Der Sparküche-Blog.

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31. März

Da hammas. Ich kann mich ums Verrecken nimmer erinnern, was ich am Samstag mittags als Hauptspeise hatte. Vielleicht fällts mir wieder ein. (Ich bin nämlich schon wieder ein bisserl spät dran mit dem Bloggen.) Aber woran ich mich noch sehr gut erinnern kann: vorher gabs eine köstliche Spargelcremesuppe mit Safran. Und meine Komposition verrate ich euch:

Mir war nämlich vom Vortag ein gekochter Erdapfel übriggeblieben. Den habe ich zerdrückt und vier dünne kurze Stangerl Grünspargel - vom eigenen Beet, eh klar - in Stücke geschnitten. Alles wurde in Salzwasser gekocht, dazu kamen vier Safranfäden. Die Spargelspitzen habe ich erst drei Minuten vor dem Ende dazugegeben, übrigens. Damit die knackig bleiben.

Die Suppe habe ich püriert und mit einem Schluck Milch vollendet. Joi, war die herrlich. Die Spargelspitzen als Dekoration dazu - vielleicht wäre sogar ein bisserl geschnittener Schinken als Einlage auch ein Hit gewesen.

Und gerade ist mir eingefallen, was es nachher gab: Palatschinken mit Erdbeermarmelade. Brauch ich eh nicht näher zu erläutern, oder?

3.4.12 17:50, kommentieren

30. März

Grummel. Heute wollte ich unbedingt bei der Demo für eine nachhaltige Landwirtschaftspolitik dabeisein. Wenn nicht zwei Gemeinheiten zusammengekommen wären, hätte ich das auch geschafft. Erstens hat es geschifft wie aus Kübeln. Zweitens ist das Landwirtschaftsministerium leider nicht am Minoritenplatz. Das hab ich verwechselt. Und dann im Schüttregen weiter zum Stubenring - das hab ich moralisch nimmer geschafft. Aber es waren eh fünfzehnhundert andere dort, die besser drauf waren als ich, gottseidank.

Diese Geschichte erzähle ich zu meiner Rechtfertigung: dass ich mich nämlich unterwegs kulinarisch getröstet habe und dann nix mehr kochen musste. Ähem.

3.4.12 18:14, kommentieren

1. April

Heute wollten wir uns von einem neuen Lokal geburtstäglich verwöhnen lassen. Hat nur bedingt geklappt. Einer von der durchaus sehr gut kochenden Familie Plachutta hat nämlich in Opernnähe ein Gasthaus aufgemacht, mit Wiener Küche.

Dort haben zwei von uns die gebackene Kalbsleber ausprobiert, die dritte Hauptspeise war ein Butterschnitzerl, ebenfalls vom Kalb, und die halbe Portion hat bei uns mitgenascht.

Zuerst das Generelle: alles war zuviel gesalzen. Wenn das die Strategie war, um den Getränkeumsatz zu heben, hätte der Chef das besser mit den Kellnern absprechen sollen; die kamen nämlich mit den Gläsern ums Verrecken nicht daher.

Der die Leber begleitende Erdäpfelsalat hatte zumindest keine beeindruckenden Macken, aber außergewöhnlich gut war er nicht. Von den beiden Lebern war die eine durchaus in Ordnung, die andere jedoch voller Flachsen. - Allerdings wurde die, obwohl abseits der Flachsen restlos verputzt, auch von der Rechnung genommen. Das Butterschnitzerl war soweit unauffällig, aber der Reis hatte zuwenig Wasser abbekommen. Nicht einmal die Kleine hat den gegessen.

Das Schokoladenmousse hätte sogar ich so hinbekommen, nur hätte ich keine spanisch verfrühten Erdbeeren dazugetan, die, geschmacksneutral, sowieso nur als optischer Aufputz dienten.

Fazit: wenn wir wieder einmal viel Geld fürs Essen ausgeben wollen, gehen wir wieder zum Herrn Papa in die Wollzeile. 

