Der Sparküche-Blog.

Werbung

Gratis bloggen bei
myblog.de

Archiv

1. Jänner

Prosit neujahr! Kein traditioneller Sauschädel. Sondern Mangoldgemüse mit Gemüsepolenta. Beides auf die einfache Art.

Weil nämlich noch Suppe da war, hab ich zu dieser noch ein bisserl Wasser und Salz gegeben und zwei Prisen getrocknete Steinpilze. Und hab sie zum Kochen gebracht, entsprechend Maisgrieß eingerührt, auf kleinste Hitze zurückgedreht und das ganze ungefähr 20 Minuten quellen lassen.

In der Zwischenzeit hab ich den Rest Milch vom Frühstück im Reinderl lassen, je ein kleines Packerl blanchierten Mangold und ebensolchen Bärlauch hineingegeben, gesalzen und den Rest vom Curry dazugegeben und das ganze auf kleiner Flamme erhitzt. Wie es dann gekocht hat, hab ich einen Löffel Maisstärke zum Binden eingerührt und noch ein paar Minuten quellen lassen.

Und jetzt lassen wir uns das schmecken.

 

1.1.11 12:40, kommentieren

2. Jänner

Heute wurde wieder für mehrere gekocht, und zwar nicht von mir. Aber was ich gemacht habe: Ordnung in Küchenkastl und Kühlschrank. Sollte eine gar nicht glauben, was da alles auftaucht. Unter anderem habe ich ein Restl Parmesan endlich gerieben, bevor es völlig austrocknet, und weil ich schon dabei war, auch gleich ein Restl von Kürbiskernen. Und aus letzteren hab ich einen Kürbiskernaufstrich gezaubert.

Ich hab ein bisserl Salz über die gemahlenen Kürbiskerne (waren vielleicht zwei Handvoll) gestreut, gepfeffert und drei oder vier Esslöffel Topfen dazugegeben. Dann ist mir eingefallen, dass Kürbiskernöl auch nicht verkehrt wäre, und - zack! - hab ich ein paar Tropfen drübergeträufelt. Dann hab ich alles verrührt, bis es eine streichfähige Masse war. 

Mit Brot wird das mein Abendessen.

1.1.11 14:33, kommentieren

3. Jänner

Ravioli mit Schwammerlfülle gabs heute, und wenn ich die gekocht hätte (was nicht nötig war, weil die in der Hollerei auf der Speisekarte stehen), wäre das so gegangen:

Zuerst hätte ich aus 10 Deka Mehl und einem Ei (und, wenn nötig, einem Schluck Wasser) einen Nudelteig geknetet und diesen unter einer Schüssel versteckt eine Stunde in der Küche rasten lassen. 

Währenddessen hätte ich ein paar Deka Schwammerl, welche sich halt grad angeboten hätten, geputzt, zerkleinert und in einem Löfferl Butter gemeinsam mit einem halben gehackten Zwiebelhapperl ein paar Minuten "sautiert" d. h. geschwenkt, bis ich das Gefühl gehabt hätte, die sind jetzt durch. Dann hätte ich mit Salz und Pfeffer und eventuell Kräutern gewürzt und alles auskühlen lassen. Und wenn ich gehabt hätte, hätte ich danach einen Löffel Creme Fraiche (oder was ähnliches) eingerührt. Vielleicht sogar eine in Milch eingeweichte halbe Scheibe Toastbrot.

Dann hätte ich den Nudelteig auf dünn ausgerollt und mit einem Glas oder einem Ausstecher Kreise gewerkt. Auf jeden von denen hätte ich ein Löfferl Fülle geklatscht, die Dinger zusammengeklappt und die Ränder festgedrückt. Dann hätte ich sie in siedendem Salzwasser ungefähr ein paar Minuten gekocht und mit geriebenem Parmesan und zerlassener Butter serviert.

Die Reste vom Nudelteig hätte ich gut trocknen lassen, dann in Stücke gebrochen und bei der nächstbesten Gelegenheit als Suppeneinlage verwendet.

3.1.11 15:44, kommentieren

4. Jänner

Erinnert ihr euch an die Polenta, die ich letztens aus der Gemüsesuppe gemacht habe? Von der ist, logisch, was übrig geblieben. Damit probiere ich jetzt etwas aus, nämlich Polentabratlinge mit Kräuterrahm.

Ich nehme also die Polenta und gebe sie in eine Schüssel, gebe ein Ei und ein bisserl Salz und Pfeffer dazu und verrühre dann das ganze mit einer Gabel zu einer teigartigen Masse. Dann erhitze ich Öl im Pfanderl und gebe jeweils einen Löffel von der Masse ins Öl und drücke sie zu einem flachen Laberl (oder Bratling oder wie immer ihr das Ding nennen wollt). Dann brate ich sie bei mittlerer Hitze auf beiden Seiten hellbraun - ich mag knusprige Sachen meistens nicht, deshalb bin ich auch hier vorsichtig.

