest loswerden und verfütterte uns drei Stück Lachs im Blätterteig mit Krensauce. (Blaue Schrift denken, bitte!) Da sagten wir natürlich auch nicht nein und aßen also Lachs im Blätterteig mit Krensauce und Salat und Käseschnecke, und danach tatsächlich auch noch den Hirseauflauf. Nachher wären wir, hätten wir uns schnell bewegt, unweigerlich geplatzt, aber das hatten wir eh nicht vor. Vom Lachs erfragte das Kind das Rezept, mit einem Seitenblick zu mir, "damit du das auch einmal machen kannst". Ist keine Hexerei. Den Lachs in passende Stücke schneiden, so groß wie vielleicht zwei Mannerschnitten hintereinander, vom Blätterteig passende Stücke schneiden. Den Fisch nach Belieben würzen und im Teig einrollen, mit verschlagenem Ei bestreichen und bei 200 Grad Ober- und Unterhitze im Rohr goldbraun backen. (Zum Aufwärmen locker in ein Stück Folie wickeln und im Backrohr, auf dem Rost, bei 100 Grad Ober- und Unterhitze etwa 10 Minuten lassen. - Daneben lag gleich das Packerl mit dem Hirseauflauf, und die beiden störten einander überhaupt nicht.) Für die Krensauce Frischkäse mit Salz, etwas Pfeffer und geriebenem Kren verrühren, eventuell mit etwas Rahm oder Obers verdünnen. (Spricht aber auch nix dagegen, eine Kräutersauce dazu zu reichen.)

17.8.14 20:10, kommentieren

18. bis 21. August

Diese Woche ist nicht viel los mit Selberkochen.

Montag war ich auf Zucchinigemüse mit Würsterln eingeladen, aber ich hätte am Tag vorher nicht die Äpfel mitbringen sollen. So hat meine Mutter umdisponiert und einen Kaiserschmarrn mit Apfelkompott serviert. Auch sehr köstlich.

Dienstag hab ich immerhin selber gekocht: Heurige Erdäpfel mit Mangoldgemüse, einfache Art. (Aber wenn die Zutaten gut und frisch sind, muss ich auch nicht den Riesen-Kochaufwand treiben.) Während die Kipfler dämpften, habe ich den bunten Mangold blanchiert - Stiele und Blätter getrennt -, die Stiele aufgehoben (wo eigentlich? muss mal den Kühlschrank begutachten!) und die Blätter grob geschnitten. Ein ziemliches Lackerl Obers habe ich erhitzt, gesalzen und gepfeffert und den Mangold darin ein paar Minuten ziehen lassen und immer wieder umgerührt.

Gestern und heute war es mittägliches Fastfood, wobei ich ja wieder einmal den Schuller loben muss. Ein Gigerer nach altem Schlag, und der Leberkäse mit Senf und Semmerl wie immer ein Genuss.

Also nicht, dass ich dort einmal in der Woche einreite, aber so hin und wieder ergibt sich die Gelegenheit, und dann muss es ein gscheiter Leberkäs sein.

21.8.14 15:31, kommentieren

23. August

Heute hab ich unabsichtlich ein Buffet auf den Tisch gebracht. Nämlich wollte ich P fragen, ob er - weil er grad viel zu arbeiten hat - mitessen mag mit uns. Ich dachte mir, ich bemesse unsere Portion etwas großzügiger, und geht schon.

Allerdings brachte P seine beiden Kinder mit, und dann hätte das nie gereicht. So, und jetzt? Für die Notlösung (Risotto) hatte ich zuwenig Reis da, also vielleicht noch eine Polenta dazu? Die Suppe von neulich reicht auch nicht für fünf. Und die Hirse von gestern gehört sowieso irgendwie verwertet. (Und Gemüse gibts in Mengen, aber das ist euch eh klar.)

Ich habe dann - und das in nur 75 Minuten, ich bin sehr stolz auf mich! - Fenchelcremesuppe, überbackene Melanzani auf Schmorparadeisern, Zucchinirisotto, Gurken-Paradeis-Salat und Gemüsepolenta zubereitet.

Die Suppe musste ich nur noch mit Obers verfeinern. (Apropos Obers. Neulich hab ich ein wirklich biologisches gekauft, das mittlerweile längst abgelaufen ist. Normalerweise wird es ungenießbar. Aber dieses entwickelt sich gerade zu einem Mittelding aus Mascarpone und Pecorino - schmeckt SUPER! Ein Hoch auf die Hoflieferanten!)

