Der Sparküche-Blog.

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29. Juni

Der heutige Tag war genau der richtige für eine ordentliche Portion Frustessen auf beiden Seiten. Hierfür sind wir genau zur Mittagszeit beim Deewan eingefallen, der in der Wiener Liechtensteinstraße immer noch sein "all-you-can-eat-pay-as-you-wish"-Konzept aufrechterhält.

Diesmal hatte er unter anderem das Okragemüse, das Kichererbsencurry, ein Hühnercurry, Beef irgendwas und ein Erdäpfel-Zucchini-Curry auf dem Programm. Und, welch Schwelgen, zwei (!) Nachspeisen, nämlich Milchgrieß mit Mandeln und Milchreis mit Mango.

Es fiel uns sehr schwer, die gastliche Stätte wieder zu verlassen.

1.7.11 22:04, kommentieren

30. Juni

Heute musste ich mich mit dem Karpfenfang nicht selber auseinandersetzen, sondern konnte familienintern delegieren. Und es gab gebackenen Karpfen mit Erdäpfelsalat. Ich denke das Rezept habe ich euch vor nicht allzu langer Zeit aufgeschrieben. Die Fische häufen sich, aber man muss sie feiern, wie sie sich fangen lassen!

Vorher hatten wir eine Zucchinicremesuppe aus eigener Ernte, und die erkläre ich euch kurz:

Meine Mutter schneidet ein Zwiebelhapperl und zwei große mehlige Erdäpfel klein, brät beides in ein bisserl Fett an, schupft ca. 30 Deka geschnittene Zucchini dazu und gießt mit Wasser oder Suppe auf. Dann salzen, zudecken und so lange kochen lassen, bis alles weich ist.

Sodann den Pürierstab reinhalten, hernach glatt gerührten Rahm einmengen und zum Schluss mit geschnittenem Schnittlauch würzen. Als Einlage gabs geröstete Semmelwürferl.

1.7.11 22:09, kommentieren

1. Juli

Schon wieder nicht selbst gekocht. Aber das heutige Mittagessen hätte ich auch zusammengebracht: nochmals von der Zucchinicremesuppe und dann Überbackene Topfenpalatschinken.

Zuerst werden die Palatschinken wie üblich gebacken (Rezept kennt ihr schon oder findet ihr irgendwo im Mai). Dann wie ein Ei getrennt, zuerst der Schnee geschlagen, dann der Dotter mit einem Packerl Topfen und ein paar Esslöffeln Zucker verrührt. Wir haben dann aus aktuellem Anlass, nämlich der Ribiselernte, eine Handvoll von eben diesen eingerührt und zum Schluss den Schnee untergehoben.

Mit dieser Masse wurden die Palatschinken gefüllt, gerollt, halbiert und dachziegelartig in eine bebutterte Auflaufform geschichtet. Oben drauf kam eine Mischung aus Rahm, Milch und einem Dotter.

Das ganze kam dann bei 180 Grad ins Rohr und blieb dort für eine halbe Stunde. Und zehn Minuten später wars schon wieder weg.

1.7.11 22:14, kommentieren

2. Juli

Schnitzerl hatten wir heute, weil Sommerfest ist und wir fremdgegessen haben. Aber stellt euch einfach vor, ich hätte stattdessen meine zweite Zucchinikeule zu gebackenem Gemüse verarbeitet.

Niemand hat noch das Verhältnis zwischen GärtnerIn und Zucchini so präzise beschrieben wie Roland Düringer im Wilden Gärtner: bei der ersten Zucchini freust du dich wie ein kleines Kind und überlegst, wie du sie wohl am besten zubereitest. Die folgenden Wochen bist du stolzeR GärtnerIn und freust dich an einer Fülle von Zucchini und probierst alle möglichen Zubereitungsarten aus: gebratene, gebackene, gefüllte Zucchini, Suppe, Kuchen. Nach zwei Monaten kannst du sie nicht mehr sehen  und verfluchst den Tag, wo du die Pflanze gesetzt hast.

Ich bin grad am Anfang der Phase 2 und habe also eine kleine Keule, die ich im Beet übersehen hatte, voller Freude in zentimeterdicke Scheiben geschnitten. Die werden auf beiden Seiten gesalzen und dann nach Schnitzelart paniert: Mehl, Ei, Brösel. - Ja, ich weiß, ich könnte auch aus Wasser, Ei, Salz und Mehl einen Backteig schlagen und die Scheiben da durchziehen, aber mir schmeckts als Schnitzerl besser.

Jedenfalls kommen die Scheiben dann in eine Pfanne mit einem Zentimeter hoch Öl und werden dort bei mittlerer Hitze goldgelb gebacken.

