Der Sparküche-Blog.

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1. und 2. April

Gestern habe ich, weil eh in Eile, den Rest vom Risotto einfach so verputzt.

Heute habe ich mit einer von gestern abend übrig gebliebenen Portion Couscous experimentiert und Couscous-Kräuter-Puffer mit Mangoldgemüse zubereitet. Schmeckt erstaunlich gut, muss ich sagen. Als Nachspeise gibts Hollerkoch mit Rahm oder Obers.

Weil mir nämlich die Ayurveda-Expertin Entwässerung verordnet hat, und da sind uns vor allem Brennnesseln und Löwenzahn eingefallen, und dann hab ich gleich auch Giersch und Wegerich von der Wiese mitgenommen, und ein Rest Dille war auch noch da, und weil ich zwar bei der Ernte vorsichtig war, aber beim Waschen dann herzhaft in die Brennnesseln gegriffen habe, hatte ich auch noch einen aktivierenden Zusatznutzen.

Jedenfalls habe ich aus den gehackten Kräutern, etwa eine Handvoll, der Portion Couscous, Salz, einem Ei, etwas Osmanischer Gewürzmischung und einem gehäuften Esslöffel geriebenem Parmesan eine Masse gerührt und ziehen lassen.

In der Zwischenzeit habe ich zwei Schluck Obers ins Reinderl gegossen, eine Portion blanchierten geschnittenen Mangold hineingegeben, gesalzen und zwei kleine Scheiben Bärlauchbutter draufgelegt. Das ist dann alles aufgetaut und wurde zum Kochen gebracht, die Flüssigkeit hab ich in bewährter Weise mit einem Teelöffel Grieß gebunden.

Dann hab ich die restliche Scheibe Speck in dünne Streifen geschnitten und bei sehr geringer Hitze in der handgeschmiedeten Pfanne auslassen. Da hinein hab ich die in sechs Häufchen geteilte Masse gegeben, flachgedrückt und beidseitg braten lassen. Den gebrutzelten Speck hab ich gleich mitgegessen, das war fein.

 

2.4.14 12:02, kommentieren

3. und 4. April

Gerade habe ich das, was Virginia Ironside einen "senior moment" nennt. Ich sehe die Pfanne in der Küche, aber ich weiß nimmer, was ich gestern gegessen ... oh ja, doch, jetzt fällts mir wieder ein. Oh ja ja ja. Augsburger mit Salzerdäpfeln, Grünspargel und Vogerlsalat.

Die Augsburger werden in Deutschland möglicherweise St. Pöltner oder Steyrer oder ähnlich heißen, so wie die Frankfurter Wiener. Jedenfalls sind es weißliche, kleine punkerte knackwurstähnliche Würste, von denen ich eine geschält, längs geteilt, an der runden Seite schräg eingeschnitten und in eben jener Pfanne in Olivenöl beidseitig gebraten habe.

Die Erdäpfel habe ich, weil sehr hungrig und in Eile, ausnahmsweise geschält und in kleine Würfel geschnitten. Ich habe sie in Salzwasser gekocht, das ging überraschend schnell. Einige Minuten bevor sie essbar waren, hab ich die gestrige erste Spargelernte aus meinem Gemüsebeet dazugeschmissen und mitgegart. (So mag ich den Klimawandel - Spargel schon Anfang April im eigenen Beet!)

Die so gut wie letzte Portion Vogerlsalat habe ich geputzt und nur mit etwas Kaiseressig (= Paradeiseressig vom Stekovic) beträufelt.

Oh, war das gut.

(Da hat es heute gar nicht so viel gemacht, dass ich unterwegs nur Junk Food in mich reingestopft habe. Schließlich wird morgen wieder gekocht!)

4.4.14 18:24, kommentieren

5. April

Weil wir heute zu fünft am Tisch saßen, hat es sich ausgezahlt, nach einer Kürbiscremesuppe eine Pfanne voll Hirseauflauf mit Äpfeln zu backen.

Dafür habe ich in der Früh die Hirse gekocht und auskühlen lassen. Ausnahmsweise habe ich heute ein Vierterl Milch, einen Rest Obers und einen halben Liter Wasser genommen sowie eine Prise Salz. 

