Der Sparküche-Blog.

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30. Juni

Heute habe ich beim örtlichen Fleischer eine Stelze erstanden (weil ich einen Gutschein hatte und außerdem so ein Ding nur unter Prostest selbst braten würde).

Dazu haben wir Paradeiser und allerhand Saucen gegessen und jede Menge Gebäck dazu.

Die Schwarterln haben wir aufgehoben, weil uns nicht nach Zahn-ausbeißen war.

1. Juli

Am Sonntag haben wir die Abendessen-Reste vom Samstag gegessen. Vorher hat meine Mutter eine Gemüsesuppe gekocht, aber hui!

Nämlich sind wir zum Gemüsebeet gegangen und haben ein junges Zwieberl, einen jungen Knoblauch und ein paar ebensolche Karotten herausgezogen. (Die Blätter der Kohlrabi hat meine Mutter abgelehnt; ich hätte zwei oder drei dazugeschnitten.)

Dazu kamen dann noch zwei Erdäpfel und ein Stück Sellerie aus dem Tiefkühler. Alles wurde klein geschnitten und mit wenig Olivenöl im Reinderl angeröstet und dann mit Wasser aufgegossen. Salz und Kräuter dazu und vor allem die Schwarterl von gestern. Das hat dann alles eine Dreiviertelstunde gekocht. Von der Masse hat meine Mutter dann zwei Schöpfer voll herausgenommen, püriert und wieder dazugeleert. Und zum Schluss noch mit Schlagobers und gehacktem Petersil verfeinert.

Die Schwarterl haben der Suppe erstens einen Super-Geschmack verliehen und waren zweitens nach dieser Behandlung nicht mehr zahn-gefährdend und konnten risikolos verspeist werden.

Dass auch noch ein paar Fritatten da waren, war richtiges Glück!

2. Juli

Dass wir heute vormittags Marillen ernten waren (eh nur wenige, weil einige Bäume heuer der Frost erwischt hat), ist nur eine magere Ausrede dafür, dass ich nix kochen mag.

Immerhin habe ich mich aufgerafft und die letzten Erdäpfel, die noch nicht von selbst die Flucht ergriffen haben, weich gedämpft. Dazu habe ich einfach Paradeis-Tapenade und Bärlauch-Pesto gegessen, und gut wars.

Also, wenn ihr wollt, Sommerhitzen-Erdäpfel.

 

Ha! Jetzt hätte ich euch fast einen Schmäh erzählt. Als ich nämlich vorhin den Kühlschrank öffnete, um die Tapenade rauszunehmen, fiel mir das Schüsserl mit den Stelzen-Resten in die Hände. Die habe ich dann zu den Erdäpfeln gegessen, woraufhin die Tapenade nicht mehr dazupasste. Aber das ungarische Teufelszeugs schon, und der Senf auch. Schmatz!

3. Juli

Zwischen Marmeladekochen und Bügeln habe ich gerade gach einen Risotto zugestellt. Einen Was-ich-so-finde-Risotto.

Gestern ist von der Stelze nämlich ein Stück fettes Schwarterl übriggeblieben, das kam gleich zu Beginn ins beschichtete Reinderl. Dann Rundkornreis dazu (das war noch mehr als ich dachte, da kriegt das Kind ein Abendessen auch noch) und Salz.

Im Tiefkühler hab ich ein bisserl gegraben und eine Handvoll klein gewürfelter Karotte und zwei Handvoll nicht ganz so klein gewürfelten Kohlrabi entdeckt. Immer nur rein ins Reinderl.

Mit heißem Wasser aufgegossen und umgerührt, und sicherheitshalber nochmals in den Kühlschrank geschaut, wo tatsächlich noch ein Mini-Fenchel und ein paar Erbsen gammelten. Zack, waren die auch schon im Risotto.

Kurz bevor ich mit ordentlich Harissa würzen wollte, fiel mir das Kind wieder ein. Ich werde bei Tisch nur meine eigene Portion würzen ... und den Rest Parmesan drüberstreuen, der unter den Erbsen lagerte. Und vielleicht kommt sogar ein Hauch gehackter Kräuter drüber, über das ganze.

