Der Sparküche-Blog.

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1. Oktober

Dass ich die Mikro-Melanzanis gestern noch runtergeschnitten habe, war kein Fehler - ich glaube heute Nacht wars knapp am Frost.

Jedenfalls hab ich mich heute für Melanzanigemüse mit Reis entschieden.

Als erstes wurde der Reis trocken angeröstet, gesalzen und mit heißem Wasser aufgegossen. Hitze reduziert, Deckel drauf, zwanzig Minuten in Ruhe gelassen.

Im beschichteten Pfanderl reichlich Oliven-Bratöl erhitzt, einen geschnittenen Zwiebel drin scharf angebraten, die würfelig geschnittenen Melanzani dazu, scharf weitergebraten, zwei Knoblauchzehen dazu, scharf weitergebraten. Nach einigen Minuten gesalzen, drei Esslöffel Wasser dazu, Hitze reduziert, Deckel drauf, einige Minuten schmoren lassen.

Was die Nachspeise betrifft, wirds vermutlich Obst werden.

2. Oktober

Die heutige Lammleber nach Art der Sparköchin mit Basmati-Reis war kein Renner. Schade, eigentlich, und schuld war ich. Nämlich hab ich die Leber zu lange gebraten, und dann war sie trocken und bröselig. Da muss ich mir echt was überlegen.

Gekocht hab ich wie immer, aber in der handgeschmiedeten Pfanne, vielleicht war das der Fehler. In Schmalz zuerst die Leber (beim nächsten Mal kommt die zum Schluss rein, ich schwörs!), dann kleine ganze Zwieberl und zwei gewürfelte Äpfel. (Den Rosmarin hab ich vergessen.)

Das alles hat einige Minuten scharf gebraten, dann hab ich mit einem Schluck Muskat-Ottonel abgelöscht, gesalzen und mit einem halben Glas gekochter Paradeiser aufgegossen. Zum Schluss kam noch ein Esslöffel gehackter Petersil dazu.

Also, der Geschmack war gut, aber die Leber nicht zum Derbeißen.

 

Übrigens: für morgen hab ich gerade eine Handvoll Kichern in Wasser eingeweicht.

3. Oktober

Gekocht habe ich heute ein Kichererbsencurry. Gegessen habe ich den Rest von der gestrigen Leber mit Couscous, aber mit neidischem Blick auf das Curry, das ich leider nachher einer kranken Nachbarin rübertragen werde.

Dazu hab ich die Kichern ohne Salz über eine Stunde lang bissfest gekocht. Dann habe ich in drei Esslöffel Olivenöl (hätte auch weniger sein können, übrigens) eine Messerspitze Curry, ein kleines Zweigerl Rosmarin und ein kleines Lorbeerblatt angebraten, einen Esslöffel geschnittenen Zwiebel mitgebraten und dann das letzte Stück Zucchini, klein geüwrfelt, hineingeschmissen und ebenfalls ordentlich angebraten.

Das alles wurde mit dem Rest der gekochten Paradeiser aufgegossen, gesalzen und mit ein bisserl Wasser ergänzt.

Jetzt kamen die Kichern wieder dazu, und alles schmurgelte noch ein paar Minuten. Weil mir die Sauce zuwenig sämig vorkam, hab ich ein paar von den Kichern zerdrückt und untergerührt.

4. Oktober

Aufgrund Stadtflaniererei ist das Mittagessen entfallen und wurde durch ein Gemüseweckerl ersetzt. Weil das bei den spätherbstlichen Temperaturen aber nicht das Wahre war, sitze ich gerade bei einer ordentlichen Portion Osterhasen-Grießkoch. (Wird Zeit, dass die Vorräte bis zum Nikolo verputzt sind!)

5. Oktober

Heute habe ich den Mini-Kohlkopf, den Wirsing, in Angriff genommen und Würsterl mit Kohlgemüse und Petersilerdäpfeln komponiert. Wobei, mit dem Kind muss ich das erst diskutieren.

Aber jedenfalls habe ich im Tiefkühler noch ein paar Bratwürsterl gefunden, die habe ich in vier Teile geteilt und in Öl beidseitig gebraten.

Vorher schon hatte ich zwei Handvoll Mini-Erdäpfel gedämpft und geschält, die musste ich kaum noch teilen, so klein waren die. Die habe ich in einem Stück Butter erhitzt und dann Salz und gehackten Petersil untergemischt.

Das Kohlgemüse war etwas aufwändiger. Erst hab ich acht von den großen äußeren Blätter runtergeschält und blanchiert, da werde ich nächste Woche wieder was drin einwickeln. Das verbliebene Kopferl hab ich geviertelt, den Strunk rausgeschnitten (der, zerschnitten, gemeinsam mit den Außenpletschen den Hendln schmecken wird) und den Rest feinnudelig aufgeschnitten.

Der entstandene Haufen kam mit wenig Wasser und Salz ins Reinderl und dünstete dort gut 20 Minuten. Dann hab ich ein bisserl (vielleicht vier Esslöffel) Obers zugegossen und die Flüssigkeit zum Kochen gebracht und zwecks Bindung einen Esslöffel Grieß eingerührt.

