Der Sparküche-Blog.

Werbung

Gratis bloggen bei
myblog.de

Archiv

1. Dezember

Die Sauce Bolognese ist mir wirklich gut gelungen - obwohl ich beim Verkosten draufgekommen bin, dass ich den Knoblauch vergessen habe. Hm. Jedenfalls habe ich drei Portionen eingefroren und den Rest verzwicken wir eineinhalb heute als Sauce Bolognese mit Talggen.  Beim Keksebacken ist es immer gut, wenn nicht zuviel Zeit mit Kochen draufgeht.

Talggen ist eine Spezialität aus Südkärnten, die mir auf der letzten "Terra Madre" im Wiener Rathaus zugefallen ist (hab ich euch eh schon erzählt). Das ist eine Art Grieß, aus Dinkel, Roggen und Hafer gemischt. Auf der Packung steht folgende Anleitung: 180 g Wasser mit Salz zum Kochen bringen, 100 g Talggen einrühren, auf kleiner Flamme ein paar Minuten dünsten lassen und dann ein Stück Butter einrühren.

2. Dezember

Viel mehr Zeit als gestern ist auch heute nicht. Da ist es gut, dass von neulich noch Dinkelpasta übrig geblieben ist. Die veredle ich heute zu Ingwer-Zitronen-Nudeln, die hatte ich schon viel zu lange nimmer.

Dazu zerlasse ich im beschichteten Reinderl zwei Esslöffel Butter vorsichtig und gebe ein nussgroßes geraspeltes Stück Ingwer und die abgeriebene Schale einer halben Zitrone dazu. Dann salze und pfeffere ich und lasse das bei geringer Hitze ein paar Minuten dünsten.

Und dann kommen auch schon die Nudeln dazu und ein Esslöffel gehackter Petersil und vielleicht ein paar Tropfen Zitronensaft. Alles gut durchmischen und erhitzen.

Ob ich auch noch Parmesan drüberstreue, weiß ich noch nicht. Glaub ich aber eher nicht.

 

3. Dezember

Diesmal ein Kulturtip: Wenn eins sich nämlich im Wiener Interkulttheater den Derwisch anschaut - aktuell "Der Derwisch erzählt 5" - bekommt mit der Eintrittskarte am Naschmarkt eine Ladung Falafeln. Also Kichererbsenlaberln, laienhaft ausgedrückt. Die habe ich mir gesichert, einige eingefroren und einige gibts heute als Falafeln mit Gemüsepüree.

Weil nämlich immer noch Sellerie da ist, ähem. Also wieder ein ordentliches Stück davon abgeschnitten und in kleine Stücke geschnitten und zusammen mit ebenfalls geschnittenen mehligen Erdäpfeln und Karotten in wenig Salzwasser weich gedünstet. Dann das Wasser abgeseiht und zur Seite gestellt für eine Selleriecremesuppe (damit das gute Stück endlich weg ist). Das Gemüse mit Milch angegossen, gesalzen und mit Muskatnuss gewürzt und püriert. Wer will, verfeinert mit einem Stück Butter.

Die Falafeln könnt ihr entweder ins heiße Püree legen zum Wärmen oder nochmals in wenig Öl braten.

4. Dezember

Heute wieder ein Arbeitstag und daher Fremdversorgung.

Bis morgen!

5. Dezember

Heute gehts mit den Keksen weiter. Also wird nur kurz gekocht, und zwar Selleriecremesuppe und Palatschinken.

Die Selleriecremesuppe habe ich ja schon am Freitag zubereitet. Und zwar habe ich da das Wasser vom Gemüsepüree genommen und den restlichen Sellerie drin weich gekocht. Und weil ich eine Schwarte vom Mangalitza-Speck hatte, habe ich die luxuriöserweise mitgekocht. Dann habe ich das ganze püriert (ohne das Schwarterl, natürlich!) und mit ein bisserl Milch abgerundet. Gewürzt habe ich mit Pfeffer. Als Einlage kam ein gekochtes gehacktes Ei rein, und ein paar Tropfen vom Kernöl.

Die Palatschinken habe ich wie üblich fabriziert: ein Vierterl Milch mit einem Ei und einer Prise Salz verquirlt, dann soviel Mehl eingerührt, dass es ein zähflüssiger Teig wurde (so rund um die 10 Deka) und eine halbe Stunde stehen gelassen. Dann habe ich jeweils einen halben Schöpflöffel von dem Teig in heißer, aber nicht rauchender Butter ausgebacken. Gut, dass von den Keksen noch ein Rest Marillenmarmelade da war.

