Der Sparküche-Blog.

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3. November

Nachdem die Apfelernte besser ausgefallen ist als erwartet, gab es heute gleich Apfelspalten, vorher eine Gemüsesuppe - aber die brauch ich euch nimmer erklären, oder?

Die Apfelspalten sind auch nicht wirklich kompliziert. Die Äpfel schälen und das Kerngehäuse ausstechen, damit es Ringe werden. Allerdings schmecken sie genauso gut, wenn es keine Ringe sind, sondern einfach Spalten, das ist weniger Patzerei.

Jedenfalls die Apfelteilchen durch einen Backteig ziehen, der in etwa ein dickerer Palatschinkenteig ist. Also eine Prise Salz ins Häferl, ein Ei dazu und verschlagen, dann zizerlweise die Milch (knapp ein Vierterl) dazuleeren und immer weiter mixen, und dann löffelweise das Mehl dazu (etwa 10 - 12 dag), bis es ein dicklicher Teig ist, indem man aber die Äpfel beim Durchziehen nicht auf Nimmerwiedersehen verliert.

Die Äpfel dann in ein paar Millimeter hoch Öl oder Schmalz auf beiden Seiten ausbacken und auf dem Teller mit Zucker, eventuell auch mit Zimt, bestreuen.

 

4. November

Tut mir Leid, meine Abwesenheit hat sich länger gestaltet als geplant. Ich werde versuchen, die letzten Wochen zu rekonstruieren. In der Zwischenzeit führe ich die Rezepterei ab heute fort.

Nämlich habe ich heute Vor- und Nachspeise gehabt, sozusagen. Avocadoaufstrich mit Brot und nachher ein Grießkoch.

Zuerst habe ich wie gewohnt das Grießkoch bereitet: Milch mit Instantkakao (nicht von Nestlé!) und etwas Zucker ins beschichtete Reinderl, vorsichtig aufkochen lassen und dann Grieß reinrieseln lassen, unter ständigem Rühren. Bei kleiner Hitze noch ein oder zwei Minuten köcheln lassen, dann auf dem Teller überkühlen lassen.

Die reife Avocado habe ich aus der Schale gelöffelt, mit einer Gabel zerdrückt und mit Salz und Balsamicoessig gewürzt (manche tun auch Zitronensaft dazu).

Köstlich, beides.

2. November

Heute gabs Resteessen von gestern. Erdäpfel-Gemüse-Eintopf, wenn ich die Sache schönreden will.

Es ist nämlich ein bisserl was vom Kürbisgemüse übrig geblieben. In dieses habe ich das restliche übrig gebliebene Gemüse hineingekippt, etwas gehackten Petersil dazu, alles gut durchgerührt und dann erhitzt.

Dafür hab ich mir dann als Nachspeise zwei Mozartkugeln gegönnt.

1. November

Heute hatte ich Besuch und habe, dem Anlass entsprechend, Lammstelzen mit Kürbisgemüse fabriziert.

Mache ich immer in der Bratfolie, ist direktorensicher und gelingt immer, vorausgesetzt, man lässt das Zeug lange genug im Rohr.

Also. Die Lammstelzen waschen und, wenn sie vom Biohof kommen, von restlichen Wollhaaren befreien, igitt, und dann einige Schlitze und Taschen ins Fleisch schneiden. Diese mit Salz und zerdrücktem Knoblauch füllen, wer mag, tut kleine Zweigerl vom Rosmarin und ein (nicht in allzu kleine Teile) zerpflücktes Lorbeerblatt dazu.

Die Stelzen anleitungsgemäß in die Folie geben, und gleich dazu kommt das Gemüse. Bei mir sind das geschälte mehlige Erdäpfel, in Würfel geschnitten, kleine geschälte Zwieberl oder Schalotten, geschälte und in dicke Scheiben geschnittene rote und gelbe Karotten und ein oder zwei halbierte Paradeiser.

