Der Sparküche-Blog.

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6. September

Verzeiht mir meine Stille, aber ich habe mir einen Urlaub gegönnt. Aber ab morgen gehts wie gewohnt weiter.

Eines muss ich euch aber noch erzählen. Heute in Griechenland beim Abflug hatte ich eine Wasserflasche dabei. Voll. Mehr als 100 ml. Von Plastikbeutel keine Spur.

Die Dame bei der Kontrolle meinte streng: "This is not allowed." Ich konterte mit: "Your colleague said it is OK." (War nur halb erfunden.)

Darauf sah sie mich an, drückte mir die Flasche in die Hand und sagte: "Taste a little." Was ich tat, und die Flasche war anstandslos durch.

Das hätte ich mich in Wien mal trauen sollen ...

6.9.12 22:48, kommentieren

7. September

Wie sich heute herausstellte, muss ich mich erst ans Kochen gewöhnen, nach zwei Wochen Buffet vom feinsten.

Begonnen habe ich damit, eineinhalb Portionen Spirelli unabsichtlich bissfest zu kochen. Was uns beiden, die wir "al ponte" bevorzugen, eher nicht gemundet hat.

Aber wenigstens die hauseigene Paradeissauce war fein. Wie üblich wurden die Paradeiser gekocht und passiert, dann mit Zucker und Salz nochmals zum Kochen gebracht und mit einem Löfferl Speisestärke, in wenig kaltem Wasser glatt gerührt, gebunden.

Wir haben diese Pasta mit Paradeissauce trotzdem restlos verputzt.  Was für uns spricht, finde ich.

7.9.12 18:58, kommentieren

8. bis 25. September

Würde ich kochen, gäbe es heute gefüllte Paradeiser.

Dafür würde ich drei große Fleischparadeiser aushöhlen und mit einer Mischung aus Faschiertem, gehacktem Zwiebel, gekochtem Reis, Salz, reichlich Pfeffer und Rosmarin füllen.

Die gefüllten Dinger würde ich in eine Auflaufform setzen, deren Boden mit Öl bedeckt ist, und bei 190 Grad für eine gute halbe Stunde ins Rohr schieben.

Wenn ich besonders gut drauf wäre, würde ich entweder Braterdäpfel oder ein Erdäpfelpüree dazu servieren.

Das sind aber alles nur philosophische Betrachtungen, weil ich nämlich gerade eine Riesen-Baustelle habe und mich kulinarisch fremdversorge.

Deshalb verordne ich mir eine Blogpause bis 25. September und melde mich danach - hoffentlich - frisch und munter wieder zurück.

13.9.12 21:24, kommentieren

16. September - Pause von der Pause

Heute habe ich die Baustelle sein lassen und mich dem angefallenen Gemüse gewidmet. Die Fisolen sortiert, geputzt, einige geschnitten, alle blanchiert und eingefroren. Ebenso eine Handvoll Mangold, den ich wider Erwarten vor den Tieren retten konnte.

Die vollreifen, aromatisch schmackhaften Paradeiser habe ich wie gewohnt geputzt, grob geschnitten, in einen Topf gegeben, ein bisserl angedrückt, aufgekocht und ein bisserl kochen lassen. Dann habe ich sie in Schraubgläser gefüllt, auskühlen lassen und mich auf den Winter gefreut, wenn ich so einen kleinen Gruß aus dem Sommer öffnen werde.

Von den Paradeisern ist ein Rest geblieben, kaum Stücke, viel Saft. Da habe ich noch einen Ochsenherz-Paradeiser dazugeschnitten, alles aufgekocht, mit Salz und Zucker gewürzt, ein paar Minuten köcheln lassen und dann nach bewährter Art ein bisserl glatt gerührte Speisestärke eingerührt. Nochmals aufkochen lassen und als Paradeissauce, einmal anders, serviert.

Dazu gabs Basmatireis mit Petersil und danach ein gschmackiges Himbeerjoghurt.

16.9.12 13:23, kommentieren

25. September

Es klingt wie eine schale Ausrede, aber hierorts ist der GAU passiert, nämlich hat sich mein Herd verabschiedet. Also, das Backrohr scheint noch zu funktionieren, aber die Kochfelder sind hin. Und das ausgerechnet in der Einkochzeit. Verdammte Kacke.

Gestern habe ich mir eine Einzelkochplatte (elektrisch) ausgeborgt und ein Melanzani-Paradeis-Gemüse und Reis gekocht. Aber das ist nix für Dauer, und die Blog-, weil Kochpause verlängert sich bis auf weiteres, leider.

