Der Sparküche-Blog.

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20. April

Grün ist die aktuelle Lieblingsfarbe des Kindes. Das habe ich gleich ausgenutzt, um ihm vor den Palatschinken eine Bärlauchcremesuppe unterzujubeln.

Für uns beide reichte ein Erdapfel, klein geschnitten, der in Salzwasser weich kochte. Geschnittenen Bärlauch dazu, noch eine Minute köcheln lassen, pürieren, mit Milch aufgießen und essen.

Die Palatschinken habe ich wie üblich gemacht (zwei kleine Eier mit einem Vierterl Milch und einer Prise Salz verquirlen, mit Mehl verrühren, bis der Teig gerade noch flüssig ist, eine Stunde rasten lassen und in kleinen Portionen mit Schmalz herausbacken. - Das Schmalz hat den Geschmack derart verbessert, dass ich vom Kind ein Extrabusserl bekam.) und heute mit Apfelmus gefüllt.

Das Fasten zeigt noch immer Auswirkungen: heute habe ich nur dreieinhalb Palatschinken geschafft, statt der üblichen sechs oder sieben ... die restlichen habe ich gleich mit Powidl gefüllt und in Alufolie eingepackt. Die wärme ich mir am Montag im Backrohr oder über Dampf auf und hab schon wieder ein Mittagessen ...

20.4.13 13:33, kommentieren

21. und 22. April

Obwohl ich mir gestern beim Geburtstagsessen eh eine enorme Portion Eiweiß zugeführt hatte, habe ich heute vor den angekündigten Restpalatschinken (mit Powidl) eine Frühlingskräutersalatschüssel mit Joghurtdressing verspeist.

Eine Handvoll der letzten Vogerln habe ich mit allerhand vermischt, was ich aus dem Gemüsebeet gezupft habe: Schafgarbe, Pimpinelle, Löwenzahn, Petersil, Koriander und eine Schlotte von der Winterheckenzwiebel sowie ein paar Blatterl Bärlauch. Für das Dressing hab ich zwei Löffel türkisches Joghurt (10 %) glatt gerührt und mit Salz und einer gehackten Kaper vermengt.

22.4.13 12:24, kommentieren

23. April

Weil ich das heutige Kichererbsencurry meinem Kind gar nicht erst antragen brauch, fabriziere ich tatsächlich nur eine Portion - ziemlich wenig schaut das aus, muss ich sagen.

Gestern abend habe ich eine Handvoll griechischer Kichern (Urlaubssouvenir) in Wasser eingeweicht und heute früh in Wasser bissfest gekocht. Und später gehts dann weiter wie folgt:

Ich werde in einem Teelöffel Schmalz einen Teelöffel afrikanischen Curry, ein kleines Lorbeerblatt und ein halbes geschnittenes Zwiebelhapperl anbraten. Dann kommen je zwei Esslöffel mundgerecht geschnittene Kürbis- und Karottenstücke dazu, die Kichern auch. Danach wird gesalzen und mit einem Achterl gekochter Paradeiser aufgegossen.

Jetzt darf alles noch eine Viertelstunde schmurgeln, und dann wirds verputzt. Und nachher gibts noch einen Apfelpudding.

Nachtrag:
1. Es hat köstlich geschmeckt.
2. Ich hab euch den Ingwer unterschlagen: 1 kleine Scheibe, klein gewürfelt, mit dem Curry anbraten!

23.4.13 10:37, kommentieren

24. April

Leider hat die Lieblingsfarbe des Kindes gewechselt. Meine Fusilli in Brennnessel-Bärlauch-Sauce werde ich alleine essen können. Macht aber nix, schmeckt eh ganz gut.

Heute hab ich drauf gepfiffen und hab die Teigwaren in wenig Wasser gekocht. Und wisst ihr was? Sie haben mir genauso gut geschmeckt. Dadurch ist dann nur mehr ein Viertelliter Kochwasser übriggeblieben. In dem habe ich die Brennnesselspitzen und den Bärlauch ein paar Minuten gekocht, dann püriert und ein Gmachtl aus einem Esslöffel Speisestärke und zwei Esslöffeln kaltem Wasser eingerührt. Einen Schluck Obers dazu und fertig.