Die Melanzani in passender Größe habe ich längs durchgeschnitten. In eine Auflaufform kam ein halber Kilo halbierter Kirschparadeiser rein, die habe ich mit Salz, Pfeffer und sehr wenig Zucker gewürzt. Da hab ich die Melanzani mit der Schnittseite nach oben draufgelegt und eine Masse aus der Hirse von gestern, dem letzten Ei, einem Esslöffel Parmesan, etwas Salz und einem Teelöffel Paradeisertartar drüber verteilt. Ein paar Tropfen Olivenöl kamen auch noch drüber. Das briet bei 200 Grad Ober- und Unterhitze fast eine Stunde.

Dann kam der Salat dran: eine kleine Feldgurke habe ich streifig geschält und dünn gehobelt. Gelbe und rote Paradeiser habe ich mundgerecht geschnitten (kindermundgerecht, denn der war eigentlich nur fürs Kind gedacht, aber dieses teilte eh gerne.) und zusammen mit einer halbierten Knoblauchzehe in ein Schüsserl gegeben, gesalzen und mit Balsamico beträufelt, durchgemischt und ziehen lassen.

Das nächste war der Zucchinirisotto. In dem Reinderl, in dem ich vorher schon den Kukuruz gedämpft und die klein geschnittenen Fisolen blanchiert hatte, hab ich einen Esslöffel Olivenöl erhitzt, zwei Messerspitzen Curry Oriental drin gebraten, den Rest Rundkornreis drin angeröstet, gesalzen und mit heißem Wasser aufgegossen. Dann kam ein klein gewürfelter Zucchini dazu (bis auf einen kleinen Rest) und ein ordentlicher Schluck Obers. Hitze reduziert, zugedeckt, köcheln lassen und immer wieder mit etwas heißem Wasser aufgegossen. Irgendwann abgedreht und einige Minuten ziehen lassen.

Und dann, zack, die Polenta. Salzwasser zum Kochen gebracht, Maisgrieß einrieseln lassen, aufkochen lassen (bistudeppert, das spritzt!), Zucchini, Fisolen und einige Kukuruzkörner dazu, zwei Messerspitzen Osmanische Gewürzmischung hinein und, no na, ein Schluck Obers - nein, zum Kochen nehme ich natürlich das frische Obers. Das Vintage-Ding habe ich mir für ein Dessert auf. - Jedenfalls köchelte das auch eine Weile, bevor ich die Hitze wegnahm und die Sache noch zehn Minuten quellen ließ. Und als die Gäste kamen, rührte ich gach noch einen gehäuften Esslöffel geriebenen Parmesans hinein.

Ein Schüsserl Parmesan auf den Tisch, und es konnte losgehen mit der Fresserei!

23.8.14 14:50, kommentieren

22. August

Der heutige Gang ins Gemüsebeet hat mir eine Was-weg-muss-Eierspeis mit Hirse (die Schrift ist braunrot heute) beschert. Zusätzlich hab ich zwei Gläser mit gekochten Paradeisern gefüllt, für den Winter.

Was weg musste: ein letztes Eckerl vom Speck, ein angeknabberter kleiner Zucchini, zwei drittklassige Paradeiser und ein kleines Zwieberl, das schon fast hinüber war.

Das alles habe ich klein geschnitten, den Speck langsam ausgelassen (in der Beschichteten), das Gemüse scharf drin angebraten und zum Schluss gesalzen und ein Ei drübergeschlagen und verrührt und stocken lassen.

Derweil war die Hirse auch halbwegs weich, wiewohl versalzen. Aber der Hunger hat das egalisiert.

23.8.14 14:52, kommentieren

24. bis 26. August

Am Sonntag haben wir uns einladen lassen, auf Rindsschnitzerl mit Wurzelsauce und Teigwaren, und ich habe dann noch ein Glas Preiselbeerkompott dazu aufgemacht, und das hat wirklich gut gepasst.

Gestern mussten wir, noch dazu unterwegs, eine Pizza verknurpsen, die hat uns vor allem deshalb geschmeckt, weil wir einen ziemlichen flameau hatten.

Heute war es gebackener Fisch mit Erdäpfelsalat, auf den wir eingeladen waren (und wieder ordentlich zugeschlagen haben dabei).

Aber falls morgen der Rest vom Zucchinirisotto von neulich sich noch nicht verdünnisiert hat, werde ich ihn ... aber das erzähle ich euch dann morgen


26.8.14 15:28, kommentieren