Der Sparküche-Blog.

Werbung

Gratis bloggen bei
myblog.de

Archiv

26. + 27. Feber

Nach einem Dienstag voller Wurstsemmeln habe ich heute wieder gekocht. Eine Verzweiflungstat mit erstaunlich schmackhaftem Ausgang. Im Grunde war es Couscous mit Gemüsesugo, aber tatsächlich eher eine Resteverwertung erster Güte.

Also: zuerst hab ich den Couscous gesalzen und mit kochendem Wasser übergossen.

Dann hab ich die beiden Scheiben Bärlauchbutter, die demnächst das zweijährige Bestandsjubiläum bei mir gefeiert hätten, erhitzt. Darin hab ich eine kleine Karotte und ein kleines Stück Sellerie, beides klein gewürfelt, drin angebraten. Eine Portion Sojasauce vom Take-Away letztens kam auch dazu.

Nach ein paar Minuten habe ich eine gute Handvoll geraspelten Kohlrabi - aus dem Tiefkühler gehackt - dazugegeben und mit einem kleinen Glas gekochter Paradeiser aufgegossen. Oben drauf kamen ein paar Fisolen, auch nicht mehr die Jüngsten. Damit dachte ich den Flüssigkeitshaushalt des Reinderls erledigt zu haben, schmiss den Deckel drauf und ließ das Ganze dünsten. 

Aber hui, als ich nach ein paar Minuten den Deckel wieder hob, um den letzten Rest der gemahlenen Kürbiskerne zuzugeben (auch schon von den Weihnachtskeksen 2012 übriggeblieben), hatte sich alles schon ein bisserl angelegt. Also: zwei Schluck Wasser dazu und rühren, rühren, rühren und dann vom Herd weg.

Und zusammen mit dem Couscous hats wirklich gut geschmeckt.

28. Feber

Bevor ich heute dem Kind erlaubte, sich über seine Schokomoussetorte zu stürzen (eher: in sie hinein), aßen wir in der ortsansässigen Konditorei noch einen Salat mit Gebäck.

Ist eh ein braves, das Kind.

1. März

Frugal ist es heute, weil gestern eh ordentlich auf den Putz gehaut wurde. Ein Erdäpfelschmarrn mit Pfefferoni wird es werden. (Und, falls mir frugal doch zu wenig ist, hinterher noch zwei Marillenknödel. Oder drei.)

Dafür dämpfen grade ein paar speckige Erdäpfel weich, die dann in erhitztem Butterschmalz (ist immer noch jede Menge davon da), in Scheiben geschnitten, mit Salz und Knoblauch resch angebraten werden.

Die Pfefferoni kommen aus dem Glas, die hab ich vor Jahren produziert. Auch so ein Haltbarkeitstest, ähem.

2. März

Eingeladen waren wir eineinhalb, auf Schnitzerl mit Reis und Salat (und nachher Mango-Joghurt, selbstgemacht und köstlich), und ich muss sagen, vom Schnitzerl isst das Kind bereits nennenswert.

Das Rezept ist eh immer das gleiche: Fleisch zärtlich flach klopfen, salzen und pfeffern, in Mehl wenden, dann in versprudeltem Ei und zuletzt in Semmelbrösel, und in 1 cm hoch heißem Fett beidseitig goldgelb rausbacken. Gelungen sind sie, wenn die Panier in sanften Wellen aufplustert.

Für den Salat war ein Eissalat in Streifen geschnitten worden, ein halbes Kilo Speckige gekocht und geschälterweise in Scheiben geschnitten worden und eine Handvoll Vogerlsalat aus dem Garten gezupft worden. Zum Erdäpfelsalat kam ein Happerl Zwiebel und Pfeffer und ein bisserl Öl.

Ansonsten kam über alles die übliche Wiener Marinade, bei denen es die eine Hälfte abbeutelt und ohne die die andere Hälfte nicht leben kann: Essig, Wasser, Salz und Zucker.

Und das mit dem Reis könnt ihr mittlerweile eh schon im Schlaf.

3. März

Pasta carbonara (nach Art der Sparköchin) habe ich heute fabriziert. Dazu habe ich einen teuflisch scharfen Pfefferoni gegessen, hui.

Während die Teigwaren vor sich hin sprudelten, habe ich eine Scheibe fein geschnittenen Mangalitzaspeck im heißen Pfanderl ausgelassen, darin  ein geschnittenes Zwiebelhapperl glasig gedünstet, hernach 10 Deka geschnittenen Schinkenspeck mitgebraten, gesalzen und gepfeffert und nach einigen Minuten die Teigwaren dazugegeben.

Jetzt hab ich sofort zwei Eier drübergeschlagen, den Herd ausgeschaltet und gerührt und gerührt und gerührt, bis die Eier super mit allem vercremt waren. Bei Tisch noch Parmesan drüber, und fertig war das Sonntagsmahl.