Als die Flüssigkeit kochte, hab ich etwas mehr als einen halben Kilo Hirse eingerührt, ein paar Minuten kochen lassen und dann eine halbe Stunde quellen. Außerdem hab ich ein Achtel Butter und 6 Eier aus dem Kühlschrank genommen zum temperieren.

Mittags dann habe ich ca. 20 Deka Zucker mit der Butter und den Eiern gut gemixt, die Hirse untergehoben und die Hälfte dieser Masse in die ausgebutterte Pfanne geschmiert. Darauf kamen vier Äpfel, geschält und in dünne Spalten geschnitten. Dann der Rest der Masse drauf (ich hätte auch noch Rosinen dazugeben oder mit Zimt bestreuen können) und bei 200 Grad Ober- und Unterhitze für eine Dreiviertelstunde ins Rohr.

Grad, dass noch was fürs Abendessen übrig geblieben ist!

5.4.14 17:44, kommentieren

6. und 7. April

Pizza! Gestern nämlich, weil durch ordentlich viel Arbeit keine Zeit fürs Kochen war. Das beste war, dass wir zu viert am Tisch saßen und uns durch drei verschiedene Pizze durchkosteten. (Das Kind war natürlich ganz vorn dabei.)

Heute habe ich ein Was-ich-so-finde-Essen gekocht, nach einem Gang durch Gemüsebeet und Tiefkühler. Es wurde eine Gemüsecremesuppe und Basmatireis mit Paradeissauce und Mangoldgemüse.

Das Gemüsebeet hat mir ein bisserl jungen Knoblauch, einen vergessenen Zwiebel vom Vorjahr, einen ebensolchen kleinen Erdapfel, eine kleine auswachsende Kohlpflanze, eine kleine wilde Pastinake und einen Haufen Topinambur geschenkt.

Alles außer dem Knoblauch habe ich in die Suppe geschmissen, mit Salz gekocht und dann püriert und mit ein paar Schluck Obers verfeinert.

Der Reis ist eh klar, und für die Paradeissauce habe ich ein Glas gekochter Paradeiser geöffnet und ins Reinderl gekippt, Zucker und Salz dazugetan und zum Kochen gebracht. Dann habe ich einen gehäuften Teelöffel Speisestärke mit etwas kaltem Wasser abgerührt und die Sauce damit gebunden.

Für das Mangoldgemüse hab ich ein Packerl blanchierten geschnittenen Mangold aus dem Tiefkühler genommen und mit etwas Obers aufgetaut und zum Köcheln gebracht. Den geschnittenen Knoblauch und ein bisserl Salz habe ich auch dazugegeben.  Die Flüssigkeit habe ich dann - meine neue Errungenschaft! - mit wenig Grieß gebunden.

War alles sehr schmackhaft, muss ich sagen.

 

7.4.14 18:42, kommentieren

8. April

Heute kann ich euch nix anbieten. Was wir heute beim örtlichen Fleischer in uns reingestopft haben, will ich euch im Detail gar nicht erzählen. Aber zum Beispiel der Erdäpfelrösti hat gleich beim ersten Bissen nach altem Fett geschmeckt.

(Ja, ihr habt Recht, dann hätte ich gar nicht weiteressen sollen. - Das nächste Mal mach ich das auch so. Versprochen. - Weniger euch als meinem Magen.)

Und so wie es aussieht, komm ich morgen wieder nicht zum Kochen. Jessas.

8.4.14 17:55, kommentieren

9. April

Mehr als ein dickes Grießkoch aus halb Milch und Wasser mit einer Menge Benco drin (den letzten Nikolo wollte ich dem Kind nicht wegessen, bevor endlich der Osterhase einreitet) wird es heute nicht werden.

Vielleicht kann ich mich am Abend zu einer erweiterten Eierspeis aufraffen. Werden sehen.

9.4.14 12:00, kommentieren

10. April

Das Blöde am nicht selbst kochen ist, dass im Kühlschrank und auch sonst sich die Restln sammeln. Heute habe ich ein bisserl aufgeräumt und die zweite Augsburger Wurst gefunden. Die blanchierten Soja-Keimlinge sind auch noch nicht davongelaufen. Und im Vorratsregal hab ich Pfefferoni aus 2009 gefunden. Jessas. Da hab ich den Rest vom Hollerkoch gleich, mit einem Esslöffel Rahm, zur Nachspeise erklärt.

