Der Sparküche-Blog.

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1. November

Am heutigen Feiertag habe ich das neue Rezept von letztens auf allgemeine Tauglichkeit überprüft. Und Karpfenfilets im Gemüsebett mit Käse-Kräuter-Kruste auf den Tisch gebracht. War eine gute Idee: brachte die vorhandenen Reste diskret unter und schmeckte wieder überraschend gut.

Ich hatte nämlich einen kleinen Chinakohl aus eigener Ernte, der hatte aber so gut wie kein "Herz", sondern fast nur grüne Blätter, mit ziemlich unsympathischen Härchen drauf. Die kannst im Grunde nur kochen, außer du bist SM-SympathisantIn. Also hab ich den geschnitten und eine Minute überkocht, und vier Minikarotten auch gleich.

Dieses Gemüse habe ich in eine gut mit Butter ausgestrichene Form getan, eine Handvoll herbstlicher Kirschparadeiser drübergestreut und dann drei kleine Stücke vom Karpfen draufgelegt, Haut nach unten - bzw. waren zwei der drei Stücke Milchner.

Auf den Fisch habe ich eine Paste aus weicher Butter, Semmelbröseln, gehackten Kräutern (Schnittlauch, Petersil, Rosmarin), geriebenem Parmesan, Salz und Pfeffer geschmiert. Dann kam alles bei 200 Grad für eine halbe Stunde ins Rohr, Ober- und Unterhitze. - Wir haben nicht einmal eine Beilage dazu gebraucht!

1.11.11 12:39, kommentieren

2. November

Heute ziehen wir den Heiligen Martin vor und gehen ein ordentliches Martiniganserl essen. Traditionell mit Rotkraut, Preiselbeeren und Erdäpfelknödeln.

Vorher kredenzt der Wirt allerdings die Ganslleber in Form einer Pastete mit geröstetem Brot und danach eine Ganslsuppe.

Und nachher werden alle Beteiligten ein Nickerchen brauchen, denke ich.

Zur Leberpastete fällt mir übrigens ein simples Rezept ein: wenn nämlich ein Stück gebratener Leber übrigbleibt, könnt ihr diese klein schneiden, mit dem Bratöl, einem zerkleinerten gekochten Ei und vielleicht ein bisserl gehacktem Zwiebel vermengen. Mit Salz und eventuell Rosmarin würzen und genießen.

1.11.11 12:46, kommentieren

3. November

Heute war viel Arbeit, deshalb muss ich mich entschuldigen: ich habe eine Pizza verdrückt. Aber allen, die ich mit meinen Schilderungen vom Heiligenstriezel erstaunt habe, gebe ich hier mein Rezept dafür.

Ich lasse alle Zutaten für den Germteig zimmerwarm werden, das hat sich bewährt. Wenn das soweit ist, verrühre ich einen halben Würfel Germ mit einem Teelöffel Zucker, bis das ganze flüssig ist. Dann gebe ich ein paar Esslöffel Mehl dazu und soviel Milch, dass eine zähflüssige Masse entsteht. Dieses Dampfl lasse ich dann aufs Doppelte aufgehen.

In der Zwischenzeit gebe ich in eine große Schüssel eine Prise Salz, einen halben Kilo Mehl, 6 Deka Butter, 12 Deka Zucker, ein bis zwei Eier und eventuell geriebene Zitronenschale. (Solltet ihr Rosinen hinein tun wollen: knetet zuerst den Teig fertig, streut dann die Rosinen auf die Arbeitsfläche und arbeitet sie ein.) Da drauf kommt das Dampfl, dann wird alles verrührt, wechselt schließlich auf die Arbeitsfläche und wird zu einem weichen, aber formbaren Teig geknetet, bis dieser Blasen wirft. Dann kommt er in die Schüssel zurück, wird mit einem Tuch bedeckt und rastet an einem warmen Ort, bis er aufs Doppelte aufgegangen ist.

Danach wird er noch einmal ordentlich zusammengeschlagen und schließlich in drei Teile geteilt, aus denen Stränge geformt werden, die zu einem Striezel geflochten werden. Dieser ruht dann wieder, bis er aufs Eineinhalbfache aufgegangen ist. Dann wird er, schließlich ist Allerheiligen,  mit Ei bestrichen und mit Hagelzucker oder Mandelblättchen bestreut und bei 160 Grad Ober- und Unterhitze etwa eine halbe Stunde goldbraun gebacken.

3.11.11 21:39, kommentieren

4. November

Bei der heutigen Fortbildung hat der Vortragende etwas höchst Löbliches getan: er hat die Mittagspause gehörig verkürzt und damit auch die Gesamtlaufzeit der Schulung.

Was zur Folge hatte, dass das Mittagessen aber sowas von entfallen ist. Ein Packerl Sushi in Rekordzeit inhaliert (und einmal zuviel Wasabi erwischt - au!) und das wars.

