Der Sparküche-Blog.

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1. August

Hopp, zack habe ich heute wieder gekocht. - Aber nur, weil ich gestern und heute früh schon vorgearbeitet hatte. Nämlich habe ich den zweiten Ägyptischen Weißen geschlachtet. Das ist ein Kürbis. Und den habe ich entkernt, geschält und geraspelt. Deshalb gab es heute Kürbisrahmgemüse mit Braterdäpfeln.

Heute früh habe ich vier Erdäpfel weich gedämpft. Als wir mittags heimkamen, kam der geraspelte Kürbis mit Salz, Pfeffer, Kümmel und etwas Wasser ins Reinderl und kochte ein paar Minuten. Währenddessen habe ich die Erdäpfel scheibliert und mit Salz und Pfeffer in Olivenöl knusprig gebraten.

Dann hab ich zwei Löffel Rahm mit einem Schluck Wasser glatt gerührt, dann noch einen Löffel Kürbis untergerührt (um den Rahm an die Hitze zu gewöhnen) und das Gmachtl dann in den nicht mehr kochenden Kürbis gerührt.

Für den Fleischanteil war ich zu faul, da muss ich mir für die nächsten Tage was überlegen.

1.8.11 15:32, kommentieren

2. August

Heute kann ich nur von Junk Food berichten: wir haben einen Döner Debap verdrückt.

Obwohl: komischerweise habe ich zu diesem weit mehr Vertrauen als zum Beispiel zu irgendwelchen amerikanischen Burgern.

Na, egal. 

4.8.11 10:04, kommentieren

3. August

Dafür war heute wieder Schlemmen angesagt: gebratenes Karpfenfilet mit Reis und Salaten. Immer wieder ein Renner, und schon gar, wenn fast keine Gräten mehr drin sind.

Die Karpfenfilets wurden mit Salz und Fischgewürz beidseitig bestreut, leicht in Mehl gewendet und dann in einer Mischung aus Sonnenblumenöl und Zitronenöl (also Olio al limone) beidseitig gebraten.

In der Zwischenzeit dünstete der Reis vor sich hin, und wir haben die Salate vorbereitet: für den Gurkensalat wurde eine Gurke geschält und gehachelt, gesalzen und stehen gelassen. Später wurde sie dann mit den Händen ausgedrückt und mit einer Mischung aus Salz und zerdrücktem Knoblauch gewürzt. Dann kam die Marinade aus Wasser, Essig und Zucker drüber.

Zwischendurch habe ich aus dem Gemüsebeet zwei Paradeiser geholt (Ochsenherz und Black Plum), in Scheiben geschnitten und nur mit Salz, Balsamico und Kernöl mariniert.

Und dem Kühlschrank haben wir einen Rest Fisolensalat entrissen.

4.8.11 10:09, kommentieren

4. August

Dass ich mich heute dem Ringlotten-Segen widmen kann und nicht kochen muss, finde ich sehr praktisch. Weil im Tiefkühler eh Platz werden muss für diverse Vorräte, habe ich die zweite Hälfte des seinerzeit gebratenen gefüllten Zucchini rausgenommen.

Den wärme ich heute und mache uns eine Portion Hirse dazu.

Selbstverständlich koche ich wieder mehr davon, denn vielleicht überkommt mich morgen der ultimative Energieschub und ich mache einen Hirseauflauf draus. Werden sehen.

Aber jetzt zu den Ringlotten: heute werde ich die restlichen mit zwei Äpfeln, ein paar Hollerdolden und einer Handvoll Zwetschken zu einem Sommerkompott kochen.

Gestern habe ich den Großteil in eine Ringlottenmarmelade verarbeitet. Allerdings ganz anders als moderne Menschen, zum Beispiel der Wilde Gärtner (den ich ansonsten zum Niederknien gut finde), uns raten:

Gottseidank sind die Ringlotten Kerngeher, das heißt ich hab sie einfach entkernen können. Dann habe ich sie, es waren etwa 2,5 Kilo netto, mit einem Kilo Zucker vermischt und aufgekocht. Und dann habe ich das Gemisch insgesamt eineinviertel Stunden geköchelt. Zwischendurch habe ich immer wieder gekostet und nachgezuckert  und bin auf 1,8 Kilo Zucker gekommen. Sie ist trotzdem immer noch sauer. Und sie hat Stücke drin, weil ich mir die Püriererei nicht antun wollte. 

Aber den VerkosterInnen hat sie gut geschmeckt.

4.8.11 10:18, kommentieren

5. August

Und wirklich habe ich mich aufgerafft und einen Hirseauflauf gezaubert.

