Der Sparküche-Blog.

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1. Jänner

Damit wir 2012 stilecht mit einem Neujahrskonzert beginnen lassen können, habe ich gestern Abend schon zwei Handvoll Bohnen in Wasser eingeweicht. Heute habe ich daraus einen Bohneneintopf mit Polenta gekocht.

Und zwar habe ich zuerst alle aufgehobenen Schwarten vom Weihnachtsschinken mit den Bohnen in Salzwasser weich gekocht (über eine Stunde). Die Schwarten werden später in einer Suppe weiter gekocht, die Bohnen hab ich abgeseiht.

In einem separaten Reinderl habe ich ein bisserl Speck, klein geschnitten, mit zwei Schalotten angebraten, dann mit Salz und Osmanischer Gewürzmischung gewürzt und zwei kleine Karotten, auch klein geschnitten, dazugegeben. Nach kurzem Anbraten habe ich mit ein paar Esslöffeln vom Bohnenkochwasser aufgegossen, die Hitze reduziert, zugedeckt und einige Minuten köcheln lassen. Dann kamen die Bohnen dazu (bis auf einen kleinen Rest, der später in die Suppe kommt). Ich habe gut durchgerührt und einige Scheiben Polenta draufgelegt, das Reinderl vom Herd genommen und zugedeckt die Polenta ein bisserl angewärmt.

Und dann wars fertig, das Neujahrsessen meines dritten Blogjahres

2. und 3. Jänner

Fastfood. Das fängt ja wieder gut an.

Wobei, meine Kleine kann sich festfressen in sowas. An einem Naturschnitzerl kaut sie stundenlang vergeblich, aber von einem Döner abbeißen, das Zeug runterputzen und schon wieder die Zähne ausfahren ist eine Geschichte von wenigen Sekunden.

Ich verstehs auch nicht.

4. Jänner

Heute war das Fastfood wenigstens selbstgemacht, weil nämlich essfertig aus dem Tiefkühler geholt: Nudeln mit Gemüse.

War recht sommerlich, mit Zucchini, Paradeisern, Zwiebeln, Karotten und einem kleinen Teil von einem Mini-Kukuruzkolben, den ich damals im ganzen gekocht und dann in Scheiben geschnitten hatte. Eine Art überdimensioniertes Maiskölbchen also.

Ich habe meinen Teil mit ungarischem Teufelszeugs verschärft, wir haben alles aufgegessen.

Den Rest Polenta hab ich immer noch im Kühlschrank, hoffentlich fällt mir morgen dazu was ein ...

5. Jänner

Dass ich mit dem Bloggen im Hintertreffen bin, liegt diesmal an der Heimtücke der Technik. Bleibt mir gewogen bitte!

Wo ich doch zwar heute nur die Polenta verwertet habe, aber wieder mal so richtig einkaufen war und die folgenden Tage ordentlich gekocht hatte!

Also: heute musste die Polenta weg, bevor die von selber davonlaufen konnte. Also habe ich ein Stück vom Mangalitzaspeck (frau gönnt sich ja sonst nix, ähem) in dünne Streifen geschnitten und sie im beschichteten Reinderl bei mittlerer Temperatur ausgelassen. Das ergab genügend Fett, um die restliche Polenta, in kleine Würfel geschnitten, allseitig drin anzubraten. Salz und Pfeffer kamen auch noch drüber, und dann drei Eier. Dann wurde alles gut verrührt, das Reinderl von der Hitze genommen und die Eier durften stocken.

Vor dem Servieren hab ich noch ein bisserl gehackte Dille draufgestreut und das ganze mit Brot serviert. Ist gut angekommen und wurde restlos verputzt.

6. Jänner

Als erstes hab ich die Hühnerleber weggearbeitet, zu (StammleserInnen kennen das schon) Hühnerleberpfanne nach Art der Sparköchin. Und das geht so schnell!

Zuerst den Reis auf den Weg gebracht, eh wie immer. Dann wieder die Speckstreifen ausgelassen und in dem Fett die Leber allseits scharf angebraten, das waren etwa 25 Deka. Dann  ca. 20 Deka grob geschnittener Schalotten dazu, ebenfalls angebraten und zwei Minuten gebrutzelt. Dann ein großer gewürfelter Apfel dazu, weitergebraten, und dann mit Salz, Pfeffer und Rosmarin gewürzt.