Für den Kräuterrahm nehme ich den Rahm, der letztens übriggeblieben ist (vom Hollerkoch mit Rahm, wers wissen will) und rühre einen Löffel gehackte Kräuter und ein bisserl Salz ein. Und vielleicht ein paar Tropfen Soja-Sauce, aber das weiß ich noch nicht.

Der Rest vom Selleriesalat würde auch gut dazu passen.

3.1.11 23:10, kommentieren

5. Jänner

Im Landesarchiv gibts eine Ausstellung zum Thema "Wien in den Nachkriegsjahren". Die hab ich mir heute gegeben, und nachher war ich griechisch essen. Moussaka, für mich nicht nachkochbar.

Aber morgen koche ich wieder selber was.

5.1.11 17:37, kommentieren

6. Jänner

Trotz Feiertags heute einfaches Essen. Zucchinicremesuppe und Grießkoch nämlich. Die Zucchinicremesuppe habe ich fast fertig aus dem Tiefkühler, und das Grießkoch habe ich wie üblich gemacht.

Nämlich alle Milch, die weg musste, ins Reinderl gegeben, ordentlich Benco und ein bisserl Zucker dazu und zum Kochen gebracht. Dann Grieß untergerührt und sofort von der Flamme genommen. Emsig gerührt und gewartet, bis sich die Sache wieder beruhigt hat, dann wieder auf den Herd, bei kleinster Hitze noch zwei, drei Minuten weiter geköchelt. Rühren nicht vergessen.

Zum Thema Suppe: blöderweise kann ich mich nicht dazu durchringen, das System einer lieben Freundin zu übernehmen. Deshalb knotzt bei mir die Suppenbasis immer noch im Gefrierschrank.

Sie bereitet wie ich die Basis für die Suppe zu - also Gemüse mit Wasser und Gewürzen weich kochen und pürieren. Dann füllt sie das Püree kochend heiß in Twist-Off-Gläser und verschließt die sofort. Im Kühlschrank halten die viele Wochen, bei Bedarf wird ein Glas geöffnet und bei Bedarf mit Milch, Obers oder sonstwas verfeinert und mit einer Suppeneinlage versehen.

Versprochen, meine Liebe, ich versuch das beim nächsten Mal auch endlich.

6.1.11 11:21, kommentieren

7. Jänner

Running Sushi wars heute. Aber den vorbeilaufenden Eierreis mit Gemüse hätte ich selber auch zusammengebracht.

Nämlich wie folgt: zuerst hätte ich den Reis wie üblich gedünstet und währenddessen aus einem oder zwei Eiern in einem Esslöffel Öl eine Eierspeis gebraten und die zerfleddert und auf die Seite gestellt. Dann hätte ich ins Pfanderl noch einen Esslöffel Öl gegeben und eine Handvoll zerkleinertes Gemüse und hätte das durchgebraten, mit ein bisserl Wasser aufgegossen und ein paar Minuten bissfest gedünstet.

Sobald der Reis fertig ist, kann alles vermischt, pikant gewürzt und serviert werden.

8.1.11 18:18, kommentieren

8. Jänner

Die Viertelportion an meiner Seite hat heute keine Freude mit dem Essen gehabt. Ich schon, ich hab nämlich Mangoldgemüse mit Hirse gekocht.

Die Hirse hab ich in der doppelten Menge Salzwasser zum Kochen gebracht, 25 Minuten gekocht und dann noch zehn Minuten quellen lassen. Derweil hab ich ein Packerl blanchierten geschnittenen Stielmangold auftauen lassen, mit Salz, Pfeffer und ägyptischer Gewürzmischung gewürzt, ein bisserl Wasser dazu und bissfest gedünstet. Dann hab ich drei Esslöffel Rahm mit einem Esslöffel Maisstärke und ein bisserl Wasser glatt gerührt und dazugegeben, durchgerührt, noch zwei Minuten köcheln lassen und zu Tisch gebracht.

8.1.11 18:21, kommentieren

9. Jänner

Weil das hin und wieder unbedingt sein muss, habe ich heute mit lieben Menschen ein erweitertes Frühstück zelebriert, um dann das Mittagessen gnadenlos ausfallen zu lassen. Ich habe nicht exzessiv viel vorbereitet, aber einen Blitz-Apfelkuchen habe ich gebacken. Und der geht so:

Jeweils 10 Deka Zucker und Butter mit 2 Eiern schaumig rühren, 10 Deka Mehl unterheben und in eine befettete bemehlte Auflaufform füllen. Der Teig muss nur 1 - 2 cm hoch drin sein. Dann Äpfel, am besten säuerliche, mit oder ohne Schale entkernen, in Spalten schneiden und den Teig damit belegen. Ich stäube vorher ein bisserl Zimt auf den Teig. Wer hat und will, kann noch ein paar Butterflockerl drauf setzen.

