Der Sparküche-Blog.

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28. + 29. Feber

Wieder nicht gekocht. Gestern habe ich zweimal gefrühstückt - in der Kurkonditorei Oberlaa, höchst wohlschmeckend - und heute habe ich einen kleinen Ausflug gemacht und mich kalt versorgt.

1. März

Kurzer Exkurs. Vor - hui! - mittlerweile mehr als zwanzig Jahren lernte ich das Computerspiel SimCity kennen. Da konnte sich eine eine Stadt aufbauen: Bürgermeister spielen, Straßen bauen, Grundstücke vergeben und so. Es waren viele viele gar nicht depperte Parameter hinterlegt. Einer davon war: je breiter du die Straßen baust, umso mehr Autos werden drauf fahren. (Hat sich bis jetzt auf jeder Stadtautobahn bewahrheitet.)

Ziemlich ähnlich funktioniert es mit meinem Tiefkühler. Vor Jahren hatte ich ein 40-Liter-Gefrierfach, das immer gerammelt voll war. Dann, in einem Anfall von Großzügigkeit mir selbst gegenüber, kaufte ich einen Tiefkühlschrank mit sagenhaften vier Laden. - Wisst ihr was? Der ist jetzt auch gerammelt voll.

Und ich bin mir sicher, wenn ich den Schrank meiner verstorbenen Oma reaktivieren würde (7 Laden) - ich würde den auch vollkriegen. Schon blöd, oder?

Heute habe ich wieder einmal gegengesteuert und ein Packerl blanchierte geschnittene Fisolen rausgenommen. Aus denen mache ich mir Dillrahmfisolen mit gekochten Erdäpfeln.

Nämlich erhitze ich die Fisolen mit Salz, Pfeffer und Rahm, wenn sie köcheln, rühre ich ein Löfferl Speisestärke ein und zum Schluss würze ich mit viel gehackter Dille (auch aus dem Tiefkühler).

Ob ich die Erdäpfel nach dem Kochen und Schälen noch in Stücke schneide und in zerlassenem Speck wende, muss ich mir noch überlegen.

2. März

Jessas, war ich heute faul! Zum Glück hatte ich noch einen Rest Gemüsesuppe, den ich verschlungen habe. Danach habe ich noch eine Handvoll Grammeln mit einer Scheibe Brot eingeworfen, und gut wars.

3. März

Ganz was Herkömmliches hats heute gegeben: gebratenen Leberkäs mit Erdäpfelpüree und gedünstetem Broccoli. Garniert haben wir mit gebratenem Zwiebel und mit einer Handvoll Vogerlsalat, der den ganzen Winter über wunderbar im Gemüsebeet wächst (und sich jedes Jahr selbst aussät - das mag ich, wenn ich keine Arbeit mit dem Essen habe).

Den Leberkäse haben wir in wenig Fett beidseitig gebraten. Fürs Erdäpfelpüree wurden mehlige Erdäpfel gedämpft, geschält, zerdrückt, gesalzen, mit wenig Muskatnuss und einem Stück Butter verrührt. Dann kam warme Milch dazu, und mit dem Mixer gut durchgerührt.

Da drauf kam in Ringe geschnittener Zwiebel, den wir in wenig Öl glasig gedünstet haben (ich mag das knochentrockene, knusprige Zeugs nicht). 

Den Broccoli haben wir in Roserl geteilt, die blanchiert wurden und danach in Butter weich gedünstet. Der hätte eigentlich gar nicht dazugehört, war meiner Mutter aber von der Suppe übriggeblieben, also haben wir uns seiner erbarmt.

4. März

Gestern haben wir einen Gelben Zentner von ungefähr vier Kilo geschlachtet. Da wirds in den nächsten Tagen einiges mit Kürbis geben. So wie heute den Kürbisrisotto.

Ich habe drei Handvoll Rundkornreis im beschichteten Reinderl trocken angeröstet, gesalzen, gepfeffert und dann mit heißem Wasser aufgegossen. Die Hitze habe ich zurückgenommen, den Deckel draufgegeben und das ganze zehn Minuten köcheln lassen. In der Zwischenzeit habe ich ein Stück Kürbis grob geraspelt und ein paar Löffel Parmesan gerieben.

