Der Sparküche-Blog.

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1. Mai

Tag der Arbeit! Zuerst einen Löwenzahnsirup fabriziert, dann Dinkelweckerl gebacken und zwischendurch Gemüsesuppe und Spargelrisotto gekocht. Wobei, die Suppe war eine einfache Geschichte: Das von gestern übrig gebliebene Sugo mit Wasser verdünnen, gehackte Kräuter draufstreuen und essen. (Außer wenn man Kind ist: dann muss man nämlich vorher allerhand aussortieren und selbst dann noch nur unter Protest essen.)

Für den Spargelrisotto habe ich drei Deka Butter erhitzt und ziemlich viel Safran drin aufgelöst. Dann ordentlich Risottoreis dazu, angeröstet, gesalzen und gepfeffert, mit einem Schluck Madeira abgelöscht und mit heißem Wasser aufgegossen, bis der Reis bedeckt war. Deckel drauf, bei geringer Hitze köcheln lassen.

Inzwischen die Reste der Spargelstangen geschält und in 1 cm lange Stücke geschnitten. Immer wieder den Reis mit heißem Wasser aufgegossen, und einige Minuten vor Ende der Garzeit kamen die Spargelstücke dazu. Umrühren, bedeckt fertig garen lassen, dann vom Herd nehmen und gehackten Petersil einrühren. Bei Tisch geriebenen Parmesan drüberstreuen.

2. und 3. Mai

Mit dem Risotto verschätze ich mich immer wieder. Das Kind hat zwar in sich hineingestopft, was irgend gegangen ist, aber trotzdem ist eine Menge übrig geblieben. Eine Portion habe ich schon zur Seite gegeben und mit dem Rest vom Käse bestreut, die werde ich morgen essen (und damit wieder zwei bis drei Wurstsemmerln umgehen).

Den letzten Schöpfer habe ich heute mit etwas Wasser verdünnt, mit geschnittenem Schnittlauch angereichert und im beschichteten Reinderl erhitzt. Obenauf habe ich zwei Falafeln gelegt, also könnte man sagen: Falafeln mit Spargelreis.

Ich mach mir aber keine Sorgen, dass ich vom Fleisch falle, denn vorhin hab ich einen Osterhasenpudding gemacht und danach großzügig das Reinderl ausgeputzt, also für die Kalorienzufuhr ist gesorgt.

4. - 6. Mai

Tut mir Leid, aber Samstag waren es wieder zwei Wurstsemmerln. (Und dann am Abend noch Kümmelbraten, am besten ist, wir vergessen diesen Tag.)

Sonntag gab es nochmal den Kümmelbraten, mit Reis und grünem Salat, und da war dann auch das Schwarterl nicht mehr kronenzerstörend knusprig, sondern weich und super essbar. Al ponte, sozusagen.

Und heute beim Schweden ein Shrimpsbrot, ein Schüsserl gemischter Salat, ein Stück Pizzabrot und ein Heidelbeer-Milchshake.

Also, langsam kriege ich mich wieder ein, essensmäßig ... und heute früh vor dem Regenguss habe ich wieder ein paar Spargelstangen geschnitten, mal sehen, was mir da morgen dazu einfällt.

7. Mai

Unvorhergesehen große Küche war das heute, die Pasta in Spargel-Obers-Sauce. Da hab ich sogar vor der Nachspeise, einem Stück Rhabarberkuchen, eine Pause eingelegt, um das Geschmackserlebnis wirken zu lassen ...

Dabei war es gar nicht aufwändig gekocht. Zuerst habe ich in Salzwasser die Spargelstücke gekocht (3 cm), dann die Spargelspitzen dazugegeben und kurz weitergekocht, rausgenommen und im selben Wasser die Pasta gekocht.

Währenddessen hab ich in vier Esslöffel Obers einen gehäuften Esslöffel fein gehackter Haselnüsse geköcheltt (die mussten dringend weg), gesalzen, eindicken lassen, mit drei Esslöffeln vom Kochwasser aufgegossen, wieder etwas eindicken lassen. Dann den Spargel dazu, die Pasta auch und alles vermischt.

Im übrig gebliebenen Kochwasser, eh nimmer viel, hab ich die unteren Spargelteile, fein geschnitten, und die Schalen ausgekocht, da mach ich später eine Spargelsuppe draus, die uns morgen eine würdige Vorspeise sein wird.

8. Mai

Mit dem heutigen Mittagessen habe ich mich wieder einmal nicht beliebt gemacht. Aber mir hats ausgezeichnet geschmeckt. Nach der Spargelsuppe gab es Teigtascherl mit Frühlingsfüllung in Paradeissauce. Und danach Rhabarberkuchen.