Wie vorgeschrieben: zubinden, ein paar Mal einstechen und auf dem kalten Rost ins vorgeheizte Rohr tun. Wenn die Stelzen mindestens eineinhalb Stunden bei 190 Grad drin bleiben (zwei Stunden schaden ihnen auch nicht!), fällt das Fleisch vom Knochen, so weich ist es. Und das Gemüse sowieso; und den Saft, der sich auf dem Boden gesammelt hat, solltet ihr besser auch auffangen, das lohnt sich.

Während der Schmorzeit habe ich einen kleinen Kürbis (White Egyptian, zur Feier des Tages) geschält, die Kerne ausgekratzt und das Kürbisfleisch geraspelt. In wenig Salzwasser mit wenig Kümmel weich dünsten (dauert ca. 15 - 20 Minuten). Einige Esslöffel Rahm mit ein bisserl kaltem Wasser und einem gehäuften Esslöffel Maisstärke glattrühren und zum Kürbis geben. Aufkochen lassen und zwei Minuten auf kleiner Flamme köcheln lassen. Vor dem Servieren mit Pfeffer oder rotem Paprika würzen.

31. Oktober

Heute verweigere ich Halloween und stifte euch an, dieses auch zu tun und für morgen einen traditionellen Heiligenstriezel zu backen.

Dazu macht ihr einen Germteig. Ich mache den immer nach Gefühl. Dementsprechend sind die Mengenangaben etwas vage. Also bereitet zuerst ein Dampfl, indem ihr in einem Häferl einen halben Würfel Germ mit einem Kaffeelöffel Zucker so lange rührt, bis das Zeug flüssig wird. (Ja, das wird es tatsächlich. Probiert es aus!)

Dann gebt zwei gehäufte Esslöffel Mehl dazu, vermischt das Ganze und gießt dann schluckweise mit lauwarmer Milch auf, bis das Gmachtl die Dicke eines Palatschinkenteigs hat. Das lasst stehen, bis es aufs Doppelte aufgegangen ist.

In der Zwischenzeit tut eine Prise Salz in eine große Schüssel, einen halben Kilo Mehl drauf, 12 dag Staubzucker drüber, ein oder zwei Eier dazu (aber hebt euch einen Schluck vom Eiklar auf fürs Bestreichen), 8 dag sehr weiche Butter (am besten auf dem Heizkörper gelagert) und, wenn ihr habt und wollt, ein bisserl Vanillemark oder Zitronenschale.

Wenn das Dampfl soweit ist, kommt es dazu und alles wird gut verrührt. Weil die Masse vermutlich noch zu trocken zum Kneten ist, tut ihr schluckweise lauwarme Milch dazu, bis ihr den Teig kneten könnt. Dann kommt er auf die Arbeitsfläche und wird brutal geknetet, bis er ganz seidig ist und Blasen wirft. Dann zurück in die Schüssel, Tuch drüber und ohne Zugluft im warmen Zimmer stehen lassen, bis er aufs Doppelte aufgegangen ist, dauert etwa eineinhalb Stunden.

Dann nochmals gut durchkneten und bei Bedarf eine Handvoll Rosinen einarbeiten. Den Teig in drei Teile teilen und in dünne Rollen wuzeln, die am Rand spitz auslaufen. Die drei zu einem Zopf flechten; Profis fangen in der Mitte an, aber das muss euch nicht kümmern. Die Enden jedenfalls gut sichern, damit sich der Zopf nicht beim Backen wieder auflöst. Am besten nach unten klappen.

Auf ein mit Backpapier belegtes Blech hieven, mit Eiklar bestreichen und für ganz liebe Leute mit Mandelblättchen oder Hagelzucker bestreuen. Dann nochmals ca. 20 Minuten gehen lassen, bis der Striezel aufs Eineinhalbfache aufgegangen ist, und dann ab ins Rohr. Ich tu ihn ins kalte Rohr und backe ihn mit Ober- und Unterhitze bei ca. 160 Grad vielleicht 20 - 25 Minuten, aber es gibt Menschen, die zu diesem Thema ganz was anderes behaupten.  Manchmal nehme ich auch 150 Grad Heißluft, aber da verlangt er unausgesetzte Beobachtung, sonst verkohlt er gnadenlos. Und er soll doch schön goldbraun werden!

