Der Sparküche-Blog.

Werbung

Gratis bloggen bei
myblog.de

Archiv

5. Oktober

Weil einer der Kürbisse leichte Verfallserscheinungen zeigte, musste ich ihn vernichten. So aßen wir drei Tage lang Kürbis - obwohl dem Kind dieses Gemüse gar nicht mundet. Am ersten Tag fabrizierte ich Kürbis in Butterbröseln.

Geht ganz schnell, so wie alles derzeit ganz schnell gehen muss. Den Kürbis schälte ich und schnitt mundgroße Würfel, die ich dann in wenig Salzwasser bissfest dünstete. Parallel dazu röstete ich zwei Handvoll Semmelbrösel in fünf Deka Butter.

Der abgetropfte Kürbis wurde mit den Bröseln vermischt und verspeist. Ein Kräuterrahm wäre auch nicht verkehrt gewesen, fiel aber aus Zeitmangel aus. 

6. Oktober

Am zweiten Tag verwendete ich erstens das Kürbiswasser vom Vortag für eine Buchstabensuppe und fabrizierte zweitens Pasta mit Kürbissugo.

Während die Spirelli kochten, briet ich ein grob geschnittenes Zwiebelhapperl in drei Esslöffeln Sonnenblumenöl an und gab wieder eine Portion vom geschälten klein gewürfelten Kürbis dazu. Dann wurde gesalzen und leicht gepfeffert und ordentlich angebraten, bevor ich mit einem kleinen Glas gekochter Paradeiser aufgoss, etwas Zucker dazugab und alles ein paar Minuten schmurgeln ließ.

Pasta hinein und fertig.

Das Kind sortierte den Kürbis akribisch aus, verputzte aber wenigstens den Rest. Wohingegen es gestern richtig gelitten hatte ...

7. Oktober

Es half aber alles nix: es war immer noch ein Stück vom Kürbis da. Zur Versöhnung versteckte ich diesen Rest in einem Kürbisrisotto. Und das Kind erkannte ihn nicht und aß sich erstmals wieder richtig satt.

Für den Risotto zerfitzelte ich ein Zwiebelhapperl und briet dieses in wenig Öl an. Den Rundkornreis dazugeben, salzen und mit dem erhitzten Nudelkochwasser von gestern aufgießen. Wenig nachsalzen, ein bisserl pfeffern. Zwanzig Minuten köcheln lassen, währenddessen den Rest vom Kürbis schälen und grob raspeln. Drei Minuten vor Koch-Ende den Kürbis zum Risotto geben und fertig garen. Zur optischen Ablenkung etwas gehackten Petersil untermischen.

13. Oktober

Nach einer Fremdversorgungsphase habe ich dem Kind zuliebe wieder Pasta gekocht, und zwar Spirelli quasi alla carbonara.

Allerdings etwas vereinfacht. Während die Teigwaren kochten, habe ich ein paar Deka Speck in Streifen geschnitten und langsam ausgelassen. Da drin hab ich ein gehacktes Zwieberl angebraten und gesalzen. Da drüber habe ich ein Ei geschlagen, zeitgleich die Teigwaren dazugegeben, alles vermischt und das Ei stocken lassen. Wieder ein bisserl Petersil drauf, fertig.

Der Salat hat gefehlt, aber es ist sich nimmer ausgegangen.

21. Oktober

Das Gemüsebeet hat uns noch drei kleine Zucchini spendiert. Darauf habe ich den Rest Hirse ausgegraben (aus dem Kuchlkastl) und eine Hirse-Gemüse-Pfanne zu Tisch gebracht.

Schon am Vormittag habe ich die Hirse gekocht und überkühlen lassen. Mittags dann habe ich wieder ein paar Deka Speck geschnitten und ausgelassen und darin ein grob gehacktes Zwieberl drin angebraten. Salz sowie Rosmarin dazu und tüchtig brutzeln lassen. Währenddessen zwei von den Zucchini in feine Scheiberl geschnitten und bei großer Hitze mitgebraten. Dann vom Feuer genommen und mit der Hirse vermischt.

Und schon wars fertig.

22. Oktober

Aus dem Rest der Hirse habe ich, eh wie immer, einen süßen Hirseauflauf komponiert.

Dafür habe ich von zwei Eiklar Schnee geschlagen und die beiden Dotter mit fünf Deka Butter und drei gehäuften Esslöffeln Zucker schaumig gerührt. In diese Masse kam zuerst die Hirse und dann der Schnee.

Von dieser Masse kam wiederum die Hälfte in eine mit Butter ausgestrichene Auflaufform, dann kamen zwei Handvoll geschälte in Spalten geschnittene Äpfel und dann der Rest der Masse drauf. Glattstreichen, ein paar Butterflockerl drauf  und ins Rohr damit.

Bleibt bei mir eine Dreiviertelstunde bei 190 - 200 Grad Ober- und Unterhitze drin und wird dann, manchmal mit Sirup beträufelt, genossen.

23. - 25. Oktober

Nach zwei Tagen Fremdverpflegung (die mir langsam aber sicher auf den Hammer geht, muss ich gestehen) habe ich heute, welche Abwechslung, Pasta mit Gemüsesauce gekocht.

Für letztere hab ich wieder sämtliche Reste aus dem Kühlschrank gezogen und klein geschnitten. Die letzten fünf Deka Speck. Ein kleines Zwiebelhapperl. Ein paar Mini-Knoblauchzehen. Einen kleinen Zucchino. Drei lila Fisolen. Eine Scheibe vom Butternuss-Kürbis. Ein halbes Glas gekochte Paradeiser und zwei mittlere rohe.

