Der Sparküche-Blog.

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31. Jänner

Reisauflauf hats heute gegeben. Dauert ein bisserl länger, schmeckt aber fürchterlich gut. Ich mache jedesmal doppelt so viel wie ich bräuchte. Und es bleibt trotzdem nie was übrig.

Ich koche 10 Deka Rundkornreis in einem halben Liter Milch mit einer Prise Salz auf, reduziere die Hitze und lasse den Reis bissfest quellen, das dauert ca. 20 - 30 Minuten. In der Zwischenzeit streiche ich eine Auflaufform mit Butter aus, schneide drei geschälte Äpfel in dünne Spalten und bereite einen Abtrieb aus 5 Deka Butter, 5 Deka Zucker und einem Eidotter. Das Eiklar schlage ich zu einem festen Schnee.

Wenn der Reis abgekühlt ist, rühre ich den Abtrieb hinein und hebe den Schnee unter. Die Hälfte der Masse kommt in die Auflaufform, dann die Äpfel drauf, dann der Rest der Masse. Obenauf vielleicht noch ein paar Butterflocken. Dann bei 180 Grad ins Rohr und 20 - 25 Minuten backen lassen.

Manche leeren sich einen Sirup drüber, ich finde den Auflauf selbst süß genug. Im Zweifelsfall würde ich Honig nehmen, wenn schon.

1.2.11 13:08, kommentieren

1. Feber

Zwischen zwei Behördenterminen habe ich mir gach ein Gemüseweckerl hineingestopft. Damit ihr nicht auch so eine Verzweiflungstat begehen müsst, hier ein Rezept, das ich früher öfter gekocht habe: Amerikanische Hühnerbrust mit Reis.

Zuerst schau ich, dass ich den Reis gedünstet kriege. Dazu röste ich 12 dag Basmatireis trocken an, gieße mit der doppelten Menge heißen Wassers auf, salze, decke zu und lasse bei kleinster Hitze ca. 15 bis 20 Minuten dünsten.

In der Zwischenzeit schneide ich 25 Deka Hühnerbrust in kleine Streifen und brate die in zwei Esslöffel Öl gut an. Dann raus damit und eine geschnittene Zwiebel hinein und glasig braten. Ein Stück von einem roten Paprika in schmale Streifen schneiden und auch dazugeben. Und ein paar scheiblierte Champignons auch. Dann das Fleisch wieder dazu, salzen und pfeffern und mit ein bisserl Obers aufgießen, ein paar Minuten dünsten lassen - bis halt das Fleisch weich ist. Wem das zu flüssig ist und wer keine Zeit hat, die Sauce auf natürlichem Weg einreduzieren zu lassen, rührt ins Obers ein Löfferl Maisstärke ein.

Und wer die amerikanische Küche mit Kukuruz assoziiert, kann auch gern den einen oder anderen Löffel gekochte Kukuruzkörner einrühren (den Hinweis auf Dosenmais versage ich mir ausdrücklich!).

1.2.11 13:19, kommentieren

2. Feber

Eh wieder zu wenig Zeit zum Kochen. Oder zu schneller Hunger immer, was weiß ich. Jedenfalls habe ich den endgültig letzten Rest vom Talggen (eine Art gemischter Grieß aus Roggen, Dinkel und Hafer) mit der doppelten Menge Wasser und etwas Salz aufkochen und dann 7 Minuten ausquellen lassen. Davon habe ich dann mit einem Löffel Nockerl abgestochen. Dazu gabs ein Packerl Sauce Bolognese aus dem Tiefkühler. (Also, schon erwärmt, natürlich.)

Und ich nenne das Talggen-Nockerl mit Sauce Bolognese und bin ganz stolz, ein gesundes Essen serviert zu haben ...

1.2.11 13:23, kommentieren

3. Feber

Weil ich für jemand mitkochte, kaufte ich für die Pasta mit Gemüse nicht nur ein Suppengrün, sondern gleich einen halben Kilo Suppengemüse.

Dieses putzte und schnitt ich, während die Nudeln kochten, und briet es in drei Esslöffeln Sonnenblumenöl an. Dann kam Rosmarin und Salz dazu und ein kleines Glas gekochte Paradeiser. Und ein Achterl vom Nudelkochwasser. Das ganze hat dann so zehn Minuten zugedeckt geschmurgelt, dann hab ich es noch ein bisserl gezuckert, weil die Paradeiser ein bisserl hantig durchgeschmeckt haben.