Den Kürbis habe ich dann zum Reis gegeben, mit noch etwas Wasser aufgegossen, durchgerührt, wieder zugedeckt und noch fünf oder sechs Minuten köcheln lassen.

Vor dem Servieren habe ich noch ein Stück Butter eingerührt und bei Tisch kam der Parmesan drüber. Wir haben alles restlos verputzt.

5. + 6. März

Wie angedroht, steht diese Woche im Zeichen des Gelben Zentner. Heute habe ich Kürbisgemüse mit Reis und Räucherfisch gekocht, das reicht für morgen auch noch.

Den Reis habe ich wie üblich gedünstet. Für das Kürbisgemüse habe ich den Kürbis geschält und grob geraspelt - ausnahmsweise mit der Küchenmaschine. (Den Rest hab ich roh eingefroren. Jetzt wisst ihr, wie sich mein gerammelt voller Tiefkühler ergibt.)

Schon in der Früh habe ich diesem Tiefkühler ein paar Häppchen Räucherfisch entrissen. Die waren vom Geburtstagsessen übrig geblieben.

Den Kürbis habe ich dann mit wenig Wasser, Salz, Pfeffer und Kümmel weich gekocht, das dauert nur ein paar Minuten. Währenddessen habe ich einen Esslöffel Speisestärke mit zwei Esslöffeln Rahm glatt gerührt. Das Gmachtl hab ich dann in den Kürbis gerührt und noch zwei Minuten köcheln lassen. Dann hab ich das Reindl vom Herd genommen und den Fisch noch ein paar Minuten auf dem Kürbis zugedeckt ziehen lassen, damit er sich ein bisserl erwärmt.

Hat alles perfekt gepasst.

7. + 8. März

Gestern hat uns ein Türke am Gürtel eine formidable Thunfischpizza zubereitet. - Ja, ich weiß. Ich hab eh mit mir gerungen. Aber zweimal im Jahr gönne ich mir Thunfisch. Sonst gibts an Seefisch eh nur Sardinen, und die nur alle paar Wochen.

Heute aber wieder zurück zum Kürbis. Es gab Kürbis mit Butterbröseln. Den Kürbis habe ich wieder geschält, aber diesmal in mundgerechte Stücke geschnitten und in Salzwasser bissfest gekocht.

Währenddessen habe ich in einer Pfanne Butter zerlassen, so etwa 2 Deka, und darin eine Handvoll Semmelbrösel goldgelb geröstet. Auf zusätzliche zerlassene Butter habe ich verzichtet. Hat trotzdem gut geschmeckt. Ach ja: vor dem Essen solltet ihr den Kürbis nachsalzen. Ich habe auch schon versucht, die Brösel zu salzen, aber mit diesem Ergebnis war ich damals nicht sonderlich zufrieden.

9. + 10. März

Am Freitag habe ich mich organisationsbedingt wieder extern versorgt. Aber am Samstag wurde zu Hause gekocht, und zwar Rindfleisch, Kochsalat mit Erbsen und Erdäpfelschmarrn.

Das Fleisch haben wir zusammen mit einem Markknochen, Suppengemüse und einem Lorbeerblatt in Salzwasser stundenlang weich kochen lassen.

In der Zwischenzeit haben wir zwei Happerl Salat (im Sommer könnt ihr aus dem eigenen Gemüsebeet auch solchen nehmen, der schon ein bisserl im Schießen ist) in Salzwasser blanchiert und abgeschreckt, dann fein geschnitten. Die Erbsen haben wir gleich im selben Wasser bissfest gekocht (oder, praktischerweise, fertig aus dem Tiefkühler genommen). Dann haben wir ausnahmsweise aus Butter und Mehl eine Einbrenn gemacht (die Butter zerlassen, nicht zu heiß werden lassen, dann gleiche Menge Mehl einstreuen und dann rühren, rühren und rühren!), den Salat und die Erbsen dazugegeben und gewürzt. Wir mit Salz und Pfeffer, aber Knoblauch ist sicher auch kein Fehler, oder Muskatnuss.