Mit Speck, Zwiebel und Knoblauch habe ich angefangen: mit wenig Öl anbraten. Ein Lorbeerblatt und ein paar Rosmarinnadeln dazu, weiterbraten. Den Zucchino dazu, kräftig weiterbraten. Die geschnittenen blanchierten Fisolen dazu. Salzen und mit den gekochten Paradeisern aufgießen. Den Kürbis dazugeben. Ordentlich schmurgeln lassen.

Und schließlich fünf Minuten vor Ende der Garzeit die frischen Paradeiser dazugeben und bei Bedarf ein bisserl Zucker.

Mit den Nudeln vermischen und eventuell Parmesan drüberstreuen. Oder geraspelten Mozzarella. Was halt da ist.

26. Oktober

Kein Feiertagsessen, aber sehr wohlschmeckend war der heutige Gemüserisotto. Wenn Gäste kommen, ist dieses Rezept für mich genau richtig. Nur ein Topf, geht schnell und die ganzen Gemüserestln sind nachher auch weg.

Also habe ich drei Esslöffel Öl erhitzt und ein kleines gehacktes Zwiebelhapperl angeröstet. Ein halbes Kilo Rundkornreis dazu und weitergebraten. Gesalzen, gepfeffert und mit heißem Wasser bedeckt. Blubbern lassen. Nach und nach abwechselnd heißes Wasser und klein geschnitzeltes Gemüse dazugeben. Was bei mir heute folgendes war: zwei kleine Zucchini, eine Scheibe vom Butternusskürbis, ein paar grüne Blätter vom Chinakohl und ein Fleischparadeiser.

Wenn alles gar ist (und hoffentlich nix zerkocht), gehackten Petersil untermischen und bei Tisch mit geriebenem Parmesan bestreuen.

27. Oktober

(Myblog liebt uns BloggerInnen gerade nicht, aber jetzt scheint die Sache wieder zu funktionieren.)

Mit den restlichen Teigwaren von vorgestern habe ich mir heute viel Zeit erspart. Ich habe sie mit einem großzügigen Stück Butter erwärmt, mit einem Rest geriebener Mandeln bestreut und bei Tisch ordentlich gezuckert. Dazu habe ich eines von meinen Gläsern geöffnet und Nussnudeln mit Apfelmus serviert.

28. Oktober

Heute musste es wieder schnell gehen - und das ist immer eine Chance für das Couscous-Packerl im Kuchlkastl. Diesmal habe ich einen aus dem Migranten-Regal beim örtlichen Supermarkt erworben, und ich muss sagen, der schmeckt schon einiges besser als das biologische Pendant. Naja.

Jedenfalls gab es Couscous mit Gemüseomelett.

Während der Couscous, vorschriftsgemäß mit kochendem Salzwasser übergossen, vor sich hin quoll, briet ich in drei Esslöffel Öl in einer Pfanne einen Suppenteller voll klein geschnittenem Gemüse an. Das da war: eine Mini-Melanzani, eine Scheibe vom Butternuss-Kürbis, ein paar Blätter vom Chinakohl und einer der letzten Fleischparadeiser. Dann schlug ich drei Eier drüber und verrührte etwas (wobei ich für mich als besonderen Leckerbissen zwei Eidotter ganz ließ, nahm die Pfanne vom Feuer und ließ das ganze stocken.

Ein Häuferl Couscous auf den Teller, ein Stück Omelett drauf und fertig.

29. Oktober

Dass ich für mich allein koche, ist eine gute Gelegenheit, alle Zutaten zu verwenden, die das Kind auf den Tod nicht leiden kann. Logische Konsequenz: ein Erdäpfel-Fisolen-Gröstl.

Am Vormittag habe ich fünf kleine mehlige Erdäpfel gedämpft und geschält. Außerdem habe ich eine gute Handvoll Fisolen geputzt, geschnitten und blanchiert. Mittags wurden die mundgerecht geschnitten und in reichlich Öl angebraten. Zwiebel hatte ich leider keinen mehr, daher musste ich tüchtig mit Osmanischer Gewürzmischung streuen. Den süßlichen Ton habe ich mir mit meinem selbstgemachten Curryketchup zugeführt.

Jedenfalls kam irgendwann noch Salz in die Pfanne und schließlich die Fisolen, alles nochmals durchrühren und auf den Teller damit. Ich hab alles restlos verputzt. (Das Kind hätte eh nicht auf einen Rest reflektiert, abends.)

30. Oktober

Eigentlich dachte ich heute vormittags, ich müsste wieder auf Fremdverpflegung zurückgreifen, aber dann war ich rechtzeitig zu Hause, um wenigsten noch gach ein Grießkoch zu fabrizieren.

Einen halben LIter Milch zum Kochen bringen, in die steigende Milch ein paar Esslöffel Grieß einrühren, vom Herd nehmen, zwei Minuten leise köcheln lassen und mit reichlich Instantkakao aromatisieren.

31. Oktober

Wieder einmal starte ich den Versuch, Ordnung in meinen Gefrierschrank zu bringen. Nach dem Motto "klein muss man anfangen" habe ich vier Falafeln herausgenommen und Erdäpfelschmarrn mit Falafeln und Paradeissalat, aus dem letzten sonnengereiften Fleischparadeiser, gekocht.

Zuerst habe ich drei mittlere mehlige Erdäpfel bissfest gedämpft, geschält und zerkleinert. In einer Pfanne habe ich reichlich Öl erhitzt und drei Viertel eines gehackten Zwiebelhapperls drin glasig werden lassen. Die Erdäpfel dazugegeben, gesalzen und gut durchgerührt, bis sie die gewünschte Bräunung zeigen.

Parallel dazu habe ich die Falafeln erwärmt und den Fleischparadeiser mundgerecht zerteilt, mit dem restlichen Zwiebel bestreut, gesalzen und mit ein paar Tropfen Balsamico mariniert.