Schmecken wirds mir auf jeden Fall, nach der vielen Arbeit heute!

4. Juli

Platz für die neue Ernte habe ich im Tiefkühler gemacht, und die letzte Portion blanchierten geschnittenen Mangold rausgenommen. Das gab völlig unspektakuläre Teigwaren mit Mangold-Obers-Sauce.

Allerdings habe ich letztere heute ein bisserl anders zubereitet. Nämlich habe ich zuerst den Obers ins Reinderl gegossen und mit Salz und Pfeffer gewürzt. Bei mittlerer Hitze habe ich den einreduziert, das ging schneller als ich dachte.

Jetzt erst kam der Mangold dazu und wurde verrührt und erhitzt und dann über die gekochten Teigwaren gegeben.

(Das Nudelwasser habe ich aufgehoben für später.)

5. Juli

Das Nudelwasser habe ich nämlich für den heutigen Rindfleisch-Eintopf nach Art der Sparköchin gebraucht.

Beim örtlichen Fleischer habe ich nämlich fünf Fleischknochen erstanden, die ich in der Form auch noch nie gesehen hatte. Vom Schwein wäre das der Teil, der als Spare Ribs endet. Fünf solcher Einzelknochen vom Rind habe ich also ins Nudelwasser gegeben, nochmal nachgesalzen und ein großes Lorbeerblatt hinein, und bei mittlerer Hitze sieden lassen.

Nach und nach kam dann ein halber Kilo Suppengemüse, klein geschnitten (bis auf Lauch und Petersil, die gab ich im ganzen hinein) dazu sowie eine geschnittene Zwiebel.

Die Knochen vertragen durchaus zwei bis drei Stunden, das Gemüse allerdings bei weitem nicht. Bitte das beim Nachkochen zu bedenken.

Als das Supperl fertig war, hab ich das Fleisch von den Knochen gelöst und klein geschnitten, dann wieder in die Suppe damit. Einen Großteil der Suppe habe ich vorher schon abgezweigt und eingefroren, fürs nächste Mal. In die restliche Suppe kamen dann auch noch die übrig gebliebenen Teigwaren von gestern (also: nur die Teigwaren, ohne Sauce!).

Und das alles miteinander, der Hitze wegen nur auf lauwarm gebracht, mundete uns ausgezeichnet.

Nachher gab es - wir sehen die Welt derzeit durch die orange Brille - Joghurt mit Marillen und Honig.

6. Juli

Weil ich heute während der Marillenernte ungefähr fast ein Kilo Früchte verdrückt habe, ist das Mittagessen ausgefallen.

Jetzt ist es dann aber auch wieder gut mit orange.

7. Juli

Krautfleckerl sind eigentlich, so sagte meine Oma immer, ein Winteressen. Wenn eine allerdings im Sommer einen Gusto drauf hat, hilft alles nix. Dann muss eine ordentliche Portion her!

Deshalb erstand ich einen halben Kopf Frühkraut und schnitt den fein. Dann kam das Kraut in ordentlich zerlassenes Schmalz, wo schon ein gedünstetes gehacktes Zwiebelhapperl ruhte, wurde gesalzen und gepfeffert (auf den Kümmel hab ich verzichtet, den mag ich nicht so - obwohl er beim Verdauen natürlich helfen würde ...) und wurde weich gedünstet, unter oftmaligem Umrühren und mit ein bisserl Zucker drüber.

Parallel dazu habe ich die Fleckerl weich gekocht und zum gedünsteten Kraut gemischt.

Herrlich.

8. Juli

Die erste Ernte ist da, zucchinimäßig. Das inspirierte uns, vor den Marillenknödeln noch eine Zucchinicremesuppe zu servieren.

Beide Rezepte könnt ihr vermutlich schon aufsagen, wenn man euch aus dem Tiefschlaf holt, deshalb spare ich uns das jetzt.

9. Juli

Das heutige Sieben-Minuten-Essen konnte ich, weil kindlos, etwas abwandeln: Couscous mit Mangold und Camembert.

