Der Sparküche-Blog.

Werbung

Gratis bloggen bei
myblog.de

Archiv

1. Oktober

Eingeladen waren wir heute, und zwar auf Gemüsecremesuppe und Germknödel.

Letztere sind zwar Sparküche (und ich hab euch auch schon ein paarmal das Rezept verraten), aber nix für die Singleküche, echt nicht. Morgen koche ich wieder für mich!

2. Oktober

Aus einer Zeitschrift habe ich vor längerer Zeit ein Rezept für Kabeljaufilet mit Kräuterkruste und Spinat herausgerissen. Heute früh habe ich das wieder gefunden und spontan beschlossen, es heute auszuprobieren und zu Karpfenfilet mit Kräuterkruste und Mangold abzuwandeln.

Also habe ich zwei Stück Karpfenfilet aus dem Tiefkühler genommen, und einen Rest Butter auch, das durfte beides zimmerwarm werden.

Dann sind wir in den Garten gegangen, wo ich eine Handvoll Mangoldblätter und ein Sträußerl Kräuter erntete. Wieder zuhause, habe ich den Mangold geputzt und blanchiert, abgeschreckt und grob geschnitten. Dann habe ich eine Portion Reis zum Dünsten aufgesetzt.

Mit einem Eck der weichen Butter habe ich eine Auflaufform ausgeschmiert und den Mangold hineingegeben. Gut verteilt, ein bisserl Wasser angegossen, gesalzen und gepfeffert und die Filets (Hautseite unten) draufgelegt. Dann habe ich eine Masse aus dem Rest Butter, den gehackten Kräutern (Petersil, Thymian, Oregano), einer gehackten Knoblauchzehe, zwei Esslöffeln geriebenem Parmesan und drei gehäuften Esslöffeln Semmelbröseln fabriziert und die auf dem Fisch verteilt.

Ins Rohr damit und etwa eine Viertelstunde gar werden lassen.

3. Oktober

Im Supermarkt hatte ich heute ausnahmsweise Zeit und latschte die Gänge entlang. Das verschafft mir jedes Mal ein gutes Gefühl, wenn ich alle die Dinge sehe, die ich nicht brauche. Vergrößert den Grad an persönlicher Freiheit, finde ich.

Aber beim Gemüse fielen mir die Eierschwammerl in die Augen, und ich erinnerte mich daran, dass ich heuer noch gar keine gegessen habe. Also investierte ich zwei Euro in zwanzig Deka Eierschwammerl (Wahnsinn, eigentlich - vor allem kamen die Dinger aus Litauen, aber das fiel mir erst nach dem Bezahlen auf) und kochte mir geröstete Eierschwammerl.

Ich putzte die Dinger also und briet sie in ordentlich Sonnenblumenöl an, dann kam Salz dazu, und es wurde weitergeröstet. Bei verminderter Hitze. Als ich das Gefühl hatte, die Schwammerl sind durch, hab ich sie vom Herd genommen, gepfeffert und ein Ei drübergeschlagen und eingerührt. Das hat dann in der Resthitze gestockt, und ich hab das Ganze dann mit Brot verspeist.

Irgendwann am Nachmittag ist mir dann bewusst geworden, dass da eigentlich noch geschnittner Zwiebel (zuerst anrösten, dann erst die Schwammerl dazu) und Petersil (aufs fertige Gericht) dazugehört hätte.

Ist mir beim Essen beides nicht abgegangen.

4. Oktober

Leider habe ich es am Welttierschutztag nicht geschafft, vegetarisch zu essen. Bratwürstel mit Erdäpfel-Kürbis-Püree waren opportun.

Fürs Püreee wurden gewürfelte Erdäpfel mit ebensolchem Hokkaido-Kürbis weich gekocht. Dann ein bisserl Schlagobers dazu, Salz und Muskatnuss, und dann mit ganz wenig warmer Milch püriert.

Als Tüpferl kam noch glasig gedünsteter Zwiebel in Ringen drauf. Die meisten Menschen essen den Zwiebel ja lieber knusprig, mich könnt ihr damit jagen.

5. Oktober

Dafür hab ich heute wieder fleischlos gekocht, nämlich eine Gemüse-Reis-Pfanne mit allem, was da war. Inklusive dem Reis-Rest von vor ein paar Tagen.

In vier Esslöffel Olivenöl hab ich einen geschnittenen roten Zwiebel glasig gedünstet, dann eine scheiblierte Selleriestange und Salz und weiter gedünstet. Dazu kamen dann drei gewürfelte Paradeiser und zwei Handvoll gekochte Fisolen und eine Prise gehackter Koriander.

Und dann wurde der Reis untergemischt.

War gar nicht übel.