Und dann kamen die Nudeln dazu und alles wurde serviert.

3.2.11 20:25, kommentieren

4. Feber

Heute wieder eine Gästin. Daher fabriziere ich Obstknödel mit Butterbröseln. Ob jetzt Marillen oder Zwetschken oder Powidl drin sein wird, weiß ich noch nicht. Aber jedenfalls sind sie aus Topfenteig.

Und der geht so: ein Viertelkilo Topfen mit einem Achtelkilo Mehl, 6 Deka Butter, einem Ei und einer großzügigen Handvoll Grieß sowie einer Prise Salz zu einem Teig verarbeiten und kühl mindestens eine Stunde rasten lassen. Dann kleine Portionen davon abstechen, plattdrücken und Fülle in die Mitte tun, verschließen und zu Kugeln formen. Diese in Mehl wälzen und in siedendem Salzwasser so lange ziehen lassen, bis die Dinger aufsteigen.

In der Zwischenzeit 5 Deka Butter zerlassen und ein bis zwei Handvoll Semmelbrösel untermengen. Wer hat und will, ergänzt mit geriebenen Nüssen oder Mandeln. Die gekochten Knödel in den Bröseln wälzen und zuckern oder mit Honig süßen.

Wer kein Obst zur Hand hat, formt "leere" Knödel und serviert sie mit Fruchtpüree oder Kompott als Topfenknödel.

3.2.11 20:33, kommentieren

5. Feber

Gut, dass ich letztens von den Teigwaren zuviel gekocht hatte. Ich hab die in einem Esslöffel Butter erhitzt, den Rest von den Bröseln von gestern untergemischt, gezuckert und eine Portion Kompott dazugegessen.

Bröselnudeln mit Kompott also. 

5.2.11 23:34, kommentieren

6. Feber

Langsam gehen die familiären Gemüsevorräte zur Neige. Aber es ist eh schon Feber. Jedenfalls wurde gestern der letzte Kürbis geschlachtet, seines Zeichens ein Gelber Zentner, mit einem Bruttogewicht von 14 Kilo. Von den Qualitäten dieser Sorte hab ich bereits geschwärmt. Heute mittags gabs jedenfalls Bratwürsterl mit Petersilerdäpfeln und Kürbisrahmgemüse. Herrlich.

Zuerst hab ich die Erdäpfel (um zwei zuviel, für morgen schon) zum Dämpfen auf den Herd gestellt. Dann hab ich ein Viertel von dem Riesenkürbis geschält, in Stücke geschnitten und durch die Küchenmaschine gejagt. Von dem geraspelten Zeugs hab ich ein kleines Reinderl angefüllt, mit Salz und Kümmel gewürzt, ein bisserl Wasser dazugegossen und bei mittlerer Hitze weich gekocht - dauert nicht so arg lang. In der Zwischenzeit hab ich die Erdäpfel geschält, in Stücke geschnitten und in zwei Deka Butter mit einem Löfferl gehacktem Petersil und ein bisserl Salz geschwenkt.

Dann hab ich ein Drittel Becher Rahm mit einem Löffel Maisstärke glatt gerührt, das Gmachtl in den Kürbis eingerührt, längere Zeit umgerührt und zum Schluss ordentlich gepfeffert.

Und dann hab ich die restlichen Rostbratwürsterl von neulich ins Öl gegeben und gebraten.

6.2.11 12:59, kommentieren

7. Feber

War ja gut, dass ich gestern wenigstens die zwei Erdäpfel vorgekocht hatte. Aufgrund widriger Umstände kam ich heute nicht zum Kochen. Wodurch wir lediglich Gemüsesuppe und Bärlaucherdäpfel mit Parmesan hatten.

Jetzt kann ich langsam meine Bärlauchbutter-Vorräte aufbrauchen, wenn die neue Ernte in Sicht ist ... deshalb hab ich wieder ein Scheiberl Bärlauchbutter im Reinderl zerlassen, die Erdäpfel in Scheiben geschnitten und darin gut geschwenkt, mit Salz und Pfeffer gewürzt und auf dem Teller mit geriebenem Parmesan bestreut.

 

7.2.11 12:56, kommentieren

8. Feber

Sorry. Aber heute bin ich derart aufgehalten worden am Vormittag, dass ich mittags nur einen Imbiss im Laufen zu mir genommen habe.

