Der Sparküche-Blog.

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31. März und 1. April

Breiten wir über die ostersonntägliche Völlerei den Mantel des Schweigens. Aber heute hab ich wirklich gelacht bei einem Rezept der Wiener Küche, nämlich überbackenen Schinkenfleckerl (mit grünem Salat). Mir war nicht klar, wieviel Fett man in sowas reinpacken kann.

Also, Andreas Wojta sagt, dass für vier Personen 30 Deka Fleckerl zu kochen sind und 10 Deka Schinken zu schnippeln, zwei Zwiebelhapperl in etwas Fett glasig zu dünsten sind, hierzu Salz und einen Esslöffel voll Majoran zu geben ist, der Schinken und die Teigwaren zu der Mischung hinzuzugeben sind, alles zu vermengen ist und in eine (befettete) ofenfeste Form zu füllen.

Nun ist mit einer Mischung aus je einem Vierterl Schlagobers und Rahm sowie drei Eiern zu übergießen. Das ganze kommt bei 200 Grad für 30 - 40 Minuten ins Rohr und wird danach mit dem Salat verspeist.

Erlaubt mir hierzu ein paar Kommentare. Das wird eine ziemlich ausladende Pfanne voll Zeug. Zehn Deka Schinken würden da drin Verstecken spielen, kann ich euch sagen. Wir haben mehr als das doppelte genommen, und der Schinken war immer noch nicht wirklich überrepräsentiert.

Den Esslöffel Majoran haben wir weggelassen, der hätte uns womöglich den Gaumen verätzt. Und den Guss könnt ihr bei weitem schlanker machen, indem ihr ein bisserl was vom Obers durch Milch ersetzt. Joi!

2. April

Kein ereignisreicher Tag heute, kochmäßig. Ich habe den Rest vom Hirseauflauf gewärmt und verschmaust.

Und morgen wirds vermutlich (aber eh nach längerer Zeit!) wieder ein Kebab werden.

3. - 5. April

Genau so war es: Fremdverpflegung gestern. Heute hätte ich mir auch schon fast eine Melanzani-Pizza geordert, habe aber dann (aus schlechtem Gewissen euch gegenüber) umgeschwenkt auf Erdäpfel-Gemüse-Eintopf mit Schinken.

Dafür habe ich einen Esslöffel Sonnenblumenöl erhitzt und zwei geschnittene Knoblauchzehen, ein geschnittenes Zwiebelhapperl und ein paar Rosmarinnadeln drin angebraten. Dazu kamen dann noch, alles in mundgerechten Happen: drei Erdäpfel, zwei Karotten und zwei Topinamburknollen sowie je eine Handvoll blanchierter Bärlauch, Erbsen und gekochte Bohnen.

Aufgegossen habe ich mit einem Glas gekochter Paradeiser, Salz und Pfeffer dazu und einige Schwartenstücke vom Osterschinken, Deckel drauf und bei mittlerer Hitze eine halbe Stunde schmurgeln lassen.

Kurz vorm Servieren kommt dann noch ein Löffel gehackter Petersil dazu und eine Handvoll gewürfelter Osterschinken. Und bei Tisch kippe ich einen Rest vom geriebenen Käse drüber.

Und das werde ich morgen noch einmal essen, denn dass mein Kind einen Erdäpfel-Eintopf als Abendessen akzeptiert, noch dazu wenn Bohnen drin sind, kann ich mir abschminken.

6. April

Was sich nach aufwändiger Kocherei anhört - Kürbiscremesuppe und Zwetschkenknödel -, war höchst simpel, weil Vorratsreduktion.

Die Kürbiscremesuppe kam aus dem Glas und wurde nur gewürzt und mit Obers verfeinert.

Die Zwetschkenknödel, auch schon Veteranen im Tiefkühler, hatte ich roh eingefroren und hab sie nur noch gekocht. Lediglich die Butterbrösel hab ich frisch gemacht, und das war auch kein Mirakel. Butter erhitzen, Brösel einrühren, kurz rösten. Knödel drin wälzen.