Dazu habe ich zwei Klar Schnee geschlagen und anschließend die beiden Dotter mit 10 Deka Zucker und 5 Deka Butter cremig geschlagen. Dann hab ich diese Creme mit der gekochten Hirse vermischt und den Schnee untergehoben.

Von dieser Masse habe ich die Hälfte in eine bebutterte Auflaufform getan, dann eine Lage halbierter Ringlotten (ich hätte aber auch Apfel- oder Birnenspalten oder sonstiges Obst genommen), dann den Rest der Masse drauf. Glatt streichen, eventuell ein paar Butterflockerl drüber.

Das ganze hab ich bei 200 Grad Ober- und Unterhitze ungefähr 35 Minuten im Rohr gehabt - aber das müsst ihr euch mit eurem Backrohr ausmachen, im Detail.

5.8.11 21:46, kommentieren

6. August

Im Moment kommt das Backrohr groß raus. Heute waren es Überbackene Schinkenfleckerl.

Dazu bereitet eine ganz normale Schinkenfleckerl. Also Fleckerl bissfest kochen, derweil den Schinken fleckerlgroß schneiden und in einem Reinderl mit Butter leicht erhitzen, die Nudeln dazu sowie Salz und Pfeffer und fertig.

Diese Masse kommt dann wieder in eine bebutterte Auflaufform und wird mit einer Mischung aus Eiern und Milch übergossen. Wer will, streut gehackten Petersil und geriebenen Käse drüber. Im Rohr bleiben die Fleckerl dann so 30 bis 40 Minuten. Und einen Salat dazu servieren, natürlich.

5.8.11 21:49, kommentieren

7. August

Heute bleibt die Küche kalt ... (wer von euch ist alt genug, um diesen Werbespruch aus dem vorigen Jahrhundert vervollständigen zu können?). Wir essen Mozzarella mit Paradeisern nach Art der Sparköchin.

Die hat sich nämlich drei verschiedene Paradeiser aus dem Gemüsebeet geholt, die werden in Scheiben geschnitten, genauso wie der Mozzarella, und fächerförmig aufgelegt. Darüber kommt die heutige Basilikum-Ernte, ein bisserl Balsamico und ein paar Tropfen Kernöl. Salz und Pfeffer drüber, Brot dazu - fertig!

6.8.11 23:24, kommentieren

8. August

Beim Umräumen im Tiefkühler ist mir ein Packerl mit vier Lammkoteletts in die Hände gefallen. Folgerichtig gabs bei uns heute gebratene Lammkoteletts mit ebensolchem Rosmaringemüse. Sehr lecker, und wahrscheinlich wäre eines der Fleischstückerl übrig geblieben, wenn nicht unverhofft ein Nachbar gekommen wäre und mitgegessen hätte.

In der Früh schon hab ich fünf Erdäpfel weich gedämpft und geschält. Mittags dann hab ich erstmal eine Handvoll ganzer Fisolen blanchiert und von den übersehenen und daher zu spät geernteten Fisolen die Bohnen herausgekletzelt und die auch blanchiert. Dann hab ich eine Karotte in Stifte geschnitten.

So. Und dann die Koteletts gewaschen, abtropfen lassen. In der Zwischenzeit einen gehäuften Esslöffel Schmalz in der Pfanne erhitzt, die Koteletts eingelegt, mit Salz, Pfeffer und frischem Rosmarin gewürzt und bei gut mittlerer Hitze ein paar Minuten gebraten. Umgedreht, wieder gewürzt und noch ein paar Minuten gebraten. Und dann im Rohr warmgestellt.

Dann die Karottenstifte in den Bratenrest und gebraten, zwei Minuten später die längs geviertelten Erdäpfel dazu, gut durchgerührt und weitergebraten, und zum Schluss die Fisolen und Bohnen. Gesalzen (vom Rosmarin war eh noch genug in der Pfanne), gut durchgerührt, noch eine Minute ziehen lassen und dann alles auf den Tisch.

Ui.
War eine gute Idee.

8.8.11 14:55, kommentieren

9. August

Gestern habe ich ein 1A-Hollerkoch fabriziert, dessen Rest ich mit einem Packerl Topfen zu einer Topfencreme für die Jause verlängerte. Und den Rest von dem Rest, sozusagen, werde ich heute in Topfenpalatschinken schmieren.

Für den Teig werde ich ein Ei mit einem Vierterl Milch, einer Prise Salz und dann mit soviel Mehl versprudeln, dass es ein Teig wird, der gerade noch vom Mixer tropft. Den lasse ich dann eine halbe bis ganze Stunde rasten und dann werde ich im Pfanderl mit Schmalz (es ist ein Segen, dass es den Bauernmarkt gibt!) die Palatschinken herausbacken.