Die Augsburger hab ich wieder längs geteilt, eingeschnitten und beidseitig gebraten. Allerdings diesmal in einem Reinderl mit Deckel drauf, da spar ich mir einiges an Putzarbeit.

Dazu hab ich mir mit Salzwasser eine Polenta gemacht, in die die Keimlinge reinkamen. Und das Glas Pfefferoni hab ich geschlachtet, eh klar. 

Also Polenta mit Keimlingen zu gebratener Augsburger und Pfefferoni. Damit das Kind einen Namen hat.

 

10.4.14 12:17, kommentieren

11. und 12. April

Heute, ich sags gleich, hab ich aus dem Fischgeschäft meines Vertrauens eine Portion gebackener Scholle mit Erdäpfelsalat geholt. Großer Hunger und wenig Zeit vertragen sich nicht mit Selberkochen.

Gestern aber ist es sich ausgegangen, Hörnchen mit Sauce zu fabrizieren. Und bei dieser Gelegenheit habe ich beschlossen, die noch vorhandenen Kapern zu kübeln. Dass sie seit längerem abgelaufen sind, würde mich weniger stören, aber ich merke, dass ich sie einfach nicht vertrage. Dann hat es ja auch keinen Sinn.

Jedenfalls hab ich die Teigwaren gekocht und inzwischen zuerst einige Streiferl Speck in der Beschichteten ausgelassen, einen zerschnittenen Zwiebel dazu und einige zerbröselte Rosmarinnadeln, alles gut anbraten lassen, mit Salz und Zucker gewürzt und dann eben einen Esslöffel Kapern dazugegeben und am Schluss ein Achterl von den gekochten Paradeisern. 

Das alles hat dann einige Minuten geschmurgelt, bevor ich die Teigwaren untergehoben habe.

12.4.14 13:39, kommentieren

13. April

Spießerl mit Braterdäpfeln hats heute gegeben. Das Kind war entzückt. Dazugegessen haben wir Chutney, einen Rest Erdäpfelsalat von gestern und ungarisches Teufelszeugs.

Ich hab das nach meiner bewährten Zack-zack-Methode gemacht: Einen Bräter mit Olivenöl ausgegossen, einen knappen Kilo Erdäpfel geschält und längs geviertelt, ins Öl gegeben, Rosmarin und Salz drübergestreut, alles mit den Händen durchgemischt, bei 200 Grad Ober- und Unterhitze ins Rohr gestellt.

Dann zwei Putenschnitzerl, zwei Paar Frankfurter, 10 Deka Frühstücksspeck und 7,5 Deka Grillkäse in mundgerechte Happen geteilt und abwechselnd auf Holzspieße gesteckt. In einige Spieße habe ich auch Knoblauchzehen gemogelt.

Die fertigen Spieße kamen eine halbe Stunde später auf die Erdäpfel drauf und blieben dort eine gute halbe Stunde, und die letzten zehn Minuten hab ich den Grill (180 Grad) eingeschaltet - hui, da war alles gut gebräunt nachher!

Äh, übrigens: wir waren drei. Nur damit ihr euch über die Mengen nicht wundert.

Vom Putenfleisch ist eine Handvoll übrig geblieben. Und weil ich heute auch ein paar Spargelstangen ernten konnte, wird das morgen ein interessantes Mittagessen werden ...

13.4.14 16:59, kommentieren

14. April

Weil die Arbeit im Gemüsebeet heute mehr Zeit als gedacht verschlungen hat, hab ich nur Zeugs gegessen. Ich hoffe der Spargel hält bis morgen durch.

 

15.4.14 11:13, kommentieren

15. April

Hat er, der Spargel. Daraufhin habe ich ihn - mit lauter anderen Resten - zu einem veritablen Puten-Grünspargel-Ragout mit Teigwaren verarbeitet. Es ist nämlich, schon von vor länger, eine Portion gekochter Hörnchen übrig geblieben. Und von den Spießerl ungefähr 10 Deka Putenfleisch, mundgerecht gewürfelt. Und der Bodensatz im Bräter, den ich, eh wie meistens, zusammengekratzt und aufgehoben habe.

Zuerst habe ich von den Spargelstangen die Kopferl abgeschnitten, dann die knackigen Teile in mundgerechte Stücke geschnitten; die Reste hab ich für eine Suppe aufgehoben.