5.11.11 20:53, kommentieren

5. November

Dafür hats heute Marmeladepalatschinken gegeben, zur allseitigen Freude.

Aus einem Vierterl Milch, einem Ei, einer Prise Salz und etwa 10 Deka Mehl habe ich einen Teig gesprudelt und diesen eine halbe Stunde stehenlassen.

Dann habe ich nochmals kräftig durchgerührt. Der Teig war mir etwas zu fest, also habe ich mit ein paar Tropfen Milch nochmals verdünnt. Dann hab ich im Pfanderl ein kleines Patzerl Schmalz erhitzt, ein bisserl was vom Teig reingegossen, dünn ausgestrichen und so lange backen lassen, bis der Teig "trocken" war. Dann umgedreht, noch eine knappe Minute auf der anderen Seite backen lassen und raus damit. Und so habe ich acht kleine Palatschinken fabriziert

Die Marillenmarmelade hat nur für zwei Palatschinken gereicht, den Rest haben wir mit Powidl verdrückt.

5.11.11 20:59, kommentieren

6. November

In meinem Kühlschrank steht seit längerer Zeit ein Packerl Kokosmilch, das seine besten Zeiten auch schon länger hinter sich hat. Von gestern ist gekochtes Beinfleisch da, und ein Kürbis muss dringend weg. Das werde ich alles zu einem Sonntagsmenü komponieren: Rindsuppe mit Gemüse und Beinfleisch mit Kürbis in Kokosmilch.

Das Beinfleisch und das Suppengemüse werden in der Suppe aufgewärmt. Und ein Viertel von einem weißen Flaschenkürbis schneide ich in mundgerechte Würfel. In einem Reinderl erhitze ich ein Achterl Kokosmilch mit Salz, dann kommen die Kürbiswürfel rein und werden bei geringer Hitze drin zugedeckt weich gedünstet.

Und in meine Portion rühre ich noch eine Messerspitze von dem ungarischen Teufelszeugs hinein, weil dem Kind diese Schärfe nicht zuzumuten ist.

6.11.11 16:17, kommentieren

7. November

Das "sparen" im Begriff Sparküche bezog sich heute vor allem auf Zeit und Arbeit. Ich habe nämlich die Reste des herrlichen Beinfleischs von gestern mitsamt der Suppe und sämtlichem Suppengemüse einfach als Tellerfleisch gegessen.

Aber morgen koche ich mir was Gutes, denn gestern habe ich tatsächlich von zwei Blüten je drei Safranfäden ernten können. Der will verwertet werden!

9.11.11 08:39, kommentieren

8. November

Genau. Nämlich ein Kürbisrisotto ist es geworden.

Dafür habe ich - weil ich jetzt nämlich weiß, dass die Inhaltsstoffe des Safran vor allem fettlöslich sind - einen Esslöffel vom Hühnerschmalz erhitzt und darin die Fäden angedünstet. Dann kam ein sehr kleines geschnittenes Zwieberl dazu, und als das glasig war, dann etwa 15 Deka Rundkornreis. Den habe ich ein paar Minuten angeröstet und dann mit heißem Wasser aufgegossen - auf das Ablöschen mit Madeira hab ich heroisch verzichtet. Salz und Pfeffer dazu, gut durchgerührt und einige Minuten zugedeckt köcheln lassen.

In der Zwischenzeit habe ich den Rest vom Flaschenkürbis in kleine Würfel geschnitten, drei Esslöffel Parmesan gerieben und ein bisserl Petersil gehackt.

Dann hab ich wieder nach dem Reis geschaut und hin und wieder heißes Wasser nachgegossen, immer nur soviel, dass der Reis grad gut bedeckt ist. Der hat dann langsam auch die typische hellgelbe Farbe angenommen. Als der Reis fast soweit war, hab ich die Kürbiswürfel dazugegeben und ein paar Minuten mitschmurgeln lassen.

Auf dem Teller dann mit dem Käse und Petersil bestreut - eine Symphonie in hellgelb.

9.11.11 08:45, kommentieren

9. November

Anfang November vom eigenen Gemüsebeet Salate, Radieschen und die letzten Paradeiser ernten zu können, ist für mich wahrer Luxus. Den nutze ich heute, um gebratene Nudeln mit Gemüse zu essen.

Während die Teigwaren al ponte kochen, brate ich in zwei Esslöffeln Hühnerschmalz (damit das endlich wegkommt) ein geschnittenes Zwiebelhapperl an. Und dann kommt Gemüse des Tages dazu. Heute sind das kleine Triebspitzen vom Brokkoli, in Streifen geschnittene grüne Außenblätter vom Chinakohl und ebenfalls in Streifen geschnittene Karotten. Das brät dann alles zwei oder drei Minuten gut durch, und danach kommen die rötesten von den letzten Paradeisern, zerkleinert, dazu.

