Der Sparküche-Blog.

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1. Juni

Essen geht wieder. Und das schönste ist ja doch ein Ausflug ins frühlingshafte Gemüsebeet und sich eine Handvoll von dem zu pflücken, was gerade schon sprießt und wächst. Mit der heutigen Ernte wurde es ein rekonvaleszenter Gemüse-Risotto, und vorher ein kleines Schüsserl Salat mit Kräutern (dieser allerdings mit einem vorjährigen Erdapfel angereichert).

Es waren nämlich wieder zwei kleine Stangen Spargel und außerdem einige Erbsenschoten zu pflücken.

Im beschichteten Reinderl habe ich zwei Handvoll Rundkornreis trocken angeröstet und dann mit heißem Wasser bedeckt, gesalzen und bei geringer Hitze dünsten lassen, bis das Wasser aufgesogen war, dann wieder ein Lackerl Wasser dazu und das ein paar Mal so, bis der Reis weich und cremig war. Beim letzten Mal Wasser aufgießen kamen die Spargelstücke und die geschnittenen Erbsenschoten dazu, die Spargelspitzen eine Minute vorm Servieren. Bei Tisch habe ich dann noch ein Stück Butter eingerührt.

1.6.12 18:00, kommentieren

2. Juni

Gestern im Gemüsebeet haben sich auch schon ein paar kleine Mangoldblätter gefunden. Traf sich gut, weil ein Rest Frischkäse weg musste. Dachte ich, und plante für heute gefüllte Teigtaschen mit Kräuterrahm und grünem Salat ein. Hat sich dann ein bisserl anders entwickelt mit der Fülle.

Aber zurück nach vorn. Zuerst habe ich aus drei Eiern und ungefähr einem Viertelkilo Mehl einen Nudelteig geknetet und den unter einer Schüssel ruhen lassen. Dann habe ich den grünen Salat (aus mütterlicher Ernte - in dem Punkt ist sie mir über) gewaschen und abtropfen lassen.

Dann hats begonnen. Plangemäß habe ich den Rest Frischkäse mit den paar blanchierten geschnittenen Mangoldblättern vermischt. Mir ist eingefallen, dass im Kühlschrank noch zwei gekochte Eier warten, die habe ich gleich dazugerührt (zerkleinerterweise, eh klar). Von dieser Fülle hab ich ein paar Löfferl weggegeben und noch ein bisserl gesalzen.

Zum Rest kamen dann zwei Teelöffel Tapenade vom Stekovics. 

Exkurs: der Herr züchtet Paradeiser (ca. 2.400 Sorten) und Chilis (weniger, aber auch genug)  im Burgenland, und neben den Pflanzen selbst kann eine dort auch allerhand Köstliches im Glas erwerben. Die Tapenade ist eine Mischung aus getrockneten Paradeisern, Salz und sonstigen Gewürzen und Öl. Köstlich, aber dem Kind nicht unterzujubeln, leider.

Langsam wurde mir klar, dass das zuwenig Fülle für die Menge an Teig war, die ich hatte. Also habe ich gleich ein kleines Glas hausgemachtes Bärlauchpesto aufgemacht und vorbereitet.

Dann war es soweit: Der Teig wurde portionsweise ziemlich dünn ausgerollt, in regelmäßigen Abständen kam jeweils ein Patzerl Fülle drauf, dann eine zweite Lage Teig, rundherum festgedrückt und mit dem Teigrad geschnitten. - Das war mir auf Dauer aber zu anstrengend, also hab ich schmälere Teigstreifen gemacht, nur eine Reihe Patzerl positioniert und den Teig in der Mitte umgeklappt. Festdrücken und radeln.  Für das Kind hab ich Kreise ausgestochen, Fülle in die Mitte gegeben und zu Halbmonden zusammengeklappt. (Falls aus irgendeinem Grund der Teig nicht freiwillig zusammenklebt, mit wenig Wasser bestreichen.)

Die fertigen Tascherl unterschiedlicher Facon kamen dann ins siedende Salzwasser und kochten ca. 10 oder so Minuten.

Für den Kräuterrahm habe ich einen Becher Rahm gesalzen und mit gehacktem Petersil, Dill und einer Prise Harissa verrührt.

Den grünen Salat hab ich mit Balsamico und Kernöl verfeinert.

Jetzt sind alle Beteiligten ordentlich angegessen

 

2.6.12 14:06, kommentieren

3. Juni

Hin und wieder muss ich dem Kind auch eine Freude machen. Also gab es heute Würsterl mit Chutney und grünem Salat, dazu Weißbrot. Und nachher ein Schüsserl Erdbeeren.

Die Würstel hab ich letztens im Sonderangebot gekauft. Heute haben wir nicht alle gebraucht, die restlichen hab ich eingefroren. Es war eine Packung mit vier verschiedenen Teewürstchen, da konnten wir uns richtig durchkosten.

