Der Sparküche-Blog.

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31. August

Restlessen muss nicht immer eine Qual sein. Vom gestrigen Kochkurs (Italienische Küche - Thema des Abends: die Abruzzen) habe ich Spaghteiini alla Diavola mit nach Hause genommen, und die gingen so:

Olivenöl erhitzen, gekochte Paradeiser zugeben, Chilis ohne Samen, aber in großen Stücken (zum Wiederentfernenkönnen), ein geschnittenes Zwiebelhapperl, zwei große zerdrückte Knoblauchzehen und einen gehackten Zweig Minze, am besten marokkanische.

Das alles kann dann mindestens eine halbe Stunde köcheln, und dann eben den Knoblauch und die Chilis wieder rausnehmen.

In der Zwischenzeit habt ihr dann auch die Spaghettini gekocht, die werden mit dem Sugo vermischt und zu Tisch gebracht.

Wer mag, rührt ein paar Löffel geriebenen Pecorino dazu.

1.9.13 18:30, kommentieren

1. September

Heute habe ich das Rezept fürs zweite abruzzische Sugo vom Kurs nachgekocht: Zucchine e zafferano. Allerdings war noch Bulgur im Kühlschrank, also gab es Bulgur alle zucchine e zafferano.

In zwei Esslöffeln Olivenöl habe ich ein kleines geschnittenes Zwiebelhapperl (original: eine Schalotte) und ein paar Safranfäden angebraten, ein Stück vom Riesenzucchino (original: ein kleiner Zucchino) klein gewürfelt und ebenfalls dazugegeben, mit Salz und Pfeffer gewürzt, mit etwas Wasser (original: Gemüsesuppe) aufgegossen und alles weich schmurgeln lassen - bis die Flüssigkeit fast verdampft ist.

Dann hab ich den Bulgur hineingerührt und, weil gerade im Überfluss vorhanden, ein paar "rohe" Cocktailparadeiser draufgestreut.

Hat uns sehr gemundet.

1.9.13 19:09, kommentieren

2. September

Es ist immer noch Bulgur da. Allerdings nur noch eine Handvoll, und die mische ich in einen Bulgursalat. Vorher esse ich noch einen Teller der Zucchinicremesuppe.

Eine Gurke findet sich im Kühlschrank noch; die wird geschält, längs halbiert und in dünne Halbmonde aufgeschnitten. Die Kerne im Inneren werde ich vermutlich auch rauskratzen. Und eine Handvoll Kirschparadeiser findet sich natürlich auch noch. Salzen und ein bisserl vom ungarischen Teufelszeugs dazu - vielleicht auch etwas gehackten Petersil -, alles vermischen und fertig.

(Möglicherweise gönne ich mir nachher noch ein Stück Zwetschkenkuchen.)

1.9.13 19:13, kommentieren

3. September ... und folgende :)

Resteessen brachial ist das heute. Offiziell gibt es Zucchinicremesuppe mit Petersil und Kernöl, Polenta mit Mangold-Gemüse und als Nachspeise Rahm mit Honig. Inoffiziell sind damit so gut wie alle Reste pfutsch. Ich werde nämlich in den nächsten Wochen vermutlich weder zum Kochen noch zum Schreiben kommen - manchmal gibt es so Phasen. Wenns geht, melde ich mich eh zwischendurch. Ansonsten bleibt mir bitte gewogen.

Das Mangold-Gemüse hab ich heute auf die gschwinde Art zusammengeschustert: Blanchierten und gehackten Mangold - Blätter und Stiele gemischt - habe ich zusammen mit Salz, einem Rest gekochter Paradeiser und einem Rest Obers zum Köcheln gebracht und einige Minuten einkochen lassen.

Derweil war die Polenta auch fertig.

3.9.13 12:27, kommentieren

19. September

Aus dem Urlaub zurück, und völlig planlos, was das Kochen angeht. Am besten erst einmal langsam eingewöhnen und Bulgur mit Sauce Bolognese fabrizieren.

Das geht deswegen einfach, weil die Sauce aus dem Tiefkühler kommt und ruckizucki aufgewärmt ist, während der Bulgur weisungsgemäß zubereitet wird.

 

Gänzlich untätig war ich aber doch nicht, weil der erste Gang ins Gemüsebeet ein paar überreife Fisolen und zwei Handvoll Gemüse brachte. Die kleinen Zwiebeln, einen grünen Paradeiser und zwei Pfefferoni legte ich wie üblich süß-sauer ein, aus dem Rest wurde eine Gemüsecremesuppe, über die sich das örtliche Kind im Vorhinein unglaublich alterieren musste, die dann aber doch am Abend relativ kommentarlos verzwickt wurde.

