Der Sparküche-Blog.

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2. und 3. August

Falls du glaubst, dass du zu klein bist, um etwas zu bewirken, dann versuche einmal zu schlafen, wenn ein Moskito im Zimmer ist. (Hab ich grad beim Surfen gefunden.)

Die heutige Was-ich-so-finde-Pasta ist wegen akuter Faulheit ins Wasser gefallen und musste einer gach zusammengestellten kalten Was-ich-so-finde-Platte weichen. Die frisch abgerissenen noch gartenwarmen Paradeiser waren hinreißend.

Morgen sind wir auf Kaiserschmarrn mit Kompott eingeladen. Hängt euch vielleicht langsam beim Hals raus. Uns aber nicht.


2.8.13 22:51, kommentieren

4. August

Gestern war es ein Leider-nicht-Kaiserschmarrn. Anstatt dessen gab es Berner Würsterl mit Erdäpfelschmarrn und Gurkensalat, auch nicht schlecht.

Dafür kochte ich heute wieder fleischlos, nämlich nach einer Zucchinicremesuppe einen Zucchinirisotto mit Roten Rüben.

Dafür röstete ich in einem Esslöffel Butter ein geschnittenes Zwiebelhapperl an, tat ungefähr 12 Deka Rundkornreis dazu und röstete weiter. Nach einiger Zeit löschte ich mit heißem Wasser ab und salzte, rührte gut um, gab den Deckel drauf und ließ das ganze bei geringer Hitze 35 Minuten schmurgeln. Zwischendurch rührte ich immer wieder um.

In der Zwischenzeit raspelte ich 15 Deka Zucchini grob und ein Stück Parmesan fein und würfelte eine Mini-Rote-Rübe (schon gekocht und geschält) klein.

Ein paar Minuten bevor der Risotto fertig war, kam der Zucchini rein, wurde untergemischt. Die roten Rüben kamen bei Tisch als Deko auf den Teller und alles wurde mit Parmesan bestreut.

Für morgen ist auch noch was übrig geblieben.

4.8.13 13:01, kommentieren

5. August

"Schmeckt dir das eigentlich, was du da isst?" wurde ich heute gefragt, als ich mein Mittagessen auspackte. Und mir fiel auf, dass ich da oft gar nicht drüber nachdenke.

Wie entscheide ich, was ich esse? Ich schaue in den Kühlschrank und ins Kuchlkastl und überlege, was als erstes weg muss. Und dann hoffe ich, dass ich aus den zur Diskussion stehenden Dingen etwas Brauchbares zaubern kann.

Natürlich ist es so, dass ich mir größtenteils nur Dinge in den Kühlschrank und ins Kuchlkastl lege, die mir schmecken. Aber durchaus auch welche, die ich für gesund halte. Oder die mir irgendwo über den Weg rennen. Nach dem Motto: wär doch schad, wenn das hin wird.

Anlass für die heutige Frage war ein Bulgursalat, den ich aus gekochtem Bulgur, geschnittenen Gurken und Paradeisern sowie Rahm und einer Menge Chilisalz mischte.

Und: ja, er hat mir geschmeckt.

7.8.13 08:54, kommentieren

6. August

Gebackener Karpfen mit Salat war es heute, worauf wir eingeladen waren. Getreu dem gestrigen Eintrag hatte ich eine Gurke und ein Schüsserl Rote-Rüben-Salat mit (sehr gesund und ziemlich wohlschmeckend, gottseidank), meine Mutter hatte eher an Erdäpfelsalat gedacht und machte den auch wie üblich.

Nämlich kochte sie heurige Erdäpfel, schälte sie und schnitt sie noch warm in Scheiben und vermengte sie mit Salz und Öl. Später kam noch geschnittener Zwiebel dazu und drüber eine Marinade aus Wasser, Essig und Zucker.