Aus einem Zwerghenderl-Ei und etwa 7 Deka Mehl habe ich in der Früh einen festen Teig geknetet und zugedeckt rasten lassen. Vormittags dann habe ich aus einem Esslöffel Topfen, einem Teelöffel geriebenem Parmesan, etwas Salz und einer Handvoll grünem Zeugs (Mangoldblätter, Zwiebelschlotte, Löwenzahnblatt und so) eine Fülle gerührt. Dann hab ich den Teig dünn ausgerollt, in Vierecke geschnitten, jeweils einen Teelöffel Füllung in die Mitte gegeben, zugeklappt (mit Wasser bestrichene Ränder erleichtern das) und in Salzwasser einige Minuten gekocht.

In der Zwischenzeit hab ich ein Glas passierter Paradeiser ins Reinderl gegeben, Zucker und Salz dazu und aufkochen lassen. Dann hab ich ein paar Esslöffel Wasser, vermischt mit einem Esslöffel Speisestärke eingerührt, nochmals aufkochen lassen und dann unter Rühren vom Herd genommen.

Die fertigen Teigtascherl hab ich nochmals  in Schmalz gewendet, weil mir gerade noch rechtzeitig eingefallen ist, dass die sonst zusammenpicken, dass es ein Graus ist.

Und dann auf den Teller damit, die Sauce drüber und essen.

9. Mai

Würsterl mit Püree wollte ich eigentlich servieren, aber dann kam ich drauf, dass ich nur mehr drei Erdäpfel habe, also wurden es Bratwürsterl mit Couscous und Pusztasalat.

Die Würsterl waren rasch aufgetaut, der Couscous ist sowieso in sieben Minuten fertig und der Salat kam aus dem ungarischen Glas (wenn eine die ungarische Grenzstadt schon in Reichweite hat, kann sie sich auch hin und wieder einen Ausflug leisten ...).

Und das Kind war zufrieden.

 

10. und 11. Mai

Gestern habe ich die restlichen Teigtascherl mit Paradeissauce gegessen, zusammen mit einem Rest von gekochten Fleckerl und ein bisserl zerzupftem Petersil war das ausreichend.

Und heute haben wir uns, das hatte ich dem in letzter Zeit äußerst liebenswürdigen Kind schon länger versprochen, eine Pizza gegeben. Leider isst das Kind mittlerweile auch von der Pizza bereits nennenswert; es ist direkt ein Glück, dass meine Portionen noch immer etwas kleiner sind als vor der Fasterei.

12. Mai

Seit längerem gammelt eine einsame Hendlkeule im Tiefkühler. Dem habe ich heute ein Ende gemacht und zur Inspiration "Genial kochen mit Jamie Oliver" aus dem Bücherschrank gekramt. Beim Lesen hab ich mich daran erinnert, dass ich letztes Jahr in Griechenland Zitronenpfeffer gekauft hatte, und so wurde es eine marinierte Hendlkeule mit Semmelauflauf und Kürbis englisch.

Letzterer kommt aus dem Glas, eh klar, aber diesmal aus meinem eigenen. Den Semmelauflauf mache ich so wie die Fülle, mit der unsereins normalerweise ein Hendl füllt, aber ich backe sie separat im Rohr. Nämlich fette ich die Form ein und weiche hinreichend Semmelwürferl in wenig Milch ein, bis die weich sind. Dann verrühre ich das alles mit einem großen Ei, Salz und einem Rest gehacktem Petersil, streiche die Masse in die Form, und ab ins Rohr.

Gleich neben das Packerl mit dem Hendl. ich habe nämlich aus Olivenöl, Salz, Zitronenpfeffer, zerbröselten Rosmarinnadeln und einem Haucherl Thymian eine Marinade gerührt. Ein Stück Alufolie, doppelt genommen, hab ich mit einem Teil davon bestrichen, das Hendl draufgelegt und mit dem Rest der Marinade rundum eingestrichen. Dann hab ich aus der Folie ein - leider nicht ganz dichtes - Packerl fabriziert, und das kommt auch ab ins Rohr.

Und wir werden sehen, was draus werden wird ...

13. Mai

Die Hendlkeule gestern war im Prinzip phänomenal, nur zu wenig durch. Und wir merkten, dass es ein Bio-Hendl war: die Muskeln waren echt was zum Kauen. Aber vom Geschmack einmalig, wie gesagt. Und ein Safterl gabs auch, sehr delikat!

Es ist ein Stück übrig geblieben, und da habe ich das Angenehme mit dem Nützlichen verbunden und aus Resten und Knochen einen halben Liter Hühnersuppe gekocht. Das Hendl mit Semmelauflauf und gekochtem Spargel esse ich heute.

Für die Suppe habe ich die Hendlreste in Salzwasser gegeben, eine große Karotte, geviertelt, und eine kleine Scheibe Sellerie dazugegeben sowie ein paar Pfefferkörner, ein Lorbeerblatt, einige Rosmarinnadeln und eine Knoblauchzehe.