Auf mittlerer Schiene backen. Ich nehme 165 - 170 Grad Ober- und Unterhitze, weil bei Umluft meiner Meinung nach die Äpfel zu sehr austrocknen. Die Garprobe mache ich normalerweise mit einem Schaschlikspießerl (wenn das reingestochen wird und sauber wieder rauskommt, ist der Kuchen durch), aber bei diesem Apfelkuchen reichts, wenn der Rand sich von der Form löst.

Der Kuchen schmeckt erwiesenermaßen auch lauwarm, und auch mit Rahm oder Obers als Beilage.

Auf diesen Teig hab ich übrigens auch schon Ribisel, Himbeeren und gekochten Rhabarber verteilt, klappt alles. Nur halt eher saures Obst, weil der Teig ziemlich süß ist.

9.1.11 12:26, kommentieren

10. Jänner

Tut mir Leid, aber die Vorräte müssen weg. Deshalb waren es heute wieder mal Marillenknödel, die unseren Gaumen entzückten. Rezept kennt ihr von neulich. Aber vielleicht sollte ich euch die Einlage der Grießnockerlsuppe aufschreiben, die es als Vorspeise gab.

Also 6 Deka zimmerwarme Butter schaumig rühren, 1 Ei (auch temperiert, also nicht direkt aus dem Kühlschrank) dazugeben und gut verrühren, 12 Deka Grieß einrühren und etwa 20 Minuten rasten lassen. Soweit,  so einfach.

Also, dass ihr zwei Kaffeelöffel nehmt und aus dem Teig Nockerl formt (einen Bissen Teig abstechen, mit dem zweiten Löffel vom ersten Löffel schaben und das solange wiederholen, bis ihr ein perfektes Nockerl vom Löfferl schubsen könnt), trau ich euch ung´schaut zu. Aber die Kocherei ist leicht deppert. Kochbücher sagen: in reichlich Salzwasser 10 Minuten kochen und 10 Minuten zugedeckt ziehen lassen.

Ich sag euch was: das funktioniert nicht. Lasst sie solange ziehen, bis sie aufsteigen, gönnt ihnen dann noch ein bisserl Zeit - und dann müsst ihr ein Opfernockerl definieren, das hebt ihr raus und schneidet es auf. Und je nach Durchkochgrad holt ihr dann schleunigst alle anderen auch raus oder vergesst sie noch ein paar Minuten im Wasser und deckt derweil den Tisch.

(Und vergesst nicht, das Nockerlkochwasser in der Folge für eine Gemüsesuppe zu verwenden.)


 

10.1.11 23:02, kommentieren

11. Jänner

Reste weg! Nämlich zu Hirse-Gemüse-Eintopf verkocht. Fast dachte ich schon, heute hätte ich mich verwürzt, aber das Ergebnis war durchaus wohlschmeckend. Also, für mich halt.

Zwei Esslöffel Olivenöl ins Reinderl, darin ein kleines Happerl geschnittenen Zwiebel glasig gedünstet, dann zwei rote und eine gelbe Karotte mit dem Sparschäler hineingeschnitten, eine geraspelte Petersilwurzel dazu und angebraten. Dann Salz und Pfeffer dazu, einen Esslöffel Kapern und ein Portiönchen Sojasauce, das letztens in einer Sushi-Packung unnötig war. Wieder weitergebraten, und dann den endgültig letzten Rest vom Glas gekochter Paradeiser dazu. Und damit das alles nicht zu sauer wird, ein Löfferl Honig hinein.

Das hab ich zugedeckt ein paar Minuten schmurgeln lassen. Und dann hab ichs, aus Sicht der Viertelportion an meiner Seite, verschissen, indem ich die Hirse hineingerührt habe, die ihr neulich schon nicht in den Schlund wollte. - Sie hat halt nur das Gemüse herausgeklaubt und gegessen ...

11.1.11 13:08, kommentieren

12. Jänner

Mit einem Wiener Schnitzerl mit Reis und Erdäpfelsalat in einem Supermarkt-Restaurant habe ich mir heute sowas von den Magen verdorben, dass ich nicht in der Lage bin, etwas zum Thema Essen zu schreiben.

Sorry.

Her mit der Wärmflasche.

13.1.11 12:56, kommentieren

13. Jänner

Nicht dass ich schon wieder vollfit wäre. Aber zumindest für die Süße habe ich gekocht, und selber auch ein bisserl genascht. Gemüsesuppe und danach Teigwaren mit Ei waren es.

Die Hörnchen habe ich in Salzwasser gekocht, danach das Wasser abgegossen und mit reichlich Sonnenblumenöl übergossen (allerdings wäre Butter auch kein Fehler gewesen), gesalzen und gepfeffert und gut erhitzt. Dann habe ich zwei von meinen Stadthendl-Eiern drübergeschlagen und, weg von der Flamme, gerührt, um sie stocken zu lassen.

Und ich hab weder Salat noch Kompott dazu gereicht.

13.1.11 13:00, kommentieren