Der Sparküche-Blog.

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1. November

Zu Allerheiligen wird normalerweise immer groß aufgekocht. Heuer ist dieses Event aus gesundheitlichen Gründen entfallen. Aber der gebackene Karpfen mit Erdäpfelsalat war auch super.

Dafür hat meine Mutter schon des Morgens ein Kilo Erdäpfel gekocht, geschält, in dünne Scheiben geschnitten und auskühlen lassen. Die aufgetauten Karpfenfilets hat sie nach dem Waschen und Abtropfen beidseitig gesalzen, in Mehl, verschlagenem Ei und Semmelbrösel gewendet und in einem Zentimeter hoch Öl beidseitig bei nicht allzu großer Hitze ausgebacken.

Für den Salat hat sie aus Wasser, Essig, Zucker und Salz eine Marinade gemixt und zwei Happerl Zwiebel fein geschnitten. Zwiebel auf die Erdäpfel, Marinade drüber, Öl drauftröpfeln, durchmischen, etwas ziehen lassen, fertig.

5.11.12 08:16, kommentieren

2. und 3. November

Gestern gabs gottseidank Pizza, weil der Pizzamann im Gegensatz zum letzten Mal die Adresse gefunden hat, aber heute hab ich wieder selbst gekocht und einen gebratenen Karpfen auf dem Erdäpfelbett fabriziert. Das Ding war für meine Begriffe riesig und es hat überhaupt nix gemacht, dass später noch ein Überraschungsgast gekommen ist ...

Den aufgetauten Karpfen habe ich gewaschen und gscheit abtropfen lassen. In der Zwischenzeit habe ich eine unglaubliche Menge mehlige und speckige Erdäpfel geschält und in Spalten geschnitten. 

Zuerst kam ordentlich Olivenöl auf die Blechpfanne. Dann Rosmarinnadeln drüber und dann die Erdäpfel, sicher zwei Kilo, drauf. Nochmals Rosmarin und Öl, und - am besten mit der sauberen Hand - gut durchmischen. Wer will (ich wollte), legt Spalten vom Kürbis dazu.

Anschließend den Karpfen wie folgt herrichten: auf beiden Seiten Längsschnitte einritzen und die entstandenen Taschen mit Salz und gehacktem Knoblauch füllen. Den restlichen Knoblauch sowie, wenn gewünscht, Zitronenscheiben, Petersilstängel oder andere Kräuter in den Bauchraum stopfen. Salzen, eventuell pfeffern.

Den Fisch auf die Erdäpfel legen, ein bisserl Öl drüberträufeln und verstreichen. Bei 200 Grad Ober- und Unterhitze für eine gute Stunde ins Rohr.

Da bleibt reichlich Zeit, um einen Kräuterrahm zu machen: ich habe drei Becher Rahm gesalzen und aus dem Garten die wider Erwarten noch vorhandenen Kräuter geholt, gewaschen und fein gehackt und dann gut vermischt.

Dass ein Mitesser eine Schüssel Rübensalat mitbrachte, war auch nicht verkehrt ...

5.11.12 08:27, kommentieren

4. und 5. November

Gestern wieder Pizza, aber heute gebackenes Gemüse. Weil ein paar Restln wegmüssen und weil das Zeug, einmal im Rohr, sich sozusagen von selber kocht.

Alles Gemüse, was weg musste - bei mir ein Rest Chinakohl, zwei verschiedene Kürbisreste, ein Zwieberl, ein halbreifer Paradeiser eine Fisole und ein paar Erdäpfel -  habe ich mundgerecht zerkleinert und in eine mit Öl bedeckte Ofenpfanne geschichtet und gesalzen und mit ein bisserl Rosmarin und Thymian bestreut. Dann habe ich einen Rest Schlagobers mit ein bisserl Milch und zwei Eiern verschlagen und drübergegossen.

Hinein ins Rohr und bei 200 Grad wieder ein Stünderl backen lassen.

5.11.12 08:34, kommentieren

6. und 7. November

Gestern habe ich den Rest des gebackenen Gemüses gegessen. Da habe ich mir dann allerdings eine Portion Kräuterrahm dazu gemacht. Höchst einfach: in einen Rest vom Rahm habe ich ein bisserl Salz und einen Esslöffel gehackte Kräuter gerührt. Mehr wars nicht.

Heute jedenfalls habe ich kalt essen müssen, weil ich wieder einmal unterwegs war. 

Aber für morgen habe ich wieder eine Kocherei vor.