30. Oktober

Wenn ich auf dem Naschmarkt spazieren gehe, komme ich nie ohne Sauerkraut heim. Und ich muss immer eine Handvoll mehr nehmen, weil ich das auch roh so gern nasche. Jedenfalls habe ich mir heute Geselchtes, Kraut und Knödel gezaubert.

Wobei ich ein bisserl geschummelt habe. Den Erdäpfelknödel habe ich nämlich von letztens eingefroren gehabt und einfach aufgetaut. Eine Scheibe essfertiges Geselchtes habe ich vom Naschmarkt mitgenommen.

Und das Sauerkraut habe ich mit wenig Wasser weich gedünstet. In den letzten zehn Minuten habe ich den halbierten Knödel und das Geselchte aufs Kraut draufgelegt, damit alles heiß ist. Und fertig.

5. November

Heute ist definitiv Kochpause. Gemeinsam mit Freunden verlege ich das Martiniganslessen auf heute vor: Ganslsuppe, Ganslpastete und dann Gansl mit Rotkraut und Erdäpfelknödel.

Und das alles kocht der nahe gelegene Wirt. ich freu mich schon.

Weil es aber sein kann, dass vom Gansl was übrig bleibt und ich mir das einpacken lasse, kann gut sein, dass ich morgen eine Beilage dazu brauchen werde ...

6. November

Hab ichs doch gewusst. Na freilich ist mir das Haxerl übrig geblieben. Also gabs heute Ganslhaxerl mit Brot und Pusstasalat.

Den Pusstasalat hatte ich fertig im Glas. Wollt ihr auch mal welchen auf Vorrat kochen? Also dann.

Zuerst zerkleinere ich alles, was so da ist. Ich nehme auf jeden Fall ein Happerl Weißkraut, grüne Paradeiser, Zwiebeln.  Vielleicht auch zwei bis drei Essiggurkerl, einen kleinen Chili, Paprikaschoten in allen Farben. Ich schneide alles in feine Streifen bzw. Scheiben.

Dann stelle ich einen Topf mit einer Mischung aus Wasser und Essig (2:1) auf den Herd, gebe tüchtig Pfeffer- und Senfkörner hinein und würze mit Salz und Zucker. Wenn das Wasser kocht, kommt zuerst hinein, was länger braucht um knackig-weich zu werden: das Kraut. Als nächstes dann zügig alles andere, die Gurkerl zum Schluss. 

Wie gesagt, alles knackig-weich kochen, dann herausfischen und fest in Twist-Off-Gläser stopfen, den Sud nochmals aufkochen, randvoll über das Gemüse leeren und die Gläser sofort verschließen. Auf den Deckel gestellt in eine Decke wickeln und auskühlen lassen (eigentlich kann man nach 5 - 7 Minuten die Gläser auch wieder umdrehen. Angeblich dient das nur dazu, um auch die Deckel zu steriliseren.).

Sollte zwei Wochen durchziehen können, bevor er verspeist wird, der Pusstasalat. 

 

7. November

Heute gabs Pasta mit Mangoldsauce. Und das hab ich wie folgt gemacht:

Den Mangold gewaschen und geputzt und die Stiele von den Blättern getrennt. Dann in kochendes Salzwasser zuerst die Stiele geworfen, zwei Minuten köcheln lassen, die Blätter dazu gegeben, noch zwei Minuten kochen lassen, abseihen, kalt abspülen und fein schneiden.

