Der Sparküche-Blog.

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30. März

Schlimmer Tag heute. Daran änderte auch der Sautanzteller nichts, den ich in einem burgenländischen Heurigen verdrückt habe. Im Prinzip ziemlich einfach nachzukochen - wenn eine halt die ganzen Köstlichkeiten hat, die da mitwirken.

Ein Viertelkilo Sauerkraut mit Wasser bedeckt zugedeckt weich kochen, ist nicht die Schwierigkeit. Eine Scheibe Brot abschneiden auch nicht. Und dann ein Hauswürstel kochen. Ein Stück burgenländischer Blunze rundherum abbraten. Und je eine Scheibe Kümmelbraten, Schopfbraten und Karree aufwärmen (am besten auf dem Sauerkraut liegend) geht auch.

Klingt üppig. War es auch, von den Resten zehren wir noch länger

31. März

Wieder nicht selber gekocht. Diesmal Grammelknödel auf Speckkraut gegessen. Die Knödel waren aus Brandteig, da hab ich gleich Ehrfurcht bekommen. Mit Brandteig habe ich keine Erfahrung, obwohl ich mir immer wieder mal einen entsprechenden Versuch vornehme.

Ich würde die Grammelknödel aus Erdäpfelteig machen, den kennt ihr schon. In die Mitte der Teigkreise würde ich einen Gupf aus Grammeln machen (die würde ich vermutlich möglichst fein hacken und bei Bedarf nachwürzen) und den Teig zum Knödel verschließen. Garen würde ich die Knödel wie immer, und dazuessen würde ich den Rest vom gestrigen Sauerkraut.

1. April

Zwischendurch selber kochen macht dann auch wieder Spaß. So war es heute für die Viertelportion ein Polenta mit Chutney und Kernöl (fragt mich nicht, wieso ihr diese Kombination schmeckt) und für mich eine Salatschüssel mit Bratenresten vom Mittwoch.

Den Polenta hab ich anleitungsgemäß fabriziert und ziemlich weich gehalten. Für die Salatschüssel habe ich einen halben Eissalat in feine Streifen geschnitten, eine Handvoll Vogerlsalat geputzt, drei gekochte Erdapferl in Scheiben geschnitten und eine Karotte geraspelt. (Geschnittener Bärlauch wär auch nicht schlecht gewesen dazu.)

Eine Scheibe Braten hab ich in dünne Streifen geschnitten und drauf gegeben, dann mit ein bisserl von der Pfefferoni-Marinade und Kernöl verfeinert und mit Dinkelbrot verputzt.

Von den Erdäpfeln hab ich gleich mehr gekocht, die brauch ich morgen.

2. April

Gnadenlos habe ich heute alle Reste verarbeitet. Demzufolge gab es Gebratene Polenta auf Blattsalat und Erdäpfelschmarrn.

Der Salat vom Bioladen war nämlich ziemlich groß, und es ist für morgen auch noch was da. Aber einiges hab ich wieder in Streifen geschnitten und auf dem Teller verteilt. Den Polenta hab ich in Stücke geschnitten und in reichlich Olivenöl gebraten. Mit Salz, Pfeffer und Rosmarin gewürzt und über dem Salat verteilt. Gerade noch rechtzeitig ist mir eingefallen, dass es Gorgonzola im Kühlschrank gibt; da hab ich welchen drübergegeben.

Für den Erdäpfelschmarrn hab ich auch Olivenöl erhitzt, ein grob geschnittenes Zwiebelhapperl drin glasig gebraten, die in Scheiben geschnittenen Erdäpfel von gestern dazugegeben und alles weitergebraten. Auch hier hab ich mit Salz und Rosmarin gewürzt, den Pfeffer hab ich weggelassen.

Ungewöhnliche Kombi, aber wir haben alles verputzt.

3. April

Nach dem Gartenvormittag hatten wir wirklich großen Hunger. Da kam das heutige Menü, Erdäpfel-Bärlauch-Suppe und Topfenpalatschinken, gerade recht.

Ich sags euch, wie es ist: gestern hatte sich ein wenig gebratener Polenta an den Boden vom Reinderl gelegt (aber nicht eingebrannt). Das hab ich mit Wasser aufgegossen und als Suppengrundlage verwendet. Dazu kam noch etwas Salz, ein Lorbeerblatt, zwei geschnippelte Erdäpfel und der vorletzte Schnitz vom letzten Sellerie. Das hab ich aufgekocht und ordentlich kochen lassen. Dann den Pürierstab hinein und danach mit Schlagobers und ordentlich gehacktem Bärlauch verfeinert.