Bei Tisch werden wir uns vielleicht den Rest der gerösteten Butterbrösel von den Zwetschkenknödeln letztens drüberstreuen.

(Und wenn das Kind jetzt nicht bald auftaucht, werde ich allein zu essen beginnen. Grrr!)

6. Oktober

Das Kind hat sich Palatschinken gewünscht, und da hat es natürlich Recht. Weil eh ein Schöpfer voll Powidl übrig geblieben ist, haben wir einen Teil von diesem gleich zum Hineinschmieren verwendet.

Gemeinsam mit einer Gemüsecremesuppe war das - für uns zumindest - ein köstliches Sonntagsessen.

Den Teig für die Palatschinken hab ich  aus zwei Zwerghendl-Eiern, einem Vierterl Milch, einer Prise Salz und ungefähr 10 Deka Mehl gerührt. Eine Dreiviertelstunde stehen lassen macht ihn viel besser, finde ich. Und das Besondere an meinen Palatschinken ist: ich backe sie in Schmalz heraus.

7. Oktober

Es gibt Tatsachen, an die musst du dich gewöhnen, es hilft alles nix. Eine davon ist: das Kind isst keine Bohnen. Es erschmeckt sie sogar in der ordentlich pürierten Gemüsecremesuppe. Also hab ich heute eine Handvoll Bohnen aus den Schoten, die es mir auf dem Gemüsebeet leider gezischt hat, gelöst und gekocht. Mit denen plane ich in den nächsten Tagen was ganz Spezielles, ganz für mich allein, ähem.

Ebenfalls gezischt hat es mir einen Kürbis - der durch den Frost auf einer Seite glasig und trocken wurde. (Diesen Teil hab ich unverzagt geschnitten und mit einem Erdapfel, etwas Knoblauch im Teigwaren-Kochwasser von heute zu einer Suppe verkocht.) Aus dem Rest habe ich Kürbisrahmgemüse mit Teigwaren fabriziert.

Und zwar ganz einfach: Kürbis grob raspeln und in einem Lackerl Salzwasser mit wenig Kümmel ein paar Minuten bissfest dünsten. Derweil einen Esslöffel Speisestärke mit einem Esslöffel Rahm (und etwaiger Flüssigkeit, die im Becher ist) glatt rühren und in den köchelnden Kürbis rühren. Einmal aufwallen lassen, vom Herd nehmen, die in der Zwischenzeit gekochten Teigwaren zugeben und alles verrühren. (Oder alles hübsch ordentlich getrennt auf dem Teller platzieren, je nachdem.)

8. Oktober

Heute habe ich, fürchte ich, das Restekochen übertrieben. Als ich gestern den Einkauf in den Kühlschrank stemmte, fiel mir zu meinem Entsetzen das Schüsserl mit dem Rest der Butterbrösel von letzter Woche in die Hände. Dann dachte ich mir, gut, dass noch Teigwaren von gestern da sind, die kombiniere ich zu Bröselnudeln mit Kompott.

Die Wahrheit ist: ich hätte die Brösel den Hendln geben sollen. Die haben keinen Geruchssinn, daher wäre denen das zwielichtige Odeur nicht aufgefallen. Der Geschmack war auch schon gewöhnungbedürftig, aber das merkte ich leider alles erst, als die Brösel schon auf den in Butter gebratenen Teigwaren in der Pfanne waren, also machte ich weiter und überdeckte alles mit einer ordentlichen Portion Honig. Dass ich noch ein paar Kirschen aus einem Glas aus dem Jahr 2008 dazugab, machte die Sache nicht wirklich besser.

Ich sage euch: übertreibt es nicht mit der Resteverwertung, schafft euch lieber zwei oder drei Hendln an.

9. Oktober

Der Weg ins Gemüsebeet war ein interessanter, und das Essen auch. Ich hatte zwar ein zweites Mal gefrühstückt - sonst ein absolutes No-no! -, aber dann nicht mittaggegessen und beim Heimkommen einen solchen Flameau, dass ich sämtliche biologischen und ethischen Vorsätze über Bord warf und mir beim Standl vor dem örtlichen Supermarkt ein halbes Grillhenderl kaufte. Mit Krautsalat. Und einer Semmel.

Tut mir Leid.

10. Oktober

Oh heiliger Murphy, wie konnte ich nur an deinen Gesetzen zweifeln!

Ich fürchte ich war angesichts der gestern geernteten Mengen überfordert und konnte nicht mehr klar denken. Deshalb schüttete ich über den Rest gesalzenen Couscous zuviel kochendes Wasser, was mir der übel nahm und prompt vergatschte. Weil ich ihn aber für die Fülle meiner Kohlrouladen auf Schmorparadeisern dringend brauchte, schlug ich das Ei trotzdem drüber, eh nur ein kleines, aber jetzt rann das Zeug endgültig davon. Ich hab gedacht ich mach es besser, wenn ich zwei Esslöffel Haferflocken dazugebe, aber das hätte ich mir sparen können.