Die (aufgetauten - bei der Hitze lassen sich die Biester nicht fangen) Karpfenfilets wurden gesalzen und wie üblich mit Mehl, Ei und Bröseln paniert und in Rapsöl (fingerhoch in der Pfanne) herausgebacken.

Köstlich.

7.8.13 08:59, kommentieren

7. August

Das heutige Essen bestand aus Resterln, was angesichts der Hitze eh gscheit war. Bulgur, scharf gewürzt, mit Fisolensalat. Und vom Grießkoch für das Kind (mit Zimt und Honig und ein paar Ribiseln) ist auch was übrig geblieben.

Und jetzt: Siesta!

7.8.13 12:37, kommentieren

8. August

Eigentlich hätte ich uns selbst versorgen sollen. Durch morgendliche Hektik hab ich allerdings den vorgesehenen Rondini zu Hause vergessen, aber wir wurden dann eh bekocht, und zwar ganz hervorragend mit Spaghetti Bolognese.

Ich würde die Sauce wie folgt machen: klein gewürfelten Speck in der tiefen Pfanne auslassen, im Fett ein Zwiebelhapperl anbraten, ein Viertelkilo Faschiertes dazugeben und munter anbraten. 

In der Zwischenzeit mindestens drei Handvoll Wurzelgemüse kleinst würfeln oder grob raspeln und alles zusammen mit Salz, Knoblauch und Kräutern nach Belieben (ich würde Oregano und Rosmarin nehmen) sowie einem Lorbeerblatt zugeben, alles durchrühren, nochmals kurz anbraten und dann mit einem Viertelliter mindestens von gekochten Paradeisern aus dem Glas aufgießen. Deckel drauf, Hitze reduzieren und ein Stünderl schmurgeln lassen.

(Das Gemüsezeugs könnt ihr auch nach und nach dazugeben, wenn ihr mit dem Raspeln nicht fertig werdet ...)

Und wenn ich selbst kochen würde: ich würde keine Spaghetti nehmen. Die regen das Kind zu sehr auf, wenn sie sich nicht planmäßig um die Gabel wickeln lassen.

9.8.13 19:15, kommentieren

9. August

Meinem Gemüsebeet bringe ich ambivalente Gefühle entgegen. (Warum soll es dem anders ergehen als dem Rest der Welt.)

Wenn ich von Beet zu Beet steige und Mengen an biologisch gezogenem Gemüse ernte, Kostproben davon gleich in die mittägliche kalte Platte integriere und aromatisches Gemüse verzwicke, bin ich glücklich.

Weniger begeistert bin ich am Ende des Tages, wenn ich erstens eine Stunde lang den Schlauch an die Pflanzen gehalten habe (scheiß Klimawandel, wirklich!) und abends einen Haufen Gemüse in der Küche habe, der sich leider immer noch nicht von selbst in die Tiefkühlsackerl und Twist-Off-Gläser vertschüsst.

Verteilen ist die Devise. Ich warte auf morgen, was ich von den herrlichen Sachen (vor allem Paradeis, aber auch Mangold, einen Kürbis und eine Gurke sowie ein paar, ähem, gefundene Äpfel) anbringe, bevor ich mich ans Kochen mache.

9.8.13 19:22, kommentieren

10. August

Das Kind hat so lange geraunzt, bis sich die Oma erbarmte: heute gibt es ENDLICH Apfelspalten. (Ist ja gut, dass ich gestern Äpfel gefunden habe.)

Dafür wird die Oma einen festen Palatschinkenteig aus Milch, Mehl, Salz und Eiern rühren, den ein bisserl quellen lassen und in der Zwischenzeit eine Ladung säuerlicher Äpfel (gibt grad eh noch keine anderen) schälen, das Kerngehäuse ausstechen und dicke Ringe schneiden.

Diese werden dann in den Teig getaucht und in fingerhoch heißem Fett beidseitig herausgebacken. Dass sie dann ordentlich gezuckert werden, versteht sich eh von selbst, oder?