Den Palatschinkenteig hab ich heute etwas zu fest erwischt. Hat auch nix gemacht. Als ich mich schon fragte, wie die Palatschinken wohl mit dem Powidl schmecken werden, weil grad nix anderes offen ist, hab ich im Kühlschrank zum Glück den Rest Topfen entdeckt, rasch entschlossen den Rest vom Marillenröster und ein bisserl Zucker eingerührt - hurra. Haben wir nur zwei Palatschinken mit Powidl essen müssen, alle anderen haben wir als Topfenpalatschinken verspeist

Also, nicht alle anderen, vier sind übriggeblieben, aber für die fällt mir sicher auch noch etwas ein.

4. April

Langsam frage ich mich, wieso ich dauernd von Resteverwertung schreibe, wenn ich koche. Habe ich eigentlich ausschließlich Reste zu Hause? Hm.
Jedenfalls war es heute der Rest der Erdäpfel-Bärlauch-Suppe und danach Nudeln in Curry-Gemüse.

Zum Glück hatte ich in der Früh dran gedacht, die Nudeln zu kochen und abzuseihen. Außerdem habe ich eine Handvoll getrockneter Schwammerl und ein paar getrocknete Kirschparadeiser in einer Tasse Wasser eingeweicht.

Mittags gings dann flott: ein paar Esslöffel Olivenöl heiß werden lassen, Curry hinein und den Gegenwert von drei geschnittenen Kohlsprossen - ich habe meine mickrigen Kohlsprossenpflanzen vom Gartenbeet entsorgt und die Kopferl verwendet -, anbraten. Dann mit der Tasse eingeweichtem Zeugs aufgegossen, ein bisserl was vom Nudelkochwasser dazu, gesalzen, umgerührt, köcheln lassen. Die letzten drei Karotten geschält und fein geschnitten, dazu, weiterköcheln lassen. Einen Schuss Obers dazu, verrührt, einen Löffel Maizena drübergestaubt, eingerührt, auf kleinster Flamme weiterschmurgeln lassen. Zwei Minuten vor Ende der Garzeit den Rest vom Salathapperl, an dem ich seit Tagen esse, in Streifen geschnitten und dazugerührt.

Ich muss sagen, ich hab schon schlechter improvisiert.

5. April

Natürlich habe ich gestern zu viele Nudeln gekocht, ihr habt aber eh nix anderes erwartet, oder? Jedenfalls gabs heute Hörnchen in Champignon-Obers-Sauce.

Das ist typisch ein Gericht, das für einen Fünfpersonenhaushalt bei mir nicht auf den Tisch käme. Ich hab bei dem Viertelkilo Schwammerl schon gestöhnt beim Putzen. Danach aber hab ich nur mehr ein bisserl Öl erhitzt, ein kleines Zwiebelhapperl hineingeschnitten und glasig gedünstet, und dann die in Scheiben geschnittenen Champignons dazugegeben. Kurz durchgebraten, dann gesalzen und gepfeffert und dünsten lassen. Zum Schluss einen tüchtigen Schuss Obers dazu, schließlich soll es ja auch Sauce geben.

Und dann die Nudeln dazu, nochmals alles gut erhitzt und bei Tisch reichlich nachgepfeffert. ist wieder nix übriggeblieben.

6. April

Bekocht wurden wir gestern wieder mal, und wieder genau richtig für uns Naschkatzen. Mit Broccolicremesuppe und danach Kaiserschmarrn mit Marillenkompott.

Das Kompott war vom Sommer, etwas nachgesüßt - beim Marillenkompott ist es, finde ich, unglaublich schwierig, den richtigen Süßegrad zu erwischen.

Der Kaiserschmarrn geht ungefähr so: macht einen Palatschinkenteig, etwas fester als sonst, aber mit einer wesentlichen Änderung: die Eier trennen und nur die Dotter in den Teig rühren. Den Schnee aus den Klar zum Schluss unterheben. Dann in erhitzter Butter auf einer Seite backen, wenden (wie immer ihr das schafft, ich teile das Ding in Viertel, aber professionell ist das nicht!) und auf der anderen Seite backen (vielleicht wieder ein bisserl Butter in die Pfanne?) und in Teile zupfen. Wer mag, streut während des Backens Rosinen ein.