Ich freu mich jetzt schon aufs Essen!

8.8.11 17:06, kommentieren

10. August

Eigentlich wollte ich heute nach der Zucchinicremesuppe wieder einen Mozzarella mit Paradeisern servieren. Dann wurden wir allerdings bekocht, mit Würsterl und Erdäpfelpüree mit Zwiebel.

Fürs Püree wurden ein paar mehlige Erdäpfel weich gekocht, geschält, zerteilt, mit heißer Milch übergossen und gesalzen und mit dem Mixer verrührt.

Währenddessen wurde in Ringe geschnittener Zwiebel in Rapsöl glasig gebraten. Und die Würsterl aufgewärmt.

 

Die nicht gebrauchten Paradeiser hab ich als Vorrat für den Winter eingekocht: Paradeiser in kleine Stücke schneiden, in einem Topf aufkochen, ein paar Minuten kochen lassen, randvoll in Schraubgläser füllen (randvoll heißt, dass ein weiterer Esslöffel der Masse nimmer reinpassen würde), sofort verschließen und auf dem Deckel stehend in eine Decke wickeln.

Damit ich dann wieder präpotent schreiben kann: ... und nehme ein Glas von meinen gekochten Paradeisern ...


11.8.11 13:06, kommentieren

11. August

Nachdem es jetzt bereits zwei Tage hintereinander nicht geregnet hat, hurra!, konnte ich es wagen, ins Gemüsebeet zu steigen, ohne knöcheltief zu versinken. War eh höchste Zeit, hab einen Korb voll Gemüse in die Küche geschleppt und werde den Großteil davon einfrieren. Aus den Restln habe ich einen Gemüseeintopf gekocht.

Dazu habe ich zwei Erdäpfel klein gewürfelt und in großzügig Olivenöl angebraten. Das haben sie mir übel genommen und haben sich ans Reinderl geklebt. Also hab ich nicht lang gefackelt und das restliche Gemüse auch gleich dazugegeben: ein Stück Zucchini und ein Paradeiser, beides gewürfelt, und ein paar Blätter vom Kohlrabi, fein geschnitten. Ich habe alles vermischt und mit wenig Wasser aufgegossen. Salz und drei kleine geschnittene Knoblauchzehen dazu, Deckel drauf und schmoren lassen.

Nach einiger Zeit habe ich ein bisserl Curry drübergestreut und zum Schluss einen Schuss Obers dazugegossen. Haben wir mit Brot gegessen.

 

Apropos Curry: gottseidank hab ich es dieses Jahr wieder geschafft, die Afrika Tage - gibts noch bis 15. August auf der Wiener Donauinsel - zu besuchen und mich dort mit allerhand Spezereien einzudecken: eben dem Curry (oriental), dann mit Vanille und schwarzem Pfeffer aus Madagaskar und natürlich Trinkkakao. Fein ist das.

11.8.11 13:15, kommentieren

12. August

Das Gemüse ging meiner Kleinen gestern nicht wirklich durch den Schlund. Also hab ich heute ein Heimspiel absolviert und einen Risotto gekocht. Weil ich ihr damit auch ein Stück Kohlrabi und Kräuter untergejubelt habe, nenne ich es, farblich bedingt, Rapid-Risotto.

Erst habe ich einen Löffel Schmalz erhitzt und ein kleines Zwieberl in Ringe geschnitten und darin glasig gebraten. Dann kamen ca. 10 Deka Rundkornreis dazu und Salz und alles wurde weitergeröstet. Dann kam ein Vierterl heißes Wasser drüber, gut durchgerührt und bei geringer Hitze zugedeckt gedünstet. Hin und wieder umgerührt und ein bisserl heißes Wasser nachgegossen.

In der Zwischenzeit habe ich Schnittlauch geschnitten, Petersil und die jungen Kohlrabi-Blätter gehackt und einen halben Kohlrabi gestiftelt. Als der Reis so gut wie durch war, kamen der Kohlrabi und ein Rest Obers hinein, und alles durfte noch ein paar Minuten ohne Hitze ziehen. Vor dem Servieren hab ich dann gepfeffert und die Kräuter und ein paar Löffel geriebenen Parmesan untergerührt.

Hat Anklang gefunden - jetzt weiß ich endlich, wie ich ihr Kohlrabi schmackhaft machen kann.