11.11.12 12:05, kommentieren

8. November

Heute war der Rest vom weißfleischigen Gartenkürbis dran. Aus dem habe ich mir Kürbispuffer gemacht.

Nicht aufwendig, muss ich sagen. Nur den Kürbis geschält und grob geraspelt, gesalzen, ein Ei druntergerührt und mit drei Esslöffeln Mehl gebunden. Und, weil ich gerade so in Schwung war mit dem Raspeln, kam auch noch ein Esslöffel geraspelter Parmesan hinein. (Und wenn mein Homöopath mir das grad nicht verboten hätte, wären zur Aromatisierung auch noch gehackte Kräuter dazugekommen.)

Die Masse habe ich dann in einer Pfanne, die großzügig mit Öl bedeckt war, bei mittlerer Hitze beidseitig gebraten, abtropfen lassen und mit ordentlich Chutney verzwickt.

11.11.12 12:09, kommentieren

9. November

Zwei Tage zu früh, datumsmäßig, haben wir uns dem jährlichen großen Ganslessen hingegeben.

Unsere Lieblingsadresse ist der Schiefe Giebel in Neustift, früher ein Heuriger mit Eigenbauweinen. Die Weine gibts heute immer noch, aber die Öffnungszeiten sind drastisch eingeschränkt. Nur das Remmidemmi rund um Martini lassen sie sich weiterhin nicht entgehen.

Und so haben wir ein Ganserl verzwickt, ganz traditionell mit Rotkraut, Erdäpfelknödel und Preiselbeer-Birne.

Uiuiui. Hab ich kein Nachtmahl mehr gebraucht.

11.11.12 12:12, kommentieren

10. November

Von der Butternuss war noch ein Eckerl da, das habe ich heute zu Reis mit Gemüse verarbeitet.

Während der Basmati vor sich hin gedünstet hat, habe ich in großzügig Öl ein großes geschnittenes Zwiebelhapperl glasig gedünstet, dann den Kürbis, in feine Streifen geschnitten, dazugegeben und weitergedünstet. Salz kam noch dazu, und dann ein paar Erbserl aus dem Tiefkühler. Zum Schluss habe ich mit einem kleinen Glas gekochter Paradeiser aufgegossen und einem Teelöffel Tapenade gewürzt, die Hitze reduziert und alles noch ein paar Minuten ziehen lassen.

War eigentlich nur für uns eineinhalb gedacht, hat aber so gut geduftet, dass wir mit dem anwesenden Handwerker teilen mussten ...

11.11.12 12:17, kommentieren

11. November

Gestern im Supermarkt konnte ich einem Packerl Bio-Rinderfaschierten nicht widerstehen. Daraus wurde heute, der Einfachheit halber, ein Fleischauflauf, mit dem wieder einige Reste wegkamen.

Nämlich habe ich die erworbenen 35 Deka Faschiertes mit einem gehackten Zwiebelhapperl, drei geraspelten Karotten, fünf Deka geraspeltem Parmesan, Salz und dem Rest vom Reis (werden wohl zwei Schöpfer gewesen sein) vermengt. 

Weil das untergerührte Ei die Masse nicht genug gebunden hat, kamen noch ein paar Esslöffel Joghurt dazu. 

Das alles kam dann in eine Auflaufform, deren Boden mit großzügig Sonnenblumenöl bedeckt war, wurde glattgestrichen und bei 190 Grad auf mittlerer Schiene bei Ober- und Unterhitze gebacken.

Salat gabs aus Zeitgründen keinen dazu, aber wir haben ja schließlich immer Chutney im Haus ...

11.11.12 12:22, kommentieren

12. November

Es kommt ja immer anders, als eine denkt. Weil nämlich gestern unerwartet Gäste kamen, die allerdings so anständig waren und ein Sackerl Couscous und ein Salathapperl mitbrachten. Daraufhin kramte ich aus meinem Kühlschrank noch zwei Handvoll Vogerlsalat, und alles miteinander reichte, um uns alle gestern satt zu machen und mich heute mittags auch noch.

Aber dafür erzähle ich euch, wie ich gerade meine süßsauren Gurken einkoche:

Nämlich habe ich zwei fast reife Feldgurken bekommen, und die habe ich geschält, entkernt und in mundgerechte Stücke geschnitten. Aus Wasser, Essig, Zucker und Salz (nach Geschmack, aber schon intensiv, wegen der Haltbarkeit) habe ich eine Marinade aufgekocht, die Gurkenstücke drin glasig gekocht, in Gläser mit Senfkörnern drin geschlichtet, derweil den Sud weiter gekocht und diesen schließlich kochend heiß randvoll in die Gläser gegossen und sofort verschlossen.