Für den Erdäpfelschmarrn haben wir eine Portion Erdäpfel, Mehlige und Speckige gemischt,  weich gedämpft, geschält und in einer Pfanne mit heißem Öl, in dem ein Zwiebelhapperl angebraten wurde, zerdrückt. Dann weiter anbraten, je nach gewünschtem Bräunungsgrad. Und salzen nicht vergessen. Theoretisch könntet ihr hierfür auch Speck schneiden und in der Pfanne auslassen und den Schmarrn darin braten.

11. März

Damit das heute auch tatsächlich ein Sonntagsmenü wurde, habe ich vorsorglich einen Mitesser eingeladen. Und dann eine Selleriecremesuppe und Marillenknödel serviert.

Für die Suppe habe ich ein ordentliches Stück Sellerie und zwei Erdäpfel geschält und klein geschnitten und in eher wenig Salzwasser zusammen mit einem Lorbeerblatt und ein paar getrockneten Knoblauchzeherl weich gekocht. Dann das Lorbeerblatt entfernen und den Rest pürieren und mit Milch oder Obers verdünnen. Eventuell pfeffern.

Als - etwas gewöhnungsbedürftige - Suppeneinlage habe ich gekeimte Sojabohnen verwendet. Die baue ich im Gemüsebeet an und ernte jedes Jahr eine Handvoll Samenüberschuss. Die Bohnen lassen sich einigermaßen gut keimen. Das Lästige ist, dass die Haut der Bohnen schlitzig und schwarz wird und (von jeder Bohne einzeln) entfernt werden muss. Da bin ich wieder froh, dass ich nicht für eine sechsköpfige Familie kochen muss. Jedenfalls habe ich die Bohnen eine Woche lang gekeimt (zuerst ein paar Stunden einweichen, aber danach nur mehr spülen und das Wasser abgießen, und das mehrmals täglich - die Bohnen bzw. Keimlinge sollen nur feucht, aber nicht nass sein), zwischendurch die Haut entfernt und heute einige Minuten in Salzwasser gekocht. Nicht roh essen, die Dinger!

Für die Marillenknödel habe ich mein übliches Rezept für einen Topfenteig genommen und ein bisserl gestreckt, damit keiner hungern muss hier. Original sind es 25 Deka Topfen, 12 Deka Mehl, 6 Deka Butter, ein Ei, eine Prise Salz und eine Handvoll Grieß, die zu einem Teig verarbeitet werden, der dann eine Stunde gekühlt ruhen muss und danach in kleinen Portionen um Marillen (oder Zwetschken oder was sonst halt da ist) gewickelt wird. Das geht am besten mit bemehlten Händen, sonst pickt das Zeug gnadenlos.

Die Marillen habe ich im Sommer eingefroren, und zwar so, dass ich immer soviele rausnehmen kann, wie ich gerade brauche. Im Winter ist das ein Labsal, so eine kulinarische Erinnerung an den Sommer ...

Aber ich schweife ab. Die Knödel werden in Mehl gewälzt und in siedendem Salzwasser gekocht. Wenn sie vom Boden aufsteigen: habt ihr frische Früchte verwendet, könnt ihr die Knödel rausnehmen. Waren es Tiefkühlfrüchte, dann noch zwei Minuten sieden lassen.

Ich serviere die Knödel in Butterbröseln, also Semmelbröseln, die in Butter goldgelb geröstet wurden.

12. März

Heute waren wir wieder zwei beim Mittagessen, und weil der Nachbar mir eine Scheibe vom Meterkürbis geschenkt hatte, wurde es Pasta mit Currykürbis.

Die übliche Prozedur ist, dass ich die Teigwaren (diesmal waren es Spiralen) koche und in der Zwischenzeit die Sauce mache. Nämlich habe ich wieder ein Eckerl vom Mangalitzaspeck klein gewürfelt und bei mittlerer Hitze im Reinderl ausgelassen. In dieses Fett habe ich einen Teelöffel vom Curry Oriental und ein fein geschnittenes Zwiebelhapperl gegeben und beides angebraten. In der Zwischenzeit habe ich mit dem Sparschäler Streifen vom Kürbis gehobelt und den dann nach ein paar Minuten dazugegeben. Salzen, durchrühren, braten. Nach weiteren fünf Minuten einen Schuss Obers dazugeben, alles einmal aufkochen, dann vom Herd nehmen und die Sauce ein paar Minuten durchziehen lassen, bevor sie über die Pasta gegeben und mit den restlichen Sojakeimlingen und geriebenem Parmesan verziert wird.