3.4.12 18:24, kommentieren

2. April

Heute war ausflugsbedingt ein ziemlicher Fasttag. Des Morgens zweimal gefrühstückt, dann den ganzen Tag über nur ein einziges Stück Apfelstrudel. - Dieses allerdings, zugegebenerweise, üppig dimensioniert und in ausgesprochen netter Gesellschaft bei herrlichem Sonnenschein in beeindruckender Gegend.

Dafür hab ich dann abends meiner Mutter die Restln zusammengefressen, auf Putz und Stingel.

Nämlich Selchfleischknödel mit Paradeiskraut. Nach dem Rezept hab ich sie leider nicht gefragt. Aber vielleicht hole ich das nach.

3.4.12 18:28, kommentieren

3. April

Heute habe ich meine neue Eroberung am Nachbarn ausprobiert. Weil ich den letzten Gelben Zentner schlachten musste, gab es Kürbisrahmgemüse mit Semmelauflauf. Wir haben schon besser gegessen, aber zum Glück nimmt mir der Nachbar misslungene Rezepte nicht krumm.

Den Kürbis hab ich geschält und geraspelt (also nicht ich, sondern die Küchenmaschine) und dann in Salzwasser mit Kümmel und einem Teelöffel Osmanischer Gewürzmischung gekocht. Dann kam ein halber Becher Rahm, glattgerührt, hinein, fertig.

Nebenbei habe ich in 3/8 Liter Milch ein Packerl Semmelwürfel eingeweicht. Es war ein kleines Packerl, um genau zu sein. Jedenfalls habe ich nach einer Weile zwei große Eier untergerührt, mit Salz und Pfeffer gewürzt und die Hälfte der Masse in eine bebutterte Auflaufform gestrichen. Dann kamen 7 Deka gewürfelter Mozzarella drauf (ich hätte lieber wieder Schafkäse nehmen sollen, nachträglich betrachtet) und der Rest der Masse. Oben drauf habe ich drei Scheiberl Bärlauchbutter, zerkleinert, drübergestreut (das geht nur, wenn ihr sie, so wie ich, aus dem Tiefkühler nehmt - dann habt ihr eine halbe Minute Zeit, um sie zu zerbröckeln, bevor sie euch zwischen die Finger quatscht) und die Form bei 190 Grad Ober- und Unterhitze ins Rohr gestellt.

3.4.12 18:35, kommentieren

4. April

Seelentrost musste es heute sein. Da war nicht viel mit Kochen. Nachdem ich mich zusammengerissen und den Rest vom gestrigen Kürbisgemüse zur Suppe verdünnt und diese anschließend restlos verputzt hatte, war es Zeit für eine Riesenportion Grießkoch.
Mit afrikanischem Kakao und Rohrzucker.

Hat auch tatsächlich gut getan.

6.4.12 18:20, kommentieren

5. April

Heute pfriemelte ich vier Packerl blanchierten Bärlauch und ein Becherl Bärlauchbutter (in Scheiben) in den Tiefkühler, aber das konnte ich erst tun, nachdem ich was anderes rausgetan hatte. Und das war in dem Fall ein Packerl mit gekochten Zungenscheiben in Suppe und ein anderes Packerl mit blanchiertem Mangold. Also gab es heute gekochte Rindszunge mit Erdäpfeln und Mangoldgemüse. In die Suppe habe ich jede Menge Buchstaben eingekocht, das war die optimale Einleitung zur Fresserei.

Ich habe nämlich heute im Bärlauch gewühlt und den Großteil in Salzwasser blanchiert und geschnitten. Den kleinen Rest habe ich fein gehackt und in ein Achtel Butter mit Salz gerührt. Aus der Masse habe ich dann mit dem Papierl von der Butterverpackung eine Rolle geformt und kalt gestellt, später in Scheiben geschnitten, in einen Becher geschlichtet und alles eingefroren. Kann ich euch wärmstens empfehlen. Gibt dem winterlichen Gemüse ein Haucherl Frühling, und das ist nie verkehrt.