Dann hab ich die Nudeln untergemischt und bei Tisch ordentlich Pfeffer und Parmesan draufgestreut.

Als Nachspeise gibts Jogurt mit Hollerkoch.

24.4.13 12:30, kommentieren

25. April

Das heutige Mittagessen war der Misserfolg des Monats. Ich habe dem Gemüsebeet euphorisch ein paar Stangen Grünspargel entrissen und plante den mit Schinken zu braten, mit Sauce Hollandaise zu überziehen und Reis dazu zu essen. Schinken-Spargel-Ragout mit Basmati-Reis, quasi.

Den Spargel hab ich noch anständig gekocht. Den Reis hatte ich augesetzt, also los mit der ersten Hollandaise meines Lebens. Im Kochbuch (ein deutsches, muss ich dazusagen) stand: das Eigelb mit dem Wein im Wasserbad schaumig rühren (s. S. 40), dann tropfenweise zerlassene Butter zugeben, mit Zitronensaft, Salz und Pfeffer würzen.

Na, das schaff ich doch wohl! Flugs einen Topf mit kochendem Wasser gefüllt, die Schüssel mit Dotter und Wein aufgesetzt und den Schneebesen in Bewegung gesetzt. - Und nach ungefähr 12 Sekunden war die Masse zur Eierspeis gestockt. Ich hätte doch auf Seite 40 nachlesen sollen ...

Jedenfalls hab ich einen ordentlichen Fluch losgelassen (Tschuldigung, Herr Nachbar!) und den Rest der ordnungsgemäß zerlassenen Butter in eine Pfanne gekippt, Spargel und Schinken angebraten und die Eierspeis auch gleich dazugekratzt. Das war alles recht flott geschehen; allein der Reis war noch nicht durch, was ich aber leider erst behirnte, als ich bereits aß.

Zum Glück hatte ich vorher eine Kürbiscremesuppe gegessen, so war der Magen trotzdem voll. Aber, um der Wahrheit Ehre zu geben, die Schinken-Spargel-Mischung war ausgesprochen delikat. Mach ich wieder mal, mit Hollandaise aus dem Packerl. 

25.4.13 18:57, kommentieren

26. April

Heute habe ich völlig unspektakulär den Rest der Nudeln mit der grünen Sauce gegessen. Morgen schau ich wieder mit der Schere ins Gemüsebeet, ob sich da wohl wieder Spargel findet. Grünspargel übrigens, der ist weit unkomplizierter zu halten.

26.4.13 21:11, kommentieren

27. April

Ich finde, das war heute ein Luxus-Essen: Grünspargel mit Rindszunge und Erdäpfeln. Der Spargel wieder vom eigenen Beet, da gehts jetzt rund - in den nächsten Tagen werden wir ziemlich grün essen ...

Zuerst kamen drei Erdäpfel in den Dampf. Dann hab ich vom Spargel das unterste Stück geschält, den anderen fingerlang geschnitten und alles in Salzwasser gekocht. Die Erdäpfel wurden geschält und geviertelt, und die aufgeschnittene Zunge, ein Resterl, habe ich in Röllchen dazugelegt.

Von einer Sauce Hollandaise habe ich mich fern gehalten.

28.4.13 13:06, kommentieren

28. April

Aus lauter Restln habe ich heute ein Sonntagsessen komponiert: Saure Spargelcremesuppe, Reis-Nudel-Auflauf und Mango Lassi. Letzteres kam aus der Kühlvitrine des Bio-Supermarkts. Aber die anderen Gänge waren von mir.