19.9.13 18:38, kommentieren

20. September

Wieder nix mit kochen, weil das größere Gemüsebeet und der Zwetschkenbaum auf die Ernte gewartet haben. In der Nähe kocht gottseidank ein ländlicher Wirt, und heute ist gottseidank Freitag und da gibts immer Beuschl mit Semmelknödel. 

Damit ich euch rezeptmäßig nicht im Regen stehen lasse, habe ich aus einer ziemlich alten Sparküche ein Rezept für ein Kalbsbeuscherl ausgegraben:

Beuschel gut reinigen und in Salzwasser mit einem Schuss Essig, Lorbeerblatt und Thymian weich kochen. In kaltes Wasser legen, feinnudelig schneiden. In Fett lässt man 1 – 2 dag Zucker bräunen. 5 dag Zwiebel, 2 Sardellenfilets, 5 dag Speck und die Schale einer Zitrone fein hacken, zugeben und verrühren. Mit Mehl stauben und braun rösten. Mit dem Kochsud des Beuschels aufgießen, mit Salz, Essig und Zitronensaft würzen, das Beuschel zugeben, aufkochen und zum Schluss mit Rahm und Senf abschmecken. Mit Semmelknödeln servieren.

20.9.13 17:14, kommentieren

21. September

Was ich heute zusammengekocht habe, dürfte ich eigentlich gar nicht veröffentlichen. Bevor ich letztens die Gemüsecremesuppe püriert habe, habe ich mir nämlich ein Achterl von der klaren Suppe beiseite geschöpft. Heute habe ich in wenig Salzwasser den Rest Buchstaben weich gekocht, die klare Suppe dazugeleert, gehackten Petersil drübergestreut und fertig war unsere Buchstabensuppe.

Als Hauptspeise hab ich den Rest des gestrigen Beuscherls mit Knödel gegessen. Das war natürlich dem Kind nicht zumutbar, also musste es nochmals einen Löffel voll Bulgur mit einer ziemlichen Menge Paradeissauce essen.

Weil ich sowieso die gestrige Paradeiserernte aufkochte und durch die Flotte Lotte passierte, zweigte ich einen guten Viertelliter ab, brachte ihn mit Zucker und Salz nochmals zum Kochen und rührte dann, eh wie immer, einen Löffel Speisestärke mit einem Schluck kaltem Wasser glatt und gab das in die Sauce. Nochmals aufgekocht und vom Herd genommen, den Bulgur gleich untergemischt (sonst wäre er wieder übrig geblieben auf dem Teller ...) und fertig.

Als Nachtisch gibts erfreulich gute Zwetschken.

21.9.13 12:39, kommentieren

22. September

C hat gekocht! Und zwar, den Umständen entsprechend, Zwetschkenknödel. Aus Erdäpfelteig. Mit Butterbröseln. Herrlich.

Weiß der Kuckuck, wie C den Teig immer zusammenschustert. Ungefähr so muss es gelaufen sein: eine ordentliche Menge - wir waren sechs - mehlige Erdäpfel weich kochen, noch heiß schälen und pressen. Dann etwas Salz und Butter dazu, ein bisserl Mehl und ein bisserl Grieß, und einen Teig kneten.

Von diesem Teig kleine Patzerl abzupfen und jeweils eine Zwetschke damit einwickeln. Knödel in Salzwasser gar ziehen lassen. Derweil in einer Pfanne viel Butter mit noch mehr Semmelbröseln erhitzen, die Brösel ein bisserl rösten und die fertigen Knödel drin wuzeln.

Interessant war, dass voneinander unabhängige erwachsene Menschen, alle völlig selbstverständlich, sich die Knödel mit den Fingern auf den Teller gehoben haben. Hab ich so auch noch nicht erlebt.

24.9.13 12:53, kommentieren

23. September

Fleckerl mit Mangoldsauce gabs heute für mich. Schnelles Essen, weil viel zu tun.

Fleckerl in wenig Salzwasser gekocht. Derweil eine Handvoll blanchierten geschnittenen Mangold in zwei Esslöffel Obers erhitzt, ein bisserl von der frisch importierten Gewürzmischung dazugegeben und etwas Salz. Noch ein Schluck vom Fleckerlkochwasser.

Die Teigwaren untergemischt und bei Tisch geriebenen Parmesan drübergestreut. Super.

24.9.13 12:57, kommentieren

24. September

Immer noch viel zu tun. Trotzdem in aller Herrgottsfrüh schon das Mittagessen gekocht: Gratinierte Mangoldstiele. (Und einen Zwetschkenkuchen gebacken; aber das nur nebenbei.)

Blitzschnell ist das gegangen mit dem Mangold, weil die Stiele bereits blanchiert waren. In eine ofenfeste Form einen Esslöffel Sonnenblumenöl verteilt, darauf drei ziemlich kleine Erdäpfel, in dünne Scheiben geschnitten, gekippt, darauf die Mangoldstiele. Einmal gut festdrücken, salzen und ein bisserl mit der neuen Gewürzmischung würzen (werden wir mal sehen, was die alles kann, die Neue!). Zwei gehäufte Esslöffel vom Bulgur, der immer noch im Kühlschrank steht, draufstreuen. 