9.8.13 19:25, kommentieren

11. August

Die Zeit ist gekommen für einen Wochenspeiseplan. Sonst krieg ich meine Vorräte nämlich nicht organisiert.

Morgen gibts Mangoldrouladen mit Couscous-Fisch-Füllung.

Dienstag mache ich, so wie heute, ein Taboule.

Mittwoch bringe ich gratinierte Mangoldstiele mit Salat auf den Tisch.

Donnerstag schlägt die Stunde für Toasts mit Salat.

Und Freitag gibts, was ich Donnerstag ernte.

Ja, und zum heutigen Taboule: das hab ich kalt lächelnd auf den Rathausplatz mitgenommen, woselbst wir uns der Jazzmusik hingaben. Fabriziert habe ich es aus Couscous, Salz, klein gewürfelten Paradeisern (gelb und rot) und Gurke (geschält) und einem Hauch Zitronenbasilikum.

(Als Nachspeise hab ich uns bei einem der ansässigen Standln eine Portion Mohnnudeln mit Apfelmus geholt - da haben die Kinderaugen geleuchtet, kann ich euch sagen.)

11.8.13 18:00, kommentieren

12. August

Nein, Freitag gibts nicht, was ich Donnerstag ernte, weil ich bei Durchsicht des Kalenders draufgekommen bin, dass ich am Freitag eine Exkursion zu zwei burgenländischen Traubenproduzenten mache. Da wird das örtliche Wirtshaus was hergeben, hoffe ich.

Aber jetzt zu den heutigen Mangold-Rouladen mit Salat. Also der Salat ist ein höchst einfacher. Einen Rest Gurke schälen und entkernen (und die Abfälle für die Hendl sammeln) und in dünne Scheiben schneiden. Eine Handvoll Paradeiser halbieren oder vierteln. Den Rest von der gestern übrig gebliebenen Marinade vom Sauergemüse drübergießen. Fertig. (Hoffentlich verbrenne ich mir nicht das Goscherl, denn bei dem Gemüse gestern waren drei ordentlich scharfe Pfefferoni dabei.)

Außerdem hab ich gestern den Mangold verarbeitet und 12 Blätter nach dem Blanchieren im ganzen auf die Seite gegeben. Mit denen werde ich heute wie folgt verfahren: jeweils zwei lege ich übereinander, fülle sie, rolle sie zu kleinen Packerl und backe sie im Rohr.

Für die Fülle nehme ich einen Esslöffel (oder zwei) vom Couscous, die vier Kieler Sprotten, die gestern vom Abendessen übrig geblieben sind, und irgendwas zum Binden (ein kleines Ei? einen Löffel Rahm? etwas Obers? Da muss ich noch drüber meditieren.). Den Fisch zerkleinere ich, dann salze ich und würze, vermische alles gut und gebe je einen Löffel von der Masse auf das dünne Ende eines Blattpaares. Dann rolle ich einmal, schlage die Seiten ein und rolle bis zum dicken Ende mit Stielansatz auf.

In eine ofenfeste Form leere ich die Flüssigkeit von den Kieler Sprotten, gebe ein paar kleine, geviertelte und leicht angedrückte, Paradeiser dazu und setze die Rouladenpackerl drauf. Vermutlich werde ich die Rouladen mit Öl bestreichen, bevor ich sie bei ca. 190 Grad Ober- und Unterhitze für eine gute halbe Stunde ins Rohr stelle.

12.8.13 09:42, kommentieren

13. August

Das heutige Taboule funktioniert genauso wie das vom Sonntag - nur dass ich ein bisserl Chili einrühre, weil ich keine Rücksicht auf Mitesser nehmen muss.

