Der Sparküche-Blog.

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1. + 2. Feber

Die Blog- und Kochpause hat sich krankheitsbedingt verlängert, aber jetzt gehts wieder.

Gestern hatte ich mit einem Nachbarn ein gemeinsames Kochen. Es gab Kürbiscremesuppe und danach handgewuzelte Mohnnudeln mit Kompott.

Der liebe C war für den Erdäpfelteig zuständig, und er hat kein Ei reingegeben. Da war ich baff. Aber der Reihe nach. Zuerst wurden, eh wie immer, mehlige Erdäpfel (1 Kilo) weich gedämpft, geschält und gestampft. Während die auskühlten, kamen je 3 Deka Mehl und Butter sowie eine Prise Salz in eine Schüssel. Die Erdäpfel dazu, alles gut verkneten. In der Zwischenzeit wurden 8 Deka Butter zerlassen und ordentlich gequetschter Mohn hineingegeben und kurz geröstet.

In einem breiten, flachen Reinderl wurde Salzwasser zum Kochen gebracht. Dann jeweils ein Batzerl Teig abzupfen, zwischen den Händen wuzeln und ins Wasser schmeißen. Nach kurzer Zeit steigen die wieder auf, dann noch eine Minute im siedenden Wasser lassen, abschöpfen, im Mohn wenden und bei Tisch zuckern und mit Kompott genießen.

Für die Kürbiscremesuppe habe ich einen Gartenkürbis geschlachtet und eine Hälfte geschält und in Stücke geschnitten, zwei mehlige Erdäpfel ebenso, alles mit Salzwasser bedeckt, ein Lorbeerblatt dazu, eine halbe Stunde köcheln lassen. Lorbeerblatt raus, Pürierstab rein, zwei Esslöffel Rahm und eine Prise Curry untermischen und fertig.

Diese Suppe hat über Nacht wunderbar eingedickt, sodaß ich sie heute als Püree zu gedünsteten Kohlsprossen essen konnte. Und die waren sehr einfach. Kohlsprossen waschen, putzen, in einem Teelöffel Butterschmalz anbraten, salzen, pfeffern und mit etwas Wasser aufgießen, bei kleiner Flamme eine Viertelstunde weich dünsten.

3.2.13 09:18, kommentieren

3. Feber

Was eine Singleköchin nur schwer verbrauchen kann, wurde uns heute serviert: Faschierter Braten mit Reis und Blattsalat.

Das einfachste zuerst: ein Happerl Kopfsalat und zwei Handvoll Vogerlsalat, letzterer aus eigenem Garten, waschen, zerzupfen und mit einer Essigmarinade übergießen.

Der Reis dünstet ja auch vor sich selber hin. Nur der Braten verlangt Aufmerksamkeit. Da wird das Faschierte nämlich nach Belieben mit Ei, Zwiebel, Gewürzen und vielleicht sogar einer eingeweichten und ausgedrückten alten Semmel gut vermengt. Währenddessen wurde ein Schweinsnetz, welches schon gar nicht mehr so einfach zu krigen ist, gewässert und hernach ausgebreitet. Da kommt das Faschierte in Brotweckenform drauf, wird gut im Netz eingewickelt und in einen gefetteten Bräter gesetzt.

Ab ins Rohr damit und dortselbst ungefähr eineinhalb Stunden belassen. Ja, das Schweinsnetz kann mitgegessen werden.

6.2.13 11:29, kommentieren

4. Feber

Das Kind is(s)t im Kindergarten und ich habe höchst einfach gegessen: Erdäpfel mit Gurken-Kapern-Sauce.

Letztere ist von eh schon länger übrig geblieben. Hätte ich sie selbst gemacht, dann ungefähr so: eine Handvoll Essiggurkerl klein würfeln. Einen Teelöffel Kapern fein hacken. Beides mit Salz und entweder schlanker Mayonnaise oder Creme fraiche vermengen.

Die Sauce einfach mit gedämpften und geschälten Erdäpfeln verputzen.

6.2.13 11:32, kommentieren

5. und 6. Feber

Gestern hat uns das Sushi-Lokal eine üppige Portion kredenzt. Heute habe ich was Neues ausprobiert. Also was für mich Neues. Kümmelbraten mit Pusstasalat und Erdäpfelknödeln. Wobei P schuld ist, weil seine Kinder sich unbedingt Erdäpfelknödel gewünscht haben. Und dann haben wir das Essen drum herum komponiert.