In dem Kochwasser habe ich jedenfalls die geschälten, geviertelten Speckigen gekocht, im zweiten Reinderl habe ich die Suppe samt Zunge erhitzt und im Dritten habe ich 1/16 Liter Milch mit dem Mangold und den Restln von der Bärlauchbutter erhitzt und ein bisserl köcheln lassen.

Alles zusammen war fürchterlich viel, aber es hat mir derart gut geschmeckt, dass ich alles verschnabuliert habe.

6.4.12 18:28, kommentieren

6. April

Diesmal habe ich die Kombination von Spargel und Safran im Risotto ausprobiert, und das hat erwartungsgemäß sehr gut gemundet. Spargel-Risotto mit Safran also.

Dafür habe ich zehn Deka Rundkornreis trocken angeröstet, gesalzen, vier Safranfäden dazugegeben und mit einem Viertelliter heißem Wasser aufgegossen. Die Hitze habe ich zurückgenommen und umgerührt, dann den Deckel schief draufgelegt und köcheln lassen. Sobald das Wasser aufgesogen war, hab ich wieder ein bisserl nachgegossen.

Zwischendurch hab ich meine halbe Handvoll Spargelstricknadeln ein bisserl geschält und in zentimeterlange Stücke geschnitten. Außerdem habe ich zwei Esslöffel Parmesan gerieben. Ein paar Minuten vor Garende kamen die Spargelstücke zum Reis und wurden eingerührt, zwei Minuten später die Spitzen nur draufgelegt. Vom Feuer genommen und ein bisserl ziehen lassen. Den Parmesan drübergestreut.

Höchst delikat.

6.4.12 18:34, kommentieren

7. April

Kinderfreundlich habe ich heute gekocht. (Die Kleine isst auch immer noch.) Nach einer Hokkaido-Suppe mit Curry gab es Bratwürsterl mit Hirse, dazu Rote-Rüben-Salat und Chutney.

Den Salat und das Chutney hatte ich vom letzten Herbst noch fertig im Glas, zum Glück. So musste ich nur noch die Würsterl einschneiden und im Öl braten (ich mach das immer im Jena-Glasgeschirr bei geschlossenem Deckel - weil ich doch so ungern putze) und die Hirse kochen. Nämlich ganz leicht salzen und mit der doppelten Menge Wasser zum Kochen bringen, dann 20 - 25 Minuten köcheln und dann noch 10 Minuten quellen lassen. Einen Rest Milch hatte ich auch, den hab ich statt Wasser dazugeschüttet.

Ich hab wieder mehr Hirse gekocht, weil ich für den Ostermontag einen süßen Hirseauflauf plane. Mehr davon übermorgen!

7.4.12 13:12, kommentieren

8. April

Frohe Ostern!
Wir feierten sie mit gebratenem Lammrücken, Butterspargel und Erdäpfelschmarrn, vorher Hühnersuppe mit Nudeln und nachher Topfen-Mandarinen-Creme.

Unmöglich, dafür ein Rezept zu schreiben. (Den Erdäpfelschmarrn könnt ihr schon und der Spargel wurde in Salzwasser gekocht und dann in Butter geschwenkt. Der Rückstand wird morgen zur Suppe verlängert.)

Also, der Rücken wurde in zwei Teile geschnitten, gewürzt (Salz, Pfeffer, Knoblauch, Rosmarin), in Fett beidseitig scharf angebraten und dann im Rohr fertiggebraten, dabei öfter gewendet und mit dem entstandenen Bratensaft übergossen. - Kann natürlich auch sein, dass vor dem Ins-Rohr-schieben noch ein Achterl Wasser zugegossen wurde, vorsichtshalber.

Jedenfalls war es herrlich weich und wir haben alles vertilgt.

8.4.12 19:02, kommentieren

9. April

Und heute kommt der versprochene Hirseauflauf. Des Morgens schon habe ich aus unseren unendlichen Vorräten ein Glas Kompott ausgegraben und die Früchte abtropfen lassen. (Den Saft trinken wir als Leckerli zwischendurch.)

