Der Sparküche-Blog.

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2. Juni

Da ist er jetzt, der Karpfen. Einige Leute wollten mitessen, daher haben wir uns entschlossen, ihn im ganzen zu braten. Als Karpfen auf dem Erdäpfelbett, sozusagen.

In einen Bräter habe ich ziemlich Öl gegeben. Darauf kamen rohe, geschälte und in Würfel geschnittene Erdäpfel und ein paar Stücke von Wurzelgemüse. Gesalzen, gepfeffert. Dann kam der Fisch. Der wurde ausgenommen, gut gewaschen, an den Außenseiten wurden Längsritzer gemacht. Innen wurde der Karpfen mit einer Mischung aus Salz und zerdrücktem Knoblauch eingerieben, und die Stiele vom Petersil haben wir auch reingestopft. Außen kam die Salz-Knoblauch-Mischung in die Längsschnitte hinein. Dann haben wir den Fisch auf die Erdäpfel gestellt, indem wir die Bauch-Unterseiten nach außen geklappt haben und den Schwanz ein bisserl eingedreht. Hat erstaunlich gut gehalten.

Der Fisch kam dann für eineinhalb Stunden ins Rohr, eher mehr Unter- als Oberhitze. Während er briet, haben wir einen grünen Salat angerichtet und Petersilerdäpfel dazu gekocht.

War ganz hervorragend, alles. 

2.6.11 14:45, kommentieren

3. Juni

Heute haben wir den Pizzadienst kommen lassen. Ging nicht anders.

Morgen wird wieder gekocht.

4.6.11 21:11, kommentieren

4. Juni

Naja, von wegen "heute wird wieder gekocht". Aus dem Tiefkühler hab ich den seinerzeitigen Rest des gebratenen Lammschlögels gezogen und samt anhängigem Saft aufgewärmt. Im zweiten Reinderl hab ich gleichzeitig die letzten kleinen speckigen Erdäpfel gedämpft und obenauf eine zerteilte Broccolirose verteilt.

Also war es insgesamt gebratener Lammschlögel mit Broccoligemüse und Erdäpfeln. Was sich so schon wieder ganz possierlich anhört.

Für die Nachspeise hab ich vom Bauernmarkt ein halbes Kilo Erdbeeren geholt, die Hälfte davon kam mit Honig ins Joghurt und hat uns den Tag versüßt.

 

4.6.11 21:15, kommentieren

5. Juni

Aus dem Strunk des Broccoli und einem mehligen Erdapfel habe ich, mit Salzwasser gekocht, püriert und mit Milch verfeinert, eine Broccolicremesuppe gezaubert. Die haben wir mit gekochten Eiern als Einlage und viel Gebäck verdrückt (nämlich, weil ich doch gestern auf dem Bauernmarkt war, mit einem türkischen Fladenbrot).

Am Nachmittag werden wir nämlich grillen, und da brauchen wir einen großen Hunger, um all die Köstlichkeiten schnabulieren zu können, die für uns vorbereitet wurden. Verschiedene Würsterl zum Beispiel, oder in Kräuteröl marinierte Scheiben vom Schopfbraten (mein Lieblings-Grillfleisch) oder vielleicht ein Hendl-Spieß ...

4.6.11 21:19, kommentieren

6. Juni

Beim Durchsehen meines Stapels mit dem Titiel "zu erledigen" habe ich die Reiseunterlagen des letztjährigen Malta-Urlaubs wiedergefunden. Auf ein kleines Zetterl habe ich mir damals die Zutaten der Pasta della Casa vom Restaurant bei einem Freilichtmuseum (dessen Name mir grad entfallen ist, den ich aber sicher recherchieren kann) notiert. Grund genug, das nachzukochen, auch wenn es nicht immer die Originalzutaten sein können.

Dass die Teigwaren in Salzwasser bissfest gekocht werden, versteht sich für euch eh schon von selbst.

