Der Sparküche-Blog.

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1. und 2. Juli

Nix Neues unter der - jetzt wenigstens wieder scheinenden! - Sonne. Gestern hab ich noch einmal die Reste vom Sommerfest gegessen. Auf eine alternative Art allerdings. Alles was übrig geblieben war (eine Handvoll Gemüsereis, zwei panierte Zucchinischeiben und eines der interessanten Spießerl, dazu zwei geschnittene rohe Radieschen), habe ich auf ein Stück Folie gelegt, ein Packerl gemacht und dieses im Reinderl über Dampf erhitzt wie sonst die Erdäpfel. Das geht super und verschmutzt kein Geschirr, ähem. Aber mit der Nachhaltigkeit und Ressourcenschonung schauts natürlich schlecht aus.

Heute war ich sammeln. Entlang der Bahn sind schon die Brombeeren reif, und die Zugführer haben sich auch nicht alle vor uns gefürchtet (einige haben aber ordentlich gehupt). Am Nachmittag dann hab ich entdeckt, dass die Maulbeeren auch schon reif werden; vereinzelt zwar, aber für ein bis zwei Frühstücke reichts schon. 

Dafür gabs mittags nur ein Kebab. Man kann nicht alles haben.

2.7.13 18:20, kommentieren

3. Juli

Der Salat wächst aus, habe ich das schon erwähnt? Weil netterweise wieder ein paar Erbsen reif waren, gab es den bewährten Kochsalat mit Erbsen und Reis dazu.

Zuerst habe ich wie üblich den Reis zum Dünsten auf den Herd gebracht. Dann den Salat gewaschen und blanchiert und hernach die Erbsen ebenso, und nach dem Abschrecken habe ich den Salat grob gehackt.

Als nächsten Schritt habe ich den Salat und die Erbsen ins Reinderl gegeben und gesalzen und gepfeffert. Dann habe ich ein Lackerl Obers mit einem Löffel Speisestärke glatt gerührt und in das köchelnde Gemüse gerührt.

Ganz zum Schluss hab ich das Gemüse noch mit einem Löffel von Grossauers Saiblingspesto verfeinert, und das alles zusammen mit dem Reis hat einfach köstlich geschmeckt.

7.7.13 22:19, kommentieren

4. - 7. Juli

Die letzten Tage waren, abgesehen vom freitäglichen Ausflug mit köstlicher Fremdverpflegung, geprägt von Mangoldrisotto mit grünem Salat. An dem habe ich drei Tage lang gegessen.(Aber jetzt isser weg.)

Dieses habe ich wie folgt zubereitet: ich habe ein ordentliches Stück Hausspeck klein geschnitten und bei eher geringer Hitze ausgelassen. Hier hinein kamen zwei frisch geerntete geschnittene Zwiebeln. Dann fast ein halber Kilo Rundkornreis (Arborio, für die Spezialistinnen.)

Wie üblich: Salz und Pfeffer, mit heißem Wasser ablöschen, köcheln lassen, hin und wieder umrühren.

In der Zwischenzeit Mangoldblätter waschen, blanchieren, abschrecken, grob hacken. In den fertigen Risotto unterrühren.

Einen Haufen grünen Salat mit verdünntem Essig dazu reichen. Und den Großteil davon selber essen.

7.7.13 22:24, kommentieren

8. Juli

Rohkost und zweierlei Käse auf Karottenciabatta, das klingt doch weit besser als "Gemüseweckerl bei Bäckereikette erstanden".

Mehr war es mittags tatsächlich nicht. (Und deshalb kriegte ich abends den Heißhunger und vertilgte allerhand, was sich im Kühlschrank fand.)

 

9.7.13 18:07, kommentieren

9. Juli

Theoretisch habe ich heute wieder gekocht, allerdings nur halbwegs. Im Prinzip war es geschnorrtes Hendlfilet in Saft (woher, will ich euch gar nicht erst verraten) mit einem Rest Basmatireis (wie alt, will ich euch gar nicht erst verraten) und aber knallfrischen Prinzessbohnen. Also nochmal: Hendlfilet in Saft mit Reis und Prinzessbohnen.

Da ist mein beschichtetes Pfanderl zum Einsatz gekommen. Darin hab ich Hendl samt Samt ordentlich erhitzt und an den Rand den Reis und die blanchierten Jungfisolen getan, den Herd abgedreht, den Deckel drauf gegeben und die Beilagen mit der Restwärme erhitzt.

Als Nachtisch hab ich mir ein Kirschenkompott, heurige Ernte, gegönnt.

9.7.13 18:14, kommentieren

10. Juli

Die verbliebenen zwei Mini-Hendlfilets müssen weg. Samt Saft. Also kreiere ich Pasta mit Hühnerfilet und Fisolensalat. Als Nachspeise gibt es ein Schüsserl voll herrlich süßer Maulbeeren, die ich mir heute aus Atzgersdorf geholt habe.