7. April

Heute wars dafür eine Sonntagsmahlzeit: Rindsleber nach Art der Sparköchin mit Basmatireis.

Die Leber hatte ich auch eingefroren (Ratzeputzmache im Tiefkühler, wie ihr merkt) und schnitt sie, aufgetauterweise, in mundgerechte Happen.

Zuerst allerdings röstete ich 35 Deka Basmatireis trocken an, salzte und goss mit doppelter Menge heißem Wasser auf, reduzierte die Hitze und dünstete ihn eine halbe Stunde.

Dann erhitzte ich in einem großen Reinderl einen gehäuften Esslöffel Schmalz und briet zwei geschnittene Zwiebelhapperl, ein Lorbeerblatt und fünf Rosmarinnadeln (fein zerbröselt, weil einer der Gäste keine Gewürze mag) drin an. Dann kam die Leber dazu, wurde ebenfalls ordentlich durchgebraten. Dann hab ich mit einem Glas gekochter Paradeiser aufgegossen, gesalzen und gepfeffert, Deckel drauf und ein paar Minuten dünsten lassen. Währenddessen habe ich zwei Äpel geschält und gewürfelt, die kamen dazu und dünsteten noch zwei Minuten mit.

8. April

Genau. Rest von der Leber in den Reis geschüttet, verrührt, aufgewärmt, gegessen. Mehr war es nicht. (Die Bärlauchcremesuppe ist entfallen, weil mich das herrliche Wetter zu lange im Garten festgehalten hat.)

9. + 10. April

Gestern Junkfood in Sorten, verteilt über den Tag.

Heute Kohlsprossen mit Reis und Erdäpfeln. Klingt seltsam, war es auch. Ich hatte nämlich ein Handerl voll Mini-Kohlsprossen aus der Ernte meiner Mutter bekommen, und einen Rest Reis hatte ich auch noch. Weil mich der aber nicht gesättigt hätte, hab ich sicherheitshalber noch zwei Erdäpfel dazu gekocht. Wo ich doch sowieso eine Bärlauchsuppe kochte, da fielen die Erdäpfel gar nicht weiter drin auf beim Kochen.

Die Kohlsprossen habe ich in einem Esslöffel Sonnenblumenöl angebraten, mit wenig Wasser aufgegossen, gesalzen und gepfeffert und zugedeckt zehn Minuten dünsten lassen. Den Reis habe ich mit etwas Butter erwärmt, und die Erdäpfel habe ich einfach so dazugegessen.

Neben der Bärlauchsuppe (wo ich auch wieder die Basis in Schraubgläser fülle und bei Bedarf mit Milch verlängere) habe ich auch wieder eine Bärlauchbutter gebastelt. Geht ganz einfach und ist im Herbst und Winter einfach köstlich. In die erweichte Butter habe ich Salz und fein geschnittenen Bärlauch gemengt und so lange gerührt, bis die Butter einen zartgrünen Hauch annahm. Dann auf Folie klatschen, diese zu einer Rolle formen und kühlen, die Butter gekühlt in Scheiben schneiden und in einem Behälter einfrieren.

11. April

Heute gabs die gestern beschriebene Bärlauchcremesuppe, mit den letzten gekeimten Sojabohnen, Erdäpfelstücken und zwei Scheiben Brot. Eigentlich schon mehr ein Eintopf ...

12. - 15. April

Weil es jetzt endlich Frühling ist und Ostern sowie anstehende Geburtstagsvöllereien vorbei sind, verabschiede ich mich einige Tage in eine Ayurveda-Fastenkur.

Ich ernähre mich von Herrlichkeiten wie Zitronade, Ingwertee mit Honig und warmem Reiswasser.

Bis nächste Woche - genießt euer Essen und denkt an mich!

16. April

Es ist bemerkenswert, wie köstlich die einfachsten Mahlzeiten schmecken, wenn eine entsprechend entwöhnt ist. (Also nicht, dass ich die letzten Tage gar nichts gegessen hätte - aber der ewige Brei aus Reis, Mungbohnen und Karotten quoll mir gestern schon bei den Ohren raus.)