Nach weiteren zwei Minuten habe ich ein bisserl vom großen Glas mit den gekochten Paradeisern dazugegossen, die Hitze reduziert und noch kurz durcherhitzt, bevor ich die Leber mit dem Reis serviert habe.

7. Jänner

Was ich gestern nebenbei noch geschmurgelt habe, aber wir heute erst gegessen haben, war eine Sauce Bolognese - mit Couscous von letztens.

Dazu habe ich ein großes Zwiebelhapperl fein geschnitten und wieder mal im ausgelassenen Speck angebraten. Dann kam ungefähr ein halbes Kilo Rindsfaschiertes dazu und brutzelte auch erst mal ordentlich. Dazu kamen ein Löffel Salz, Pfeffer, eine Prise Oregano, zwanzig zerbröselte Rosmarinnadeln und ein Lorbeerblatt. Und der große Rest von den gekochten Paradeisern mit einem Esslöffel Zucker.

Ich hab die Hitze reduziert, den Deckel draufgetan und alles köcheln lassen, während ich den Rest vom Gemüse geschnippelt habe und nach und nach dazugetan habe. Das war nicht viel - ein paar von meinen Karotten und ein Stück Sellerie -, aber weil sich das Gemüse noch im Urzustand befand, war allein schon das Putzen ein ziemlicher Tschoch, nicht zu reden von der Schnipslerei.

Als endlich alles drin war, hab ich mit Wasser aufgegossen, bis alles knapp bedeckt war, die Hitze nochmals reduziert und dann einfach noch zwei Stunden auf dem Herd belassen.

Ui, war das schmackhaft! Zwei Portionen hab ich eingefroren, den Rest haben wir eben mit dem Couscous gegessen.

8. Jänner

Die heutigen Apfelspalten habe ich nicht selbst fabriziert, hätte mir aber kaum Schwierigkeiten bereitet, außer dass ich die Menge an Öl, in der die rausgebacken werden wollen, nicht verschwenden wollte. Vorher gab es übrigens eine cremige Erdäpfelsuppe. In dieser wurden auch die Schwarten des Weihnachtsschinkens und des Mangalitzaspecks mitgekocht - aber das nur nebenbei.

Für die Apfelspalten wird ein etwas dickerer Palatschinkenteig bereitet, aus einem Ei, 1/8 l Milch, einer Prise Salz, einem Löffel Zucker und hinreichend Mehl eben. Dieser Teig wird zur Seite gestellt und sich mit den Äpfeln beschäftigt.

Diese werden geschält und entweder in Scheiben oder in Spalten geschnitten, und jedenfalls muss das Kerngehäuse weg - wie immer ihr das hinkriegt, mit Spezialwerkzeug, vorsichtiger Schnipslerei oder sonst einer Idee, die mir noch nicht eingefallen ist.

Diese Äpfel werden dann in den nochmals durchgerührten Teig getaucht und in einem halben Zentimeter erhitzten geschmacksneutralen Öls beidseitig herausgebacken. Wer will, streut bei Tisch Zucker und/oder Zimt drüber.

 

9. Jänner

Heute wars schon wieder vorbei mit dem Kochen, aber nur deshalb, weil ich um die Mittagszeit einen dringenden Termin hatte.

Für morgen hab ich vom Hendlfutter ein bisserl vom endgültig letzten Jägersalat der Saison gerettet, da werde ich etwas drumherum kochen. Müssen.

10. Jänner

Die letzten Pflanzen vom Chinakohl waren so schön, dass ich sie heute gewaschen und in schmale Streifen geschnitten habe. Die Hälfte davon habe ich heute für Pasta mit Chinakohl verwendet, den Rest werde ich morgen verkochen.

Für die Pasta habe ich einen Rest Hörnchen gekocht. In der Zwischenzeit habe ich wieder ein paar Speckstreiferl ausgelassen (der wird und wird nicht weniger, irgendwie, der Speck). Dann ist mir ein Rest Schlagobers in die Hände gefallen, der kam auch gleich dazu, und danach der Chinakohl, Salz und ein halber Teelöffel Teufelszeugs (ihr wisst schon, die ungarische Chilipaste).  Außerdem hab ich mit ein paar Esslöffeln vom Nudelkochwasser angegossen und dann den Deckel draufgegeben und alles ein paar Minuten köcheln lassen.

Zum Schluss hab ich die Hörnchen untergemischt und mit zwei Esslöffeln Parmesan bestreut.