4. - 6. März

Tut mir Leid, der Wille war gut, aber myblog schwach. Am Montag gabs aber eh nur Wurstsemmeln, wieder mal.

Am Dienstag dann habe ich mir wenigstens eine Kürbiscremesuppe gemacht, in die ich haufenweise Semmelwürfel hineingeschmissen habe. 

Gestern hat das Kind moniert, es will auch eine Kürbiscremesuppe, also hab ich das Rezept verfeinert und gleich noch eine gekocht - wir haben nämlich am Wochenende einen gelben Zentner geschlachtet.

Also: ein halbes Kilo Kürbisstücke und ein zerkleinerter mehliger Erdapfel mit Salz, einem halben Lorbeerblatt und zwei Knoblauchzeherl kochen, Lorbeerblatt raus und alles andere pürieren, mit Milch aufgießen.

Außerdem hab ich gestern schon fast eine normale Mahlzeit gegessen, allerdings alles schnell-schnell. Nämlich nach der Kürbissuppe Couscous mit Falafeln und Rote-Rüben-Salat

Couscous ist immer meine Antwort auf keine-Zeit-zum-Kochen. In eine Schüssel, salzen, mit kochendem Wasser übergießen, sieben Minuten warten, essen. Den Salat hatte ich am Wochenende geschnorrt, und die Falafeln - - auch, eigentlich. Bis zum vorigen Jahr konnte eine mit einer Eintrittskarte vom Interkulttheater 10 Falafeln am Naschmarkt auslösen. Die habe ich immer noch eingefroren und verputze sie jetzt kleinweise.

Vom Couscous hat sich abends das Kind reichlich in die Kürbiscremesuppe geschaufelt und war glücklich. Na schau.

7. März

Heute habe ich aus den vorhandenen Resten den allseits beliebten Was-ich-so-finde-Eintopf nach Art der Sparköchin zubereitet.

Zuallererst habe ich die Handvoll gekeimter Sojabohnen brutal ermordet, indem ich sie ins heiße Wasser geschmissen und zehn Minuten geköchelt hab.

Die hab ich dann in die restliche Kürbiscremesuppe geleert und alles mit ordentlich Couscous verdickt, wozu hat man ihn denn.

Natürlich hätte ich mir noch allerhand Pipapo einfallen lassen können, etwa ein pochiertes Ei hineintun können oder mit einem Spritzer Kürbiskernöl dekorieren oder ein bisserl übrig gebliebene Wurst oder ein Würsterl reinschneiden. Aber dann wär es schon wieder zu aufwendig geworden.

(Die Fastenzeit könnte doch auch mal als Ausrede herhalten, fällt mir gerade ein.)

Den Rote-Rüben-Salat, nein, den hab ich gesondert als Vorspeise gegessen und très chic direkt aus dem Glas gelöffelt, ähem.

8. und 9. März

Nach dem gestrigen Wurstsemmel-Tag habe ich mir heute wieder einmal ein Fisolen-Erdäpfel-Gröstl gekocht.

In der Früh schon habe ich drei speckige Erdäpfel weich gedämpft und geschält und außerdem ein Packerl blanchierte Fisolen aus dem Tiefkühler genommen.

Mittags habe ich dann ein Scheiberl vom Mangalitzaspeck in kleine Würferl geschnitten und im Reinderl ausgelassen. Darin wurde ein kleines geschnittenes Zwiebelhapperl glasig gedünstet. Sodann wurde gesalzen und gepfeffert und die in mundgerechte Happen geschnittenen Erdäpfel dazugegeben und munter weitergebraten.

Nach ein paar Minuten kamen die Fisolen dazu, einmal gut durchrühren, das Reinderl vom Feuer nehmen und alles zugedeckt ein paar Minuten durchwärmen lassen.

10. und 11. März

Aufgrund kurzfristiger Erkrankung der Titelhelden entfiel heute das Mittagessen. Den geplanten Fischrisotto werde ich morgen nachholen.

Dazu werde ich die eingefrorenen Reste vom Hecht auftauen und klein zerpflücken. Aber zuallererst werde ich ein Häufchen Rundkornreis in einem Esslöffel Butterschmalz anrösten, Salz dazugeben und mit heißem Wasser ablöschen. Vermutlich werde ich auch pfeffern. Jedenfalls werde ich im Laufe der Zeit heißes Wasser zizerlweise zugeben, so lange bis der Reis weich ist.

Und kurz vorher gebe ich die Fischreste und ein paar kleine Kürbiswürferl zu. Wenn der Risotto fertig ist, wird ein bisserl gehackte Dille oder Petersil untergerührt und bei Tisch mit Parmesan bestreut.

Da freu ich mich schon drauf.

12. März

Nix Neues von der Front, einfach die Reste von gestern gegessen. Aber dafür erzähle ich euch von meiner Gemüsesuppe im Glas.