Couscous mit Apfelmus hatte ich heute mittags. Sonst nix. Herrlich.

17. April

Gerade esse ich die optisch lustigste Pasta, die ich je hatte: Blumerlpasta. Meine Mutter hat nämlich endgültig die Kohlsprossenstauden aus dem Gemüsebeet geschmissen, und da waren eine Handvoll ein bis drei Zentimeter großer Roserl drauf. Die waren schon offen und sahen original aus wie kleine grüne Rosen.

Diese habe ich in einem großen Esslöffel Sonnenblumenöl angebraten, gesalzen und gepfeffert und mit zwei Esslöffeln vom Nudelkochwasser aufgegegossen. Deckel drauf und ein Resterl von einer Dauerwurst - mein Kühlschrank steckt voller Überraschungen! - klein gewürfelt, dazugegeben, weitergedünstet.

Sobald die Nudeln (Fusilli, konkret ausgedrückt) gar waren, hab ich sie untergemischt und jetzt schnabuliere ich alles. Schmeckt überhaupt nicht nach Reste-Essen, muss ich schon sagen.

18. April

Dreigängig hab ich heute gegessen, und sehr sparsam

Von der fürs Abendessen vorgekochten Topinamburcremesuppe habe ich einen Schöpfer voll gekostet, mit Schnittlauch drauf. Als Hauptspeise habe ich einen Grenadiermarsch mit Blattsalaten verspeist, und als Nachspeise gabs Apfelmus.

Für den Grenadiermarsch habe ich mit der Suppe einen ganzen Erdapfel mitgekocht. Und von gestern ist eine Handvoll Fusilli übriggeblieben. Viel mehr braucht es eh nicht. Ich hab einen knappen Esslöffel Schmalz erhitzt und drin ein halbes geschnittenes Zwiebelhapperl angeröstet. Osmanische Gewürzmischung dazu, und den in Scheiben geschnittenen Erdapfel. Das briet dann einige Minuten vor sich hin, bevor ich die Teigwaren dazugemischt habe, das ganze vom Herd genommen und die Nudeln sich erwärmen habe lassen.

Den Salat habe ich aus allem zusammengestoppelt, was mir in die Finger gekommen ist. Basis war eine Handvoll kleiner Salatblätter. Die habe ich von einer Schwadron Jungpflanzen runtergezupft, die ich heute ins Gemüsebeet gesetzt habe. (Alter Gärtnertrick, dann wachsen die Pflanzerl besser an.) Vom gejäteten Löwenzahn habe ich einige junge Blatterl genommen, eine Handvoll Vogerlsalat war auch noch da und ein paar kleine Triebe vom letztjährigen Petersil. Schnittlauch drüber und ein paar Tropfen Balsamico, fertig. Dabei hab ich sogar die Pimpinelle und den Bärlauch vergessen. Naja, das nächste Mal dann.

19. April

Für den heutigen Arbeitseinsatz habe ich einen Topf voll Topinamburcremesuppe zubereitet. Etwas aufwändiger als sonst, soll ja laben.

Ich habe also jede Menge Topinambur und einige Erdäpfel klein geschnippelt und mit Salzwasser (soviel, dass das Gemüse gerade bedeckt war) zum Kochen gebracht. Dann kamen noch ein halbes Zwiebelhapperl, auch geschnitten, und ein paar Knoblauchzehen dazu. Bei geringer Hitze kochte das Gemüse weich.

Gewürzt habe ich mit Pfeffer und Muskatnuss. Dann habe ich alles püriert und ordentlich Schlagobers dazugegossen (auf 4 Liter fertige Suppe war es ein Vierterl). Zum Schluss habe ich noch mit heißem Wasser auf die richtige Konsistenz verdünnt und dann nachgesalzen.

In einem separaten Schüsserl habe ich fein geschnittenen Bärlauch gereicht, zum Garnieren.