Für die Sauce gebe ich großzügig Olivenöl ins Reinderl und dann grob geschnittenen Zwiebel und Knoblauch (eher mehr Zwiebel als Knoblauch). Dann kommen scheiblierte Champignons und grob geschnittene Paradeiser dazu sowie reichlich Kapern. Das wird ordentlich durchgeschmort. Zum Schluss kommen noch Scheiben einer fetten Schweinswurst dazu (z. B. gebratene Bratwürstel oder etwas in die Richtung), eine Handvoll schwarzer Oliven (meine Favoriten sind Kalamata oder die getrockneten marokkanischen). Ganz zum Schluss noch Ziegenkäse in Stücken.

Und dann mit den Teigwaren gut vermengen und erst ganz zum Schluss mit Salz und Pfeffer nachwürzen.

5.6.11 15:11, kommentieren

7. Juni

Eine Portion Nudeln maltesische Art von gestern war übriggeblieben. Die habe ich heute wie folgt zu einem Omelett maltesische Art verlängert:

Öl in eine Pfanne getan und erhitzt, dann die Portion von gestern hinein, gut erhitzt. In der Zwischenzeit drei von meinen Zwerg-Eiern verschlagen und drübergegosen, kurz durchgerührt, stocken lassen.

Mit Brot verspeist.

7.6.11 19:59, kommentieren

8. Juni

Gestern wurde mir ein Kohlrabi geschenkt. Folgerichtig hat es heute bei uns Bratwürsterl mit Kohlrabigemüse und Brot gegeben.

Nämlich habe ich den Kohlrabi geschält und grob geraspelt. Dann habe ich ihn mit wenig Salzwasser bissfest gekocht. Zum Schluss habe ich mit Pfeffer gewürzt und einen gehäuften Esslöffel Rahm eingerührt. - Diesen Rahm hätte ich durchaus auch mit einem Löffel Speisestärke glattrühren können, dann wäre die Sauce sämiger geworden.

Zu den Bratwürsterl muss ich euch nix erklären, nehme ich mal an. Das Brot war eher Selbstbeschränkung: Reis wäre mir lieber gewesen, aber der kommt aus Übersee, und da will ich in Zukunft sparsam sein.

9.6.11 21:57, kommentieren

9. Juni

Heute waren wir essen. Im Powidl, seines Zeichens ein Beisl mit böhmischem Wirt und böhmischer Küche. Die Karte ist vielfältig und das Essen gut, allerdings bin ich mir ganz sicher, zwischendurch das Piepen einer Mikrowelle gehört zu haben.

Aber gut.

Nett fand ich den gemischten Mehlspeisteller mit Liwanze, Powidltascherl, Mohnnudeln und Honigtorte. Ich hätte mich sowieso nie für eines davon entscheiden können.

9.6.11 22:00, kommentieren

10. Juni

Vorgestern wurde eines meiner Stadthendln geschlachtet und tranchiert. Aus dem Gerippe und den Haxln sowie dem Magen habe ich eine Hühnersuppe fabriziert, die wir heute als Wiener Suppentopf essen werden.

Eine ordentliche Portiion gewürfeltes Suppengemüse habe ich dazugegeben, Salz und zwei Lorbeerblätter. Auf kleiner Flamme habe ich alles zum Sieden gebracht und dann eineinhalb Stunden geköchelt. 

Als das ganze abgekühlt war, habe ich von den Knochen das Fleisch abgeschabt und geschnippelt, und den Magen habe ich auch in Stückerl geschnitten. Wenn ich die Suppe heute aufkoche, werde ich noch tüchtig Suppennudeln drin einkochen. Falls ich das schaffe, werden es sogar selbstgemachte Nudeln sein.

Danach werden wir vermutlich nur mehr Erdbeeren mit Rahm brauchen.

9.6.11 22:05, kommentieren

11. Juni

Wenn sonst viel los ist, bin ich immer froh, wenns Restln vom Vortag gibt. Heute haben wir den Rest der Hühnersuppe verdrückt, in die ich ordentlich Nudeln eingekocht hatte. Als Nachspeise gab es ein Erdbeerjoghurt mit Honig.