 

6. und 7. Oktober

Der Mantel des Schweigens kommt wieder zum Einsatz. Ich war unterwegs und habe den ganzen Tag nur Junkfood in mich hineingestopft. Aber morgen ist wieder Schluss mit dieser suboptimalen Ernährung.

8. Oktober

Genau. Heute gab es nämlich, echt selbstgemacht von der Gastgeberin, gefüllte Paprika mit Erdäpfeln und Paradeissauce. Bunte noch dazu, weil der örtliche Supermarkt eine eingeschränkte Auswahl an Gemüse führt. Ich sags ja: es geht nix über den eigenen Gemüsegarten. Die Paradeissauce nämlich kam vom eigenen Beet und mundete hervorragend.

Für die gefüllten Paprika mischt meine Mutter Faschiertes mit gehacktem Zwiebel, Salz und anderen Gewürzen sowie einem Ei und einer eingeweichten, ausgedrückten Semmel. Dann schneidet sie von den Paprikas beim Stiel einen Deckel runter und höhlt die Dinger aus. Dort hinein kommt die Fleischmasse und der Deckel wieder drauf. In ein befettetes Reinderl mit einem halben Zentimeter hoch Wasser werden die Teile hineingeschlichtet und im Rohr bei ca. 190 Grad Ober- und Unterhitze gebraten.

Das dauert etwa eine schwache Stunde, und derweil werden einerseits Erdäpfel weich gedämpft , geschält und zerdrückt und in einer Pfanne mit Öl angebrutzelt und gesalzen. Andererseits werden für die Paradeissauce die Paradeiser zerteilt, ohne Wasser weich gekocht und mit der Flotten Lotte passiert. Dann wird aus Butter und Mehl eine Einbrenn bereitet, mit dem Paradeissaft aufgegossen, ein bisserl eingekocht und mit Salz und Zucker gewürzt.

Die Paprika könnte ich, roh oder essfertig, auch einzeln einfrieren und bei Bedarf aufwärmen oder braten. Ich tendiere zur essfertigen Variante.

9. Oktober

Meine Ansprüche an ein Sonntagsmenü erfülle ich im Moment nicht. Nur eine Hauptspeise und eine Nachspeise sind es heute. Nämlich Bratwürstel mit Quinoa und Jägersalat und nachher ein Kompott.

Die Bratwürstel habe ich halbiert, damit sie ins kleine Reinderl mit Deckel passen, das verringert die Sauerei. Zum Braten habe ich Olivenöl verwendet, ausnahmsweise.

Den Quinoa habe ich weich gedünstet, da war auch nicht wirklich viel dabei. Und gestern habe ich ein Happerl Jägersalat geerntet, na, der ist ein bisserl resch und herb. Trotzdem hab ich ihn in feine Streifen geschnitten und mit einer Marinade aus Essig, Wasser, Zucker und Salz vermengt. (Öl werden wir heute nicht gesondert drauf brauchen ...). Als farblichen Kontrast habe ich noch einen gelben Paradeiser (den vorletzten für heuer) gewürfelt und drübergegeben.

Übers Holler-Zwetschken-Kompott kommt ein Schuss Schlagobers, das ist dann der Sonntagsanteil an der Mahlzeit.


10. Oktober

Eigentlich wäre es ein Heimspiel geworden: den Quinoa von gestern mit ein bisserl gebratenem Gemüse vermischen, fertig. Dann allerdings sprang mich der frisch gewachsene Mangold förmlich an, ich dachte an die  frischen Eier im Kühlschrank und, zack!, bildete ich mir ein, ich müsse Ravioli mit Mangold-Feta-Fülle  kochen.

Heimgekommen, pressierte es zeitmäßig gewaltig. Also ein Ei mit 10 Deka Mehl zu einem festen, aber glatten Teig verknetet. Während der rastete, habe ich den Mangold blanchiert und geschnitten und mit Schafskäse und  Pfeffer verbröselt. Und ich habe ein Stück Butter ins Reinderl getan und Parmesan gerieben.

Dann war der Teig soweit und wurde durch die Nudelmaschine gedremmelt. In größeren Abständen je ein Löfferl Fülle drauf, einen zweiten Fleck Nudelteig drüber, rund um die Fülle festgedrückt und mit dem Teigrad in Ravioli zerschnitten.

Die hab ich in Salzwasser ein paar Minuten gekocht, auf dem Teller mit Parmesan bestreut und mit zerlassener Butter beträufelt.

Der Quinoa wartet im Kühlschrank auf seinen Einsatz.

