Der Sparküche-Blog.

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Archiv

30. November

Na bumm, das war heute danebengelungen. Dabei wollte ich für den Nachbarn und mich wieder ein gratiniertes Gemüse machen. Hab ich eh, allein es wollte und wollte nicht durch werden, das Ding. Aber alles der Reihe nach.

Nach bewährter Methode habe ich zuerst die (diesmal etwas größere) Form mit Öl bedeckt und dann einen scheiblierten Erdapfel draufgelegt. Außerdem hatte ich noch vier Topinamburknollen, zwei Karotten und eine Scheibe vom Butternusskürbis, alles ebenfalls in dünnen Scheiben. Dann kam die bekannte Mischung aus Schlagobers und zwei Eiern, gesalzen wurde auch, und oben drauf wieder geriebener Parmesan. Und bei 200 Grad für 40 Minuten ins Rohr.

Danach war das Gemüse allerdings halbroh. Ich hab dann, um die Wartezeit zu überbrücken, eine Kürbiscremesuppe aus dem Glas gewärmt. Also halt, schon aus MEINEM Glas, das mache ich ja öfter, wenn ein Rest übrig bleibt, dass ich den im Glas aufhebe.

Jedenfalls war das Zeug nach zusätzlichen zwanzig Minuten immer noch ziemlich bissfest (eher fest als biss). Nachträglich betrachtet war es vermutlich die größere Form, und außerdem war es eine weiße. Die zuletzt war braun, und die heizt offenbar besser.

1.12.12 18:25, kommentieren

1. Dezember

Heute habe ich dem haushaltszugehörigen Kind eine Freude bereitet und einen Grießschmarrn mit Apfelkompott zu Tisch gebracht.

Eine Stunde vorher habe ich einen halben Liter Milch mit einer Prise Salz und zwei Eiern verrührt und über zwanzig Deka Grieß eingerührt. Das habe ich quellen lassen und eben nach der Stunde ein ordentliches Stück Butter im handgeschmiedeten Eisenpfannderl erhitzt und den nochmals gemixten Teig eingegossen. 

Eigentlich sollte der in Ruhe backen, nur war meiner offensichtlich viel zu flüssig und das ganze wäre hoffnungslos angebrannt, wenn ich nicht gestanden wäre und zwanzig Minuten ständig gerührt und hin- und hergeschaufelt hätte. Hat sich aber gelohnt, weil der Schmarrn richtig saftig geworden ist. - So, und die Rosinen habe ich auch vergessen.

Das Apfelkompott habe ich ohne Zucker aus drei angeschlagenen Äpfeln gekocht, weil der Schmarrn sowieso vom Staubzucker eingeschneit wurde.

Es ist erstaunlich, wie wenig von dieser Mörderportion übrig geblieben ist.

1.12.12 18:30, kommentieren

2. Dezember

Der Not gehorchend habe ich heute Bratwürstel mit Kürbisstrudel und Kräuterrahm zusammengeschustert. Klingt aufwendig, war aber wieder die typische Kühlschrank-aufräum-Aktion.

Der Dinkel-Blätterteig musste weg. Und das Packerl mit den Würsteln war auch nicht mehr das jüngste. Und der Kürbis nimmt viel zuviel Platz weg im Gemüsefach. Jessas, und die Bärlauchbutter wird auch nicht weniger. Und dann hab ich ja letztens, als ich nach Wochen wieder einmal das Backrohr in Betrieb nehmen wollte, dortselbst einen Teller voller Paradeiser gefunden, die ich seinerzeit aus Schutz vor den Obstmuckerln dort halbrot deponiert hatte und die mir wider Erwarten nicht von selbst entgegengelaufen kamen, sondern die voll errötet ihrer Wiederentdeckung harrten. So halt.

Jedenfalls habe ich den Kürbis klein geschnitten (war einfacher als ihn zu raspeln) und - nach den Erfahrungen von vorgestern - kurz blanchiert. Überkühlt habe ich ihn auf dem ausgerollten Blätterteig verteilt, die (eh schon gesalzene) Bärlauchbutter in kleinen Stückerln drübergetan und ein paar von den Paradeisern, geviertelt, draufgelegt. Teig einrollen, aufs Blech, ins Rohr und bei 200 Grad eine halbe Stunde backen. (Wer ein überzähliges Ei hat, kann dieses, bis auf ein Kaffeelöfferl voll, verschlagen und mit dem Kürbis mischen und mit dem Kaffeelöfferl voll den Strudel vor dem Backen einstreichen.)