Für das Gemüse allerdings habe ich mein Reinderl mit Olivenöl bedeckt und darin ein paar kleine Knoblauchzehen und ein paar Rosmarinnadeln angebraten. Dann kam eine ziemlich kleine selbstgeerntete Melanzani, in kleinen Würfeln, dazu und wurde auch tüchtig angebraten. Das alles wurde gesalzen und gepfeffert und dann kam ein ziemlich großer Fleischparadeiser, in kleinen Stücken, dazu. Umrühren, Hitze reduzieren, Deckel aufs Reinderl und zehn Minuten in Ruhe lassen.

Und dann mit dem Reis verputzen.

25.9.12 17:29, kommentieren

28. September

Heute habe ich wieder einmal die Kochplatte angeworfen. Und ich habe wieder einmal gemerkt, wie komfortsüchtig ich bereits geworden bin. Zum Glück habe ich wenigstens einen Wasserkocher, sodass es keine halbe Stunde dauerte, bis die Teigwaren endlich gekocht waren. Und schon eine weitere Viertelstunde später gab es dann Fusilli mit Zucchini und Paradeisern.

Für die Sauce habe ich drei Deka Speck klein gewürfelt und langsam ausgelassen. Darin habe ich zwei gehackte Knoblauchzehen und ein paar Rosmarinnadeln gebraten, bevor ich einen kleinen Zucchini, klein geschnitten, dazugegeben habe. Alles wurde weitergebraten und später gesalzen. Zuletzt habe ich einen Fleischparadeiser hineingeschnitten und einen Rest Paradeissauce dazugekippt.

Das alles hat dann noch ein paar Minuten geschmurgelt, bevor ich die Teigwaren untergemischt und eine ordentliche Portion davon verzwickt habe. Den Rest verputzt gerade das haushaltszugehörige Kind.

 

Apropos Deka: wir Österreicher haben ja so recht damit. Nämlich haben die Kinder im Urlaub griechisch zählen gelernt. Große Überraschung: zehn heißt deka. Folgerichtig ist ein Deka (eigentlich: Dekagramm) zehn Gramm. Wo ist das Problem?

28.9.12 18:40, kommentieren

29. September

Fassungslos stand ich heute vor dem Herd, als ich - rein zufällig - den Schalter drehte und, o Wunder, das Ding wieder funktionierte. Da freuten mich die Marmeladepalatschinken gleich viel mehr.

Den Teig hatte ich aus einem großen und einem kleinen Ei, drei Achtel Milch, einer Prise Salz und offensichtlich zuviel Mehl gemixt, denn nach der obligaten halben Stunde rasten war er ziemlich fest.

Zwei Palatschinken buk ich, aber dann entschloss ich mich, zwei Schluck Milch in den Teig zu rühren, und dann war er goldrichtig und die Palatschinken in der Folge auch.

Randbemerkung: dass das Kind heute erstmals völlig selbständig mit Messer und Gabel aß, beugte einem Überfressen auf natürliche Weise vor und vereitelte die vierte Palatschinke. Unser übliches Palatschinken-Nickerl hielten wir trotzdem.

30.9.12 12:46, kommentieren

30. September

Mit dem überraschend gesundeten Herd ist das Kochen wieder ein Vergnügen, also habe ich heute die längst fälligen Fisolen und Paradeiser eingefroren bzw. eingeglast. Weil auch ein Eckerl Parmesan und ein Rest Speck nicht mehr besser geworden wäre, ergab sich der heutige Was-gerade-weg-muss-Risotto von selbst. Dass bei euch vermutlich ganz was anderes gerade weg muss, weiß ich eh. Mein Rezept soll euch zur Inspiration dienen.

Ich jedenfalls habe den Speckrest klein gewürfelt und im beschichteten Reinderl langsam ausgelassen. Da hinein kamen 20 Deka Rundkornreis und ein bisserl Salz. Das wurde durchgerührt und gebraten und nach ein paar Minuten mit dem Rest vom Paradeisersaft und mit einem Vierterl heißem Wasser aufgegossen. Nach weiteren zehn Minuten habe ich ein Ochsenherz hineingeschnitten - nein, kein originales, sondern den gleichnamigen Paradeiser, und einen Teelöffel Zucker habe ich dem Kind zuliebe auch noch dazugegeben. Und noch ein Achterl heißes Wasser drauf. Deckel zu, zehn Minuten schmurgeln lassen.

Von den Fisolen war eine Handvoll gelber, geschnittener, blanchierter übrig geblieben, die kamen auch noch dazu. Und wieder ein bisserl heißes Wasser. Das köchelte noch ein paar Minuten und wurde dann serviert, und der in der Zwischenzeit geriebene Parmesan wurde drübergestreut.

30.9.12 12:55, kommentieren