Dillblüte wäre gut gewesen, gibts aber leider nimmer. Chilistückerl für ganz Scharfe sind auch fein. Und ansonsten müsst ihr schon selber experimentieren.

12.11.12 17:08, kommentieren

13. und 14. November

Gestern war es wieder Pizza (deren Reste das haushaltszugehörige Kind abends mit Freude verspeist ... darf eine ja gar nicht laut sagen, so was!), und weil ich euphorischerweise auch ein Tiramisu bestellt, dieses aber dann aufgrund akuter Überfüllung nicht verzehrt hatte, werde ich es mir heute zu Gemüte führen. Da genügt dann eine frugale Vorspeise, die da Reis mit Paradeisern heißt.

Zu diesem Zwecke dünste ich Basmati-Reis, gebe eine Portion für morgen weg und verfeinere den Rest mit Paradeis-Tapenade vom Stekovics und einigen im Nachhinein erröteten Paradeisern aus eigener Produktion. Die sind immer noch aromatischer als das Zeugs aus dem Geschäft. Und bei Tisch streue ich geriebenen Parmesan drüber. 

14.11.12 10:32, kommentieren

15. und 16. November

Gestern hatte ich eine schlechte Idee, daraufhin habe ich mich heute gleich wieder selbst versorgt. Gestern wollte ich nämlich Couscous mit Stangensellerie und Paradeisern essen. Habe ich auch, war aber danebengelungen.

Die Idee war nämlich, die geschnittenen Paradeiser und die ebenfalls zerschnippelte Stangensellerie gemeinsam mit dem Couscous mit kochendem Wasser zu übergießen, um das Gemüse etwas anzuwärmen.

Ganz schlechte Idee. Der Couscous saugte nicht das ganze Wasser auf (vermutlich, weil die Temperatur zu gering war - aber das könnte Werner Gruber weit besser erklären), die Paradeiser waren überdies ur-sauer (aber wenigstens außen hui, nämiich rot) und also war das ganze kein Genuss.

Das nächste Mal unbedingt wieder klassisch: Couscous anleitungsgemäß zubereiten, dann erst mischen. Notfalls das Gemüse separat kochen.

16.11.12 18:12, kommentieren

17. November

Aber heute habe ich mich wieder ins Zeug gelegt und uns eineinhalb ein fast dreigängiges Menü gegönnt, nämlich Broccolicremesuppe, dann Schwammerlsauce mit Reis und danach Buttermilch mit Früchten. Letztere kam allerdings samt und sonders aus dem Packerl.

Für die Suppe habe ich einen Broccoli zerteilt, den Strunk geschält und gewürfelt, einen großen mehligen Erdapfel geschält und gewürfelt und alles in Salzwasser zum Kochen gebracht und weich gedünstet. Von den Roserln hab ich einige für demnächst beiseite gegeben, den Rest hab ich püriert und mit Obers verfeinert.

Für die Schwammerlsauce habe ich ein Zwiebelhapperl fein geschnitten und in ein paar Esslöffeln Öl glasig gebraten. Die Bio-Champignons habe ich, obwohl alle sagen es sei unnötig, geschält und dann scheibliert. Zum Zwiebel gegeben und weitergebraten, nach einigen Minuten gesalzen und gepfeffert, weiter gebraten und am Ende mit Obers verfeinert. - Was ich völlig vergessen habe, war die gehackte Dille. Die wartet aufs nächste Mal.

Den Reis von letztens habe ich mit einem Stück Butter erwärmt, der hat noch für uns beide gereicht.

 

17.11.12 18:32, kommentieren

18. November

Der heutige Tag brachte uns Schnitzel mit Salat. Die Prozedur kennt ihr schon: das Fleisch flachklopfen, salzen und pfeffern, in Mehl, verschlagenem Ei und Semmelbrösel wenden und in reichlich Öl (eigentlich Schmalz, aber das machen heute nur noch die wenigsten) ausbacken, auf dass sich die Panier elegant in Falten lege.

Für den Salat wurden kleine speckige Erdäpfel gekocht, geschält und noch warm in dünne Scheiben geschnitten. Darauf kam ein fein geschnittenes Zwiebelhapperl und die altbekannte Wiener Marinade, bei der es anderen vernünftigen Menschen die Haare kraust. Weil nämlich Zucker drin ist.

Egal. Jedenfalls kamen noch ein Happerl zerzupfter grüner Salat sowie eine Handvoll Vogerlsalat dazu.  Und Kernöl - sehr delikat.

21.11.12 17:13, kommentieren