Der Sparküche-Blog.

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1. März

Kochen ist heute aufgrund beiderseitigen Magen-Darm-Virus entfallen. (Das etwas verhatschte Grießkoch aus Wasser, Obers, Zucker, Zimt und Gewürznelke würde ich beim besten Willen nicht als Kochen bezeichnen wollen.)

Bleibt mir gewogen.

1.3.14 16:26, kommentieren

2. März

Wir schwächeln noch immer. Deshalb werde ich heute mittags die immer noch vorhandene Hühnersuppe hervorkramen und zwei Portionen davon aufkochen. Darin werde ich die vom Freitag übrig gebliebenen Orecchiette wärmen und das zur Schonkost erklären.

2.3.14 09:56, kommentieren

3. März

Ein letztes Mal heute noch Schonkost (wie gehabt), versprochen. Dann wieder normale Küche.

3.3.14 18:10, kommentieren

4. März

Heute ist das Frühstück entfallen, deshalb hoffe ich sehr, dass das Mittagessen bald fertig ist: überbackene Mangoldstiele.

Ich hab einen Teelöffel Schmalz ins Jenaer Gschirrl gegeben und auf den warmen Heizkörper gestellt, auf dass es sich verflüssige. In der Zwischenzeit habe ich drei Erdäpfel geschält und in Scheiben geschnitten und Parmesan gerieben. Dann habe ich ein Ei verschlagen, gesalzen, Parmesan  und zwei Esslöffel Semmelbrösel untergemischt und mit Kurkuma und Osmanischer Gewürzmischung (Der Bazar in Manavgat, er lebe hoch!) gewürzt. Das war mir aber noch zu pappig, also habe ich mit etwas Obers verdünnt.

Die Erdäpfelscheiben habe ich gleichmäßig im Gschirrl verteilt und gesalzen. Darauf kam eine Portion aufgetauter blanchierter Mangoldstiele, und darauf wieder der Gatsch von vorhin.

Bei 200 Grad Ober- und Unterhitze für hoffentlich nimmer lang ins Rohr (aber 40 Minuten werden es schon sein müssen ...).

4.3.14 11:13, kommentieren

5. März

Oh, war das köstlich gestern! Was ich immer sage: es muss nur der Hunger groß genug sein, dann schmeckt alles ... nein, mir hat es gestern wirklich gut geschmeckt.

Wenn der Geiß fad ist, geht sie aufs Eis tanzen, kennt ihr den auch? Kaum ist die Sparköchin dem Darmvirus entkommen, fällt sie im Wirtshaus ein und bestellt sich ein Schnitzel mit Salat. Noch dazu hatten die Schnitzeltag und es war nicht eines, sondern drei am Teller.

Zu meiner Ehrenrettung muss ich aber sagen, dass ich zwei nach Hause mitgenommen habe. Das Kind hat sie sofort entdeckt und freut sich schon aufs Abendessen. Es wird sogar Ketchup geben, selbstgemachtes.

(Das wird hoffentlich den Haussegen wieder geradehängen.)

5.3.14 16:25, kommentieren

6. März

Zum endgültig letzten Stück des Schnitzels habe ich mir heute Rahmerdäpfel mit Dille gemacht. Diese frischen Erdäpfel sind wirklich sehr schmackhaft. Ich werde einige davon sichern und als Saatgut verwenden.

Für die Rahmerdäpfel habe ich vier mittlere Erdäpfel (eher speckige) geschält und in dünne Scheiben geschnitten. Dazu Salz, ein Lorbeerblatt und eine kleine Knoblauchzehe, knapp mit Wasser bedecken und zwanzig Minuten zugedeckt leise köcheln lassen.

Dann die Flüssigkeit etwas reduziert, einen gehäuften Esslöffel Rahm eingerührt und einen Esslöffel gehackte Dille. Köstlich.

Als Nachspeise wollte ich mir eigentlich zwecks VBP ein Glas Kirschenkompott gönnen, dann habe ich aber im Kühlschrank eine halbe Orange gefunden, und die hat dann gewonnen.

6.3.14 21:43, kommentieren

7. März

Entschuldigt mein Versäumnis. Ich bin ein bisserl spät dran. Dabei hab ich eh gekocht. Nämlich einen Bärlauch-Risotto mit Vogerlsalat. Weil wieder einige Reste da waren.