13. + 14. März

Gestern habe ich die Messe besucht und mir gezielt Kraftnahrung zugeführt, damit ich die ewige Hatscherei überstehe. (Dabei war der Großteil der Möbel sowieso grottenhässlich.)

Heute aber habe ich wieder gekocht, und zwar ein Fisolen-Erdäpfel-Gröstl. Oh, war das gut.

Schon in der Früh habe ich vier Erdäpfel weich gedämpft und geschält und ein Packerl Prinzessbohnen aus dem Tiefkühler genommen. (Das sind ganz junge, dünne, zarte Fisolen, die ich im ganzen blanchiere und einfriere.). Das vorletzte Stückerl vom Mangalitzaspeck habe ich mittags dann klein gewürfelt und in der Pfanne bei mittlerer Hitze ausgelassen. In das Fett kam dann ein grob geschnittenes Zwiebelhapperl hinein und wurde glasig gedünstet.

Die Erdäpfel wurden in mundgerechte Würfel geschnitten und dazugegeben und ein bisserl angebraten, dabei habe  ich gesalzen und mit Osmanischer Gewürzmischung gewürzt. Zum Schluss noch die Fisolen untergehoben und erhitzt.

15. + 16. März

Gestern hat der Elch für mich gekocht, die obligaten Fleischbällchen mit Erdäpfeln, Sauce und Preiselbeeren. Tja, hin und wieder darf auch Junk Food sein ...

Heute habe ich die Nachbarin im Garten getroffen, die hat gerade ihre Topinambur geerntet. (Exkurs: die sind wirklich pflegeleicht: sind einerseits nicht umzubringen und können andererseits den Winter über in der Erde belassen und nach Bedarf geerntet werden - faules Gärtnerinnenherz, was willst du mehr?) Sie hat mir dankenswerterweise eine große Knolle abgetreten, und ich habe eine unglaublich ausgiebige Topinamburcremesuppe damit gekocht.

Nämlich habe ich die Knolle unter Wasser gut abgebürstet und gespült. Außerdem habe ich zwei mehlige Erdäpfel und ein Stück Kürbis geschält. Das wurde alles in kleine Würfel geschnitten und in Salzwasser mit einem Lorbeerblatt weich gekocht. Dann wie üblich weiter: Pürierstab hineingehalten, den Rest vom Schlagobers eingerührt und nachgewürzt. Das Püree war so dick, dass ich die Suppe mit zwei Handvoll Semmelwürferl und einem Schuss Kernöl als Hauptspeise gegessen habe.

17. März

Überbackene Schinkenfleckerl werden es heute.

Dafür werden jede Menge passender Teigwaren (also: Fleckerl) gekocht. In der Zwischenzeit wird ebenfalls jede Menge Schinken (oder irgendwelche Fleisch- und Bratenreste, je nach Vorrat) in fleckerlgroße Stücke geschnitten. Wer will, kann auch ein halbes Zwiebelhapperl fein schneiden und in einem Löffel Butter glasig dünsten und auskühlen lassen. 

Alle Zutaten werden dann vermischt und gut gewürzt. (Theoretisch wäre auch jetzt schon das Essen fertig, wenn ihr hungrig und anspruchslos seid.)

Wenn noch Zeit ist, könnt ihr, so wie wir, eine Auflaufform mit Butter ausschmieren und die Masse einfüllen und ein bisserl festdrücken. Wir versprudeln dann Milch (oder Rahm oder Obers oder eine Mischung davon - je nachdem, was ihr zuhause habt) mit Eiern, pro Person rechne ich eines, und gießen die Mischung über die Fleckerl. Und weil wir Feinspitze sind (na ja ...), kommt geriebener Käse drauf.

Und dann die Form ins Rohr, bei ca. 190 Grad, und bleibt etwa 20 bis 30 Minuten drin, bis die Masse fest und der Käse ein schönes Krusterl geworden ist. Salat dazu - fertig!