Der Pusstasalat kommt aus dem Glas, außerdem gibts auch noch einen Rest Chutney (dieses wurde vom haushaltszugehörigen Kind zum Verzehr freigegeben, weil es für den eigenen Gaumen zu scharf geraten ist). Und ich habe mich also, nach einem Rezept aus einer Familienzeitschrift - sehr untypisch für mich!, - zum Kümmelbraten geschwungen.

Ein fesches Stück Bauchfleisch vom Biohof hatte ich noch eingefroren. Das habe ich in einem Reinderl mit 1/2 cm hoch Wasser mit der Schwarte nach unten eine Viertelstunde geköchelt und hernach die Schwarte zentimeterbreit eingeschnitten. Hierauf in einen Bräter, das Wasser dazugegossen, aber diesmal die Schwarte nach oben. Rundherum mit zerdrücktem Knoblauch eingerieben, auf die Schwarte tüchtig Salz, dann mit Kümmel bestreuen und ein kleines Stück Butter oben drauf.

Bei 200 Grad ins Rohr und dort für 40 Minuten belassen. Sagt die Zeitschrift, aber ich trau dem Frieden natürlich nicht, denn schließlich wollen wir unseren Kümmelbraten nicht al dente, sondern al ponte. Also hab ich ein gutes halbes Stünderl zugeschlagen.

Jetzt rastet er gerade und wartet auf seinen Auftritt. Und, o Wunder, er ist immer noch so groß wie er war, als er ins Rohr kam.

Ein besseres Plädoyer für Biofleisch gibts gar nicht. Lieber weniger oft Fleisch, aber dafür von ausgezeichneter Qualität.

6.2.13 11:43, kommentieren

7. und 8. Feber

Ich werd schon wieder schleißig. Gestern war es eine angereicherte Zucchinicremesuppe und heute überhaupt nur Wurstsemmeln. Die derzeitige Baustelle in meinem Leben macht mich noch fertig.

Aus dem Tiefkühler habe ich jedenfalls eine Portion "Basis für Zucchinicremesuppe" gezupft (also zwei Zucchini und ein mehliger Erdapfel, alles zerkleinert, in Salzwasser mit einem Lorbeerblatt gekocht und, ohne Lorbeerblatt, püriert) und mit einem Lackerl Wasser erhitzt. Mit Milch aufgegossen, den Rest von den Semmelwürferl hinein, gepfeffert und fertig. Ein paar Tropfen Kürbiskernöl hätten auch gepasst.

Aber morgen gibts wieder ordentliches Essen, versprochen.

Heute möchte ich die werten LeserInnen auf eine Website des von mir sehr geschätzten Roland Düringer aufmerksam machen. Der Kabarettist und Schauspieler hat Anfang des Jahres sein persönliches Experiment gestartet und will für sein Leben Verantwortung übernehmen, indem er peu à peu aus den Mainstream-Systemen aussteigt. Weitere Erklärungen bei Interesse bitte selbst holen (www.gueltigestimme.at) und, wenn ihr euch angesprochen fühlt, am Sonntag bitte aufzeigen. (Näheres dazu im Videotagebuch-Eintrag vom 8. Feber, ich hoffe ich konnte euch neugierig machen.)

8.2.13 21:32, kommentieren

9. Feber

Die Sterne stehen gerade nicht günstig für meine Kochgschirrln. Heute war es das größte meiner Jenaer Schüsseln, die auf der Herdplatte zersprungen ist. Leider mit den Bratwürsteln fürs Mittagessen drin, die haben wir zwar trotzdem noch gegessen, allerdings nicht mit dem richtigen Appetit. Zu den Bratwürsteln gabs Erdäpfelknödel und Zucchinisauce. Das Kind aß selbstverständlich Chutney dazu.

Für die Erdäpfelknödel wurde, eh klar, ein Erdäpfelteig fabriziert, und zwar nach etwa demselben Rezept wie letztens für die Mohnnudeln. Für die Zucchinisauce wurde Obers erhitzt, geraspelter Zucchini eingerührt, gesalzen, dann etwas Rahm eingerührt und kurz mit dem Pürierstab aufgeschlagen.

9.2.13 16:11, kommentieren

10. Feber

Ich bin schon wieder beim Ausmisten. In meiner Rezeptsammlung gibt es mittlerweile eine Menge loser Blätter, die ich aus Zeitschriften rausgerissen habe. Jetzt hab ich mir vorgenommen, eins nach dem anderen auszuprobieren, damit die Zettel endlich wegkommen. Diesmal ist es ein Hühnerkeulencassoulet, und heute ist eigentlich der Vortag. Folgendes ist schon passiert:

Gestern abend habe ich zwei Handvoll weißer Bohnen (ein Souvenir aus Griechenland) in Wasser eingeweicht.