6. Dezember

Weil noch was von der Selleriecremesuppe übrig ist, gibts nachher einen feinen Risotto quasi Milanese.

Dazu hab ich ein Stück Butter (vielleicht 2 Deka für 2 Erwachsene) geschmolzen und darin ein fein gehacktes Zwiebelhapperl glasig gedünstet. Dann 25 Deka Rundkornreis hinein und ein bisserl anrösten. Dann mit einem halben Liter Wasser aufgießen, wenn ihr mit einem beschichteten Topf arbeitet. In einem normalen den Reis knapp mit Wasser bedecken und öfter rühren, und immer wenn die Flüssigkeit verkocht ist, wieder ein Lackerl nachgießen.

Auf jeden Fall salzen und ein paar Fäden Safran dazugeben. - Das ist in meinem Fall schon Sparküche, weil wir den selber im Garten anbauen. Kann ich nur empfehlen, wenn eins ein Stück sonnige, trockene, lehmige, südseitige Erde hat. Ja, vielleicht auch ein bisserl pfeffern. Und dann zugedeckt in Ruhe köcheln lassen, bei sehr geringer Hitze. 

In der Zwischenzeit ein paar Esslöffel Parmesan reiben. Wenn der Reis fertig ist, nochmal ein Stück Butter unterrühren, den Parmesan tu ich erst auf dem Teller drauf.

7. Dezember

Mir war heute so nach Fisolen. Weil die aktuelle Süße aber nicht beißt, hab ich resigniert und Fisolencremesuppe und Topfenpalatschinken angeboten. (Ist überraschend gut angekommen.)

Also hab ich ein Packerl blanchierter Fisolen aus dem Tiefkühler in ein Reinderl gekippt, einen Erdapfel dazugeschnippelt und alles in Salzwasser weichgekocht. Dann den Pürierstab hinein. Dann hatte ich noch einen Rest Rahm, aber leider keine Dille mehr, also hab ich Pfeffer in den Rahm getan, glattgerührt, ein bisserl von dem Fisolenpüree dazu und wieder glattgerührt und dann den Rahm ins Püree getan.

Die Palatschinken erklär ich euch nimmer. Für die Topfenfülle hab ich einen Becher Topfen mit einem halben Glas Birnenkompott zerdrückt und mit Honig noch ein bisserl nachgesüßt.

8. Dezember

Gemischte Kost gibt es heute. Ich muss nämlich Platz im Gefrierschrank schaffen. Also habe ich ein Packerl blanchierten geschnittenen Mangold, ein Karpfenfilet und zwei Scheiben Bärlauchbutter (letztere haben platzmäßig aber nicht wirklich große Erleichterung geschaffen, um ehrlich zu sein) gezogen und komponiere gebratenes Karpfenfilet mit Mangold-Bärlauch-Gemüse und Couscous. Klingt doch gut, oder?

Den Mangold lasse ich gemeinsam mit der Bärlauchbutter im Reinderl heiß werden und gebe dann mit einem Löffel Maisstärke abgerührte Milch dazu. Weil ich nimmer weiß, wie intensiv ich seinerzeit die Bärlauchbutter gesalzen habe, warte ich mit dem Abschmecken, bis sich alles gut verbunden hat.

In der Zwischenzeit brate ich in einem Löffel Öl das Karpfenfilet auf beiden Seiten, salze und pfeffere und nehme es dann heraus, beträufle mit Zitronensaft und lasse es ruhen. Dann erhitze ich im nämlichen Reinderl Salzwasser und leere den Couscous maßgerecht hinein. Von der Herdplatte nehmen und 10 - 15 Minuten durchziehen lassen.

Wenn der Fisch inzwischen zu sehr ausgekühlt ist, kommt er nochmals vorsichtig auf den Couscous gelegt.

Nachher gibts einen Rest Schokopudding.

9. Dezember

Einfach habe ich es mir heute gemacht, und für den restlichen Couscous einen Becher Sauce Bolognese aufgetaut. Dazu habe ich die Pikante Sauce meiner Mutter serviert. Also Couscous Bolognese.

Den freien Platz im Tiefkühler hab ich mit Bio-Rindfleisch bestückt. Hier kommt jetzt kein Vortrag über die Qualität der Lebensmittel, die wir uns zuführen. Ich habe meins direkt von einem Bauernhof mit Mutterkuhhaltung bezogen, die ins Haus liefern und im Vergleich zu Supermärkten durchaus konkurrenzfähig sind.