Überhaupt sehe ich derzeit in der Küche viel Rot. Gestern haben wir nämlich mehr als zehn Kilo Kirschen vom Baum geholt. Die habe ich am Abend sofort sortiert. Die absolut Makellosen habe ich großteils zu Kompott verarbeitet. Die weniger schönen kamen, mit ein bisserl Zucker, in den Entsafter.

Vom Saft habe ich ein bisserl was zum Trinken aufgehoben. Den Rest habe ich zu Kirschengelee verarbeitet. Nämlich habe ich etwas mehr als einen Liter Kirschensaft mit zwei Sackerl Gelierpulver 2:1 und einem Teelöffel Zitronensäure (mangels Originalfrucht) verrührt und zum Kochen gebracht. Dann habe ich nur knapp einen halben Kilo Zucker eingerührt (weil die Kirschen so süß waren) und nochmals aufgekocht. Dann noch fünf Minuten gekocht. Während der ganzen Chose habe ich ununterbrochen gerührt, übrigens.

Dann habe ich den mittlerweile dickeren Saft in Twist-Off-Gläser gefüllt und die Gläser, ausnahmsweise nicht auf den Kopf gestellt, in eine Decke verpackt auskühlen lassen.

12.6.11 14:08, kommentieren

12. Juni

Den Rest der makellosen Kirschen habe ich heute für einen Kirschenschmarrn verwendet.

Dafür habe ich zwei von unseren Stadthendleiern mit einer Prise Salz und einem Viertelliter Milch verquirlt. Dann habe ich soviel Mehl eingerührt, dass es ein dickflüssiger Teig wurde.

In einer Pfanne habe ich drei Deka Butter erhitzt und den Teig hineingegossen. Bei geringer Hitze habe ich den erstmal auf einer Seite gebacken. Währenddessen habe ich ein paar (wer es genau wissen will: vierzehn) Kirschen zerteilt und, gleichmäßig verteilt, in den Teig plumpsen lassen.

Nach einiger Zeit habe ich mit einer Schaufel den Teig umgedreht und auf der anderen Seite fertig backen lassen. Zwischendurch habe ich den Teig dann in kleine Flockerl zerzupft. Bei Tisch haben wir tüchtig gezuckert, und wir haben Kirschenkompott dazu gegessen.

12.6.11 14:14, kommentieren

13. Juni

Der Dreizehnte ist offensichtlich mein Glückstag. Nämlich wollte ich einen Risotto fabrizieren, kriegte aber ein komplettes Essen serviert: Broccolisuppe und dann Selchripperl mit Erdäpfelschmarrn und Rahmgemüse.

Die geselchten Ripperl wurden im Schnellkochtopf super weich gekocht. Für den Erdäpfelschmarrn wurden mehlige Erdäpfel gekocht, geschält und zerdrückt. In einer Pfanne Öl erhitzen, ein geschnittenes Zwiebelhapperl drin anrösten, die Erdäpfel dazu und gscheit durchrösten. Zwischendurch salzen. Wer will, streut Schnittlauch oder Petersil, gehackt, ein.

Für das Rahmgemüse wurde ein großer Kohlrabi geschält und in Würferl geschnitten. Drei Karotten wurden in halbe Scheiben geschnitten. Dann wurde aus einem Esslöffel Fett und einem Esslöffel Mehl eine Einbrenn bereitet, das Gemüse zugegeben, mit etwas Wasser aufgegossen und gesalzen. Zugedeckt bissfest kochen lassen. (Zwei Minuten davor habe ich meine Zuckerschoten zugegeben und kurz mitgekocht.) Dann wurden zwei Esslöffel Rahm glatt gerührt, mit ein bisserl der Flüssigkeit vermischt und dann ins Gemüse gerührt.

14.6.11 21:02, kommentieren

14. Juni

Nach dem gestrigen Schmaus ist mir heute nur ein sommerlich kleines Essen gelungen: Eierspeis und Spiegeleier mit Brot.

Für morgen habe ich wieder was Ordentliches vor.

14.6.11 21:03, kommentieren