Die Würsterl hab ich zugedeckt in Sonnenblumenöl beidseitig gebraten. Derweil hab ich den grünen Salat zerzupft und mit Balsamico und Kernöl mariniert. Das Kind isst den wirklich gern und viel, was mich für die "giftigen" Würsterl entschädigt ...

5.6.12 14:35, kommentieren

4., 5. und 6. Juni

Gestern hat wieder einmal der Elch für mich gekocht.

Heute war der Zahnarzt dran. Da habe ich nachher eine Tröstung gebraucht und bin zum Pakistani gefahren. Eine absolute Empfehlung von mir: der Wiener Deewan. Eat all you can, pay as you wish.

Ich kenn das Lokal schon, seit es noch Teddys Rumpelkammer war. Das pakistanische Essen ist herrlich und wird in Buffetform angerichtet: drei vegetarische Speisen und zwei mit Fleisch, dazu Reis. Salat und eine Nachspeise gibts auch. Die Getränke haben Fixpreise, das Essen schätzt jedeR selber ein. (Klappt meistens.)

Morgen bin ich mittags wieder nicht zu Hause. Mal sehen, was mir da zum Essen über den Weg laufen wird ...

5.6.12 14:40, kommentieren

7. Juni

Für heute plane ich Pasta nach Art der Sparköchin. Nämlich mit allem, was grad zur Verfügung ist.

Das wäre zum Beispiel eine Handvoll blanchierter geschnittener Mangold, ein paar Röllchen Schnittlauch und vielleicht ein Stückerl Speck. Schmalz gibts auch jede Menge. Und Bratlfett - kennt ihr das noch? Schmalz vermischt mit gestocktem Bratensaft. Wenn ich noch etwas finde, kann ich nicht garantieren, dass das nicht auch ins Reinderl kommt.

Vermutlich wird es so ablaufen: während die Teigwaren kochen, werde ich in einer Pfanne das Fett (welches auch immer) erhitzen und eventuell ein bisserl vom klein geschnittenen Speck drin anbraten. Danach würde ich den Mangold dazugeben. Vielleicht kommt auch noch das eine oder andere Knoblauchzeherl dazu.

Damit werde ich dann die Teigwaren vermengen und bei Tisch den Schnittlauch drüberstreuen. (Und ich werde vielleicht einen Pfefferoni dazu essen, zweng der Schärfe.)

6.6.12 14:53, kommentieren

8. Juni

Wieder ist einfache Küche gefragt, und was eignet sich da besser als ein Risotto mit Speck und Rosmarin?

Den Reis röste ich trocken an, wie immer, und gieße dann mit heißem Wasser auf (zizerlweise, jedesmal wenn das Wasser aufgesogen ist). Dann wird gesalzen und eine Prise Rosmarin und eine Handvoll klein geschnittener Speck hineingegeben.

Zum Schluss werde ich noch ein kleines Stück Butter einrühren und tüchtig pfeffern. Wenn vom Schnittlauch noch was da ist, kommt der auch drüber. Eher wegen der Optik.

6.6.12 15:03, kommentieren

9. bis 17. Juni

Es tut mir Leid, aber die Singleküche ist mir vorübergehend entglitten. Ich gelobe Besserung. Es war aber auch viel Fastfood dabei in den letzten Tagen.

Wenn es euch tröstet, gestern hatten wir gemischte gebratene Würsterl mit Sauce Tatar, hauseigenem Chutney, grünem Salat, Paradeissalat mit Zwiebeln und jeder Menge Weißbrot.

18.6.12 18:25, kommentieren

18. Juni

Heute habe ich wieder selber was zubereitet, allerdings hat die derzeitige Hitzeperiode nur kalte Küche zugelassen. Also war es Sommersalat der Sparköchin.

Und der ging so: der Rest vom grünen Salat musste weg, also wurde der gewaschen und zerzupft. Die letzten zwei Paradeiser wurden draufgeschnippelt. Und weil gerade Dillernte war, kam eine halbe Handvoll Dillspitzen drüber. Salzen, fünf Deka in Streifen geschnittene Extrawurst hinein und mit Balsamico gewürzt. Weißbrot dazu, gut wars.

18.6.12 18:29, kommentieren

19. Juni

Erntebedingt aßen wir heute gebackenen Karpfen mit grünem Salat, Paradeisern und Reis. Und nachher, wetterbedingt, eine ordentliche Portion Eis.

Die von meiner Mutter ziemlich gut entgräteten Filets wurden gesalzen, leicht gepfeffert und in Mehl gewendet, danach in verschlagenem Ei und zum Schluss in Semmelbröseln, also eh klassisch. Dann wurden sie in einem Zentimeter hoch Rapsöl beidseitig herausgebacken. Die Reste von den Bröseln und dem Ei wurden vermengt und zum Schluss auch ins Öl gelegt und herausgebacken.