Jetzt wird gewürzt, was das Zeug hält. Mindestens Salz und Pfeffer, vielleicht fällt mir noch was Nettes in die Hände. Rosmarin zum Beispiel. Oder aber auch die ägyptische Gewürzmischung. Dann kommen die gekochten Teigwaren dazu, durchmischen, fertig.

Und, weil es ihn ja zuhauf gibt, einen grünen Salat dazu.

(aus den weniger roten und den grünen Paradeisern mach ich ein Chutney, nach dem Familienrezept, das irgendwo im September steht ...)

9.11.11 08:52, kommentieren

10. November

Akuter Schlafmangel hat heute meine Kochpläne durchkreuzt. Die Nudeln "Jägerin Art" müssen auf morgen warten und wurden kurzfristig durch ein Leberkässemmerl ersetzt.

Gestern habe ich euch übrigens reinlassen, unabsichtlich. Weil ich während des Kochens nämlich draufgekommen bin, dass der Chinakohl doch nicht so gut zur Komposition passen würde. Deshalb habe ich ihn einfach weggelassen und mir fürs nächste Mal eben die "Jägerin Art" vorgenommen. Gewürzt habe ich gestern übrigens mit so einem kleinen Flascherl Sojasauce, die den Sushi-Boxen immer beigepackt sind, ähem.

10.11.11 20:27, kommentieren

11. November

Aber heute hält mich nix mehr davon ab, die Fusilli Jägerin Art zu kochen!

Hierfür habe ich schon eine Stunde vorher eine Handvoll getrockneter Steinpilze in heißem Wasser eingeweicht. Und jetzt schneide ich ein paar Deka Jausenspeck in feine Streifen und geb die ausnahmsweise ins beschichtete Pfanderl und erhitze sie, bis das Fett ausgelassen und der Rest angebraten ist.

Dann kommt noch ein geschnittenes kleines Zwieberl dazu und ein Haufen vom in Streifen geschnittenen Chinakohl. Das wird beides schön angedünstet und gesalzen, dann kommen die Schwammerl mitsamt dem Einweichwasser dazu, pfeffern, durchrühren, zugedeckt ein paar Minuten köcheln lassen. Wenn ihr wollt (ich tu es nicht, aber ihr könnt ruhig!), gebt am Schluss noch eine Handvoll Kirschparadeiser dazu.

Dann jedenfalls kommen die Nudeln von vorgestern hinein und werden untergemischt. Eventuell geriebener Käse drüber - fertig!

10.11.11 20:34, kommentieren

12. November

Bei Durchsicht der gelagerten Kürbisse fiel mir auf, dass der Keulen-Zucchini schon zu leiden beginnt. Da musste ich rechtzeitig gegensteuern und ihn schlachten. Die Verwertung wird sicher eine Woche dauern, so groß, wie der ist. Heute habe ich erst einmal mit Zucchinipuffer mit Erdäpfeln und Kräuterjoghurt begonnen.

Und zwar habe ich ein paar Erdäpfel mit dem Einsatz weich gedämpft. Derweil die im Reinderl waren, hab ich ein Stück von der Keule geschält und grob geraspelt, mit einem Zwerghennen-Ei und ein paar Esslöffeln Mehl sowie Salz vermischt und in einer Pfanne mit Sonnenblumenöl beidseitig gebraten. 

Während des Bratens hab ich aus Joghurt, einem Schuss Schlagobers, Salz und einer Kräutermischung - ich konnte Schnittlauch, Petersil, Fenchelgrün und Spuren von Thymian und Oregano aus dem Kräuterbeet zupfen - zur Sauce vermischt.

Dass mir das alles in einer halben Stunde gelungen ist, hat vor allem meine außerordentlich hungrige Mitesserin erfreut.

12.11.11 13:15, kommentieren

12. November

Bei Durchsicht der gelagerten Kürbisse fiel mir auf, dass der Keulen-Zucchini schon zu leiden beginnt. Da musste ich rechtzeitig gegensteuern und ihn schlachten. Die Verwertung wird sicher eine Woche dauern, so groß, wie der ist. Heute habe ich erst einmal mit Zucchinipuffer mit Erdäpfeln und Kräuterjoghurt begonnen.

Und zwar habe ich ein paar Erdäpfel mit dem Einsatz weich gedämpft. Derweil die im Reinderl waren, hab ich ein Stück von der Keule geschält und grob geraspelt, mit einem Zwerghennen-Ei und ein paar Esslöffeln Mehl sowie Salz vermischt und in einer Pfanne mit Sonnenblumenöl beidseitig gebraten. 

Während des Bratens hab ich aus Joghurt, einem Schuss Schlagobers, Salz und einer Kräutermischung - ich konnte Schnittlauch, Petersil, Fenchelgrün und Spuren von Thymian und Oregano aus dem Kräuterbeet zupfen - zur Sauce vermischt.

Dass mir das alles in einer halben Stunde gelungen ist, hat vor allem meine außerordentlich hungrige Mitesserin erfreut.

12.11.11 13:30, kommentieren