Das alles habe ich  ungefähr eine Stunde köcheln lassen. Danach war das Fleisch auch wirklich gut durch, ähem. Ich habs zur Seite gelegt, die Knoblauchzehe entfernt, das Gemüse geschnitten und wieder einmal eine Handvoll diverser Spargelstücke in die noch kochende Suppe gelegt. Die sotten dann ein paar Minuten, und dann habe ich noch eine Handvoll ungarischer Teigwaren eingekocht. (Dann war eh fast die ganze Suppe weg, und im wesentlichen ist es ein Eintopf.)

14. bis 21. Mai

Entschuldigung, ich hätte mich für den Urlaub abmelden sollen. Aber es war vorher noch soviel zu tun ... jedenfalls hat das Kind heute seine Frühstücksmilch nicht getrunken. Erst wollte ich ein Grießkoch machen, aber dann hab ich mir was anderes überlegt. Kräuterpolenta mit Blattsalaten und Kernöl nämlich. Hat vorzüglich geschmeckt.

Ich habe also die Milch gesalzen und zum Aufsteigen gebracht (ein Viertelliter) und dann ein paar Deka Polentagrieß einrieseln lassen. Das hat dann ein paar Minuten leise geköchelt. In der Zwischenzeit habe ich ein irrtümlich ausgerissenes Jungzwieberl und ein bisserl Schnittlauch, Petersil und Thymian gehackt, in die Polenta eingerührt, diese vom Herd genommen und noch ein paar Minuten quellen lassen.

Und währenddessen hab ich gach eine Handvoll gemischte Blattsalate (was halt schon zu ernten ist) gewaschen, in Streifen geschnitten und am Teller angerichtet. Polenta dazu, alles mit Kernöl beträufelt - fertig.

 


22. Mai

Bei der täglichen Suche im Gemüsebeet nach dem, was der Garten gerade hergibt, fielen mir heute ein paar Salat- und Mangoldblätter, drei dünne Spargelstangerl und neben Petersil auch ein paar Schnittlauchblüten in die Hände. Das Ergebnis, Couscous mit grüner Sauce und Spargel-Dekor, sah hinreißend aus, aber leider kann ich grad nur riesengroße Fotos hochladen, also bleibt dieser Eintrag bildlos.

Wie immer habe ich den leicht gesalzenen Couscous mit kochendem Wasser übergossen und stehen lassen. Dann habe ich in Salzwasser zuerst die zugerichteten Spargelstücke und danach die grob geschnittenen Blätter gekocht. Vom Wasser habe ich dann das meiste weggeschüttet, ein bisserl Obers und einen Löffel geriebenen Parmesan dazugegeben und nochmals aufgekocht. Und weil das ganze noch zu flüssig war, habe ich es mit einem Esslöffel feinem Dinkelgrieß zu einer Sauce gebunden.

Den Couscous auf den Teller, die Sauce dazugegossen, den Spargel fesch drapiert, mit gehacktem Petersil bestreut und mit drei Schnittlauchblüten dekoriert. Köstlich.

Und wisst ihr was? Die Blüten schmecken ordentlich scharf.

23. bis 25. Mai

Nichts Neues zu berichten. Am Donnerstag war ich unterwegs, also Wurstsemmerl. (Immerhin nur eines.)

Am Freitag war ich auch unterwegs, habe aber das köstlichste aller Grillhenderl verspeist. Der Trick ist: warten, bis der Hunger richtig groß ist - dann schmeckt so gut wie alles köstlich ... Das halbe Henderl hab ich bei einem Standl beim Baumarkt gekauft, und, nein, ich habe nicht allzu lange darüber nachgedacht, wie das Leben des Henderls vor meinem Verzehr so war. Ausnahmsweise nicht.

Am Samstag ist mir der Rest vom Henderl gedanklich entglitten, woraufhin es wieder ein Wurstsemmerl wurde, leider.

26. Mai

Aber heute hab ich besagtes Henderl aus dem Kühlschrank geräumt und bin in den Garten pflücken gegangen. Und es gab Grillhenderl mit Polenta und Blattsalaten. Vorher noch eine klare Hechtsuppe mit "lustigen Tieren". Und nachher die Wangen eines Riesen-Schoko-Osterhasen.

Das Henderl legte ich ins beschichtete Reinderl, tat ein paar Schluck Wasser dazu, gab den Deckel drauf und erhitzte kräftig, ließ das zwei Minuten köcheln und drehte dann ab. Mit der Resthitze des Reinderls erwärmte sich das Henderl hinreichend, und es gab sogar noch zwei Löffel Safterl dazu.

Für die Polenta brachte ich einen Viertelliter Wasser mit Salz zum Kochen, rührte ein paar Deka Polentagrieß ein, reduzierte die Hitze und rührte ein paar Minuten lang, bevor ich das Reinderl vom Herd nahm und die Polenta ausquellen ließ.

Die gepflückten Blattsalate säuberte ich grummelnd von Schnecken und Läusen, wusch sie gründlich und zerzupfte sie. Gewürzt habe ich mit ein paar Schnittlauchblüten und einer Handvoll Pimpinelle samt Blüten.

Da hat sogar das Kind das Essen gelobt.