Wenn ich gut drauf bin, mache ich noch eine Sauce, entweder mit Mayonnaise, Salz, gekochtem gehacktem Ei, Kapern und Kräutern. Oder mit Rahm, Salz, rotem Paprika und Kräutern.

4.7.11 15:24, kommentieren

3. Juli

Nur damit ihr seht, dass es wirklich eine Keule war: ein kleines Stück davon habe ich heute verwendet, um Pasta mit Zucchini zu kochen.

Nämlich habe ich eine Portion Fusilli weich gekocht. Währenddessen habe ich ein geschnittenes Zwiebelhapperl in Öl angebraten, den Zucchini mit dem Sparschäler in feine Streifen gehobelt und dazugegeben und gut durchgebraten. Gewürzt habe ich mit Salz und Curry. Dann habe ich die Pasta untergemischt und zu Tisch gebracht.

Das Kochwasser brauche ich für morgen für eine Suppe. Zucchinisuppe natürlich

4.7.11 15:28, kommentieren

4. Juli

Von den letzten heimischen Erdbeeren habe ich heute ein halbes Kilo gekauft. Die haben wir mit Massen von Schlagobers verputzt, und vorher gabs eine Zucchinicremesuppe.

Für die habe ich, wie angekündigt, das Kochwasser von der Pasta verwendet. Noch ein bisserl nachgesalzen und die geschnittenen Zucchini und Erdäpfel (drei kleine) dazu und köcheln. Außerdem habe ich ein Stück von einer Pastinake mitgekocht. Gibt ein feines Aroma.

Nach dem Kochen habe ich alles püriert und die Suppe mit Schlagobers verfeinert. Als Einlage habe ich eine Neuerscheinung auf dem Gebiet des Knabbergebäcks verwendet, nämlich Mini-Kornspitz. Dabei ist mir aufgefallen, dass sich Goldfischli oder ähnliches vermutlich auch nicht schlecht machen würden. Muss ich direkt einmal ausprobieren.

4.7.11 15:31, kommentieren

5. Juli

Weil ich heute über die Mittagszeit unterwegs war, aber die daheimgebliebene Kleine nicht schon wieder fremdversorgen wollte, habe ich vorgekocht. Von der Zucchinicremesuppe war noch was da, zu den restlichen Erdbeeren habe ich Schlagobers spendiert und als Hauptspeise habe ich meinen Standard-Risotto vorgekocht. So konnten Babysitterin und Kind ausgiebig speisen.

Für den Risotto habe ich drei Esslöffel Öl im Reinderl erhitzt, 20 Deka Rundkornreis dazugegeben, gesalzen, gepfeffert und angebraten. Dann habe ich heldenmütig auf das Ablöschen mit Madeira verzichtet und nur mit einem Vierterl heißem Wasser aufgegossen. Dann habe ich eine Handvoll getrockneter Steinpilze hineingebröselt und vier getrocknete Paradeiser hineingeschnitten. Und weil ich grad hatte, kamen auch vier Nadeln frischer Rosmarin dazu.

Das hab ich dann eine Dreiviertelstunde schmurgeln lassen, und immer wenn das Wasser weg war, hab ich heißes Wasser nachgegossen. Bis der Reis weich war. Zum Schluss habe ich noch drei Deka Butter eingerührt. 

Und dann hab ich mich auf die Socken gemacht.

6.7.11 14:37, kommentieren

6. Juli

Kennt ihr das, wenn von der Suppe grad noch ein Achterl übrigbleibt? Ich hasse es. Aber weil es auch einen Rest vom Risotto gab, habe ich gepfuscht und die beiden Reste zu einer Sauce kombiniert. Außerdem hat das eigene Gemüsebeet schon ein paar Blätter vom Mangold spendiert.

Das wurde zu einem Mangoldgemüse verkocht, und zwar diesmal so: die Blätter habe ich, geputzterweise, blanchiert und dann gehackt. Dann habe ich im Reinderl eine Scheibe Bärlauchbutter erhitzt, den Mangold dazugegeben und gesalzen. Das habe ich ein bisserl gedünstet und dann mit wenig Milch aufgegossen. Als alles wieder köchelte, habe ich einen Löffel Speisestärke drübergestaubt und eingerührt. Noch ein bisserl eindicken lassen, und schon haben wir alles zusammen gegessen.

6.7.11 14:42, kommentieren

7. Juli

Ich habe wieder einmal eine Lammleber nach Art der Sparköchin gezaubert. In zwanzig Minuten, langsam werde ich Profi im Schnellkochen.

Zuerst den Reis zugestellt, eh wie immer: trocken angeröstet, Salz und heißes Wasser dazu, auf kleinste Flamme schalten, Deckel drauf, zwanzig Minuten in Ruhe lassen.