Die Nudeln habe ich bissfest gekocht, dazu gleich eine Karotte in gröberen Stücken. (Das Wasser habe ich weiterverwendet für eine Gemüsecremesuppe, aber das kennt ihr ja jetzt schon.) 

Die Hendlfilets habe ich klein geschnitten und samt dem Saft erhitzt, die Nudeln samt Karotte dazugeschmissen, gehackte Kräuter drübergestreut und alles vermischt.

Hui!

10.7.13 10:55, kommentieren

11. Juli

Mein Plan, den Rest von gestern heute zu essen, ist ins Wasser gefallen, weil das Kind wider Erwarten alles zusammengegessen hat. Na gut, dann verarbeite ich eben die Reste der gekochten Nudeln zu Schinkennudeln mit Kohlrabigemüse.

Nämlich schneide ich den Speckrand von einem Schinkenrest (preisgünstig als "Abschnitt" erworben bei der Schinkenmanufaktur Thum in Wien-Margareten und eingefroren) klein und lasse ihn bei schwacher Hitze aus. Darin  brutzle ich ein geschnittenes Zwiebelhapperl an, gebe den Schinkenrest, ebenfalls klein gewürfelt dazu und salze und gebe einen Hauch eines frisch geernteten Pfefferonis dazu. Das alles wird ein paar Minuten sanft gebraten und danach mit den Nudeln sowie einem Teelöfferl Petersil vermischt.

Für das Kohlrabigemüse rasple ich einen halben geschälten Kohlrabi grob und dünste ihn mit möglichst wenig Wasser, Salz und Kümmel. Wenn er weich ist, klatsche ich den Rest vom Schlagobers - ihr wisst schon: das, was ich immer vom Becherrand kratze - dazu und vermische alles gut. Sollte ich allerdings merken, dass die Sache zu dünnflüssig ist, binde ich mit einem Gmachtl aus wenig kaltem Wasser und einem Löfferl Speisestärke. Da kenn ich nix.

11.7.13 10:33, kommentieren

12. und 13. Juli

Gestern habe ich Reste gegessen, und zwar das Kohlrabigemüse mit dem Rest Schinken (in drei dünne Scheiberl geschnitten und beim Wärmen aufs Gemüse im Reinderl gelegt) mit dem letzten Stück Fladenbrot.

Heute wird es ein Mangoldrisotto werden. Eh so wie immer werde ich geschnippelten Hausspeck langsam ausbraten lassen, ein frisches Zwieberl, ebenfalls geschnitten, darin anbraten und entsprechend Reis dazugeben. Dazu kommen Salz und Pfeffer, und dann wird mit heißem Wasser abgelöscht. Und dann Wasser und rühren und köcheln lassen, so wie immer. Und vielleicht gebe ich auch ein paar Rosmarinnadeln dazu.

Während der Risotto also gart, werde ich dem Gemüsebeet eine Handvoll Mangoldblätter entreißen, putzen und blanchieren, abschrecken und grob hacken. Der kommt dann, mitsamt einem Löffel gehacktem Petersil, in den fertigen Risotto. Und wenn ich dran denke, was aber nicht sehr wahrscheinlich ist, streuen wir bei Tisch sogar geriebenen Parmesan drüber.

13.7.13 07:29, kommentieren

14. und 15. Juli

Ganz glücklich war ich, wie ich meine Neuerwerbung ausprobiert habe: einen Toaster. - Ja, ich weiß, nicht die welterschütternde Neuheit an sich. Aber mein erster seit über zwei Jahrzehnten, und mit drei verschiedenen Platten, unter anderem auch für Waffeln.

Genug der Schwärmerei: wir waren zwei Tage unterwegs, und ich habe an beiden Tagen Schinken-Käse-Toasts fabriziert und mitgenommen. Naja, nur das erste Mal getoastet, denn die wurden nach einigen Stunden unglaublich zäh. (Wir haben sie in unserer Euphorie trotzdem verknurpst.) Heute habe ich sie roh mitgenommen. Und weil wir bei Erich Stekovics in Frauenkirchen vorbeikamen (stekovics.at) und dort unter anderem Kirschparadeiser abräumten, hatten wir die köstlichste aller Beilagen zu rohem Toast.

Übrigens, Erich Stekovics: der ist entschlossen, seine über 2.000 Sorten Paradeiser (Die Zahl stimmt. Ich war vor Jahren selbst auf seinen Feldern. Unglaublich, diese Vielfalt!) gegen die neue EU-Richtlinie zu verteidigen und notfalls dafür ins Gefängnis zu gehen.

Im Ernst: ich würde ihm jeden Tag Kuchen dorthin bringen. 

15.7.13 20:49, kommentieren

16. Juli

Na, das war heute wieder eine Qual für das haushaltszugehörige Kind. Erbsenpolenta mit Paradeisern und grünem Salat, wie komm ich denn auf sowas? Da musste dann sogar noch bei der Nachtischmarille protestiert werden, der Form halber.