Erst habe ich den Rundkornreis trocken angeröstet und dann gesalzen und mit heißem Wasser aufgegossen. Das habe ich eine halbe Stunde vor sich hin köcheln lassen - geht auch nur im beschichteten Reinderl. Aber mir ist rechtzeitig eingefallen, dass ich noch irgendwo ein Speckschwarterl haben muss, das hab ich dazugeschmissen.

Nach der halben Stunde habe ich einen Rest Obers hineingegossen und eine kleine Portion blanchierten Bärlauch (aufgetaut) dazugegeben. Bei Tisch kam ein Rest vom geriebenen Parmesan drüber.

Während der Reis köchelte, war genug Zeit, um eine kleine Schüssel voll Vogerlsalat zu putzen. Übergossen hab ich ihn mit ganz was Neuem. Nämlich habe ich eine Kostprobe eingelegter Zucchini von M bekommen, und sie hat Balsamico-Einlegeessig verwendet. Ich hatte noch nie davon gehört, aber die Zucchini waren wirklich köstlich, und von der Marinade habe ich ein paar Löffel für meinen Salat verwendet.

Muss ich nächstens doch wieder einen konventionellen Supermarkt besuchen und schauen, wo ich den finde.

 

9.3.14 17:07, kommentieren

8. und 9. März

Obwohl das Kind ... naja, egal. Es hat trotzdem Palatschinken gegeben. Zuerst welche mit Apfelmus, die restlichen dann mit Marillenmarmelade. Wir haben alle aufgegessen.

Und heute schon wieder eine Mehlspeise: Germknödel. Aber, wie die Eingeweihten unter euch wissen, nicht von der Sparköchin gemacht, sondern von deren Mutter (und dem Kind). Germknödel mit alles: geriebenem Mohn, Zucker, zerlassener Butter und extra Powidl.

Vorher gab es eine Was-ich-so-finde-Cremesuppe, die uns gut auf die Knödel vorbereitet hat.

9.3.14 17:11, kommentieren

10. März

Das Schöne am Frühling ist, dass die Was-ich-so-finde-Kochereien um die Outdoor-Komponente bereichert werden. Heute im Garten habe ich eine Handvoll Zeugs gezupft, da war Löwenzahn, Gänseblümchen, Petersil, Pimpinelle, Zitronenmelisse und Winterheckenzwiebel dabei. Zusammen mit einer Portion Vogerlsalat und einer kleinen unverzagten Salatpflanze, die auf dem Beet überwintert hat und jetzt zwar ur-bitter schmeckt, aber sicher voller wichtiger Nährstoffe steckt, hätte das einen Vorspeisen-Salat ergeben sollen.

Jetzt hab ich aber, nachdem ich die Erdäpfel gedämpft und geschält hatte, dran gedacht, dass der Mozzarella im Kühlschrank auch ziemlich dringend weg muss. Dann hab ich umkomponiert und das Kürbisrahmgemüse auf morgen verschoben. 

Ich hab die Erdäpfel in Scheiben auf den an sich fertigen Salat draufgeschnitten und alles mit Salz, Balsamico-Aufguss und Kernöl mariniert. Vor dem Essen kommt dann der Mozzarella, mundgerecht gewürfelt, auch noch dazu.

Als Nachspeise, hab ich mir gedacht, mach ich mir wieder ein Glas Kompott auf. Marillen zum Beispiel, oder Zwetschken, oder doch lieber ein Hollerkoch mit ein bisserl Obers oder vielleicht gar die Weingartenpfirsiche?

Die schwierige Aufgabe ist jetzt, bis mittags mit dem Essen der Mozzarella-Salatplatte zu warten. Ich werde mich gut beschäftigen müssen bis dahin!

 

10.3.14 10:06, kommentieren

11. März

Heute ist sich das Kochen wieder nicht ausgegangen. Die Ernährung fand in Etappen statt: zuerst ein kleines zweites Frühstück, dann ein sehr ungesundes Weckerl, gefüllt mit Curry-Huhn und Mayonnaise, und des Nachmittags noch ein Schokoccino mit Schlag und Karamellsauce.

Schokoccino? Gibts beim Landtmann und ist eine Mischung aus Kaffee und Kakao, eben mit Haube und Saucenmuster. Im Sommer, bilde ich mir ein, ist auch ein bisserl Vanilleeis dabei.