Die Tiere lieben den Mangold auch, deshalb konnte ich heute nur eine Handvoll davon ernten. Ich blanchierte und schnitt ihn grob. Das noch kochende Salzwasser schüttete ich zum Großteil über den Couscous.

Nachdem der fertig gequollen war, kam noch etwas Salz dazu, der Mangold, ein Viertel eines kleinen Camemberts, klein gewürfelt, und ein halbes Teelöfferl vom ungarischen Teufelszeugs.

Wenn der Käse leicht anschmilzt, verpickt er zwar gnadenlos den Löffel, schmeckt aber herrlich.

10. - 12. Juli

Diesmal lag der Technikschaden im eigenen Bereich, tut mir Leid. - Was mich zur philosophischen Frage bringt, wie ich mein Leben wohl gestalten werde (müssen), wenn irgendwann die Zeit der Computer endgültig wieder vorbei sein wird ... werde ich ohne Computerspiele längerfristig überleben können?

Die Verpflegung der letzten Tage war aber eh nur am Mittwoch super, da gabs nämlich Reisauflauf.

Dafür wurde eine Menge Reis (reisauflaufmäßig sind wir ordentlich verfressen) am Vortag in Milch mit ganz wenig Salz weich gekocht. Rundkornreis. Am Mittwoch wurde ein Abtrieb aus einem Stück Butter, zwei Handvoll Zucker und drei Dottern bereitet, und, ganz wichtig, geriebene Zitronenschale dazu. Wer will, investiert auch noch ein Packerl Vanillezucker. 

Der Reis wurde dann mit diesem Abtrieb vermischt, zum Schluss wurden noch Rosinen eingerührt und der Schnee von drei Eiklar untergehoben. Davon die Hälfte kam in eine Auflaufform (mit Butter ausgestrichen und Bröseln ausgestreut), dann zwei große säuerliche geschnippelte Äpfel, dann die restliche Masse.

Ab ins Rohr damit und bei ca. 180 - 200 Grad ungefähr 30 - 40 Minuten backen lassen. Köstlich.

13. + 14. Juli

Es kommt vor, dass ich mich in einem Schmöker festlese und fürs Essen kochen keine Zeit ausgebe. So habe ich am Freitag eine Riesenportion Reis gedünstet, wie üblich. Dann habe ich eine Hälfte in einen Teller getan und einen Esslöffel gehackte Dille dazugegeben. Und dann fiel mir das ungarische Teufelszeugs ein (Erös Pista), und auch davon kam ein Teelöffel voll dazu - worauf die Dille völlig sinnlos wurde, weil alles eh nur mehr scharf schmeckte.

Egal, es gab ein Happy End.

Jedenfalls wärmte ich mir am Samstag mittags den restlichen Reis mit einem Stück Butter, einer ordentlichen Prise Curry Oriental und einer Handvoll rohem geraspeltem Hokkaido. 

War auch gut.

15. Juli

Ausgangspunkt für die heutigen Hörnchen mit Gemüsesugo waren zwei Zehen vom frisch geernteten Knoblauch. Darum herum habe ich nach dem Was-ich-so-finde-Prinzip eine Gemüsesauce komponiert.

Zuerst habe ich in einem Esslöffel erhitztem Butterschmalz (selbst hergestellt, natürlich) ein paar Rosmarinnadeln und ein kleines Lorbeerblatt angebraten. Dann kamen die geschnittenen Knoblauchzehen und Salz dazu - und immer weitergebraten.

Aus dem Tiefkühler sprangen mich je eine Handvoll geraspelter Hokkaido und Prinzessbohnen an, die kamen auch noch dazu. Aufgegossen wurde mit einem kleinen Glas gekochter Paradeiser, und außerdem fielen mir die Kapern im Kühlschrank wieder ein, und ich gab noch einen Teelöffel voll dazu.

Alles wurde kurz gedünstet und dann mit den inzwischen weich gekochten Teigwaren vermischt.

Ist nix übriggeblieben.