7. April

Heute hab ich uns ein herrlich ungesundes Essen erlaubt: Leberkäsesemmerl und Krapfen.

Der Grund war, dass meine liebe Begleitung den Baumarkt heimsuchte und ich mich vom riesengroßen Angebot nicht verführen lassen wollte. Also warteten wir im Kassenbereich - und da war so ein Freßstandl.

Und schon hatten wir unser Mittagessen.

8. April

Tut mir Leid, es wird nicht besser. Weil wir den Bus verpasst hatten und auf den nächsten ziemlich lange warten mussten, habe ich den geplanten Risotto auf morgen verschoben und uns ein Kebap gekauft. Ohne Zwiebel, aber mit scharf.

Blöde Zeit gerade, mit zuwenig Zeit.
Aber dafür haben wir von der lieben Nachbarin ein selbst gemachtes Apfelkompott geschnorrt, mit Zimt und Rosinen und gehackten Mandeln, aber ohne Zucker. (Das war der gesunde Teil am heutigen Essen.)

9. April

Na, der Risotto ist heute wieder gut weggegangen. War ein ganz einfaches Rezept, könnte ich bei "Nur fünf!" (betrifft die Zutatenliste) gut mitspielen

Wie üblich hab ich den Rundkornreis trocken im Reinderl angeröstet, Salz und ein bisserl Pfeffer dazugetan, kindhalber schweren Herzens auf ein Schluckerl Madeira zum Ablöschen verzichtet und dann mit temperiertem Wasser (heißes ist mir zu aufwendig) aufgegossen, dass er knapp bedeckt war. Dann hab ich einige Safranfäden hineingegeben und gut umgerührt. Das hat dann bei geringer Hitze ein bisserl geschmurgelt.

Wenn das Wasser aufgesogen war, hab ich wieder ein bisserl was dazugegossen, so lange, bis mir der Reis weich genug war. Dann noch ein Stück Butter und ein bisserl gehackte Petersilie (viel gibt das Kräuterbeet eh noch nicht her) eingerührt.

Bei Tisch hab ich mangels geriebenem Parmesan (zu faul!) ein paar Blatt vom Alpkönig draufgelegt. Hat auch gemundet.

10. April

Hm. Wie ich das wohl nennen soll, was ich heute wieder zusammenkombiniert habe? Quinoa-Topf mit Lamm, eventuell.

Weil ich nämlich, wieder einmal auf Erkundungstour im Tiefkühler, ein kleines Packerl Lammknochen gefunden habe. Und weil das Suppengemüse nicht frischer geworden ist in den letzten Tagen im Kühlschrank, wollte ich es nicht länger leiden lassen.

Also hab ich es geputzt und in dünne, halblange Stücke geschnitten, die Knochen draufgelegt, ein paar alte Knoblauchzehen aus der Schale gepopelt und dazugegeben, Salz und ein Lorbeerblatt hinein, mit Wasser bedeckt und so knapp zwei Stünderl köcheln lassen. Eine halbe Stunde bevor die Suppe fertig war, hab ich in einem zweiten Reinderl eine großzügige Portion Quinoa weich gekocht.

Gut, dass wir die Suppe nicht sofort essen wollten - unsere Galle hätte die Steinschleuder ausgepackt. Aber das Fleisch hab ich von den Knochen geschabt und zusammen mit dem Suppengemüse (ausgenommen dem Knoblauch) ins Quinoa gegeben, mit Salz, Pfeffer und einer Blütenmischung von Sonnentor gewürzt und mit einem Schuss Olivenöl verfeinert.

Würde ich jederzeit wieder machen, durchaus auch mit Huhn oder Rind.

11. April

Wenn ich euch jetzt erzähle, dass ich mittags wieder in akuter Zeitnot war, könnt ihr euch vermutlich schon denken, was es zu essen gab: Couscous mit Paradeissauce.

Vorher gabs allerdings die Lammsuppe von gestern; von der haben wir morgen auch noch was. Die Hauptspeise findet ihr in aller Schnelligkeit beim 5. März beschrieben.