Dann hab ich im beschichteten Reinderl das Bratfett erhitzt, die Putenfleisch-Würfel drin rundum scharf angebraten und das Fett wieder abgegossen. Dann hab ich mit dem letzten Schluck Obers aufgegossen und die Spargelstücke dazugegeben. Deckel drauf, köcheln lassen, nach einigen Minuten die Teigwaren untergemischt und die Kopferl, vom Herd genommen und noch einige Minuten durchziehen lassen. (Die Kopferl schmecken noch ordentlich roh, ich hoffe ich vertrage sie so.)

Professioneller wäre gewesen, die Teigwaren in etwas Butter zu wärmen, aber dazu war der Hunger zu groß ...

15.4.14 11:13, kommentieren

16. bis 18. April

Nach einem Tag voller Wurstsemmerln und einem zweiten Tag in der Hollerei mit Salat und Spinatlasagne werde ich mich heute wieder aufraffen und mir was kochen.

Aus dem Kühlschrank habe ich das folgende geräumt: Eine Portion gekochter Penne. Die Spargelreste. Ein verdächtiges Ei. Das letzte Resterl vom aktuellen Frühstücksspeck. Das Bratenfett von den Spießerl neulich.

Nach eingehender Besichtigung von dem allen hab ich das Bratenfett wieder in den Kühlschrank geräumt, noch einen Erdapfel und ein Zwiebelhapperl herausgeholt und angefangen zu kochen.

Nämlich hab ich die Spargelstücke - wir erinnern uns, das waren die harten unteren Teile, die von neulich übriggeblieben waren - großzügig geschält, woraufhin nach zwanzig Minuten Arbeit zwei Esslöffel voll Spargelstangerl übrig geblieben sind. (Zeitökonomisch der Wahnsinn, aber die Sparköchin freut sich.)

Die hab ich in Salzwasser zwei Minuten blanchiert und herausgehoben und die Spargelschalen und den geschälten geviertelten Erdapfel ins Wasser gegeben und ungefähr 40 Minuten geköchelt. Nachher tu ich das Spargelzeugs raus, schneide den Erdapfel klein und esse das entstandene Supperl als Vorspeise.

Im beschichteten Pfanderl brate ich die Speckstreifen mit dem zerschnittenen Zwiebelhapperl an, geb Penne und Spargel dazu und erhitze alles gründlich. Dann wird mit Salz und Zitronenpfeffer gewürzt und zum Schluss das Ei hineingecremt.

Wie das heißt? Keine Ahnung. Vielleicht Penne quasi primavera?

Als Nachtisch muss ein Schüsserl Kompott herhalten. (VBP: noch 11 Obststeigen voll Gläser vorhanden. Älteste Inhalte aus 2011. - Na, es geht doch was weiter! - Die Marillenmarmelade muss ich mir allerdings einteilen, weil die Bäume das dritte Jahr hintereinander kaum Früchte tragen.)

18.4.14 09:38, kommentieren

19. April

Dass ich so überhaupt nicht weiß, was ich kochen soll, passiert mir selten. Also habe ich im Tiefkühler gegraben und zum Glück eine Portion Putenleber nach Art der Sparköchin gefunden. Derzeit taut die auf dem Heizkörper auf. Weil das Kind eh weniger an der Leber selbst als an der sie umgebenden Sauce interessiert ist, habe ich beschlossen, diese zu strecken und das Ergebnis uns beiden, mit Reis als Begleitung, zu servieren. Vielleicht öffne ich sicherheitshalber vorher noch ein Glas Zucchinicremesuppe. Oder so.

Jedenfalls habe ich im Kühlschrank gekramt und das folgende gefunden: einen Rest gekochter Paradeiser, einen zwielichtigen kleinen Apfel, ein Zwiebelhapperl, das auch schon bessere Zeiten gesehen hat, und, ha!, das Bratenfett.

Im erhitzten Bratenfett werde ich den zerschnittenen Zwiebel anbraten, Paradeiser und gewürfelten Apfel dazugeben, kurz köcheln lassen, die Tiefkühl-Ergänzung zugeben und alles gut erhitzen. Derweil dünstet nebenan der Basmati-Reis vor sich hin.

Irgendwie werden wir das mit dem Mittagessen schon hinkriegen.

19.4.14 09:38, kommentieren