12.8.11 13:00, kommentieren

13. August

Heute zogen wir uns ein gekauftes Brathendl rein, mit Salat und Semmel. Bistudeppert, das war echt Kinderschänderei. Dafür habe ich mir am Nachmittag, unter ausgiebigem Fluchen, von meiner Mutter zeigen lassen, wie eine einen Strudelteig macht. Und den dritten, immer noch veritabel verbesserungsfähigen, Apfelstrudel meines Lebens produziert.

Ich habe ein Viertelkilo Mehl mit einer Prise Salz und einem Ei vergatscht und dann soviel warmes Wasser dazugegeben (nach und nach), dass es ein weicher, aber knetbarer Teig wurde. Der musste dann flott verknetet werden, bis die Oberfläche seidig wurde und bei leichtem Auseinanderziehen leichte Blaserl warf - dass das mit der Masse jemals funktionieren würde, hätte ich anfangs auch nicht gedacht, muss ich schon sagen. Das ist echt Gefühlssache und ich fürchte, ich werde wie Julie Powell mich in die Materie einarbeiten müssen, indem ich ein ganzes Kapitel von Strudeln fertige. (Wird fad werden für euch.)

Also der Teig hat jedenfalls auf einer Spur Mehl unter einem angewärmten Reinderl gerastet, während ich einen Haufen geschälter, blättrig geschnittener Äpfel fabriziert habe. Dafür habe ich locker eine Stunde gebraucht. Vorher hab ich noch zwei Handvoll Semmelbrösel in vier Deka Butter hellbraun geröstet und auskühlen lassen.

Und dann fing die Scheiße an. Auf den größten vorhandenen Tisch wird eine Decke und dann ein Tuch gelegt. Der Teig wird, von der Mitte beginnend, dünn gezogen. Irgendwann ist er für die beiden Hände zu groß, dann wird er mittig aufs Tuch gelegt und er wird im Liegen weitergezogen, immer von der Mitte zum Rand hin, bis er so dünn ist, dass eine eine Zeitung lesen könnte, die drunter liegt. Ohne dass er reißt, der Teig. Ha!

Macht euch keine Illusionen, der Teig wird reißen. Dazu ist zu sagen, dass wichtig ist, dass er in dem Teil heil bleibt, wo später die Fülle drauf kommen wird. Notfalls kann auch ein Teil vom Rand abgerissen werden und damit ein unpassendes Loch geflickt werden. (Ist dann aber zweite Wahl.) - Jedenfalls habe ich fürs Ziehen zu lange gebraucht, denn der Teig wurde trocken, und leider haben wir das beim Verkosten tatsächlich gespürt.

Wir haben dann aufs obere Drittel des Teigs die Semmelbrösel und ein paar Deka geriebener Nüsse gestreut. Dann kamen die Äpfel drauf, die wurden gezuckert und bezimtet und zum Schluss zwei Handvoll Rosinen drüber. Oder auch nicht.

So. Dann wurden die überstehenden Seitenteile eingeschlagen. Dann der obere Rand über die Fülle gezogen. Und dann nimmer mit den Händen, sondern mit dem Tuch der Strudel fertig aufgerollt. Die knorpeligen Teile vom unteren Rand wurden abgeschnitten und später in Salzwasser zu Nockerln gekocht. Das ist aber jetzt wurscht, weil jetzt liegt der Strudel auf dem Tuch und soll zuerst zu einem U gebogen werden und dann aufs befettete Blech. Ohne dass er reißt.

Gutes Zureden hilft der Köchin, aber nicht dem Strudel. Also blieb nichts übrig, als eine Strategie zu entwickeln. Die stellte sich als völlig falsch heraus, sodass meine Mutter rettend eingreifen musste, um das blöde Ding, ohne dass es riss, von A nach B zu transferieren. Wie ich das jemals allein schaffen soll? Die Mutter rät: mit einer Hand die beiden Enden auf die andere Hand und Unterarm legen und dann mit der freien Hand die Kurve untergreifen und dann beides flott heben und aufs Blech bugsieren. Hm.

Jedenfalls hab ich das Ding dann dort noch mit Öl bepinselt. Immer wieder ein Lackerl Öl auf den Strudel und dann hektisch mit dem Pinserl verteilt, bevor es sich auf Nimmerwiedersehen aufs Blech vertschüssen konnte, das Öl.  - So wie ich halt ein Brett lackieren würde.

Dann bei vorgeheizten 180 Grad auf die mittlere Schiene und dort für eine Dreiviertelstunde belassen. Und in der Zwischenzeit ein Glas von etwas Entspanndendem gezwitschert. Oder zwei.

13.8.11 22:30, kommentieren