Gestern habe ich nämlich den Rest vom Kürbis verwertet, weil er mir im Kühlschrank schon aber wirklich im Weg war. Ich habe also etwa ein Dreiviertelkilo Kürbis (in Stücken), zwei größere mehlige Erdäpfel (detto), drei Knoblauchzehen in Scheiben, Salz und ein Lorbeerblatt 20 Minuten geköchelt, das Lorbeerblatt rausgenommen und alles andere püriert.

Damit wir später auch noch was haben, habe ich das Püree zum Kochen gebracht und dann randvoll in Schraubgläser gefüllt, sofort verschlossen und, auf den Kopf gestellt, langsam auskühlen lassen. (Was in die vorbereiteten Gläser nicht mehr reingepasst hat, wurde zur die-essen-wir-gleich-Suppe.)

Wenn wir Lust auf Kürbiscremesuppe haben, öffne ich ein Glas, erhitze den Inhalt und verfeinere mit irgendeinem Milchprodukt (vielleicht nicht gerade Erdbeerjoghurt ...).

 

13. März

Heute habe ich mich selbst belohnt, zweifach. Erstens habe ich wieder ein paar Restln angebracht und zweitens habe ich mit Fischpolenta und Paradeissauce meinen Magen wohlig gefüllt.

Ich habe nämlich einen halben Liter Wasser gesalzen und zum Kochen gebracht und dann einen Rest von 10 Deka Maisgrieß eingerührt, gepfeffert, die Hitze zurückgeschaltet und das Ding 20 Minuten quellen lassen.

Währenddessen habe ich zwei (auch schon ältere) Gläser mit gekochten und passierten Paradeisern geöffnet und getrickst. Ich habe nämlich nicht den gesamten Inhalt verwendet. Oben hat sich die klare Flüssigkeit gesammelt und unten das Paradeismark. Das Klare hab ich weggeschüttet  und so gut wie nur das Mark verwendet. Ein paar Löffel davon habe ich mit einem Teelöffel Speisestärke verrührt, der Rest kam mit Salz und Zucker in ein Reinderl, kochte dort auf, wurde mit dem Stärke-Gmachtl vermischt und bei kleinster Hitze noch zwei Minuten geköchelt.

Dann schmiss ich den Rest vom Rest vom Fisch zur Polenta, der wurde eingerührt und durfte dort ein paar Minuten anwärmen.

Ich hab mich wirklich zusammenreißen müssen, um dem Kind was übrig zu lassen ...

14. März

Fast genier ich mich, aber heute werde ich geschnorrtes Essen haben: Pizzalaibchen mit Erbsen und Erdäpfelpüree.

Vor einiger Zeit hab ich an anderer Stelle ja darüber räsoniert, wie schwierig es ist, Kindergartenessen nach Hause mitzunehmen. Aber diese Woche klappt es zufällig. Befreundetes Kind krank, dessen Mutter braucht das Essen nicht, ich geh sowieso hin, also nehme ich es mit. Und füttere es den Hendln, so war mein Gedanke. 

Allerdings hats heute derart gut gerochen, dass ich gekostet habe und beschlossen: das kann ich durchaus selber essen. (Hoffentlich fange ich nachher nicht zu gackern an.)

Wie man die Pizzalaibchen macht, entzieht sich völlig meiner Vorstellungskraft. Es hat die Größe einer Falafel, schmeckt nach Fleisch, ist paniert und in der Mitte ist, o Wunder, Ketchup, wie bei einem Krapfen quasi.

Das Erdäpfelpüree hab ich eh neulich beschrieben, und gekochte Erbsen sollten auch nicht das Problem sein.

15. März

Ab und zu darf auch etwas danebengelingen. So geschehen heute, als ich eigentlich Kürbispuffer machen wollte (langsam geben die - immerhin bis dato gelagerten! - Gartenkürbisse auf und wollen einer nach dem anderen verbraucht werden). Es wurde ein Kürbisschmarrn, und auch der hätte noch Potenzial gehabt, ähem.

Wie immer habe ich ein Stück Kürbis geraspelt, aber das war definitiv die falsche Sorte: er ließ Wasser, als ob er dafür bezahlt kriegen würde. Einen Teil davon konnte ich zwar ausdrücken, aber als ich Mehl und Ei untermischte, war es trotzdem etwas, das unsere Familie als Baaaz bezeichnet. Den löffelweise in die Pfanne mit Butterschmalz zu portionieren brachte es genau überhaupt nicht, also leerte ich die Masse auf einmal hinein, und salzte und rührte und schaufelte und rührte und schaufelte, bis mir das Zeug nicht mehr völlig roh aussah.

Dann aßen wir es tapfer, und ich gelobte im stillen, das mit den Puffern bis auf weiteres wieder zu vergessen.

Aber die Suppe, die ich ebenfalls aus dem Kürbis fabrizierte, ist gut gelungen.