Woraufhin ich dann resigniert den festeren Teil der Masse rausfischte und auf die blanchierten Kohlblätter tat. Die waren erstens nicht groß und zweitens löchrig - ich will noch gar nicht wissen, in welchem Zustand ich das wieder rausnehme, was ich als Röllchen auf den zerdrückten, gesalzenen und zart gezuckerten Paradeisern reingetan habe ins Backrohr.

Den Rest von der Masse hab ich in die Gemüsesuppe gekippt, die gerade auf der Herdplatte köchelt. Das war so auch nicht vorgesehen, aber bitte. Das endgültige Menü hat als Vorspeise dann jedenfalls die Suppe und als Nachspeise einen Früchterahm.

11. Oktober

Premiere bei der Sparköchin im Blog - glaub ich zumindest. Aus einem Rest Schmalz, den letztens gekochten Bohnen und feinem Dinkelgrieß, der auch schon mal weg muss, habe ich mir gerade eben einen Bohnensterz gekocht. Den ess ich jetzt mit Rote-Rüben-Salat aus mütterlicher Spende und freu mich schon drauf.

Aus dem alten Sparküche-Artikel hab ich euch den Rezeptteil kopiert; die Herstellung widerspricht wirklich jeglichen modernen Kochprinzipien. Aber gut.

Im Prinzip geht es darum, gesalzenes Mehl oder Grieß zu „linden“ d. h. in einem Topf ohne Fett trocken so lange zu erhitzen (unter ständigem Rühren übrigens, um eine Katastrophe zu vermeiden), bis es leicht bräunt und leicht riecht. Über dieses brennheiße Mehl schüttet man dann ebenso kochend heiße weich gekochte Bohnen (oder Erdäpfel) mitsamt dem Kochwasser, dass es so richtig zischt und brodelt. – Rühren nicht vergessen. Einige Minuten gut vermischen. Es entsteht eine Masse, die von der Konsistenz her einem Kaiserschmarrn ähnelt.

Wenn es ein fester Knödel geworden ist: zurück zum Start.

In der Zwischenzeit hat man eine unvorstellbare Menge Schmalz erhitzt (wenn es statt der Bohnen Erdäpfel waren, röstet man im Schmalz ein gehacktes Zwiebelhapperl mit) und schüttet dieses dann ebenfalls brennheiß über die Masse. Wieder gut vermengen, bei Bedarf nachsalzen und mit Salat oder sauer eingelegtem Gemüse servieren. Angeblich kann man Sterz auch mit Kompott essen – seid experimentativ!

Um euch nicht völlig im Regen stehen zu lassen: die beobachtete Fünfmannportion wurde mit etwa 45 dag Mehl, einem Esslöffel Salz, einer Handvoll Bohnen, etwa 5/8 l Wasser und etwa 3 - 4 gehäuften Esslöffeln Schmalz hergestellt. Natürlich geht es auch mit weniger Schmalz, dann wird euch die Sache aber vermutlich bei den Ohren herausstauben. Haltet auch lieber für den Notfall etwas mehr kochendes Wasser bereit. Sonst: Knödel, siehe oben.

 

12. Oktober

Von der unvorstellbaren Menge an Hirse-Couscous-Masse habe ich ein wenig abgezweigt, um für uns einen Hirse-Couscous-Auflauf zu backen. (Aus dem Rest der Masse wurde natürlich auch ein Auflauf, aber das ist eine andere Geschichte.)

Ihr kennt das ja schon: Zucker, Butter und Eier werden cremig geschlagen und mit dem in Wasser oder Milch, leicht gesalzen, gekochten Getreide vermengt. 

Die Hälfte der Masse kommt in eine ofenfeste, gebutterte Form, dann zerkleinertes Obst drüber (heute waren es Äpfel), eventuell Zimt drüber, den Rest der Masse drauf und ab ins Rohr.

Dort bei 190 Grad 40 - 50 Minuten belassen, etwas auskühlen lassen und verzehren. Vorher gibts bei uns den Rest der gestrigen Hendl-Buchstaben-Suppe. (Nämlich hab ich, in dem Reindl, in dem ich beim Sterz das Schmalz erhitzt hatte, aus der Karkasse des Grillhendls mit ein bisserl Gemüse, Knoblauch und einem Lorbeerblatt eine Art Hendlsuppe gekocht, die Knochen entfernt, die Fleischreste in die Suppe geschabt und dann noch die letzten paar Esslöffel Buchstaben drin weich gekocht. Aber das ist auch eine andere Geschichte.)

13. Oktober

Spontane Entscheidungen sind ja nicht meine Art, aber nachdem sich das Wetter so überhaupt nicht an die Vorhersage gehalten hat, haben wir uns gestern ruckizucki zusammengepackt und sind auf die Rax gefahren.

Mehr als ein paar gefüllte Weckerl und zwei Flaschen Wasser war nicht drin. Und die Leberknödelsuppe im Schutzhaus war definitiv nicht berichtenswert.