Ins Kürbiskochwasser habe ich einen geschnittenen Erdapfel und eine kleine geputzte und geschnittene Fenchelknolle gegeben und hab draus eine Suppe gekocht nach bekanntem Muster: weich kochen, pürieren, nachwürzen, mit Obers verfeinern, bei Tisch mit Kernöl beträufeln.

Und während alles kochte, hab ich einen Becher Rahm mit Salz und gehackten Kräutern verrührt.

Na, war doch nicht so schlimm, oder?

2.12.12 22:09, kommentieren

3. Dezember

Müsste ich für das heutige Mittagessen einen sprechenden Namen erfinden, es wäre "Dinkelpasta mit Blähgemüse". Naja. Also Dinkelpasta mit Gemüse der Saison. Könnt ihr euch für die Zukunft merken: wenn ihr in den Wintermonaten Gemüse der Saison esst, ist das ein Freifahrtsschein für einen ordentlichen Raki vorher.

Während die Pasta kochte, hab ich Olivenöl im Reinderl erhitzt und ein geschnittenes Zwiebelhapperl glasig gedünstet. Nach einigen Minuten kamen eine scheiblierte Topinamburknolle und ein Mini-Kohlrabi, mit dem Sparschäler geschnitten, hinzu, und das war der Zeitpunkt fürs Salzen.

Wieder ein paar Minuten gebraten, dann mit ein bisserl was vom Nudelkochwasser aufgegossen und zwei kleine zerteilte Paradeiser dazu. Und, weils dann schon egal war, eine Handvoll tiefgekühlter blanchierter Erbsen.

Schmeckt gerade sehr gut; wie der Nachmittag wird, muss sich erst zeigen.

3.12.12 12:07, kommentieren

4. - 6. Dezember

Vorgestern, bei einem Arbeitseinsatz, habe ich eine ordentliche Portion Gulasch zu essen bekommen. Und eine zweite, die ich gestern aufgewärmterweise mit einer Semmel verzwickt habe. Und heute war es wieder Freumdversorgung.

Wie eine ein Rindsgulasch kocht, kann ich euch leider nicht sagen. Bei meinen bisherigen Versuchen bin ich kläglich gescheitert. Fleisch hart, Saft nicht sämig, entweder geschmacksneutral oder bitter von zuviel Rosenpaprika.

Aber aufwärmen kann ich ein Gulasch erstklassig.

Für alle Entschlossenen: Als Rezeptquelle würde ich euch www.ichkoche.at empfehlen.

6.12.12 18:24, kommentieren

7. und 8. Dezember

Gestern habe ich die übrigen Nudeln mit dem Rest vom mütterlichen Gulasch vermischt und erwärmt. Wenn der Hunger groß genug ist, kann das eine Köstlichkeit sein!

Heute habe ich allerhand Gemüse zusammengekratzt und daraus Pasta mit Gemüsesugo fabriziert. Hatte ich vor einigen Tagen schon, ich weiß, aber die Abwechslung kommt mit dem Gemüse. 

Während die Spirelli kochten, habe ich drei Esslöffel Olivenöl erhitzt und ein klein geschnittenes Zwiebelhapperl drin glasig gedünstet. Salz, Pfeffer und die wiedergefundene ägyptische Gewürzmischung kamen drüber, ein paar gehackte Kapern, zwei Karotten und eine Spalte vom Kürbis, beides mit dem Sparschäler gehobelt, sowie drei Esslöffel gekochter Paradeiser. Und, zur Aufmunterung, zwei Mini-Paradeiser, in Spalten geschnitten.

Das alles durfte dann ein paar Minuten zugedeckt schmurgeln. Außerdem hab ich mit einem Esslöffel Zucker gewürzt. Hätte ich mir aber sparen können. Denn das Kind, eh schon den ganzen Vormittag krätzig, fand das Essen natürlich trotzdem zum Motzen.

8.12.12 13:06, kommentieren

9. Dezember

Um uns eine Freude zu machen, hatten wir bei Muttern heute wieder Schnitzerl mit Reis und Erdäpfelsalat. Wir essen es beide einfach wirklich gern ...

16.12.12 12:52, kommentieren

10. Dezember

Ein hilfsbereiter Nachbar hat mich gefragt, ob ich wohl heute für ihn und seine beiden Arbeiter kochen könnte. Klar konnte ich - nicht ohne eine Portion für mich abzuzweigen, natürlich. Um die Sache einfach zu halten, habe ich eine große Pfanne voll gratiniertem Gemüse ins Rohr geschoben.

Ihr kennt das schon. Die Pfanne mit Öl bedecken, als unterste Schicht gebe ich immer Erdäpfelscheiben hinein. Heute kamen dann ordentlich scheiblierte Topinamburknollen drüber, dann ein bisserl Thymian und Salz. Drauf dann klein gewürfelter Kürbis. 