Dann die Nudeln vorschriftsmäßig kochen und währenddessen die Sauce machen: 1/16 l Obers im beschichteten Reinderl erhitzen, mit Salz und Pfeffer würzen, den geschnittenen Mangold dazugeben und aufkochen lassen. Ein paar Esslöffel kaltes Wasser mit einem Teelöffel Maisstärke glatt rühren, dazuleeren, nochmals aufkochen lassen, vom Herd nehmen und ziehen lassen.

Ich hatte noch zwei Esslöffel geraspelten Halloumi (das ist ein fester Ziegenkäse, eigentlich zum Grillen, aber mir hat er auch so geschmeckt), der kam drüber.

8. November

Nichts Neues im Westen. Ich habe die Reste von gestern nochmals gegessen: Pasta mit Mangold-Sauce.

Und weil mir danach war, hab ich ordentlich Petersil drübergestreut.

9. November

Es sind, verflixt, immer noch Nudeln da. Heute vernichte ich sie als Gemüse-Nudel-Pfanne, und als Belohnung gibts nachher Apfelkompott mit Rahm.

Ich blanchiere ein paar Mangoldstengel und schneide sie in kleine Stücke. Ich schäle zwei Karotten und schneide sie gleich mit dem Sparschäler in dünne Scheiben. in Stück Sellerie hab ich auch, den würfle ich klein. Ein Happerl Zwiebel auch.

So, dann zwei Esslöffel Öl in den Wok - ja, der Wok, endlich wieder! - und erhitzen. Dann den Sellerie hinein, der braucht am längsten. Bei mittlerer Hitze unter Rühren anbrutzeln, dann die Karotten dazu und weiterbrutzeln. Nach zwei Minuten den Zwiebel dazu, eine Minute brutzeln und vom Herd nehmen. Die Mangoldstiele untermengen und weiterrühren, weil ja der Wok noch heiß ist. Salzen und mit irgendwas Nettem würzen.

Dann die gekochten Nudeln untermengen, den Rest vom gehackten Petersil tu ich auch gleich dazu. Und eine Handvoll Vogerlsalat gibts auch noch, der wird auch locker untergemengt.

Der Löffel vom geriebenen Parmesan ist dann nicht wirklich asiatisch, aber um das kann ich mich jetzt auch nicht kümmern. 

 

10. November

Dass ich im Sommer Obst eingefroren habe, bewährt sich immer wieder. Konkret heute, als ich ein Packerl Marillen rauszog und als Menü Selleriecremesuppe und Marillenknödel anbot. Für zwei nämlich, aber ich hätte die Knödel, peu à peu, auch allein vertilgt.

Das Rezept für den Obstknödel-Topfenteig habe ich erst vor einigen Wochen beschrieben, aber die Selleriecremesuppe habe ich heute neu komponiert.

Ich habe drei mittlere mehlige Erdäpfel und die Hälfte einer kleinen Sellerieknolle geschält und klein gewürfelt und in 3/4 Liter Salzwasser zum Kochen gebracht, ein Lorbeerblatt war auch drin. Dann auf kleiner Flamme eine halbe Stunde köcheln lassen, zwei kleine geschälte gewürfelte Äpfel dazugeben und weitere fünf Minuten kochen.

Dann mit dem Pürierstab traktieren, bei Bedarf nachsalzen und pfeffern und mit 1/8 Liter Milch aufgießen. Noch einmal aufkochen und servieren.

Angesichts der Knödel haben wir die Suppe ohne weitere Einlage gegessen. Aber ich hätte mir viel drin vorstellen können: gehackten Schinken zum Beispiel. Oder gehackten Lachs (wer hat, der hat!), oder gehacktes Ei, aber auch Brotwürfel.

 

 

11. November

Heute ist nicht nur Faschingsbeginn, sondern auch Muttertag. Ich gehe mit ihr strandeln, und was wir dabei ganz sicher machen: wir fallen bei einem Running Sushi ein.

Deshalb ist heute Kochpause, aber morgen gehts wieder weiter.