Dann gach die Leber in Würferl geschnitten, in heißem Öl angebraten, zwei grob geschnittene Zwiebelhapperl dazu, weitergebraten. Mit ordentlich Madeira abgelöscht, den trinkt sonst eh keiner. Dann, weil meine Gäste immer die Abwesenheit von Sauce monieren, ein Glas gekochter Paradeiser dazu und den Rest vom Kürbis englisch samt picksüßem Saft. Pfeffer und Rosmarin mussten auch hinein, das Lorbeerblatt hab ich vergessen.

Das ganze schmurgelt dann unter häufigem Rühren ein paar Minuten - die Leber darf keinesfalls zu trocken werden! Zum Schluss wird gesalzen und alles zu Tisch gebracht.

Wir haben alle tüchtig gegessen, aber es ist trotzdem  eine Portion übrig geblieben. Die essen wir morgen.

10.7.11 23:07, kommentieren

8. Juli

Genau. Wir haben die Leber von gestern gegessen, mehr ist dazu nicht zu sagen.

Vielleicht nur, dass ich den Reis immer so aufwärme, dass ich ein bisserl Wasser dazugieße und zusätzlich ein Stück Butter hineinschmelzen lasse.

10.7.11 23:08, kommentieren

9. Juli

Leute, liebt ihr die Hitze auch so sehr? Heute waren wir in den Marillen und haben einen Kofferraum voll heimgebracht (was mir das Nachdenken darüber erspart, womit ich mich die nächsten Tage beschäftigen soll).

Zwischendurch gab es nur kalte Küche, und zwar Saure Presswurst mit Kernöl

Geht ganz einfach: zwei dünne Scheiben Presswurst mit einem guten Essig beträufeln, jede Menge feiner Zwiebelringe drauf deponieren und mit Kernöl großzügig dekorieren. Brot dazu und fertig.

Ein Genuss an heißen Sommertagen.

10.7.11 23:11, kommentieren

10. Juli

Improvisieren musste ich heute, aber das ist ganz gut gelungen. Ihr kennt ja mittlerweile mein Gesudere: immer ist kein Platz im Tiefkühler, jetzt überhaupt, wo die Marillen tieffliegen. Also ein Packerl mit Hühnersuppe gezogen und aufgetaut und zum Kochen gebracht und reichlich Buchstaben drin weich gekocht. Das war die Vorspeise.

Als Hauptspeise wollte ich eigentlich Zucchinigemüse mit Gebäck fabrizieren, nur leider kam das Brot abhanden. Also habe ich Öl erhitzt, eine große geschnittene Knoblauchzehe angebraten, einen gewürfelten Zucchini dazugegeben und tüchtig weitergebraten. Irgendwann dann kam Salz dazu und ein Viertelliter Wasser. Das alles habe ich zum Kochen gebracht und dann ein paar Esslöffel Weizengrieß eingerührt. Vom Herd genommen und ein paar Minuten quellen lassen, bis die Sache schnittfest war.

Während ich noch überlegte, ob das jetzt ein Zucchini-Grießpudding sei oder eher eine Weizenpolenta mit Zucchini, löste meine Kleine beim Essen souverän das Rätsel: "Ich will noch was vom Couscous!" Also Zucchini-Couscous.

10.7.11 23:17, kommentieren

11. Juli

Vom Zucchini-Couscous ist ein Rest geblieben. Zu diesem habe ich eine Portion Paradeissauce gekocht, und eine Portion Quinoa. Nennen könnte das alles Zucchini-Weizen-Polenta mit Quinoa und Paradeissauce. Wie auch immer. Als Nachspeise gabs jedenfalls Marillenkompott.

Falls ihr schon frühreife Paradeiser habt (oder einen Gemüsemarkt frequentiert), hier das Rezept für die Paradeissauce: Paradeiser waschen und in kleine Stücke schneiden - möglichst direkt über dem Topf, damit der Saft hineintropfen kann. Dann im eigenen Saft unter Rühren zum Kochen bringen und etwa 20 Minuten kochen. Danach durchs Passiersieb dremmeln (der Rest ist super Hendlfutter). Ab hier trennen sich die Wege.

Die einen machen eine Einbrenn aus gleichen Teilen Fett und Mehl, gießen mit dem Paradeispüree auf, salzen und zuckern (oder nicht), lassen alles aufkochen und ein bisserl einkochen.

Die anderen nehmen vom erkalteten Paradeispüree drei Esslöffel weg und erhitzen den Rest, salzen und zuckern (oder nicht), rühren einen Esslöffel Speisestärke mit dem kalten Paradeispüree (oder Suppe oder Wasser) glatt und rühren dieses Gmachtl in die kochende Sauce, nehmen sie vom Feuer und lassen noch ein oder zwei Minuten nachquellen.

11.7.11 13:49, kommentieren