Danach, wie immer, nochmals etwas Salz und der Guss - diesmal aus zwei Eiern und fast einem Becher Schlagobers. Pfeffer drauf und ab ins Rohr. Erst nach zwanzig Minuten kam geriebener Parmesan drüber. Und nachden Erfahrungen von neulich blieb die Pfanne fünfzig Minuten im Rohr.

Und diesmal hats auch wieder fein geschmeckt. Die Planne kam restlos ausgeputzt wieder.

16.12.12 13:00, kommentieren

11. Dezember

Nach soviel Kocherei gestern habe ich es mir heute einfach gemacht und einen Grießkoch fabriziert.

16.12.12 13:02, kommentieren

12. Dezember

Couscous mit Gemüsesugo war es heute, ein Viertelstundenessen.

Während der Couscous, mit heißem Wasser übergossen und gesalzen, vor sich hin quoll, hab ich in heißem Öl ein kleines zerschnittenes Zwiebelhapperl angebraten, eine Karotte und ein Stück Kürbis mit dem Sparschäler gehobelt und den Rest der gekochten Paradeiser untergemischt. Und weil mir so mediterran zumute war, hab ich an Malta gedacht und ein paar Kapern gehackt und dazugetan. Zudecken, ein paar Minuten schmurgeln lassen, über den Couscous leeren, fertig.

16.12.12 13:05, kommentieren

13. und 14. Dezember

Nach der zeitmangelbedingten Fremdverköstigung gestern war es heute ein anständiges Erdäpfel-Fisolen-Gröstl. Auf das hatte ich mich schon länger gefreut. Und die vorjährigen Tiefkühl-Fisolen kamen auch gleich weg.

Zuerst habe ich eine Portion mehliger Erdäpfel weich gedämpft. Als die durch waren, hab ich in der Pfanne ordentlich Olivenöl erhitzt und ein grob geschnittenes Zwiebelhapperl glasig gedünstet. Dazu kamen dann die angetauten Prinzessbohnen - junge, ganze Fisolen, blanchiert - und Salz und ein bisserl Pfeffer. Dann hab ich blitzschnell die Erdäpfel geschält und in Scheiben geschnitten, in die Pfanne gegeben und alles gemeinsam gut angebraten.

16.12.12 13:11, kommentieren

15. Dezember

Heute war die Fremdverköstigung herrlich, weil mütterlich. Gemüsecremesuppe und dann Germknödel mit allem, was dazugehört. Mit Powidl gefüllt, mit gemahlenem Mohn und Staubzucker und zerlassener Butter drüber.

Dass ich die nicht kochen kann, hab ich euch eh schon gestanden. Unter www.ichkoche.at gibts gute Rezepte.

16.12.12 13:13, kommentieren

16. Dezember

Weil eine meiner Freundinnen heute übersiedelt und sie doch einige HelferInnen hat, habe ich ihr angeboten, für alle zu kochen. Es gab Kürbisrisotto, so konnte ich endlich meinen neuen Zehn-Liter-Topf einweihen.

Für so viele Personen zu kochen, ist echt eine Umstellung für eine, die üblicherweise eine Handvoll von hier und zwei Knollen von da zusammenrührt und sich so ein Mittagessen verschafft. Deshalb habe ich mich auch mit dem Pfeffer verschätzt - aber Pfeffer macht ja eh lustig, heißt es immer.

Jedenfalls hab ich ungefähr 20 Deka Selchspeck klein gewürfelt und bei mittlerer Hitze erst ausgelassen und dann gebräunt. Hinzu kamen fünf mittlere Zwiebelhapperl, eher fein gewürfelt, und ungefähr 30 Safranfäden. Das brutzelte dann eine Weile vor sich hin, bevor ich eineinhalb Kilo Rundkornreis dazutat, salzte und fleißig rührte. Als der Wasserkocher dann endlich die 1,7 Liter kochendes Wasser ausspuckte, hab ich damit aufgegossen - und gleich wieder neues Wasser aufgestellt, der Bedarf war insgesamt nicht zu verachten, muss ich sagen. Die Hitze reduziert und immer wieder gerührt, und bisweilen Wasser nachgegossen. Und dazwischen einen dreiviertel Kilo gespendeten Kürbis (Langer von Neapel, Eigenproduktion eines Nachbarn) klein gewürfelt.

Nach einer halben Stunde hab ich den dazugegeben und untergerührt, und bei dieser Gelegenheit eben auch gepfeffert. Insgesamt köchelte der Risotto 45 Minuten vor sich hin, bevor ich eine ordentliche Portion für uns eineinhalb abgezweigt und den Rest freigegeben habe.

16.12.12 13:50, kommentieren