Die Spargelsuppe vom Freitag ist sauer geworden, aber, weil mit Bio-Obers gemacht, nicht unangenehm, sondern Rahm-sauer. Das Kochwasser vom Spargel gestern kam noch dazu, und den übrigen halben Erdapfel hab ich  auch hineingedrückt. Erhitzt, Semmelwürfel und gehackten Petersil hinein, fertig.

Von der Einladung am Freitag habe ich mir jeweils eine Handvoll gekochten Reis, Spaghetti ohne und Spaghetti mit Broccoli mit nach Hause genommen. Viel zu schade für die Hendln.

Zuerst habe ich die zerlassene Butter von letztens hergenommen und mit einem Stück davon erstmal eine Auflaufform ausgeschmiert. Mit dem Rest, etwa ein gehäufter Esslöffel, und genausoviel Mehl habe ich eine helle Einbrenn gemacht (im beschichteten Reinderl, damit nix anbrennt), zizerlweise mit einem Viertelliter kalter Milch aufgegossen und gerührt, gerührt, gerührt. Zwischendurch kam Salz und Muskatnuss dazu, und als alles kurz vorm Aufkochen war, kam das Reinderl weg vom Herd und die Sauce Bechamel durfte überkühlen.

Dann kam der Reis in die Form, und ein Drittel der Sauce darauf. (Gescheiter wäre gewesen, ich hätte die beiden Sachen miteinander verrührt, das muss ich mir fürs nächste Mal merken.) Dann die Nudeln ohne Zeug, darauf ein Rest klein gewürfelter Schinken, Pfeffer und wieder ein Drittel der Sauce, und zuletzt die Spaghetti mit Broccoli. 

Dann hab ich die Masse gut in die Form gedrückt, den Rest der Sauce drübergestrichen und einen Rest geriebenen Käse draufgestreut. Bei 200 Grad ins Rohr und dortselbst 45 Minuten belassen. Köstlich.

 

28.4.13 13:18, kommentieren

29. April

Hin und wieder darf eine es sich auch einfach machen. So wie jetzt: ich esse den Rest vom gestrigen Auflauf, und nachher entweder einen Apfel oder ein Schoko-Osterei.

Übrigens: die Portionsgröße ist immer noch kleiner seit dem Fasten. Und wisst ihr was? Ich fühle mich viel lebendiger jetzt, seit ich meinen Körper nimmer mit Übergrößenportionen belästige. Fein ist das.

28.4.13 18:03, kommentieren

30. April

Bevor ich wieder die eine oder andere Zutat vergesse, die ich heute in meinen Erdapfel mit Gemüsesugo und Spargelspitzen getan habe, setze ich mich lieber gleich hin zum Schreiben.

Einen Erdapfel habe ich in den Dampf gestellt. Derweil der dämpfte, habe ich in einem Esslöffel Olivenöl drei getrocknete Knoblauchzehen und ein paar Rosmarinnadeln angebraten, danach ein Stück Sellerie und zwei Karotten, beides ziemlich klein geschnitten, dazugegeben und tüchtig angeröstet. Hernach habe ich mit einem Achterl gekochter Paradeiser aufgegossen, gesalzen, ein paar tiefgekühlte Erbsen dazugeworfen und den Deckel draufgetan. 

Nach ein paar Minuten kamen die in kurze Stücke geschnittenen rohen Mittelteile des heute geernteten Spargels dazu - wobei ich sagen muss, dass die Stangen zwischen 25 und 60 cm lang waren - sowie ein Esslöffel roher geschnittener Mangoldblätter. Das hat dann wieder ein paar Minuten geschmurgelt, bis endlich die - ebenfalls rohen, welch ein faux pas! - Spargelspitzen daraufgelegt wurden, ins Sugo etwas eingetaucht und auch noch ein bisserl köcheln durften.

Vorhin hab ich das ganze vom Herd genommen, und gleich werde ich den Erdapfel schälen, teilen und salzen. Garnieren werde ich alles mit einer Kombination aus ein paar Bärlauchblüten und einem Esslöffel voll geschnittener junger Lindentriebe.

 


30.4.13 11:49, kommentieren