Ein Teil hab ich heute gleich in die Suppe geschmissen, und die erklär ich euch morgen.

10. Dezember

Also die Rindsuppe nach Art der Sparköchin.

In dem Fleischpaket war auch ein Stückerl Beinfleisch, so ungefähr 30 Deka. Das hab ich abgespült und in ein Reinderl gegeben. Dazu ein großes geputztes Suppengrün, ein Stammerl Rosmarin, ein Lorbeerblatt und einen Löffel Salz. Und zwei Knoblauchzehen.

Dann mit eineinhalb Litern kaltem Wasser aufgegossen und auf kleinster Flamme drei Stunden mehr ziehen als kochen lassen.

Das Fleisch und das Gemüse esse ich heute, und dazu gibts Jasminreis.

11. Dezember

Akuter Platzmangel im Kühlschrank, und der große Kühlschrank vor der Haustür ist nicht vogel- und katzensicher ... also musste ich den Rest vom gestrigen Reis heute gleich verarbeiten. Zu Eierreis mit Gemüse. Vorher gabs die Rindsuppe mit dem pürierten Gemüse und Kernöl.

Ich hab ein kleines Zwiebelhapperl grob geschnitten und in einem Esslöffel Olivenöl glasig gedünstet. Dann hab ich drei übriggebliebene kleine Karotten in Scheiben geschnitten und die dazugegeben, kurz weitergedünstet, dann gesalzen und weitergebraten. (wenn ich noch andere Gemüsereste gehabt hätte, wären die auch reingekommen) Nach einigen Minuten hab ich das frische Ei von meinem Stadthendl drübergeschlagen und zwei Minuten durchgerührt. Dann von der Herdplatte genommen und den Reis gut eingemischt und kurz ziehen lassen. Gepfeffert hab ich erst bei Tisch.

Von diesem Gericht ist wieder ein gehäufter Löffel übrig geblieben, den hab ich für morgen als Einlage in den Rest der Gemüsecremesuppe geleert. (Kernöl wirds trotzdem geben, nehme ich mal an.)

12. Dezember

Das Tiefkühler-Paradoxon: ich nehme ein Packerl blanchierte Mangoldstiele raus und habe nachher weniger Platz drin als vorher. Tja. Aber ich habe heute in Nullkommanix ein Mittagessen gezaubert, und zwar die Gemüsecremesuppe von gestern und danach Mangoldstiele mit Sauce Hollandaise und Erdäpfeln.

Die, die hier schon länger lesen, wissen, dass die Sparköchin bei der Sauce Hollandaise vor allem Zeit spart. Packerlinhalt in einem Vierterl kalter Milch auflösen, zum Kochen bringen (immer schön rühren dabei!), eine Minute köcheln und fertig. Die Erdäpfel (gleich um drei mehr für morgen) habe ich im Dampf weich gekriegt und dann nur mehr geschält, und die Mangoldstiele hab ich zum Wärmen direkt in die Sauce gelegt.

Bleibt mehr Zeit fürs Keksbacken.

13. Dezember

Von gestern sind ja noch drei gekochte Erdäpfel da. Da koche ich eine ordentliche Portion Fleckerl (weil ich die grad habe; alle anderen Teigwaren wären auch in Ordnung) und fabriziere einen richtig fetten Grenadiermarsch.

Ich schneide ein Zwiebelhapperl halbwegs fein und dünste es in reichlich Sonnenblumenöl glasig. Dann schneide ich die Erdäpfel dazu (dünne Scheiberl), salze, würze mit osmanischer Gewürzmischung (weil ich keinen roten Paprika mag) und rühre kräftig durch, bis die Erdäpfel leicht angebraten sind.

Inzwischen sind die Teigwaren weich. Der größte Teil wird für morgen beiseite gestellt, der Rest wird aus dem Wasser geschöpft und zu der Erdäpfel-Zwiebel-Mischung gerührt. Fertig! Dazu essen werden wir eineinhalb die Pikante Sauce, die ja wirklich überall dazupasst. Als Kind habe ich Grenadiermarsch immer mit Kompott gegessen. In Reverenz dazu gibts Kompott mit Rahm heute als Nachtisch.

Das Nudelkochwasser hebe ich absichtlich auf. Da nehme ich aus dem immer noch vollen Tiefkühler ein Packerl Suppengemüse raus und gebe es ins Wasser, noch ein bisserl Salz, ein Lorbeerblatt und zwei Knoblauchzehen dazu - kocht, während wir essen, zu einer Suppe für morgen.