Aus dem Kochwasser werde ich, so habe ich vor, morgen ein Erdäpfelsupperl kochen, damit auch die Schwarten vom Speck wegkommen.

11. Jänner

Die Erdäpfelsuppe habe ich gekocht. Aber auf die Speckschwarte hab ich vergessen. Naja. Jedenfalls hab ich in der Suppe gleich einen riesigen Erdapfel mitgekocht, den brauchte ich für den heutigen Karpfen mit Kräuterkruste.

Den hab ich diesmal folgendermaßen gestaltet: von einer kleinen Auflaufform habe ich den Boden mit Olivenöl bedeckt. Darauf kam die Hälfte des vorgekochten Erdapfels, in dünne Scheiben geschnitten. Darauf wieder der Großteil des geschnittenen Jägersalats von gestern. Darauf die zweite Hälfte des Erdapfels, wie gehabt. Dann hab ich erstmal gesalzen und zwei Stück Karpfen draufgelegt. Und die hab ich mit einer Masse aus einem Rest geraspelten Parmesans, einem gehäuften Esslöffel gehackter Kräuter (Petersil und Dille gibt mein Garten noch immer her), zwei Scheiben weicher Bärlauchbutter (immer gut, wenn eine welche eingefroren hat!) und einer Handvoll Semmelbröseln bedeckt.

Ab ins Rohr, bei 200 Grad Ober- und Unterhitze, für etwa eine Dreiviertelstunde.

Beim Kräuterpflücken habe ich auch eine Handvoll Vogerlsalat mitgehen lassen, den ich mit Balsamico und Kernöl zum Fisch gegessen habe. Die als Nachtisch vorgesehene Orange habe ich leider schon als Vorspeise verzwickt. Also gibts Pfirsichkompott, auch nicht schlecht.

Und weil mir das mit der Speckschwarte keine Ruhe lassen hat, hab ich gerade die Suppe nochmals aufgestellt, die Schwarte hineingegeben und auch gleich zwei mittlere Erdäpfel mitgekocht, die brauch ich für morgen zur endgültigen Resteverwertung.

 

12. Jänner

Das ist der Plan: Grenadiermarsch mit Kompott, und vorher der Rest vom Jägersalat mit Balsamico und Kernöl.

Geht beides schnell, weil schon alles da ist. Der Salat wird gesalzen und mariniert. Für den Grenadiermarsch zerlasse ich im Reinderl einen Esslöffel Schmalz und dünste ein zerschnittenes Zwiebelhapperl drin glasig. Und ich schneide die Erdäpfel von gestern in dünne Scheiben hinein. Die werden angebraten, bevor der Rest der Hörnchen von vorgestern dazukommt und ebenfalls erhitzt wird.

Dann wird gesalzen und mit Osmanischer Gewürzmischung mild gewürzt. Grenadiermarsch kam bei uns, als ich Kind war, traditionell ohne Fleisch(reste) auf den Tisch, und mir wurde als Beilage Kompott ankonditioniert. Es gibt Schlimmeres.

13. Jänner

Die vielbeschäftigten Freitage ziehen sich irgendwie durch. Deshalb war es gut, von der Erdäpfelsuppe genug gekocht zu haben. Und nachher ist sich noch eine Portion Grießkoch ausgegangen.

Aber mehr auch schon nicht.

14. Jänner

Heute haben wir uns eine Portion Sommer auf die Teller geholt, mit einem Melanzani-Gemüsetopf mit Reis. Vorher haben wir den Rest der Gemüsesuppe verputzt und nachher haben wir uns eine Nachspeise gegönnt. Schokolade für die Kleine, Hollerkoch mit Joghurt für mich.

Schon in der Früh habe ich einen Becher mit Melanzani-Würfeln aus dem Tiefkühler genommen. Mittags habe ich zuerst den Reis zugestellt und dann den Boden des zweiten Reinderls mit Olivenöl bedeckt und ein paar Rosmarinnadeln hineingebröselt. Dann habe ich ein Zwiebelhapperl grob geschnitten und glasig gebraten. Danach kam die Melanzani dazu und wurde mitgebraten. Zum Schluss noch ein kleines Glas gekochter Paradeiser drüber und Salz, und dann den Deckel drauf und bei geringer Hitze ein bisserl schmurgeln lassen.

Und dann war der Reis auch schon fertig.