11. Oktober

Der Quinoa wartet weiter, denn heute hab ich mich beim Besuch verplaudert und musste dann gach essen gehen. Nie würde ich das für mich selber kochen, geschweige denn für Gäste, aber vielleicht kann ich ja euch den Mund wässrig machen, mit einer Anleitung für Kürbis Cordon Bleu mit Sauce Tatare.

Es handelte sich um zwei dünne viereckige Scheiben eines festen Kürbis, zwischen denen je eine Scheibe Schinken und Käse versteckt war. Drumherum war das ganze wie ein Schnitzerl mit Mehl, Ei und Bröseln paniert. Wie das Zeug beim Panieren - sowie schon ärger für mich als die Mathe-Matura - zusammenhält, habe ich in der Runde diskutiert, aber wir sind auf kein brauchbares Ergebnis gekommen. Da müsst ihr selber experimentieren. (Nein, den Wirtshauskoch fragen wollte ich nicht. Der hätte mir vielleicht gesagt, er kauft das Zeug fertig, und ich wollte mich nicht desillusionieren lassen.)

Das ganze war jedenfalls in Öl herausgebacken und wurde mit einer Fertigsauce serviert. Die wäre allerdings auch hauszumachen, indem eine Mayonnaise mit gehackten Kapern, Essiggurkerln, Eiern, Schnittlauch sowie Salz und Pfeffer vermengt.

12. Oktober

Gemüse, Gemüse, Gemüse. Von überall ein bisserl, also ein Gemüseeintopf mit Quinoa (länger hätte der auch nimmer warten wollen).

Für den Gemüseeintopf habe ich ein bisserl Butter im Reinderl zerlassen und drei geschnippelte Karotten und einen roten Zwiebel, auch geschnitten, drin angebrutzelt. Dann habe ich einen gewürfelten Mini-Kohlrabi und eine Handvoll frischer Bohnen dazugegeben und ein paar Sellerieblätter, nur zum Mitkochen.

Mit Wasser aufgegossen, bis das Gemüse bedeckt war, und zehn Minuten geköchelt. Dann habe ich einen geschnittenen Paradeiser untergemischt und eine Handvoll blanchierten, geschnittenen Mangold. Also die Stiele, nicht die Blätter.

Und dann noch ein paar Minuten köcheln lassen, die Sellerie wieder rausgefischt, dafür gehackte Kräuter (Petersil und Schnittlauch) hinein und mit dem, ebenfalls mit Butter, aufgewärmten Quinoa verspeist.

Nachträglich betrachtet, hätte ein Lorbeerblatt oder eine Handvoll getrockneter Schwammerl auch keinen Schaden angerichtet.

13. + 14. Oktober

Ihr merkt es schon: aufgrund verschiedener Umstände komme ich derzeit nicht regelmäßig zum Kochen.

Weil ich aber nicht schon wieder eine Blogpause einlegen will, schreibe ich euch zumindest, was ich gegessen habe. Vielleicht inspiriert euch das ja zu eigenen Kreationen.

Gestern war es eine Bauernente mit Rotkraut (herrlich!) und Erdäpfelknödeln, zum Glück mit reichlich Preiselbeerkompott dabei.

Heute war es schon wieder ein Knödel, fällt mir gerade auf. Allerdings ein Semmelknödel zum Beuschel.

Der Kühlschrank ist aber, weil ich ja immer glaube, dass ich doch selber was kochen kann, erschreckend voll. Daher bemühe ich mich, fürs Wochenende genug Zeit freizuschaufeln, um mich wieder selbst an den Herd stellen zu können. Man wird sehen.

15. - 17. Oktober

Am Samstag war es eine Mischung aus allerhand. Nämlich gratinierte Topinambur mit Reis und grünem Salat.

Und nebenbei haben wir auch die Reste vom Beuscherl verzwickt.

In eine bebutterte Auflaufform habe ich jede Menge in Scheiben geschnittener Topinambur gefüllt und gut festgedrückt. Dann habe ich zwei Eier mit etwa einem Achterl Schlagobers verschlagen. Die Topinambur habe ich gesalzen und gepfeffert und dann die Ei-Obers-g Mischung drübergeleert. Dann mit geriebenem Parmesan bestreut und bei 205 Grad Ober- und Unterhitze im Rohr etwa eine halbe Stunde gebacken.

Währenddessen habe ich Reis zugestellt und den Salat vorbereitet (den haben wir bei Tisch nur mit Balsamico und Kernöl mariniert).

Am Sonntag waren wir wieder essen, und ich habe uns gebackene Leber mit Salat gegönnt. Die war so reichlich bemessen, dass ich am Montag noch ein Stück von der Leber hatte, mit dem Rest vom samstäglichen Reis (mit Butter und etwas Wasser aufgewärmt) und einer Kostprobe von eingelegten grünen Paradeisern dazu.