Zum geputzten und mit Wiener Marinade (Wasser, Essig, Zucker und Salz) angerichteten Happerlsalat kamen die geschnittenen Paradeiser gleich dazu. 

Der Reis wurde gedünstet wie immer.

20.6.12 12:06, kommentieren

20. Juni

Das haushaltszugehörige Kind und ich hatten heute sehr unterschiedliche Ansichten über die gegenseitige Zumutbarkeit. Also beschloss ich kurzerhand, ihm ein fleischfreies Mittagessen zuzumuten. Nämlich Mangoldgemüse mit Erbsenpolenta und gekochtem Ei.

Zuerst blanchierte ich den frisch geernteten Mangold in Salzwasser. Mit dem Kochwasser machte ich gleich die Polenta, indem ich nachsalzte und entsprechend Maisgrieß einrieseln ließ. Dann kam ein Stück Butter dazu und alles durfte bei geringer Hitze erst köcheln und dann quellen. Als ich den Topf vom Feuer nahm zum Quellen, kam eine Handvoll junger Erbsen hinein. (Die erwiesen sich als das Tupferl auf dem i, übrigens.)

Den Mangold habe ich geschnitten und in einem Achterl Milch mit Salz aufgekocht und zum Schluss mit etwas Mehl gestaubt.  Und nebenbei kochte ich ein paar Eier hart, von denen jeder von uns eines als Leckerli dazubekam.

Als Nachtisch gab es Erdbeeren, gemischt mit den hauseigenen Walderdbeeren, mit Joghurt.

20.6.12 12:13, kommentieren

21. + 22. Juni

Was ich heute produziert habe, könnte eine am ehesten als Saftfleisch mit Reis bezeichnen. Nachher gabs Nektarinen, die waren eindeutig.

Zuerst habe ich den Reis wie immer zugestellt. Nachdem der aufgekocht hatte und ich die Hitze drastisch reduziert hatte, wurde Rest vom Speck von der Schwarte und dann klein geschnitten. Alles habe ich in der Pfanne langsam ausgelassen. Dann kam ein großes Zwiebelhapperl, gehackt, dazu sowie Salz, Rosmarin und ein Lorbeerblatt.

Nach ein paar Minuten gab ich ca. 35 Deka Schopfbraten, klein gewürfelt dazu. Der wurde scharf angebraten, mit Wasser bedeckt, mit Salz und Pfeffer gewürzt und zugedeckt eine halbe Stunde in Ruhe gelassen. (Das war zu wenig, hat sich beim Essen herausgestellt, aber der Hunger war zu groß.)

Davon gibts morgen auch noch reichlich.

Wobei hier ein kleiner NACHTRAG fällig ist. Nämlich habe ich am nächsten Tag ein Viertelkilo geschnittene Paradeiser im beschichteten Pfanderl mit wenig Zucker und Salz geschmolzen (das ist jetzt sehr modern; früher hätte ich dieselben Paradeiser einfach leicht angedünstet) und dann Reis und Saftfleisch dazugegeben und erwärmt.

Hat uns fast besser gemundet als das gestrige Original

21.6.12 20:03, kommentieren

23. + 24. Juni

Ja genau. Wenn eine mit Kind unterwegs ist, empfiehlt es sich, bei den ersten Anzeichen von Hunger dem Kind etwas zu essen anzubieten - was am Samstag ein gratiniertes Lachsfilet mit Reis und Erdäpfeln (ha!) war. Nicht besonders wohlschmeckend, aber kurzfristig verfügbar und somit familiäre Katastrophen verhindernd.

Heute wurden wir dafür mit einem Kaiserschmarrn mit Zwetschkenkompott verwöhnt.

Für den Schmarrn trenne ich pro Person ein Ei, schlage erst das Eiklar mit ein paar Salzkörnern zu Schnee und verschlage dann den Dotter mit einem Vierterl Milch, etwas Salz und Zucker sowie soviel Mehl, dass sich ein dickflüssiger Teig ergibt. In diesen wird dann der Eischnee leicht eingearbeitet.

In einem großen Stück Butter, im Pfanderl zerlassen, wird der Teig dann auf einer Seite gebacken, gewendet und auf der anderen Seite gebacken und währenddessen oder danach in mundgerechte Flocken zerzupft. Noch ein bisserl ausdampfen lassen, fertig.

Wer will, kann in den Teig auch ein paar Rosinen mischen.

Ich kann euch sagen: es blieben keine Wünsche mehr offen.

24.6.12 23:14, kommentieren

25. Juni

Heute hat die Faulheit gesiegt. Aus dem Tiefkühler kam eine Portion Sauce Bolognese, in der Schüssel mit kochendem Wasser übergossen wurde eine Portion Couscous. Couscous Bolognese, euphemistisch gesehen.

26.6.12 20:27, kommentieren