Interessiert euch vielleicht mein Sauergemüse nach Art der Sparköchin? Bewährte Sache, das. Weil es in meinem Gemüsebeet nämlich nie dazu kommt, dass ich gleichzeitig Mengen an einlegwürdigem Gemüse habe, mache ich immer zwischendurch ein kleines Glaserl voll, und am Ende des Sommers summiert sich das auch.

Letztens waren es zwei Mini-Paprika, drei kleine Pfefferoni und fünf Mini-Paradeiser, noch grün. Damit hätte ich nicht einmal ein kleines Glaserl voll gekriegt, also hab ich noch ein Stück von der Gurke genommen, geschält, entkernt und mundgerechte Happen geschnitten. Ein paar Knoblauchzehen, kleine Karfiolroserln, Karottenscheiben oder was auch immer sonst wären auch kein Fehler gewesen.

In einem Reinderl hab ich dann einen Sud aus Essig, Wasser, Zucker und Salz zum Kochen gebracht und das Gemüse darin bissfest gekocht. Ich mache das so, dass ich das, was am längsten braucht, zuerst reinschmeiße, damit am Schluss alles gleichzeitig fertig ist. 

Dann schöpfe ich das Gemüse ins Glas, koche den Sud noch einmal ordentlich auf und leere ihn randvoll ins Glas. Verschließen und auf den Kopf gestellt und in ein Tuch gewickelt langsam auskühlen lassen und vor der Verkostung zwei Wochen ziehen lassen.

12.8.13 09:50, kommentieren

14. August

Köstlich war das heute wieder, aber eine Spur zu üppig. Gratinierte Mangoldstiele mit Salat habe ich mir gemacht, wie angedroht.

Die Mangoldstiele waren ja schon blanchiert, und weil mir von letztens auch blanchierte Blätter übrig geblieben sind, habe ich die, leicht zerknüllt, auch dazugegeben. Aber der Reihe nach.

Nämlich habe ich ein bisserl Öl ins feuerfeste Gschirrl geleert, verteilt und zwei kleine Erdapferl, in dünne Scheiben geschnitten (samt der Schale, weil frisch aus der Erde gekratzt) und drauf verteilt. Darauf kam der Mangold. Alles ein bisserl festdrücken, salzen und mit einer Mischung aus dem festeren Teil im Schlagobersbecher, einem kleinen Ei und einem gehäuften Esslöffel geriebenen Parmesans übergießen. Ein bisserl verstreichen und die Form ins Rohr. Bei 190 Grad ungefähr 30 - 40 Minuten backen.

Der Salat war eigentlich keiner, sondern nur ein Stück Gurke und ein paar Paradeiser in Scheiben geschnitten und vermischt. Auch super.

Und dass das Backrohr grad heiß war, hab ich genutzt, um ein Blech voll Paradeishälften, leicht gesalzen und mit der Schnittfläche nach oben, anzutrocknen. Bei nächster Gelegenheit schieb ich die wieder rein.

(Im Moment ist das Leben ziemlich paradeisrot.)

16.8.13 07:45, kommentieren

15. und 16. August

Ich weiß wirklich nicht, was das Kind heute wieder zu meckern hat. Bei Nudeln mit Speck und Gemüse ist normal alles in Ordnung. Naja.

Ich hab Dinkel-Vollkornfleckerl (ah, vielleicht war es das?) gekocht und nebenbei die Sauce fabriziert. Wieder einmal habe ich ein Stückerl Speck in Streifen geschnitten, ihn bei moderater Hitze ausgelassen und dann zwei Mini-Happerl Zwiebel, geschnitten, drin angebraten.

Nach ein paar Minuten kamen drei blanchierte und klein geschnittene Fisolen (oder war es das?) und ein Schöpfer gekochte Paradeiser dazu. Salz und wenig Pfeffer (oder das?) drüber und einige Minuten einkochen lassen, bevor die Teigwaren untergemischt werden. (was weiß eine schon.)

Und morgen esse ich unterwegs, aber auch das wisst ihr ja schon.

16.8.13 07:50, kommentieren