Vorhin habe ich das restliche Bratfett von den Würsterln in ein großes flaches Reinderl gegossen und eine Hühnerkeule (sollte original eine Entenkeule sein, aber da hab ich mir erlaubt, das Rezept abzuwandeln) beidseitig drin angebraten. Ich hab sie wieder rausgenommen und im Rückstand eine geschnittene Zwiebel und zwei gehackte Knoblauchzehen angebraten. Nach ein paar Minuten kamen ein paar Deka geschnittener Speck dazu, und ich habe weitergebraten. Also nicht ich, sondern das Zeug im Reinderl.

Jedenfalls kamen als Gewürze ein Stäuberl Zimt (statt einer Zimtstange, die ich nicht habe), zwei Gewürznelken (statt eines Stäuberls Nelkenpulvers, das ich nicht habe) und ein großes Lorbeerblatt (das ich schon habe, weil ich da letztes Mal in Portugal auf dem Bauernmarkt groß zugeschlagen habe) dazu. Aufgegossen habe ich mit einem Viertelliter gekochter Paradeiser und der gleichen Menge Wasser. Die Bohnen kamen auch hinein. Oben drauf die Hendlkeule, Deckel drauf, Hitze reduziert und zwei bis drei Stunden köcheln lassen - sagt das Rezept, aber bevor das ganze ein Püree wird, werde ich es vom Herd nehmen. Dann werde ich die Nelken und das Lorbeerblatt entfernen, einen Esslöffel (Rotwein-)Essig dazugeben und salzen.

Morgen wird dann das folgende passieren: Ich werde alles aus dem Reinderl in eine feuerfeste Ofenform geben,  ein bisserl Thymian und Salbei hacken, mit 2 - 3 Esslöffeln Semmelbröseln und etwas Salz vermischen, alles auf dem Eintopf verteilen und mit Olivenöl beträufeln. Ich werde alles bei 200 Grad ungefähr 20 Minuten überbacken, bis die Brösel goldbraun sind. Auf die im Rezept angegebenen Blattsalate werde ich verzichten, außer ich finde morgen bei meiner Suche nach den Kräutern im Gemüsebeet auch ein bisserl Vogerlsalat.

Und dann werden wir das Ding mit Brot verzehren, hoffe ich.

9.2.13 16:27, kommentieren

11. und 12. Feber

Hühnerkeulencassoulet, der Epilog: erstens heißt das natürlich Hendlhaxncassoulet. Zweitens soff das Zeug weit mehr Wasser, als ich dachte. Mit dem Viertelliter bin ich nicht ausgekommen, es war mehr als das doppelte, schlussendlich. Und drittens habe ich am Montag, also gestern, auch noch davon gegessen.

Heute habe ich mir den Vormittag unterwegs um die Ohren geschlagen und am Heimweg eine Pizzaschnitte gekauft. Ein Passant stänkerte mich an: "Mahlzeit - aber Ihna Türkenessen is leider schon kalt. Nächstes Mal kaufen S´ a österreichisches Essen!"

Was mich zum Nachdenken brachte. Stimmt schon, das Pizzastandl verkauft auch Kebabs.  Aber die Leute, die das Essen machen, leben doch hier, und die Zutaten kommen doch aus Österreich! (Und es war eine Spinatpizza, also nix exotisch Eingeflogenes dabei.) Er mit seinem Cola in der Hand: ist das österreichischer?

Hm.

12.2.13 18:00, kommentieren

13. Feber

Zu lange am Computer gesessen, dann hats pressiert und alles, was ich gekocht habe, war eine Gemüsecremesuppe mit Gebäck.

Dazu hab ich wieder ein paar Restln zusammengeschnitten, nämlich die letzten beiden kleinen Karotten, eine Spalte Kürbis, ein kleines Stück Speckschwarte und zwei Knoblauchzeherl. Dazu kam ein Erdapfel und eine Topinamburknolle. Eine Mini-Kohlrabi hab ich im ganzen mitgekocht, zwecks Geschmacksgebung. Die wäre viel zu holzig zum Essen gewesen. (Und hat einen sehr intensiven Geruch gehabt - ein wunderbarer Grund, um den Biomüll presto zu entsorgen.)