Erst buttere ich eine Auflaufform aus. Dann schlage ich den Schnee von zwei Eiern und danach rühre ich die beiden Dotter mit einem Rest Butter, keiner Prise Salz (weil ich die Hirse schon beim Kochen leicht gesalzen hatte) und ein paar Esslöffeln Zucker cremig. Und wenn ich es mir recht überlege, müsste noch irgendwo im Kühlschrank der Rest vom verquirlten Ei von gestern sein, das wird auch gleich in der Masse verwertet. Und diese Creme wird jetzt mit der gekochten Hirse vermengt, und zum Schluss wird der Eischnee untergehoben.

Theoretisch könnte eine die Masse auch würzen, vielleicht mit Zimt oder mit den Sonnentor-Blüten, oder mit einer Prise Kardamom oder was euch so einfällt. Uns schmeckts aber so auch ganz gut.

Die Hälfte von der Masse kommt in die Auflaufform, dann verteile ich die Kompottfrüchte drauf (und das nur, weil ich den letzten vorhandenen frischen Apfel fürs Frühstück brauche, sonst hätt ich den genommen) und dann die zweite Hälfte der Masse drüber. Obenauf vielleicht ein bisserl Butter oder Schlagobers und dann ins Rohr damit und bei 190 Grad ungefähr eine halbe Stunde backen.

Ich bin mir ziemlich sicher, dass nix übrig bleiben wird ...

 

Kleiner Nachtrag: vorher gabs eine Kürbiscremesuppe mit Rahm, und in die Masse habe ich ausnahmsweise, weil ich sie zufällig hatte, ein bisserl Zitronenschale hineingerieben. Das hat der Sache aber wirklich Pfiff verliehen! Muss ich mir merken.
Urps.

8.4.12 19:15, kommentieren

10. April

Die Familie hat einen Osterschinken erworben, und der Anteil der Sparköchin verstopft ihr den Kühlschrank. Also wurde das für heute vorgesehene Rezept leicht abgewandelt, um den Vorrat zu reduzieren. Und es gibt Tagliatelle mit Spargel-Schinken-Obers. Ich freu mich schon.

Für die Sauce habe  ich vier Stangen Bleichspargel in Salzwasser weich gekocht (und zwar ohne irgendwelche sonstigen Fisimatenden) und das Wasser dann weiterverwendet für die Nudeln.

Die Bandnudeln habe ich nämlich selbst gemacht, weil die Hendln grad so gut im Schuss sind. Müsst ihr nicht unbedingt machen, aber ich finde es zahlt sich aus, geschmacklich. Jedenfalls habe ich die weich gekocht, wie immer. Nur ist bei selbstgemachten Nudeln die Garzeit kürzer, bin ich draufgekommen.

Jedenfalls habe ich den Spargel in mundgerechte Happen geschnitten und den Schinken ebenso. Dann habe ich beides im Obers erhitzt und nach zwei Minuten einen Esslöffel Speisestärke, mit wenig Milch glattgerührt, untergemischt. Noch einmal aufkochen lassen und fertig.

Vielleicht esse ich den Rest vom Rote-Rüben-Salat dazu, das weiß ich aber noch nicht.

10.4.12 08:54, kommentieren

11. April

Eine ungewöhnliche Kombination habe ich heute ausprobiert. Weil mir vom kalten Buffet letztens zwei Portionen Fenchel-Orangen-Salat übriggeblieben sind. So gab es gebratenen Karpfen mit Fenchel-Orangen-Gemüse und Basmatireis.

Zum Reis brauch ich eh nix mehr sagen. Das Fenchel-Orangen-Gemüse ist entstanden, indem ich den Salat einfach erhitzt habe, gut gewürzt war er schon.

Die Karpfenfilets habe ich aufgetaut, gesalzen und mit osmanischer Gewürzmischung bestreut und in Mehl gewendet. Dann habe ich sie beidseitig in Sonnenblumenöl gebraten.

Hat erstaunlich gut gemundet.

Von dem Fenchel-Orangen-Zeugs ist ein bisserl was übriggeblieben, vom Reis auch. Ich fürchte da werde ich morgen was chinesisches komponieren.

11.4.12 19:12, kommentieren