Eine Mischung aus einem Ei, zwei Esslöffeln Obers, etwas Milch und zwei Esslöffeln geriebenem Parmesan bereiten und mit dieser das ganze bedecken. Bei 190 Grad Ober- und Unterhitze ins Rohr, für 40 Minuten.

Schaut zauberhaft aus, schmeckte auch so, besonders weil mittags der Hunger schon ziemlich groß war.

24.9.13 13:02, kommentieren

25. September

Ein Blick aufs Gemüsebeet genügt, und es wird ein Mangoldrisotto mit Obers.

In ein paar Schluck Rapsöl habe ich ein großes geschnittenes Zwiebelhapperl angeröstet, dann den Rundkornreis dazugegeben, gesalzen, ein bisserl vom Curry oriental dazugegeben und mit heißem Wasser aufgegossen. 

Köcheln lassen und beim ersten Mal nachgießen (immer schön mit heißem Wasser, ihr kennt das ja) ein paar Schluck Obers zufügen. Umrühren und weiterköcheln lassen, bis der Reis fast durch ist. Dann eine Handvoll blanchierten und geschnittenen Mangold zugeben, alles noch ein paar Minuten ziehen lassen und hernach verspeisen.

Die Fortgeschrittenen haben ein paar blanchierte Stiele zurückbehalten und garnieren damit den Risotto.

26.9.13 11:24, kommentieren

26. September

Nicht dass bei der Hausarbeit was weitergehen würde. Aber Hauptsache, ich leg mich ins Zeug und verkoche den endgültig letzten Bulgur zu Mangoldrouladen mit Bulgurfülle auf Schmorparadeisern.

Um nämlich die Reste wegzukriegen, aber soweit kennt ihr mich ja jetzt schon. Vom Mangold habe ich letztens ein paar schöne große Blätter ganz lassen nach dem Blanchieren, zusammengelegt und gekühlt aufbewahrt.

Heute habe ich den Rest Bulgur mit dem Rest vom geriebenen Parmesan, einem Ei, einer Messerspitze ägyptischer Gewürzmischung, Salz und einem Esslöffel gehacktem Petersil vermengt und eben den Mangold damit gefüllt.

Hierzu hab ich zuerst drei Fleischparadeiser geschält - mit reifen Früchten geht das ganz leicht auch ohne Blanchieren -, in Stücke geschnitten und damit den Boden einer feuerfesten Form bedeckt. Leicht gesalzen habe ich sie auch.

Dann hab ich immer zwei Blätter (den dicken Stengelansatz hab ich entfernt) übereinandergelegt, ans Stengel-Ende einen Esslöffel Fülle gegeben, einmal umgeschlagen, die Seiten eingeschlagen und alles aufgerollt. Die Rouladen kamen dann, eine nach der anderen, auf die Paradeiser. (Leider habe ich vergessen, sie zum Abschluss mit Öl zu bestreichen, das lege ich euch dringend ans Herz!)

Im Rohr bei 180 Grad Ober- und Unterhitze backen die jetzt vor sich hin, und demnächst werde ich sie rausnehmen und mir schmecken lassen. Als Nachtisch gibts jede Menge Obst.

26.9.13 11:36, kommentieren

27. September

Nachdem wir jetzt alle wissen, was eine aus Mangold alles machen kann, gibt es heute garantiert keinen mehr. Länger nicht, glaube ich.

Heute gibt es zuerst eine Kohlrabicremesuppe und danach ein Kürbisrahmgemüse mit Semmelauflauf.

Für den weiche ich die letzten zweieinhalb uralten Semmeln in warmer Milch ein. Wenn sie aufgeweicht sind, salze ich sie, reibe ein bisserl Muskatnuss drüber, gebe zwei Eier dazu und den Rest vom gehackten Petersil und mische alles gut.

Die Masse kommt in eine befettete ofenfeste Form und damit ins Rohr, bei ca. 180 Grad Ober- und Unterhitze bleibt sie dort für vermutlich eine gute halbe Stunde - das seh ich dann am Bräunungsgrad, wann die wieder rausmuss.

In der Zwischenzeit schäle und rasple ich ein Stück vom weißen Gartenkürbis (meiner Lieblingssorte) und dünste ihn in wenig Wasser mit Salz und wenig Kümmel bissfest. Jetzt wird gepfeffert und ein Gmachtl aus einem Esslöffel Speisestärke und zwei gehäuften Esslöffeln Rahm, man gönnt sich ja sonst nix, zugegeben. Gut einrühren, einmal aufkochen lassen, fertig.

26.9.13 11:56, kommentieren