Den Rest Milch hab ich mit Wasser verdünnt, gesalzen und zum Kochen gebracht. Genauer gesagt, zum Überkochen, aber das könnt ihr ja auslassen. In die dann wieder handelsüblich schäumende Milch hab ich ein paar Deka Polentagrieß eingerührt, wieder aufköcheln lassen, eine Handvoll blanchierter Erbsen dazugeschmissen und dann das beschichtete Pfanderl vom Herd genommen und die Polenta zehn Minuten quellen lassen.

Inzwischen hab ich die restlichen Kirschparadeiser von gestern halbiert und gerecht aufgeteilt und den allerletzten grünen Salat gewaschen, zerzupft und mit Wiener Marinade begossen: Wasser, Essig, Zucker und Salz.

16.7.13 17:57, kommentieren

17. Juli

Mit dem heutigen Karpfen auf dem Erdäpfelbett habe ich das Kind versöhnen können. Überhaupt damit, dass Nachbars zum Mitessen eingeladen waren, weil das Kind einen voll besetzten Tisch außerordentlich schätzt.

Diesmal habe ich das Rezept ein bisserl variiert. Nämlich habe ich eineinhalb Kilo Heurige verwendet, diese nur fest gewaschen und längs geviertelt. Aufs Blech kam ordentlich Olivenöl, dann die Erdäpfel, ein Esslöffel frischer Rosmarin, großzügig Salz und etwas Pfeffer. Dann nochmals Öl und dann ordentlich durchgemischt.

Den Karpfen hab ich gewaschen und auf den Seiten quer eingeschnitten wie immer, allerdings nur mit Salz eingerieben, nämlich in den Einschnitten und in der Bauchhöhle. Sodann hab ich in den Bauch einen Teelöffel gehackten Petersil und etwas Zitronensaft getan, den Fisch aufgestellt und aufrecht auf die Erdäpfel gestellt. (Erstaunlicherweise hält das!) Dann hab ich Olivenöl und Zitronensaft drübergetröpfelt und leicht verrieben und zum Schluss ein Haucherl gepfeffert.

Bei 200 Grad hat das ganze dann über eine Stunde im Rohr gebraten. Weil das Kind Erdäpfel nicht liebt, hab ich ihm eine Portion Couscous hingestellt. Außerdem gabs Bärlauchbutter und Chutney, also konnte niemand meckern.

17.7.13 17:09, kommentieren

18. Juli

Der aktuellen Vorratslage gehorchend, gibts bei der Sparköchin heute Couscous mit Fischsugo. Gestern Abend hab ich nämlich noch einen Arbeitsanfall bekommen und das Fischskelett von den Fleischresten befreit. Also eher umgekehrt. Egal. Jedenfalls lungern jetzt zwei Handvoll Fischschnipsel im Kühlschrank, und der gestrige Gast hat uns einen Riesenzucchino mitgebracht. Gekochte Paradeiser gibts sowieso im Glas.

So werde ich zwei erntefrische Knoblauchzeherl schneiden und in etwas Öl anbraten, hernach eine Handvoll geschnittenen Zucchino dazutun, weiterbraten, salzen und mit gehackten Kräutern versehen, die gekochten Paradeiser einrühren, alles erhitzen und zum Schluss eine Handvoll vom Karpfen untermengen.

Den Couscous werde ich zum Erhitzen nur in die Sonne stellen - bei diesen Temperaturen reicht das völlig.

18.7.13 08:53, kommentieren

19. Juli

Eingeladen waren wir heute, und zwar auf Zucchinicremesuppe und hernach einen Apfelauflauf.

Wie meine Mutter den genau fabriziert hat, weiß ich nicht, nur so ungefähr: aus weicher Butter, Zucker, Eiern, etwas Zitronensaft hat sie einen Abtrieb gemacht und dann Haferflocken, blättrig geschnittene Äpfel und einen gestrichenen Esslöffel Stärkemehl untergehoben. Dies alles kam in eine befettete Form und buk wie üblich im Rohr.

Aber ich kann euch das Rezept meiner Ringelblumensalbe verraten, die ich heute gemacht hab: in 1/16 Liter erhitztes Olivenöl hab ich drei gehäufte Esslöffel Ringelblumenblütenblätter (ohne grünes Zeugs, wirklich nur die Blütenblätter!) hineingetan und die ein bisserl geröstet. Die dann leicht frittierten Blätter hab ich großteils nach ein paar Minuten wieder rausgefischt, die Pfanne vom Herd genommen und das ganze abkühlen lassen. Bei ungefähr 70 Grad (eine Schätzung natürlich!) hab ich zwei Tropfen Melissenöl und ein haselnussgroßes Stück helles Bienenwachs hineingetan - ist immer gut, wenn eine einen Imker kennt! - und unter Rühren zergehen lassen.

Zum Schluss nur mehr abgefüllt und vollends auskühlen lassen. 

19.7.13 18:13, kommentieren