Salz und ein Lorbeerblatt dazu, mit Wasser bedecken, eine halbe Stunde kochen lassen, Lorbeerblatt raus, Pürierstab rein (war noch ein bisserl resch, alles), einen Rest Milch dazu, umrühren und fertig.

14.2.13 11:33, kommentieren

14. Feber

Den Rest von der Suppe wollte das Kind gestern nicht mehr essen, also habe ich heute eine Portion blanchierter Fisolen drin gewärmt und ein paar Stücke vom Räucherfisch, der letztens übrig geblieben ist und den ich eingefroren hatte.

Dazu habe ich eine Portion Basmatireis gedünstet und alles zusammen gegessen. Keine Ahnung, wie das heißt. Vielleicht Fisolengemüse mit Räucherfisch und Reis?

14.2.13 11:36, kommentieren

15. und 16. Feber

Gestern ist sich wieder alles nicht ausgegangen. Da habe ich lediglich einen Topf voll Hirse gekocht und dann eine Portion davon mit reichlich Erdnusssauce verzwickt.

Heute habe ich mich aber zusammengerissen und eine Gemüsecremesuppe und Hirseauflauf zu Tische gebracht.

In der Suppe waren heute ein Erdapfel, eine Topinamburknolle, eine Karotte, ein kleines Stück Sellerie, zwei Knoblauchzehen und eine wiedergefundene Fenchelknolle, ähem. Alles klein geschnitten und mit Salz und Lorbeerblatt gekocht, püriert und mit Milch verdünnt.

Für den Hirseauflauf habe ich fünf Deka Zucker mit 5 Deka Butter und zwei ganzen Eiern aufgeschlagen, mit der Hirse vermischt und die Hälfte dieser Masse in eine ofenfeste, bebutterte Form gestrichen. Dann geschälte und in Spalten geschnittene Äpfel darauf und den Rest der Masse drüber. Ein paar Butterflockerl obenauf und bei 200 Grad Ober- und Unterhitze ins Rohr. Nach einer Dreiviertelstunde war er fertig.

16.2.13 12:55, kommentieren

17. Feber

Die Tatsache, dass das Kind noch immer isst, während ich schon diesen Eintrag hier schreibe, zeigt den Beliebtheitsgrad der heutigen Mittagsmahlzeit: Schwammerlsauce mit Polenta. Vorher gabs zum Glück noch Gemüsecremesuppe von gestern, und als Nachtisch käme der gestrige Hirseauflauf in Frage. (Aber das Kind ist bereits jetzt ordentlich ang´speist, fürchte ich.)

Zuerst habe ich in einen Liter kochendes Salzwasser 20 Deka Maisgrieß (Kukuruz natürlich!) eingerührt, die Hitze ziemlich reduziert, den Deckel draufgegeben und eine knappe halbe Stunde eher quellen als köcheln lassen. Ein paar Mal umrührern schadet in einem nicht beschichteten Reinderl nicht.

Während das Ding also quoll, habe ich ein Zwiebelhapperl geschnitten und in einem Esslöffel Butterschmalz glasig gebraten, dann gesalzen und gepfeffert und die in der Zwischenzeit scheiblierten Champignons (ein Viertelkilo) dazugegeben. Das hat dann alles ein paar Minuten gebraten. Das Kind verweigerte im Vorfeld bereits den Rahm, also hab ich einen Löffel voll Schwammerl zur Seite gerettet und nur in den Rest zwei Esslöffel Rahm vorsichtig eingerührt. (Obers hätte das Kind toleriert, aber der war gestern am Biohof leider nicht vorrätig.)

Morgen werde ich den Rest der Polenta vertilgen müssen, fürchte ich ...

17.2.13 12:50, kommentieren

18. - 20. Feber

Wurstsemmerl, Debreziner mit Senf - alles nicht das Wahre. Aber heute ist es überbackene Hirse-Gemüse-Pfanne gewesen.

Dafür habe ich eine ofenfeste Form eingefettet, die Hälfte vom Rest der gekochten Hirse hineingegeben, danach eine Karotte und drei Topinamburknolle, beides klein geschnitten, darüber. leicht gesalzen, den Hirse-Rest drauf, nochmals gesalzen und auch gepfeffert und mit einer Mischung aus Ei und Milch, miteinander verquirlt, übergossen. 

Zwei Falafeln draufgelegt und bei 200 Grad für 40 Minuten ins Rohr.

20.2.13 12:43, kommentieren