Oh, apropos: am Freitag sperrt der Tichy wieder auf. Ich kann es kaum noch erwarten, beim Lokalmatador das erste Eis zu essen!

11.3.14 17:25, kommentieren

12. März

Weil K sich die Hand gebrochen hat, bin ich vorbeigedüst und hab einen kleinen Topf Priesterwürger mit Sauce fabriziert, mit zwei Reserveportionen zum Nach-Essen. Das Pasta-Kochwasser war mir zu schade zum Weggießen, also habe ich den Kühlschrank durchforstet und alles, was ich an mehr oder weniger zwielichtigen Resten gefunden habe, zu einer Gemüsesuppe verkocht. (Die ist mir, warum auch immer, zu süßlich geraten, aber K wird mit Balsamico herzhaft abschmecken.)

Strozzapreti, zu deutsch Priesterwürger, sind römische Teigwaren, eine Art sehr dicker sehr kurzer Spaghetti, oder eigentlich sehr dünner sehr langer Makkaroni. Brauchen auch ziemlich lange, bis sie für meine Begriffe essbar sind. Ich mag Teigwaren ja grundsätzlich lieber al ponte als al dente; alle die ich bekoche gottseidank auch.

Also die Teigwaren kochten in Salzwasser, und ich goss etwas Olivenöl ins zweite Reinderl, schnitt eine große Knoblauchzehe klein und gab sie gemeinsam mit zwei Handvoll Schinkenwürferln (vom Thum, sehr schmackhaft!) ins heiße Öl. Dort brieten sie einige Minuten, bis sie gesalzen und mit einem guten Viertelliter gekochter Paradeiser aufgegossen wurden.

Während die Sauce nun schmurgelte, schnibbelte ich noch fünf Oliven sehr klein und ein paar Blätter vom Petersil. Ein kleines Stück Pfefferoni kam auch noch dazu. Zwanzig Minuten insgesamt köchelte alles, dann kamen die Teigwaren dazu und wurden gut vermischt.

Um den Parmesan zu reiben, hatte ich zuwenig Energie. Es schmeckte aber auch so ziemlich gut.

13.3.14 16:57, kommentieren

13. März

Bereits in der Früh habe ich mich zusammengerissen und fürs Mittagessen vorgekocht. Damit ich Kürbisgemüse mit Erdäpfelschmarrn essen konnte.

Einerseits hab ich sechs kleine Erdapferl weich gedämpft und geschält. Andererseits hab ich ein Stück vom Gelben Zentner geschält und grob geraspelt und mit Salz und wenig Kümmel in wenig Wasser weich gedünstet. (Den Rest vom Kürbis habe ich zu Suppe und zu Kürbis englisch verarbeitet, aber das ist eine andere Geschichte.)

Mittags hab ich das Kürbisgemüse nur noch mit Osmanischer Gewürzmischung und einem Schluck Obers aufgewertet. Für den Erdäpfelschmarrn habe ich in wenig Olivenöl fünf Deka vom Hausspeck klein geschnitten und mit einem geschnittenen Zwiebelhapperl angebraten. Dann kamen die in dünne Scheiben geschnittenen Erdäpfel dazu und ordentlich Salz. Das alles wurde bei großer Hitze knusprig gebraten.

Nachträglich betrachtet bin ich mir nicht sicher, ob das allein nicht eh schon ein Erdäpfelgröstl war. Na, egal. Die Kombination hat jedenfalls auch gut geschmeckt!

13.3.14 17:02, kommentieren

14. März

Gestern habe ich im Supermarkt einen Impulskauf getätigt. Es war nämlich die Fertig-Sauce Hollandaise verbilligt. Und da dachte ich an meine Mangoldstiele, die im Tiefkühler lagern, und habe im Geiste Mangoldstiele mit Bärlaucherdäpfeln und Sauce Hollandaise komponiert.

Die Mangoldstiele erhitze ich ordentlich im beschichteten Reinderl. Die schon in der Früh gedämpften Erdäpfel schneide ich in mundgerechte Happen und erhitze sie in zerlassener Bärlauchbutter - höchste Zeit, dass die weg kommt, demnächst muss ich schon die heurige einfrieren!

Die Sauce Hollandaise erwärme ich ebenfalls im Reinderl. Viel Abwasch, aber wenig Kocherei für ein nettes Mittagessen.

13.3.14 17:07, kommentieren