Aber wenigstens ein Weckerl mit Aufstrich und frischem Gemüse.

Morgen wird wieder gekocht!

8.2.11 20:57, kommentieren

9. Feber

Ha! Heute habe ich den Luxus, dass ein lieber Mensch mich bekocht. Es gibt nämlich immer noch ein Viertel von dem Riesenkürbis, und das Fleisch ist so dick, dass wir Kürbis-Schnitzel mit Kräuterrahm machen.

Wir schneiden also vom Kürbis so ungefähr 2 cm dicke Scheiben runter und blanchieren sie eine Minute in kochendem Salzwasser.

Exkurs: "blanchieren" ist zwar technisch der richtige, aber in Wirklichkeit ein unsinniger Begriff. Denn die Tätigkeit - ein Nahrungsmittel in kochendes Salzwasser zu geben und dort für kurze Zeit zu belassen - wurde ursprünglich bei Fleisch angewandt, um äußerlich eine weiße Farbe zu erzeugen, also "weißen". Gemüse könnt ihr drei Stunden blanchieren, ohne dass es weiß wird. Wenn es nicht schon vorher weiß war.

Zurück zu den Kürbisschnitzeln. Die (nicht) blanchierten Kürbisscheiben lassen wir dann auskühlen und panieren sie wie richtige Schnitzel mit einer Prise Salz, Mehl, verschlagenem Ei und Semmelbröseln. (Die Reste von der Panier verwende ich bei allernächster Gelegenheit als Suppeneinlage.)

Als Beilage fabriziere ich einen Kräuterrahm aus einem Becher Rahm und diversen gehackten Kräutern, Salz und Pfeffer. Ob es zusätzlich auch noch Braterdäpfel werden, entscheiden wir noch.

8.2.11 21:05, kommentieren

10. Feber

Nachtrag: es wurden Bärlaucherdäpfel, und um die letzten haben wir uns gerauft. Vom Kürbis sind drei Stück übrig geblieben (von 21), und die gibt es heute als Kürbisschnitzerl mit Reis und Chutney.

Vorher gibt es den endgültig letzten Rest von der Gemüsesuppe mit eben der Einlage von gestern. Die Reste von der Panier haben wir zusammengematscht und zu einem Laberl gedrückt und im Öl auf beiden Seiten gut gebraten, und heute schneide ich die ersten dünnen Scheiben runter und wärme die in der Suppe mit.

10.2.11 16:21, kommentieren

11. Feber

Heute haben wir den Rest vom Reis verputzt, und dazu habe ich - hatten wir schließlich schon länger nimmer - Mangoldgemüse gekocht.  Mangoldgemüse mit Butterreis eben.

Das Mangoldgemüse, wie immer blanchiert und geschnitten aus dem Tiefkühler, habe ich mit Salz und afrikanischem Curry gewürzt, mit ein bisserl Milch aufgegossen und mit einem Löffel Maisstärke gebunden. 

Für den Butterreis hab ich ein Stück Butter (abzüglich der obligaten Kostprobe für meine Viertelportion Kind) zerlassen und den Reis drin gewärmt.

Wir haben alles auf Butz und Stingel verzwickt.

11.2.11 13:13, kommentieren

12. Feber

Nachdem sich mein Nebengeräusch gestern mit dem Reis sattgegessen hat, kann ich heute riskieren, dass ihr die Erdäpfel möglicherweise nicht unter die Nase gehen werden. Deshalb tu ich mir zur Abwechslung selber einen Gefallen und brutzle mir ein Fisolen-Erdäpfel-Gröstl.

Dafür dämpfe ich eine Portion speckige Erdäpfel bissfest, schäle sie und schneide sie entweder in kleinere Würfel oder in Scheiben. Aus dem Tiefkühler habe ich schon in der Früh ein Packerl blanchierte Fisolen, die nur grob geschnitten sind, genommen und auftauen lassen. Dann schneide ich ein kleines Happerl Zwiebel klein und brate es in heißem Öl an. Jetzt kommen die Erdäpfel hinein und werden gut angebraten. Dabei würze ich mit Salz und osmanischer Gewürzmischung und vielleicht zusätzlich mit Pfeffer. Und vermutlich streue ich die letzten vorhandenen Rosmarinnadeln ein. Zum Schluss kommen die Fisolen dazu und werden ebenfalls gut untergemischt und erwärmt.

Und ab auf den Tisch damit!

11.2.11 13:22, kommentieren